Es kam nicht von ungefähr dass ich mich vor gut einem halben Jahr für den schicken Flatscreen von Samsung entschied. Im Keller verwahre ich seitdem einen 19 Zöller der gleichen Marke. Nicht das dieser den Geist aufgegeben hätte, mein neuer Schreibtisch im neuen Büro sollte einfach standesgemäss und stilgerecht bestückt werden, ganz davon abgesehen dass so ein TFT-Display eine menge Platz und Nerven spart.
1. EINDRUCK / ALLGEMEINES
das Gehäuse ist gut verarbeitet und ausreichend solide gegen äussere Einwirkungen bzw. Stösse. Der Standfuss ist recht stabil und lässt sich zudem in der Höhe verstellen. Das Display ist um 90Grad Drehbar und wird so z.b den Anforderungen für Desktop-Puplishing- Aufgaben gerecht. Sie haben also sozussagen ein aufrechtes Din-A4 Seiten-Format vor Augen und können munter drauf los texten, vielleicht wirds dann doch noch was mit der FAZ-Kolumne.
Das mitgelieferte VGA-Kabel ist leider etwas mager ausgefallen, eine ordenliche Schirmung hätte der Strippe sicher gut gestanden. Diese habe ich mir aber dann nachträglich zugelegt um die einwandfreie Funktion nicht durch äussere Störeinflüsse auf dem Leitungswege zu beinträchtigen.
die Bedienung ist ordenlich, auf dem Gerät vorne unten im Rahmen des Displays sind 6 formschöne flache Druckelemente eingebettet.
1. Auto - Aktiviert relevante Rekalibrierungs- und Auto-Justage Funktonen - Sehr gut umgesetzt, da sich das Gerät somit auf Knopfdruck automatisch richtig Bildausrichtung, Schärfe, Farbe und andere relevante Parameter ausrichtet.
2. EXIT - genau das was die denken - aus Menüfunktion verabschieden
3. Minus - Menüpunkt runter
4. Plus - Menüpunkt rauf
5. Menü - Menüfenster öffnen
6. Power oder Saft
Das Menü ist intuitiv strukturiert und handelt die Funktionen Helligkeit, Kontrast etc. nach Ihrer Relevanz für den täglichen Umgang konsequent ab. Steht also auch für ungeübte und Laien also ein guter Einstieg in die TFT-Welt somit nichts unnötiges im Wege. Wie immer ist das Handbuch etwas dürfig, denn irgendwo muss man ja schliesslich sparen - bloss nicht an der Technik... da werde ich nervös...
DARSTELLUNG / AUSSATTUNG
Das Display bietet ein optimal ausgeleuchtetes und gestochen schaftes Bild sofern man sich beim Kauf einer Grafikkarte keine groben Patzer leistet wird sich dieser Eindruck auch bei Ihnen einstellen können. Ich verwende eine Radeon 9800 XT - Die Farbbrillianz ist sehr gut. Die Schriftqualität auch in Auflösungen jenseits von 1024x768 absolut akzeptabel und kann durch die zahlreichen Einstellungen mithilfe der mitgelieferten Software noch weiter verbessert und optimiert und an das OS angepasst werden.
Die Standardeinstellungen sind an sich schon sehr überzeugend und geben keinen Anlass zur Kritik. Da ich bezüglich meiner Anwendungen einen zweiten TFT-Bildschirm benutze, dieser jedoch mit DVI, also digitalem Anschluss versehen ist, so kann ich sagen das es doch im Bereich der Farbbrillianz und der Ausleuchtung Unterschiede zwischen analogem und digitalem Anschluss gibt. Man merkt dem 172N mit analogem Anschluss an, dass die Verlustleistung des Videosignals hätte verringert werden können wenn man ihm den DVI-Anschluss spendiert hätte. Mein in schwarz gehaltener und mit Glasfront etwas wertiger gestalteter Xerox macht ihm in Sachen Farbbrillianz und Tiefenschärfe vor wie das etwas besser aussehen kann. Nichts desto trotz bleibt der SyncMaster 172N ein solider Allround-TFT mit guten bis sehr guten Alltagsqualitäten. Die da wären:
PRAXIS / TEST / ECKDATEN
25ms Reaktionszeit, die manchen Kritiken zum trotz in jedem der getesten Spiele ob Half-Life2, Day of Defeat, Call of Duty oder GTR u.a. gezeigt hat das Schlieren oder sichbare Verzögerungen nur dann eine Rolle spielen, wenn man sie auch sieht. Selbst beim Abspielen meiner Favoriten-DVD Fluch der Karibik zeigte mein teurer Bilderrahmen keinerlei Schwächen oder Anzeichen von Müdigkeit. Also ENTWARNUNG auf der Spassfront.
kräftige Farben, die gut abgestuft und brilliant rüberkommen ohne künstlich zu wirken. Reichen jedoch nicht ganz an den XEROX mit DVI heran.
Gute Ausleuchtung, die sich über den gesamten darstellbaren Bereich des 17-Zöllers erstreckt und nur im Randbereich leichte Anomalien vermuten lässt. Die Leuchkraft topt der Xerox natürlich, da er eine geringe Verlustleistung durch den DVI-Eingang hat.
Schärfe und Zeichendarstellung sind gut und lassen auch hier Freude aufkommen, Buchstaben und Zahlen sind auch in hohen Auflösungen noch gut lesbar und sauber gezeichnet.
Kontrast und Helligkeit sind sehr gut einstellbar und mit dem mitgelieferten Tool per Software in jeder Art und Weise auf die Anforderungen des geneigten Zusehers skalierbar. Der Stromverbrauch liegt mit ca. 36 Watt auch noch annehmbar im Normbereich. Das Gerät schaltet selbstverständlich nach einer gewissen Zeit der Untätigkeit des Users automatisch in den Standby-Modus. Die Betriebsleuchte blinkt und zeigt dies optisch auch an. Sobald wieder Aktivität verzeichnet wird z.b. durch Maubewegung oder Tastatur ist das Bild sofort wieder da, nix mehr Vorglühen wie beim CRT.
FAZIT
wer sich bis dato mit einem CRT (Cathode Ray Tube) also Röhrenmonitor befasst hat dem wird sicher die geringere Ausleuchtung und Schärfe der Flatsscreens auffallen. Dies gilt im übrigen für alle derzeit auf dem Markt befindlichen TFT´s. Eine Belastung der Augen bzw. des Körpers durch Strahlung dürfte zwar geringer ausfallen, obgleich ich nicht weiss ob sich dieser Vorteil nicht proportional negativ auf Ermüdung der Augen bezüglich Ausleuchtung und Tiefenschärfe auswirkt. Sobald die Erkenntnislage diesbezüglich eindeutig ausfällt, werde ich den Bericht um diese Komponenten erweitern. Bis dahin bleibt meine Empfehlung bezüglich o.g. Kriterien bestehen.
Nun zu Preisen ist nicht viel zu sagen ausser vielleicht dass ich noch 399,-- berappen musste, am besten ihr schaut bei Geizhals vorbei, ist meinstens aktueller als meine Preisangaben :-)
würde mich freuen wenn ihr mal wieder reinschaut bis dahin guten Rutsch und immer lächeln, dann sieht alles besser aus.