Anubis Typhoon USB 2.0 7in1 Docking Station Testbericht

Anubis-typhoon-usb-2-0-7in1-docking-station
ab 22,96
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Erfahrungsbericht von janspambox

Toll - wenn es gehen würde

Pro:

günstig, viele Anschlüsse

Kontra:

funktioniert nicht!

Empfehlung:

Nein

Zu einem Laptop möchte ich eine Tastatur haben, und da man als USB-Tastatur nicht die äußerst bequemen A-Shape-Geräte bekommt, muss ein PS/2-Adapter her. Andere Anschlüsse fehlen auch noch. Also, warum nicht gleich eine Docking Station?


Gekostet hat das Gerät 60 EUR, was auch unter den Billig-Dockingstations ein Schnäppchen ist. Man kann auch 90 EUR dafür ausgeben, wenn man will...

Die echten Dockingstations werden von den Herstellern der Laptops vertrieben, kosten mehr als das doppelte, könnten aber im Gegensatz zu diesem Gerät funktionieren.


== Lieferumfang ==
Mitgeliefert werden ein Netzteil, ein USB-Kabel, die Docking-Station, Handbuch, Treiber.
Das Netzteil wird an eine normale Steckdose angeschlossen und sehr heiß, die Dockingstation könnte man ebenso gut als Handwärmer verwenden.
Das USB-Kabel kommt in einen beliebigen USB-Port am einen und in die Dockingstation am anderen Ende.


== Anschlüsse ==
An die Dockingstation können angeschlossen werden:
Zwei USB 2.0-Geräte
PS/2 Maus und Tastatur
Parralelportgerät
Serieles Gerät
Netzwerk (100 MBit)
ein weiteres USB-Kabel, welches zusammen mit der mitgelieferten Software dann zum Datenaustausch mit einem zweiten PC dient


== Kompatibilität ==
Die Dockingstation soll mit allen modernen Windowsen und MacOS funktionieren, wobei das MacOS auf meiner Verpackung überklebt war. Wahrscheinlich hat der Hersteller die Treiber nicht mehr hinbekommen, oder wollte den Support nicht machen.


== Harte Realität ==
Ok, ich schließe meine Dockingstation an den Laptop an, WinXP erkennt sie, will ein paar Treiber, alles recht einfach, fast totales Plug\'n\'Play. Dann fängt der Spaß an: Tastatur und Maus angeschlossen, nix. Keine Reaktion. Dafür ständig abwechselnd das \"Hardware gefunden/Hardware entfernt\"-Signal von meinem Windows XP. Ich verwende ein Acer Travelmate 292 LMi M11 und die Home Edition.
Die Dockingstation gab ein leises summendes Geräusch von sich, was in mir den Verdacht erregte, das Gerät könnte defekt dein.
Ein klein wenig Abhilfe schuf der Anschluss des Gerätes an einen niedrigstrom-Hub, der die Funktion ein wenig verbesserte, und das Summen behob. Ich hab den Verdacht, dass da irgendwo Strom fließt, wo keiner fließen soll, zum Glück gab es aber keine Beschädigung an irgendeinem meiner Geräte. Mit diesem Trick konnte ich das Gerät dazu bewegen, dass Tastatur und Maus ab und zu funktionierten. Ab und zu.


== Andere Geräte und die Lösung ==
Also umgetauscht, der geliche Spaß von vorne. Also zurückgegeben. Eine andere Dockingstation verhielt sich anders, aber genauso unschön: Wenn ich einen Tastaturknopf hielt, wurde dem Laptop vorgegaukelt, dass ich die Taste wiederholt drücke. Zum Spielen unverwendbar (Spielfigur bewegt sich nur sehr lahm), zum Schreiben unpraktisch, da bei Cursorbewegungen nicht die Wiederholrate einstellbar ist. Als der COM-Port überhaupt nicht lief, wanderte auch dieses Exemplar in den Laden zurück. Momentan benutze ich einen USB-Hub, einen USB-to-PS/2-Konverter, bei dem bis auf das Mausrad alles funktioniert, und einen seriellen Konverter, der anstandslos nach einer Treiberinstallation seinen Dienst tut. (Diesen Bericht schreibe ich an meinem Laptop, allerdings über die sehr bequeme externe Tastatur, mit einer externen Maus an demselben Adapter und dem Bild auf meinem alten CRT, weil ich den Laptop nicht vor die Tastatur bekomme)


== Handbuch ==
Das Handbuch ist verständlich, und es wird darauf hingewiesen, dass der Paralellport nicht 100%-ig funktioniert, weil die Hersteller zu faul waren, erst die Ursache zu suchen, und dann das Gerät auf den Markt zu bringen. Wirklich frech. Errinnert mich an das Spiel Söldner...


== Treiber ==
Auf der Treiber-CD sind die Treiber, die man an den Hardwareassistenten zu verfüttern hat. Ein Installationsprogramm fehlt, ein Deinstallationsprogramm ist jedoch vorhanden. Die Software PC-Linq, die der USB-Datenübertragung dient, wird manchmal mit dem Bridge-Cable Treiber installiert, manchmal darf man das mit dem Setup-Programm nachholen.
Die Dockingstation wird auch nicht als \"Docking Station\" erkannt, sondern als \"USB Bridge Cable\", \"USB to COM Port Converter\", \"USB HID\", Netzwerkkarte etc. Jedes der einzelnen Geräte braucht einen Treiber, den man dann installieren darf. Zum Teil automatisch, zum Teil muss man nachhelfen.
Wenn man die CD nicht mehr hat, wird man die Treiber nicht mehr einfach los, was aber nicht weiter tragisch ist. Die PC-Linq Software scheint sich auch gegen eine vollständige Deinstallation zu sträuben.

== Schlusswort ==
Auf einigen Rechnern funktioniert die Dockingstation vieleicht, bei mir nicht, und Probleme mit den Geräten sind den Händlern bekannt. Wenn man so ein Teil kauft, dann nur irgendwo, wo man weiß, dass die vieleicht folgende Reklamation kein Problem sein wird. Zu empfehlen ist Conrad oder Atelco, zumindest bei den Frankfurter Filialen, bei Conrad unbedingt in der 14-Tage-Frist testen und gegebenenfalls zurückgeben. Es ist halt ein Glücksspiel, einfach verschiedene Typen ausprobieren und bei der Laptop- und Peripherieplanung dran denken, dass die Gefahr, dass man keine funktionierende Dockingstation bekommt, nicht zu vernachlässigen ist.
Und da die normalen Laptops mit einem Parralelport und einem schnellen Netzwerkanschluss ausgestattet sind, kann es sich lohnen, einen Hub und Einzelkonverter zu kaufen. Wenn was nicht geht, tauscht man ein Gerät aus.

Die Dockingstation bekommt natürlich ein NICHT EMPFEHLENSWERT und eine SEHR SCHLECHTe Bewertung.

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