Gandhi (DVD) Testbericht

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Gandhi-dvd-drama
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Erfahrungsbericht von Bravie

\"Der Friede ist der Weg!\"

Pro:

klasse Autoboigraphie

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Als ich den Film \"GANDHI\" das erste mal sah, war für mich klar, dass noch kein Film zuvor mich so beeindruckt hat! Gut, nun bin ich auch erst 20 Jahre; aber das so sagen zu können ist schon erstaunlich!


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Mahatma Gandhi, der Film eine Autobiographie
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Da der Film eine Autobiographie ist, habe ich bewusst seine einzelnen Lebensabschnitte mit denen im Film dargestellten Sequenzen verbunden. Das hat zwar einiges an Recherchen bedeutet, aber ich hoffe, dass es sich gelohnt hat.

Mohandas Karamchand Gandhi wurde 1869 geboren und wurde 1948 von einem fanatischem Moslem erschossen.
Er entstammte einer angesehenen Hindu-Familie und hatte daher das Privileg studierten zu können, von 1888 bis 1891 Jura in London. Danach begann er seine Arbeit als Rechtsanwalt in Kathiawad bei Bombay. 1983 geht er als Rechtsberater einer indischen Firma nach Südafrika. Hier setzt auch der Film ein. Er sitzt im Zug und muss, obwohl ihm von seiner Firma ein Ticket Erster Klasse gestellt wurde, in der Zweiten fahren. Denn für Nichteuropäer gab es keinen anderen Platz. Bereits damals in Afrika war seine große Humanität und der für ihn charakteristische, eiserne Wille Gerechtigkeit walten zu lassen sehr ausgeprägt.
Gandhi handelte nach dem Prinzip des gewaltfreien Widerstandes, auch wenn man dabei Leid ertragen müsse, und kompromisslosen Festhaltens an der Wahrheit. Gleich im ersten Teil des Filmes, in Südafrika handelt er nach diesem Prinzip. Bewusst setzte er sich zusammen mit zweitausend Anhängern über ein staatliches Verbot des Apartheids Regime hinweg. Am 6.11.1913 überschreiten sie die Grenze der Südafrikanischen Union nach Transvaal. Man konnte dies als Symbol der eingewanderten Inder verstehen, die ihnen zustehenden Bürgerrechte einzufordern.
Wie vor 91 Jahren schaffte er das auch im Film und wurde bei seiner Rückkehr frenetisch gefeiert.
In Indien initiierte Gandhi eine Freiheitsbewegung gegen die britische Kolonialmacht. Sie war von seinen moralischen Grundsätzen des gewaltlosen Widerstandes und politischen sowie juristischen Kompetenzen geprägt. Sämtliche englischen Behörden wurden beugkotiert und die Regierung durch das bürgerliche Ungehorsam ein ums andere Mal an den Rand der Verzweiflung getrieben.
Sehr gut in dem Film dargestellt wird Gandhis Bemühen die Grenzen zwischen den Kasten einzureißen. Außerdem war er steht’s bestrebt die Hindus mit den Muslimen zu versöhnen, um so in dem bevölkerungsreichsten Land des Commonwealth eine breite Front gegen die britische Besatzung zu schaffen. Dieses durch tiefste Liebe und Überzeugung hervorgerufenen Streben nach der Indischen Einheit verschaffte ihm eine beispiellose Sympathie und Stellung im Volk. Man nannte ihn „Mahatma“ (Sanskrit: „dessen Seele groß ist“).
Das Gandhi zu sämtlichen Konsequenzen seines Handels stand zeigt sich im Video dadurch, dass er im April 1919 sämtliche Aktionen absagte, um sich Zeit zum Büßen und Fasten zu nehmen, weil bei einer von ihm ausgelösten Demonstrationen einige Sicherheitsbeamte dem Pöbel zum Opfer fielen. Seine äußerst ungewöhnliche Vorgehensweise führte zum Erfolg, denn es kam zu keinen weiteren Ausschreitungen. Aber dafür zu einem schwarzen Tag in der britischen Kolonialzeit. Denn als sich trotz vieler Warnungen am 13. April viele Tausende von Anhängern Gandhis in Amritsar versammelten, begannen britische Truppen die unbewaffnete Demonstranten u beschießen und töteten nach offiziellen Angaben 379 Menschen („Blutbad von Amritsar“).
Ein Jahr später startete Gandhi seine Reise durch das gesamte Land um zum Boykott der Kolonialeinrichtungen aufzurufen. So wollte er z.B das britische Textilmonopol dadurch brechen, dass er dazu aufrief, keine ausländischen Stoffe mehr nach Indien zu importierten („Handspinn-Bewegung“). Aus Tradition ist es den niedrigen Kasten vorbehalten den Baumwollstoff mit der Hand zu spinnen, somit wurde gewebter Stoff zum Symbol der indischen Nationalbewegung.
Nachdem sich die Briten auf Bitte der indischen Kongresspartei weigerten, Indien zumindest den Status eines Dominions zuzugestehen, was mehr Freiheit beim Beschließen von Gesetzen bedeutet hätte, kam es zu einem neuen Protestfeldzug. Aus diesem Anlass verlas Gandhi im Januar 1930 ein Manifest. Am 12. März des gleichen Jahres brach er und einige seiner engsten Anhänger auf, um am Arabischen Meeres Salzkristalle aufzulesen („Salzmarsch“). Wieder ein Symbol, wie überhaupt Gandhis gesamter Protest sehr viel auf Symbolik aufbaute. Es kam wie es kommen musste, am 4. Mai 1930 wurde Gandhi erneut verhaftet. Insgesamt wird er in dem Film (wie ja auch in Wirklichkeit) mehr als fünf mal verhaftet, allerdings konnte man ihm nie schwerwiegendes Fehlverhalten vorwerfen, da er sich immer am Rande zu Legalität bewegte und so jeweils nur für eine geringe Zeit verurteilt werden konnte.

Nach dem eine Konferenz mit indischen Politikern in London (12.11.1930 - 19. 01.1931) scheiterte, benötigte die britische Regierung einen geeigneten Verhandlungspartner und lies kurzerhand Gandhi aus dem Gefängnis frei, um mit ihm über die weitere Zukunft Indiens zu sprechen. Gandhi und Vizekönig Edward Wood (1881 - 1959) verständigten sich daraufhin auf eine Zusammenarbeit. Im September 1931 schickte ihn der indische Kongress erneut nach London zu einer richtungsweisenden Konferenz. Gandhi Erschien im indischen Lendentuch sorgte im kühlen England für viel Aufsehen und einen amüsierten Blick auf den kleinen Inder. Gandhi bestand auf die volle Unabhängigkeit seines Landes und stoß den Briten, welche mittlerweile bereit waren, Indien als Dominion anzuerkennen, vor den Kopf. Keine der Parteien gab nach und somit musste Gandhi mit leeren Händen zurück. kehren.
Ein weiteres Mal wurde Gandhi im Januar 1932 inhaftiert, als wieder Unruhen aufkamen. Als er im Gefängnis Hungerstreik praktizierte und somit u.a. die britische Öffentlichkeit für sich gewinnen konnte, wurde er im Mai des folgenden Jahres entlassen.
Da die Japaner 1942 England den Krieg erklärten und somit ein Angriff auf Indien wahrscheinlich wurde, forderte Gandhi die Briten auf, sofort alle ihre Truppen abzuziehen. Daraufhin kam er ein weiteres Mal ins Gefängnis. Da Gandhi jetzt nicht mehr schlichtend auf das Volkeinwirken konnte, kam es zu reichlich Sabotageakten und Guerillakämpfen, die insgesamt über tausend Tote forderten.

Am 15. August 1947 schließlich wurde der indischen Subkontinent autonom, aber leider nicht so, wie es „Mahatma“ für sein Volk vorgesehen hatte. Es entstanden zwei Staaten, die religiös mehrheitlich hinduistische Indische Union und die muslimische Republik Pakistan.
Es kam zum Krieg. Hindus und Muslime nutzten ihre neugewonnene Freiheit dazu um sich gegenseitig zu ermorden. Gandhi kämpfte unermüdlich für die Aussöhnung zwischen den Bevölkerungsgruppen, den für ihn gab es nur ein Indien.
Am 20. Januar 1948 erschoss ein fanatischer Hindu Gandhi. Über eine halbe Millionen begleitete ihn bei seinem letzten Weg. Seine Asche wurde in den Ganges gestreut wurde.


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Kommentar
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Besonders beeindruckend ist der Aufwand, den Richard Attenborough betrieb, um das Leben des Mahatma Gandhis so authentisch wie möglich dar zu stellen.
Man muss sich nur mal vorstellen, dass sage und schreibe 300.000 Statisten für Gandhis Leichenzug engagiert wurden, heute wäre das eine enorme finanzielle Zusatzbelastung!
Acht Oscars für Ausstattung, Drehbuch (John Briley), Hauptdarsteller (Ben Kingsley), Kamera, Kostüme, Regie (Richard Attenborough) und Schnitt sowie einige europäische und indische Filmpreise; das sind die nackten Fakten der Auszeichnungen, die dieser Film erhielt. Kingsley bekam u.a. einen für seine außergewöhnliche schauspielerische Leistung, es war ohne Zweifel seine beste. Er passte sich einfach perfekt an die Vorgabe, einen kleinen, asketischen und unbeschreiblich willensstarken Menschen dazustellen an.
Auch das Einspielen von Originalaufnahmen Gandhis als er Winston Churchill in London getroffen hat, finde ich mehr als angemessen, da es einem den ganzen Geschehnissen näher bringt.
Für mich zählt der Film zu den 5 größten und besten, da hat natürlich jeder seine eigenen Charts, aber ein mal sollte ihn sich jeder anschauen. Ich kann euch nur (mit 5 Sternen) dazu raten!!!!

Ihr könnt meine Berichte auch bei Ciao unter Molaf83 lesen.

14 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Rebba

    14.06.2004, 15:47 Uhr von Rebba
    Bewertung: sehr hilfreich

    Film ist schon klasse. Dein Bericht auch. Heute wird aber kaum noch jemand 300 000 Statisten brauchen. Man nimmt 30 und repliziert den Rest im Computer.