San Francisco Rush
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Testbericht San Francisco Rush

 N64 Spiel
(2,1 von 5)
Platz 127 in der Kategorie "N64 Spiele".
Bewertung: Kundenbewertung 2,10 / 5,00 (2,1 von 5)
Meinungen:
Preisvergleich: nicht verfügbar

Testbericht über San Francisco Rush

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Chaos an der Golden Gate Bridge

Letzte Aktualisierung am: 10.10.2004, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Empfehlung:nein
Pro:Viele Abzweigungen, versteckte Bonusräume, rasante Action ohne Atempause
Kontra:Mäßige Grafik, schwacher Soundtrack, wenig Langzeitmotivation
Detaillierte Bewertung
Bedienung: Bedienung von San Francisco Rush: 4,0  gut
Suchtfaktor: Suchtfaktor von San Francisco Rush: 2,0  in Maßen
Wird langweilig: Wird langweilig von San Francisco Rush: 2,0  nach wenigen Tagen
Geeignet für Spieler ab: Geeignet für Spieler ab von San Francisco Rush: 5,0  6 Jahre
Grafik: Grafik von San Francisco Rush: 3,0  mittelmäßig
Sound: Sound von San Francisco Rush: 2,0  schlecht
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene
Haben Sie das Spiel gespielt?: nein
Das Genre der Rennspiele war damals bei uns zu Hause das Genre, von dem am meisten Titel in unserer Sammlung vertreten waren. Dies betrifft alle drei Spielkonsolen, die ich vor einigen Jahren durch meine beiden Brüder kennenlernen durfte, nämlich die Sony Playstation, das Nintendo 64 und den Sega Saturn. Dabei gab es für das Nintendo 64 am wenigsten Rennspiele, das gilt sowohl für die sogenannten Arcade-Racer (in denen der Spielspass ohne Rücksicht auf realistische Fahrweisen im Vordergrund stand) und auch für Rennsimulationen (die im Gegensatz dazu, möglichst realistisch erscheinen wollten). Ganz gleich welche Art von Rennspiel für das Nintendo 64 erschienen ist, jedes davon wäre demnach eine Erwähnung wert, so sehr nagte die Nintendo-Spielgemeinschaft in dieser Hinsicht „am Hungertuch“. „San Francisco Rush“ für das N64 sah ich jedenfalls zum ersten Mal im Jahr 1999, ob ich davon begeistert war oder nicht, erfahrt Ihr nun in meinem ganz persönlichen Review.

Dass es sich bei San Francisco Rush um ein sehr actionreiches Raserspiel handelt, merkt Ihr schon nach wenigen Minuten, zumindest zu Beginn wurde ich schnell in den Bann der 3D-Perspektive gezogen und spätestens nach der dritten heftigen Karambolage merkte ich, dass wir es hier auf gar keinen Fall mit einer Rennsimulation zu tun haben, denn es wird überwiegend gerast, meterhoch gesprungen und direkt wieder (selbst nach „kleineren Unfällen“) weitergerast. Insgesamt werden Euch sechs verschiedene Rennstrecken präsentiert, welche ihren Reiz speziell dadurch haben, dass es auf jedem Kurs zahlreiche versteckte Abzweigungen und auch sonst mehrere Alternativen gibt, so dass Ihr schließlich herausfinden müsst, welche Route Euch am Besten liegt beziehungsweise welcher Weg Euch bis zum Ziel am Kürzesten erscheint. Was mir auf Anhieb sehr gut gefiel waren die extrem breiten Fahrspuren, so dass ich keine Angst haben musste, oft auch nur durch die leichteste Berührung am Streckenrand oder mit einem Konkurrenten mich zu drehen oder ganz von der Strecke zu fliegen. Durch die vielen Abzweigungen (zum Beispiel verschlungene Waldwege und düstere Tunnel) ist es auch so, dass Ihr manchmal in eine völlig andere Richtung als die übrigen Fahrer fahrt und zunächst auch gar nicht wisst, ob Ihr damit die richtige Auswahl getroffen habt. Oft erst viel später stoßt Ihr wieder auf den Fahrerpulk beziehungsweise merkt Ihr, ob Ihr 100 Meter vor oder leider doch hinter dem Hauptfeld gelandet seid. Das ist natürlich ein großes Spannungselement in San Francisco Rush und sorgt dafür, dass Ihr ständig auf der Suche nach dem „besten Weg“ seid, durch den Ihr dann auch eventuell den ein oder anderen Fahrfehler wieder kompensieren könnt.

Bevor Ihr aber an den Start geht und Euch entscheidet, ob Ihr diesmal lieber die „normale“ Route oder doch eher einer riskanteren Streckenführung folgen wollt, steht Ihr wie so üblich erst einmal vor einer ganz anderen Entscheidung, nämlich der Auswahl Eures Flitzers. Insgesamt stehen Euch acht verschiedene Fahrzeuge vom frisierten Minibus über eine Corvette bis hin zum Sportwagen zur Verfügung, wobei die Auswahl eines entsprechenden Autos einschneidende Auswirkungen im Hinblick auf den Schwierigkeitsgrad hat. Eurer Kreativität werden am Anfang erstaunlich wenig Grenzen gesetzt, denn zu den vier Grundmodellen könnt Ihr vier weitere von Euch kreierte Fahrzeuge anwählen, neben der Art des Getriebes (manuell oder automatisch) dürft Ihr Euch dann noch eine Lackierung aussuchen. Die Anzahl der Strecken wird dann noch zusätzlich dadurch erhöht, dass Ihr alle „normalen“ Strecken noch einmal spiegelverkehrt fahren könnt, wobei nicht nur die zahlreichen Abkürzungen für Abwechslung sorgen, sondern auch noch zusätzliche Geheimräume. Entdeckt Ihr diese, erhaltet Ihr goldene Schlüssel, wodurch Ihr weitere Fahrzeuge freigeschaltet habt. Seid Ihr dann endlich gestartet, sorgt Ihr mehr oder weniger unfreiwillig dafür, dass Euer Auto deutlich in Mitleidenschaft gezogen wird. Was für schwere Folgen das hat, erkennt Ihr sehr schnell an den Verformungen an der Karosserie, was Euch natürlich nicht davon abhält, genauso weiterzurasen wie bisher, zumindest so lange, bis Euch das Fahrzeug auseinanderbricht. Solltet Ihr einmal nicht nur auf gefährliche Art und Weise einen Baum oder die Leitplanke touchiert haben, sondern es einfach zu weit getrieben haben, vollbringt Ihr gewaltige Stunts, in denen Ihr meterhoch in die Luft geschleudert werdet, sehr unsanft auf dem Boden landet und manchmal sogar in Flammen aufgeht. Doch wie ich ja schon erwähnte, ist Realismus nicht unbedingt Trumpf in diesem Spiel und so fahrt Ihr wenige Sekunden später fröhlich pfeifend weiter. Diese verlorenen Sekunden sind dann eigentlich auch schon die härteste Strafe, andere „leichtere“ Fahrfehler wirken sich nicht so dramatisch aus, oft verliert Ihr dann nur sehr wenig Zeit. Simulationsfans wenden sich spätestens jetzt mit Grausen ab, denn San Francisco Rush ist in meinen Augen noch viel unrealistischer als die anderen Arcade-Konkurrenztitel (wie zum Beispiel Ridge Racer), kompromisslose Hochgeschwindigkeitsraser wird dies hingegen sicher sehr freuen.

Was die Grafik angeht, so stand ich dieser schon damals mit eher gemischten Gefühlen gegenüber. Dass es manchmal etwas zu neblig aussieht, machte mir eigentlich nicht so viel, außerdem war ich das vom Nintendo 64 schon gewöhnt. Was mir außerordentlich gut gefiel war die sehr schnelle und flüssige Grafik, die selten trotz des enorm hohen und actionreichen Spieltempos in die Knie ging. Doch ganz ohne Grafikfehler kommt San Francisco Rush nicht davon, gerade im Zweispielermodus kann es ab und zu schon merklich ruckeln, das war natürlich nicht so schön. Und außerdem wirkten die Fahrzeuge und Gebäude doch etwas zu kantig auf mich, da gab es schon damals viel bessere Umsetzungen auf Spielkonsolen. Gerade in der Stadt fiel mir dies etwas unangenehm auf, „weiter draußen“ sieht das Ganze dann schon erheblich besser aus. Darunter leiden auch etwas die spektakulären Stunts, denn so richtig begeistern konnten mich die andauernden Dreher und Überschläge in grafischer Hinsicht nicht, vieles wirkt doch eben unrealistisch, die Auto von der Grafik her irgendwie künstlich in die Szenerie eingesetzt. Gerade bei den „Flugsequenzen“, die ja oft mehrere Sekunden andauern, hätte ich mir eine etwas detailreichere Umsetzung gewünscht. Nichtsdestotrotz befindet sich die gesamte Präsentation noch im durchschnittlichen Bereich. Dies liegt vor allem an einzelnen grafischen Details, die dann doch für Stimmung sorgen können, zumindest vorübergehend, so zum Beispiel das Leuchten Eurer Bremslichter, dunkler Rauch beim Durchdrehen der Reifen und die schon erwähnten Verbeulungen Eurer Karosserie im Laufe eines Rennens. Hingegen eine richtig große Enttäuschung war der Soundtrack für mich, in diesem Punkt hatte ich viel mehr erwartet beziehungsweise mir erhofft. Sowohl die Hintergrundmelodien als auch die Soundeffekte machen einen schwachen Eindruck, dabei hätte man angesichts der gewaltigen Action gerade hier viel Wert darauf legen müssen. Ziemlich lau plätschern die monotonen Klänge so vor sich hin und auch die Soundeffekte bei der Beschleunigung, dem Bremsen, dem Driften und natürlich speziell bei den waghalsigen Stunts konnten mich nie so richtig begeistern.

Dafür sind dann „immerhin noch“ die Kameraperspektiven und die Steuerung Eures Wagens halbwegs gelungen, ansonsten wäre das Spiel aber wahrscheinlich zu einem richtigen Flop geworden. Trotz der 3D-Perspektive habt Ihr eigentlich das Wichtigste im Griff, behaltet meistens den Überblick und seid sowieso im Grunde fast nur damit beschäftigt, den jeweiligen Kurs mitsamt seinen ganzen Verzweigungen auswendig zu lernen. Unfaire Stellen gibt es eigentlich kaum, wobei die höheren Schwierigkeitsgrade (je nach Wahl Eures Autos und Rennstrecke) auf jeden Fall nur von mindestens fortgeschrittenen Fahrern erfolgreich absolviert werden können, Fahranfänger dürften jedenfalls deutliche Probleme haben, mithalten zu können. Dies liegt in erster Linie daran, dass die CPU-Fahrer überhaupt keine Rücksicht auf Euch nehmen und sich als echte Straßen-Rowdies“ entpuppen und keine Gelegenheit verpassen möchten, Euch zu einem gewaltigen „Abflug“ von der Rennpiste verhelfen zu können. Da könnt Ihr vorher so viel im Trainings-Modus geübt haben wie Ihr wollt, ohne ein paar Schrammen kommt Ihr eigentlich nie davon. Interessant und eigentlich unüblich ist es allerdings, dass Ihr die heißbegehrten goldenen Schlüssel teilweise auch schon in diesem Practice-Modus entdecken könnt, dies sorgt natürlich schon frühzeitig für Motivation. Damit San Francisco Rush jedenfalls nicht gleich frustrierend wird, solltet Ihr auf jeden Fall die Automatik-Schaltung anwählen und die Heckansicht wählen, ansonsten wird das Ganze zu Beginn doch gleich viel zu schwer.

San Francisco ist in meinen Augen ein leicht unterdurchschnittliches Spiel, wohlgemerkt nicht nur aus der heutigen Sicht (das wäre ja auch unfair), sondern auch schon damals. Die Grafik ist trotz der extremen Action etwas zu unspektakulär und ruckelt manchmal deutlich. Könnt Ihr darüber möglicherweise noch hinwegsehen, gibt Euch der Soundtrack dann leider höchstwahrscheinlich „den Rest“, dieser gefiel mir dann noch deutlich weniger. Dass wenigstens Kamera und Steuerung ganz ordentlich gelungen sind, ist dann ja fast schon Pflicht, um nicht als Super-Flop gelten zu müssen. Habt Ihr Euch tapfer durchgebissen, so sorgen allerdings die vielen verschiedenen Abzweigungen auf den Rennstrecken für mehrere Stunden Spielspass. Diejenigen von Euch, die aber nicht so wahnsinnig viel Wert auf Realismus legen, sondern einfach nur Action haben und sich mit den CPU-Fahrern hart bekämpfen wollen, kommen zumindest für ein paar Stunden voll auf ihre Kosten, dies muss ich dem Spiel dann doch zugestehen. Wer nicht besonders viel Geld ausgeben möchte, mehr als 5 bis 10€ müsst Ihr ganz sicher inzwischen im Internet nicht mehr ausgeben, und gerne einfach einmal wild Drauflosrasen möchte, der ist hier zumindest nicht ganz falsch. Trotzdem reicht es nicht mehr ganz zu einer Kaufempfehlung, denn nur eingefleischte Rennspiel-Süchtige oder echte Sammler sollten hier zugreifen.
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Yasmeen
Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
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Snigga86 San Francisco Rush......ein doch tolles Spiel!, 13.03.2003
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Yopi-Autor:Snigga86
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Yopi-Autor:TomClancy
Bewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00
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