|
| erstellt am: |
12.02.2002, von Aerzte_Fan |
| Produktbewertung: |
5
5 |
| Empfehlung: | ja |
Es kommt wirklich nicht häufig vor, dass ein gute Tennisspiel für den PC geschweige denn für eine Konsole auf den Markt kommt. Doch letztes Jahr im Sommer war es soweit, Sony brachte mit "Virtua Tennis" für die Dreamcast ein Hammerspiel auf den Markt. Mir ist es zum ersten mal aufgefallen, als ich durch die Stadt geschlendert bin und zufällig an einem Konsolengeschäft vorbeikam. Ich ging mit meiner Freundin hinein und an der Theke spielte der Besitzer doch glatt gerade Dreamcast und zwar das Spiel "Virtua Tennis". Im ersten Augenblick hab ich gedacht, dass er Fernsehen guckt, da die Grafik super ist.
Wie viele Spiele, die es für die Dreamcast gibt, war auch "Virtua Tennis" mal ein Automatenspiel. Natürlich wurde im Gegensatz zu der Automatenversion einiges verändert. So gibt es z.B. neue Courts, Outfits für die Spieler und einen neuen World-Circuit-Modus, bei dem man Runde für Runde auf härtere Gegner trifft.
Aber das schönste am ganzen Spiel, ist immer noch der Mehrspielermodus. Mit bis zu 4 Spielern könnt ihr euch wahlweise im Einzel oder im Doppel packende Duelle bieten. Die Steuerung ist sowas von simpel gemacht, dass sich auch Anfänger schnell an die Steuerung gewöhnt haben. Ihr könnt im 4-Spieler-Modus im Doppel 2 gegen 2 spielen, im 3-Spieler-Modus, können 2 zusammen und einer mit dem Computer spielen, im 2-Spieler-Modus könnt ihr gegeneinander spielen, könnt ihr zusammen im Doppel spielen oder gegeneinander mit einem Computerspieler Doppel spielen.
Nun zu den Tennisspielern. Am Anfang des Spiels, gibt es 8 bekannte Spieler zwischen denen ihr wählen könnt. Einer von ihnen ist der deutsche Thommy Haas, den eigentlich jeder kennen müsste. Mit dem Geld, welches ihr bei Turnieren verdient, könnt ihr euch noch weitere Spieler kaufen.
Jeder Spieler bei dem Spiel besitzt die Eigenschaften, über die er im wirklichen Leben auch besonders gut verfügt. So hat ein Kafelnikov z.B. eine krachende beidhändige Rückhand, während ein Thommy Haas eine Vorhand wie einen Strich hat. Thomas Johansson dagegen ist eher der bewegliche, flinke Typ, der jeden Ball aus dem Eck fischt.
Bei diesem Spiel werdet ihr 4 verschiedenen Bodenbelägen begegnen. Das sind die 4 Beläge, wie man sie auch im richtigen Leben kennt. Sand, Teppich, Hartgummi und natürlich der "heilige Rasen". Natürlich ist es nicht auf allen Belägen gleich, während auf Sandbelägen oftmals lange Ballwechsel entstehen, ist auf Rasen meist nach ein paar Schlägen Schluss. Kafelnikv z.B. ist eher der Rasenspieler, während Johansso wohl eher auf Sand seine Stärken hat. Leider sind die Namen der Turniere nicht originalgetreu, da Sony dafür keine Lizenz besitzt.
Im Spiel selbst könnt ihr zwischen 3 verschiedenen Modi wählen. Dem World Circuit Modus, dem Arcade Modus und dem Exhibition Modus.
Beim Arcade Modus kämpft ihr euch wie in wirklichkeit im K.O.-System Runde für Runde in den Grand Slams weiter. Nach 5 Runden steht ihr im Finale. Im Optionsmenü kann man auswählen, wie viele Gewinnsätze man spielen möchte.
Während man den Arcade Modus zumindest bei leicht oder normal sehr schnell durchgespielt hat, ist es beim World Circuit Modus nicht ganz so einfach. Beim World Circuit Modus geht es darum, sich in der Weltrangliste vorzuarbeiten. Man beginnt auf der Position 300. Am Anfang ist es sehr leicht, aber am Ende, wenn man immer weiter in die Spitze der Weltangliste rückt, bekommt man es auch mit den härteren Brocken zu tun. Ausserdem ist hier auch ein Trainingsmodus vorhanden. Und dieser ist wie bei so vielen Tennisspielen nicht so ein langweiliges Ding, bei dem man einfach mal ein paar Aufschläge ins Feld spielt, NEIN ! Hier ist Spass an oberster Stelle. So muss man z.B. eine Ballmaschine, die wild um sich schiesst, mit einem Schmetterball ausser gefecht setzen. Hat man eine Trainingseinheit mit bravour überstanden, wird diese mit einem höheren Schwierigkeitsgrad wieder freigeschaltet und wird so mit der Zeit eine echt Herausforderung. Aber jetzt mal vom Training zu der eigentlichen Sache des World Circuit Modus. Die Gegner sind hier auch nicht unbedingt immer ein zuckerschlecken. Man muss nämlich nicht nur im Einzel gegen sie antreten, sondern auch im Doppel. Im Doppel tritt man dann mit einem Computerpartner gegen die Gegner an. Am Anfang ärgert man sich häufig, da der Computerpartner wirklich unfähig ist. Aber zum Glück bekommt man für Siege immer Geld, mit dem man sich dann bessere Partner, schönere Outfits oder sogar neue Courts kaufen kann.
Der Exhibition Modus ist nicht viel anders als der Arcade Modus. Die einzigen Unterschiede sind, dass man hier im Mehrspielermodus spielen kann und das man sich nicht Runde für Runde weiterkämpfen muss, sondern einfach drauflos spielt.
Die Steuerung von "Virtua Tennis" könnte besser wirklich nicht sein. Während Anfänger schon nach wenigen Minuten spielen können, können gelernte Schläge super variieren. Die Steuerung ist einfach perfekt.
Dies trifft auch auf die Grafik zu. Wie oben angesprochen hab ich am Anfang gedacht, dass es ein echtes Match sei. Jede einzelne Bewegung sieht wirklich real aus. Die Spieler gleiten förmlich über den Platz. Die Linienrichter bewegen sich auch. Es ist nicht so wie bei vielen Spielen, dass der einfach nur so dasteht, nein er weicht heranfliegenden Bällen aus und zeigt mit Handzeichen an, ob der Ball gut oder nicht gut war. Wärend Spielen im Freien kann man sogar sehen, wie sich Wolkenfelder über den Platz hinfortbewegen.
Fazit: "Virtua Tennis" ist der Grund dafür, dass ich mir eine Dreamcast zugelegt habe. Ich habe das Spiel jetzt ein Jahr und es macht immer noch massig Spass. Auch wenn ich den Einspielermodus schon durch habe. Das Beste am Spiel ist imemr noch gegen Freunde zu spielen, da es oftmals sehr heisse Duelle gibt, die ich aber meistens gewinne.
Das Spiel hat eigentlich keine Macken und ist rundum perfekt und für jeden Dreamcastbesitzer ein Muss.
Viel Spass beim zocken wünscht euch Dave
|
|
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR
|