Insel Rab Testbericht

Insel-rab
ab 8,28
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 11/2004

5 Sterne
(0)
4 Sterne
(2)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von CocoK

Ein Stückchen Paradies

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Endlich eine leere Autobahn. Nachdem wir die deutschen bzw. österreichischen Fernstraßen verlassen haben, lichtet sich der Verkehr. Und nun sind es auch nur noch wenige Stunden Fahrt in die kroatischen Urlaubsregionen. Die bekanntesten von ihnen sind wahrscheinlich die Halbinsel Istrien und die Inselgruppe der Kvarner Bucht. Insgesamt bieten sich dem Touristen hier über 1000 km Küste mit Felsen-, Kiesel- und auch Sandstränden. Land und Leute präsentieren sich hier so, wie der Liebhaber der Adria sich sein Urlaubsziel wünscht. Manches von der Ursprünglichkeit hat sich Kroatien üer die Jahre hinweg bewahrt.


Seit einigen Jahren hat der internationale Tourismus diese Regionen wiederentdeckt. Das spürten wir auch deutlich auf unserer diesjährigen Wohnmobilreise in die Kvarner Bucht. Während wir vor einigen Jahren auf Istrien fast nur halbvolle Campingplätze oder aber auch Restaurants vorgefunden hatten, war es in diesem Jahr teilweise schwierig, einen geeigneten Stellplatz zu finden. Einmal trafen wir sogar auf einen Campingplatz, der ausgebucht war. Dies erlebt man sonst nur in Südfrankreich, Spanien oder in den italienischen Touristenhochburgen. Alle Campingplätze, auf denen wir übernachten, bieten heute den üblichen europäischen Standard. Vorbei sind die Zeiten, da man sich in den Duschen mit kaltem Wasser begnügen muss, oder wo man auf die Nutzung anderer Teile der sanitären Anlagen gleich ganz verzichtet. Die meisten Campingplätze bieten eine moderne Ausstattung und liegen wunderschön direkt am Meer in wunderbarem Naturmilieu.


Wir entschieden uns, auf eine der vielen vorgelagerten Inseln zu fahren, nämlich nach Rab. Die Küstenstraße bis zum Fährhafen hat mitlerweile viel von ihrer Gefährlichkeit verloren, die sie noch vor Jahren auszeichnete. Trotzdem ist allein die Fahrt die Küste entlang ein Erlebnis. Nach jeder Kurve erwartet einen ein immer wieder neuer fantastischer Blick. Man sollte also etwas mehr Zeit für die Fahrt einplanen, um ab und zu auch mal anhalten zu können und die Fahrt selber zu einem Teil des Urlaubs werden zu lassen. Auch bieten sich viele kleine Lokale für eine kurze Rast an.

Die Überfahrt nach Rab dauert nur 12 Minuten, und als wir die ersten Meter auf der Insel fahren, sind wir enttäuscht von der kargen Landschaft.

Dieses Landschaftsbild ändert sich erst, als wir auf die andere Seite (nämlich auf die Westseite) der Insel fahren. Hier finden wir die Gegend so vor, wie man sie sich auch vorstellt. Üppiges Grün zeugt von reger landwirtschaftlicher Nutzung. Immer wieder unterbrochen von dem tiefen Blau des Meeres. Viele kleine Buchten lassen unsere Vorfreude auf einen schönen Badeurlaub wachsen. Schon im Vorfeld hatten wir uns für einen Campingplatz in der Nähe der Stadt Rab entschieden. Neben dem antiken Stadtchen befinden sich in unterschiedlichen Eckchen der Insel die restlichen sieben idyllischen Ortschaften, die wir nach und nach während unseres Urlaubs auch erkunden, wobei Rab selber natürlich unübertroffen bleibt. Kleine verwinkelte und schattige Gassen mit netten Lokalen laden allabendlich zum Bummeln ein. Die Stadt verfügt über eine wunderschöne Architektur mit Stadthäusern, Glockentürmen, Klostern und Kirchen, die es wert sind auch ausführlicher besichtigt zu werden.


Natürlich treffen wir immer wieder auf andere deutsche Touristen, doch sind sie bei weitem nicht in der Überzahl wie in vielen Gebieten Spaniens oder Italiens. In dem Städtchen, das trotz der attraktiven Lage nicht durch „Bettenburgen" glänzt, vermissen wir die vielerorts schon fast selbstverständlichen Hinweisschilder „Deutsches Bier vom Fass", „Haxe mit Kraut" oder „Grillhähnchen" in keinster Weise. Sehr angenehm! Auf kulinarische Genüsse braucht man natürlich nicht zu verzichten. In vielen landestypischen Lokalen kann man hervorragend speisen (vorzugsweise natürlich Fisch), bekommt einen ausgezeichneten Service und fühlt sich wegen der noch günstigen Preise nicht „ausgenommen". Immer mehr versuchen die Kroaten, auch in der Kreation ihrer Speisen einen eigenen Weg zu gehen und sich abzugrenzen von der ehemals jugoslawischen Einheitsküche mit Raznjici und Cevapcici. Spezialitäten wie dalmatischer Schinken, Trüffel oder Käse von der Insel Pag gehören zu den zugegebenermaßen auch nicht preiswerten Köstlichkeiten.

Tagsüber lädt das klare saubere Meer zu allen möglichen Wassersportaktivitäten ein. Die Sonne, die auf der Insel mehr als 2470 Stunden jährlich scheint, verwöhnt uns dabei täglich. Wen das Tauchen interessiert, der wird in Kampor sein Lager aufschlagen. Kampor ist bekannt für seine Tauchbasen. Jährlich kommen viele Hobby- und Profitaucher hierher, um in der glasklaren Adria ihrem Hobby nachzukommen. Der Ort verfügt auch über einen großen Sandstrand. An diesem Strand kann man sehr weit in das Meer laufen, es ist unwahrscheinlich flach. Für kleine Kinder paradiesische Zustände. Für den passionierten Schwimmer ein Greul. Unzählige kleine Buchten aber lassen sich überall auf der Insel finden, so dass wohl für jeden ein passendes Plätzchen „dabei ist“.

Für uns war es bestimmt nicht die letzte Reise auf diese Sonnene- bzw. Badeinsel

31 Bewertungen