Was macht man, wenn man beim Friseur warten muss?? Klar, Zeitung lesen! Als sehr leichte Kost boten sich mir zum einen die Hamburger Morgenpost kurz MoPo und zum anderen die Bild Zeitung. Ich schnappte mir die Bildzeitung und entdeckte eine Anzeige für die Volkskarte von Bild.de/T-Online. Es hieß, wenn man sich die Volkskarte bestellte, bekäme man die Yakumo Megaimage VI für einen (!) Euro dazu.
Ich hab mir gedacht, na das schaust du dir zu Hause im Internet gleich noch mal genauer an. Zu Hause angekommen gleich ins Internet, bild.de aufgerufen und auf Volkskarte geklickt. Für 45 Euro für ein Jahr bekam man nicht nur Vergünstigungen, ein Maxim Abo und einen Gutschein über 30 Euro um Digitalfotos zu entwickeln, sondern eben auch die besagte Kamera für einen Euro. Da hab ich mir doch gleich die Volkskarte geordert.
Vier Wochen später liegt sie bei mir inklusive Vobisgutscheinen im Briefkasten. Ich ruf also gleich mal bei Vobis in Hamburg an und bestell sie mir vor. Leider war sie wegen dieser Auktion sehr gefragt und ich musste ein paar Tage warten bis ich mir die Cam dann abholen konnte. Normalerweise kostet sie etwa 90 Euro. Ich nahm sie nun für einen Euro mit nach Hause.
Lieferumfang
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Neben der Kamera selbst findet man in dem kleinen Karton eine passende Tasche und Handschlaufe, zwei Batterien, ein USB Kabel zur Verbindung mit dem heimischen PC, Treiber und Software und ein Kabel um die Kamera mit einem Fernseher oder ähnlichem zu verbinden.
Bei Windows XP werden die Treiber nur benötigt, wenn man die Kamera als Webcam benutzen will.
Das Äußere
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Die Kamera erscheint in einem silbernen Kunststoffgehäuse und ist ziemlich leicht. Fast schon zu leicht für meinen Geschmack. Zum Glück bringen die Batterien ein bisschen Gewicht mit. Die Größe ist annehmbar mit 96 x 62 x 35 mm. Sie liegt recht gut in der Hand. Leider ist auch das Stativgewinde an der Unterseite des Gehäuses aus Plastik und unterliegt so wie das gesamte Gehäuse einem großen Verschleiß. Die Kamera stößt sich sehr schnell kleine Schönheitsfehler an.
An der Rückseite der Cam befindet sich ein 1,5 Zoll großes TFT Display, welches nicht nur für Fotofunktionen zu Verfügung steht, sondern auch für kleine Spielchen. Irgendwie meinten die Entwickler der Kamera anscheinend, dass man eine kleine Version von Tetris und Snake auf seiner Cam benötigt. Wer’s mag... Ich empfehle die Spiele nicht, da sie erstens sehr langweilig sind und zweitens recht viel Strom fressen.
Natürlich gibt es auch noch einen optischen Sucher über dem Display. Rechts befindet sich ein Regler für den Zoom. Leider verfügt die Kamera nur über einen 4 fach Digitalen Zoom. Das heißt, dass das Bild nur rechnerisch vergrößert wird. Dies führt zu Qualitätsverlusten. Der Vorteil des fehlenden optischen Zooms liegt darin, dass die Kamera so kein Objektiv zu bewegen hat und somit sehr viel Energie sparen kann. Zwei Akkus (möglichst mit Kapazitäten von ab 2000 mAh) halten hier ewig lang.
Mit einem Steuerkreuz bedient man die Kamera und kann Einstellungen verändern. Zuvor muss man jedoch oben am Drehrad den Modus einstellen, in dem man arbeiten will. Zur Verfügung steht neben dem Fotomodus ein Videomodus, mit dem man kleine Filmchen aufnehmen kann, deren Qualität recht annehmbar ist, eine Diktiergerätfunktion, ein Funktion zum Betrachten der Bilder und eine Setupfunktion für die Grundeinstellungen.
Wie schon erwähnt hat die Megaimage VI ein fixes Objektiv. Man muss deshalb leider auch manuell einstellen, ob man Makroaufnahmen, Normalaufnahmen oder Unendlichaufnahmen machen will. Dazu muss man ein Rad vorm Objektiv drehen. Die Makrofunktion soll für Entfernungen von 45 bis 80 cm reichen. Makroaufnahmen sind von durchschnittlicher Qualität. Die Unendlich Funktion soll man ab 3 Metern Motiventfernung benutzen. Jedoch habe ich damit bisher noch kein gutes Bild machen können. Ich verwende normalerweise nur die Normalfunktion. Die reicht für die meisten Bilder vollkommen.
Fotos
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Die Kamera verfügt über einen 3 Megapixel CMOS. Mit einer Auflösung von drei Megapixeln bekommt man sehr gute Bilder hin. Jedoch verfügt die Kamera nicht über einen CCD sondern einen CMOS. Das bringt einen wesentlichen Vorteil, aber auch einen wesentlichen Nachteil mit sich. Der CMOS arbeitet sehr viel Strom sparender als ein gängiger CCD. Das sorgt wieder für eine längere Akku Laufzeit. Dafür benötigt der CMOS auch höher energetische Lichtphotonen. Das heißt, im Dunkeln bzw. bei schlechten Lichtverhältnissen kommt man nicht weit mit der Yakumo, vor allem, weil der Blitz eigentlich nichts taugt.
Die Kamera kann die Fotos auch auf 5,5 Megapixel hoch interpolieren. Das ist aber genau so sinnlos wie digitaler Zoom. Schließlich geht auch hier Qualität verloren, weil die Bilder nur berechnet werden und außerdem benötigen sie dann auch noch viel mehr Speicherplatz. Die Kamera selbst verfügt über 16MB Speicher. Will man so große Bilder, sollte man sie lieber nachträglich am Rechner vergrößern. Für Ausdrucke bringen die interpolierten Bilder keine bessere Grundlage als drei Megapixel Bilder.
Video
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Das bemerkt man auch bei der Webcamfunktion. So benötigt die Cam einen sehr hellen Raum um Videos annehmbarer Qualität an den Rechner zu schicken. Sprich, wenn man sich über Videokonferenz unterhalten will, muss man einen Scheinwerfer aufbauen!^^ Aber die Funktion benutze ich eh nicht, also ist mir das auch egal.
Macht man draußen bei Tageslicht Videoaufnahmen und schafft es die Hand ruhig zu halten und pfeift auch kein starker Wind, so werden die Videos inklusive Ton recht gut.
Diktiergerät
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Trotzdem sind die Videos genau wie die Aufnahmen mit dem Diktiergerät eher Spielerei. Aber vielleicht ist es mal ganz praktisch, wenn man sich kurz ne Notiz machen will, aber nichts zu schreiben dabei hat.
Anschlüsse
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Die Kamera verfügt über einen Anschluss um sie per USB an den Computer anzuschließen, einen Cinchanschluss für Fernseher usw.. Einen Netzanschluss gibt es nicht. Unter einem kleinen Deckel befindet sich das Batteriefach. Es werden nur zwei Stück benötigt! Direkt neben die Batterien befindet sich ein Steckplatz für SD-Karten bzw. MMCs. Man sollte sich möglichst ein Kartenlesegerät anschaffen um die Bilder von diesen Karten auf den Computer zu überspielen. Das geht viel schneller und geht nicht zu Lasten der Batterien.
Fazit
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Für den Preis ist die Kamera ganz in Ordnung. Sie verfügt natürlich auch über solche Standard Funktionen wie zum Beispiel Rote Augen Blitz und Selbstauslöser. Jedoch können die Bilder nur überzeugen, wenn die Lichtverhältnisse stimmen. Die Auslösegeschwindigkeit ist meiner Meinung nach viel zu lang, sodass man ein ruhiges Händchen haben muss. Ich kann die Kamera nur empfehlen, wenn man damit ab und zu mal ein paar Aufnahmen bei Tageslicht machen will. Ansonsten bekommt sie nur 2 Sterne.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!!
Schönen Tag wünscht
Xmen93 ;o)
PS: Mittlerweile hab ich eine neue Cam von Casio. Die ist richtig gut und der Bericht kommt spätestens nach meinem Sommerurlaub! ;o)
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