Beetle Adventure Racing
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Testbericht Beetle Adventure Racing

 N64 Spiel
(4,5 von 5)
Platz 42 in der Kategorie "N64 Spiele".
Bewertung: Kundenbewertung 4,50 / 5,00 (4,5 von 5)
Meinungen:
Preisvergleich: nicht verfügbar

Testbericht über Beetle Adventure Racing

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Ein VW Käfer im Nintendo-Reich

Letzte Aktualisierung am: 19.11.2004, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Empfehlung:ja
Pro:Schön bunte und stets flüssige Grafik, sehr hoher Mehrspielerspaß, der eine hohe Langzeitmotivation verspricht, gelungene Kamera und Steuerung, abwechslungsreiche Strecken voll mit Extras und Abzweigungen
Kontra:Viel zu geringer Umfang im Einspielermodus, Schwierigkeitsgrad ist leider sehr unausgewogen (anfangs zu leicht, später teilweise unfair), ganz schwacher Soundtrack
Detaillierte Bewertung
Bedienung: Bedienung von Beetle Adventure Racing: 4,0  gut
Suchtfaktor: Suchtfaktor von Beetle Adventure Racing: 3,0  vorhanden
Wird langweilig: Wird langweilig von Beetle Adventure Racing: 4,0  nach wenigen Monaten
Geeignet für Spieler ab: Geeignet für Spieler ab von Beetle Adventure Racing: 5,0  6 Jahre
Grafik: Grafik von Beetle Adventure Racing: 4,0  gut
Sound: Sound von Beetle Adventure Racing: 2,0  schlecht
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene
Haben Sie das Spiel gespielt?: ja
Alle Besitzer/innen eines Nintendo 64 sollten jetzt einmal kurz aufpassen, vorausgesetzt, dass ein Interesse an Rennspielen besteht. Denn bei „Beetle Adventure Racing“ handelt es sich um ein Spiel, welches ach mehrere Jahre nach seinem Erscheinen es meiner Meinung nach nicht verdient hat, in der Versenkung zu verschwinden bzw. in Vergessenheit zu geraten. Davon ab gibt es für diese Konsole Nintendos sowieso vergleichsweise sehr wenig brauchbare Spiele in diesem Genre, was das Ganze dann natürlich noch interessanter macht, zumal der Preis mittlerweile doch sehr verlockend sein dürfte, mehr als schätzungsweise 15€ müsst Ihr inzwischen sicher nicht mehr ausgeben. Wie Ihr am Titel deutlich erkennen könnt, rast Ihr in diesem Spiel ausschließlich mit einem VW Käfer durch die Gegend, aber auch diejenigen unter Euch, welche den neuen Käfer nicht so besonders toll finden (da schließe ich mich auch nicht aus) sollten in diesem Racer eigentlich voll auf ihre Kosten kommen. Genug der einleitenden Worte, ich beginne nun mit der Beschreibung des eigentlichen Inhalts dieses Videospiels.

Gleich zu Beginn des Spiels wird ersichtlich, dass das Entwicklerteam von Electronic Arts hinsichtlich der Lizenz nicht gespart zu haben scheint, denn Ihr macht in diesem Rennspiel tatsächlich Bekanntschaft mit den Originalfahrzeugen. Andere Fahrzeuge stehen allerdings nicht zur Auswahl, das gleich vorneweg. Für wen dies keine allzu unüberwindliche Hürde darstellt, der macht es sich dann in einem der zur Auswahl stehenden Käfer-Modelle bequem, wobei sich die einzelnen Fahrzeugtypen im Hinblick auf Lenkung, Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung und Bremsverhalten voneinander unterscheiden. Habt Ihr Euch für ein bestimmtes Modell entschieden, müsst Ihr nur noch überlegen, in welchem Spielmodus Ihr Eure Fahrkünste nun unter Beweis stellen wollt. Ihr könnt einerseits ein Einzelrennen bestreiten, in welchem Ihr Euch mit sieben anderen Computerfahrzeugen auseinandersetzen müsst oder bestreitet im Zeitrennen einen Wettlauf gegen die Uhr. Im Mittelpunkt steht natürlich ein ganz anderer Modus, nämlich fast schon selbstverständlich die Meisterschaft. In dieser stehen Euch typischerweise zu Beginn nicht sämtliche Rennstrecken zur Verfügung, denn erst durch entsprechende Erfolge schaltet Ihr weitere Kurse frei. Grundvoraussetzung dafür ist eine Platzierung unter den ersten Drei am Ende der Rennsaison, erst dann ist es Euch möglich, Wettrennen auf einem höheren Niveau, soll heißen mit entsprechend höherem Schwierigkeitsgrad zu bestreiten. Gerade diese Entwicklung in der Spätzeit des Nintendo 64 und auch der Sony Playstation hat mir stets sehr gut gefallen, damit meine ich, dass Ihr nicht vom Start weg Euch für einen der (meistens drei) Schwierigkeitsgrade entscheiden könnt, sondern dass Ihr Euch erst durch entsprechende Leistungen für größere Herausforderungen qualifizieren müsst. Und so kam es dazu, dass meine Motivationskurse immer langsam aber sicher anstieg und ich demzufolge brav bis zum Schluss bei der Stange blieb, wobei dies im vorliegenden Fall leider keine allzu große Leistung war.

Denn leider Gottes ist zumindest für Einzelspieler/innen der Spielumfang etwas zu kurz geraten, dies ist ein doch ziemlich gewichtiges Manko in diesem Spiel. Zwar warten insgesamt sechs umfangreiche Strecken in alles in allem (nur) drei Meisterschaften auf Euch, die auch ein sehr individuelles Design aufweisen können und für genug Abwechslung sorgen, doch dann ist auf einmal zumindest in der Solokarriere viel zu früh Schluss. Anfangs war ich noch richtig begeistert, da oft nur eine einzige Runde fast drei Minuten andauerte und somit eine möglichst konstant gute Leistung erforderlich war, doch auf normalem Schwierigkeitsniveau geht alles doch viel zu glatt durch. Womit ich dann leider auch beim zweiten Negativpunkt bin, nämlich dem meiner Meinung nach unausgewogenen Schwierigkeitsgrad. Hier wurde meiner Ansicht nach nämlich ein bisschen geschlampt, denn ging die ungefähr erste zwei Drittel des Spiels fast alles viel zu leicht von der Hand, werden die Computergegner auf hohem Schwierigkeitsgradniveau auf einmal unverhältnismäßig gut. Nicht gegen knackige Schwierigkeitsgrade, doch es ist im späteren Verlauf des Spiels dann oft fast schon extrem unfair, wenn ich mir da so die Fahrkünste der CPU-Fahrer anschaue. Denn diese fahren auf einmal nahezu perfekt, erlauben sich eigentlich nie richtige Fehler, so dass Ihr davon ausgehen könnt, dass für den Fall, solltet Ihr einmal in den minutenlangen Runden auch nur ein zweites oder drittes Mal einen klitzekleinen Fahrfehler praktizieren, Ihr den Vorsprung der Top-Fahrer nie wieder einholen könnt. Stattdessen solltet Ihr besser das Nintendo 64 gleich ausmachen und wieder neustarten, frustrierende Situationen sind auf einmal gegen Ende des Spiels auf einmal vorprogrammiert. Und noch etwas habe ich zu bemängeln, denn auch der Soundtrack ist schwach, ja wenn ich es mir genau überlege, sogar richtig schwach. Glücklicherweise ist dies bei einem Rennspiel nicht ganz so wichtig wie beispielsweise bei einem Actionadventure oder einem Rollenspiel, doch drückt es natürlich trotzdem zumindest ein wenig die Spielatmosphäre und somit auch den gesamten Spielspass. Dann hat es sich zum Glück aber auch mit den negativen Aspekten, denn es gibt glücklicherweise auch eine Menge Erfreuliches zu berichten.

Die Grafik ist ganz sicher sehr ansehnlich und gehört meiner Ansicht nach ganz eindeutig in den oberen Qualitätsbereich der Nintendo64-Spiele. Frische Farben, schön anzuschauende Hintergründe und verhältnismäßig gut designte Autos erfreuen Euer Auge. Sehr positiv ist da zu vermerken, dass es praktisch überhaupt keine Grafikfehler gibt und sowieso die gesamte Spielgrafik das ganze Spiel über stets wunderbar flüssig bleibt. Das Ergebnis ist ein buntes Rennspektakel, dass frei von sogenannten Popups, Slowdowns, Clipping-Fehlern, Ruckeleinlagen oder auch einem lästigen Flimmern ist. Das ist doch immerhin etwas. Darüberhinaus ist gerade der Multiplayerspaß besonders hoch und in diesem Fall ein ganz besonderer Pluspunkt. Der Mehrspielermodus war schließlich auch verantwortlich dafür, dass ich mit Mitspieler/innen auch Monate später zumindest ab und zu um die Wette raste, was unter anderem auch daran lag, dass zwei Freundinnen von mir selber einen solchen Beetle in der Realität besitzen. Dies ist zwar sicher Geschmackssache, aber na gut, das soll ja jetzt hier keine Rolle spielen.

Eine weitere Stärke ist der vorhin schon kurz erwähnte Abwechslungsreichtum, was die Gestaltung der Strecken bzw. Hintergrundlandschaften angeht. Ob im eisigen Gebirge, in einer Tropenstadt, auf dem Land oder in Großstädten, sowohl bei Tag als auch mitten in der Nacht seid Ihr unterwegs und liefert Euch (besonders später) hochbrisante Rennen mit den intelligenten Gegnern. Interessant ist dabei, dass jede Runde jeweils über ganz spezielle Abzweigungen verfügt, so dass keine Strecke der anderen gleicht und es immer wieder neue Möglichkeiten gibt, der Konkurrenz eben doch noch ein Schnippchen schlagen zu können. Zugeben muss ich aber, dass Ihr später auf PS-starke Modelle umsteigen müsst, da sich zwar deutlich schwerer lenken lasen aber ohne diese Ihr chancenlos sein werdet. Vermeidet auch direkte Auseinandersetzungen mit den anderen Fahrzeugen, den diese zeigen sich regelmäßig von Euren Drängeleien unbeeindruckt, Ihr zieht praktisch immer den Kürzeren. Fragt mich aber nicht wieso das so sein muss, ich fand das sehr schade. Des weiteren gibt es auf den Strecken zahlreiche Extras, welche Ihr unbedingt einsammeln solltet, um später auch nur den Hauch einer Chance haben zu können. Die Nitro-Items sorgen für einen kurzzeitiges Auslösen des Turbos, somit einem Geschwindigkeitsschub, die Bonuskisten geben Euch ab einer bestimmten Anzahl Continues und geheime Cheats, sie sind allerdings manchmal extrem gut versteckt und ganz und gare nicht leicht zu finden. Aber das ist ja eigentlich auch okay so, ansonsten wäre das Spiel ja noch schneller vorbei.

Habt Ihr die Meisterschaft alleine durchgespielt (oder auch abwechselnd zu zweit oder dritt, so machten wir es damals), solltet Ihr Euch spätestens dann im Mehrspielermodus austoben. Hier könnt Ihr im Splitscreen-Modus (also auf einem geteilten Bildschirm) gegeneinander antreten (leider sind dann keine Computergegner mit am Start) oder sogar zu viert gleichzeitig im sogenannten „Käfer-Kampf“, allein dieser Modus ist das Geld wert gewesen und treibt die Langzeitmotivation, wie ich ansatzweise ja schon berichtete, enorm in die Höhe. In diesem Kampfmodus existieren alles in allem neun verschiedene Kampfarenen, in welche Ihr jeweils sechs Symbole aufsammeln müsst. Für die richtige Würze sorgen dabei die doch sehr durchschlagskräftigen Extrawaffen, wobei besonders verwirrende Effekte wie der urplötzlich auftretende dichte Nebel oder starke Bildschirmverzerrungen einen Mitspieler ordentlich aus der Bahn werfen können. Natürlich sind auch die „üblichen“ Dinge wie Raketen, Minen usw. mit von der Partie, doch gerade die beiden erstgenannten Extras sorgen für ordentlich Stimmung und ganz besonders für Schadenfreude.

In erster Linie sorgen die nahezu fehlerlose und sehr schön bunte (wenn auch aus verständlichen Gründen heutzutage nicht mehr gerade atemberaubende) Grafik sowie der exzellente Mehrspielermodus für einen exzellenten Spielspass, ich spreche allein schon aus diesen beiden Gründen eine klare Empfehlung aus. Dass es nicht zu einem richtigen Mega-Hit gereicht hat liegt vor allem am schwachen Sound, dem unausgewogenen Schwierigkeitsgrad und dem im Einzelspielermodus viel zu geringem Spielumfang. Über dieses Manko trösten dann zusätzlich eine gute Kameraperspektive, eine im Grossen und Ganzen gelungene Steuerung sowie die abwechslungsreichen Rennstrecken hinweg, ganz überdecken können sie diese Negativpunkte aber nicht. Für Rennspielfans und Besitzer/innen eines Nintendo 64 ist Beetle Adventure Racing aber jedenfalls ein klarer Pflichtkauf.
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Yasmeen
Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
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Yopi-Autor:TomClancy
Bewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00
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