Suunto Gekko Testbericht
Abbildung beispielhaft
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2004
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Summe aller Bewertungen
- Qualität & Verarbeitung:
- Wasserdichtigkeit:
- Design:
Erfahrungsbericht von catmother
Jetzt hab ich meinen eigenen Deckel am Handgelenk
Pro:
zuverlässig, gut zu bedienen, übersichtlich, gute Funktionen
Kontra:
etwas klobig
Empfehlung:
Ja
Voriges Jahr hatte ich mir geschworen, eventuelle Steuerrückerstattungen wirklich mal sinnvoll anzulegen und mir so nach und nach eine komplette Tauchausrüstung zu finanzieren. Bis dahin hilft mir ein Abkommen über die Zeit: mein Bruder hat sich eine vollständige Ausstattung gekauft und ich nutze sie – gegen ein Entgelt – mit, wenn wir nicht gerade gemeinsam auf Reisen gehen. Doch genau das war im September der Fall, als er sich uns für den Urlaub im Oman anschloß.
So blieb mir nichts anderes übrig, als mir einen eigenen Computer zu kaufen, denn den halte ich erstmal für wichtiger als ein eigenes Jacket. Und ich entschied mich für den kleinen Bruder des Suunto Vyper, den ich ja schon testen durfte.
** Aussehen **
Der Suunto Gekko sieht ein wenig aus wie ein Klodeckel, was ich ja schon von der Vyper gewohnt war. Die Größe oder der Durchmesser sind vielleicht noch akzeptabel, aber die enorme Höhe des Gerätes macht das Ganze doch recht klobig und unhandlich. Da sind die Aladin-TauchComputer von Scubapro – mein Freund hat so einen – auf jeden Fall angenehmer. Sie sind zwar etwas größer in der Fläche, aber dafür flacher und schmiegen sich besser an Hand oder Arm an. Dafür haben sie andere Tücken.
Es ist also ein rundes hohes Gerät, sieht (von der Form her) fast aus wie ein überdimensionaler Kompaß, wie das Bild eindrucksvoll zeigt.
An beiden Seiten hat der Gekko ein biegsames Gummiarmband aus einer sehr festem Latex-Gummi-Mischung, das aber leider im Scharnier nur schwer beweglich ist. Das macht das Umbinden etwas schwierig, so daß man dazu eigentlich dann zwei Hände bräuchte.
Das extrem lange Armband ist leicht zu kürzen, nämlich einfach abschneiden.
Das Display des Computers wird zusätzlich durch einen darüber geschraubten Plexiglas-Deckel geschützt, mit einem geringen Abstand dazwischen. Das finde ich eher nachteilig, denn unter dem Deckel kann zwar das Wasser durchfließen, aber wenn es mal nicht ganz klar ist oder zu schnell trocknet, kann es Flecken geben, die man so dann nicht wegpolieren kann.
Zur Bedienung des Gerätes sind zwei Knöpfe unterhalb und einer seitlich rechts des Displays angebracht: Letzterer ist für An/ aus und Modus, die unteren stehen für Plan und Time.
** Bedienungsanleitung **
Die Bedienungsanleitung in Größe A6 umfaßt tatsächlich 74 Seiten und ist nur auf Deutsch geschrieben. Da sind wohl manche Fachbücher dünner.
Da ich nun mit der Bedienung der Vyper doch schon vertraut bin, hätte ich sie nicht wirklich gebraucht. Aber ich hab sie mir natürlich doch mal angesehen.
Genau wie bei dem großen Bruder ist der Aufbau nicht logisch für jemanden, der seine Geräte nur mit der Bedienungsanleitung erschließt. Solche Grundfunktionen wie die Einstellung von Zeit und Datum zum Beispiel kommt erst relativ weit hinten, weil die Kapitel nach dem Bedienfeld abgehandelt werden. So hat man z. B. immer die Funktion bei Nitrox Tauchgängen mit in der Bedienung, auch wenn einen das überhaupt nicht interessiert. Ich hätte das vermutlich anders aufgebaut.
Die Anleitung beinhaltet folgende Kapitel:
- Warnungen,
- Einleitung,
- Sicherheitshinweise,
- Der erste Gebrauch: Funktionen, Druckkontakte, Wasserkontakte,
- Tauchen mit dem Gekko: Vor dem Tauchgang, Sicheheitsstops, Tauchen mit dem Gekko, Tauchen mit Nitrox, Anzeigen an der Oberfläche, Akustische und optische Alarme, Bergsee-Tauchgänge und persönliche Anpassung, Fehleranzeigen, - Menügesteuerte Modi: Speicher und Datenübertragung (Memory), Einstellungsmodus Set,
- Pflege und Behandlung
- Technische Beschreibung,
- Garantie
- Suuntosports.com
- Stichwortverzeichnis.
Nicht alles ist ganz leicht verständlich. Man sollte sich auf jeden Fall den Automat zur Hand nehmen und alles Gelesene ausprobieren.
** Anwendungsmöglichkeiten **
Speicher und Datenübertragung von Tauchdaten:
- Logbuch mit großer Kapazität, speichert letzten 50 Tauchstunden, älteste werden jeweils gelöscht
- Tauchgangsprofilspeicher, der alle 30 sec Daten aufzeichnet
- Tauchgangshistorie: 999 Tauchgänge und Tauchstunden
- kann am Handgelenk getragen oder an einer Suunto Konsole angebracht werden
- stark eingeschränkter und vereinfachter Simulationsmodus
- Datenübertragung über ein PC-Interface ist nicht möglich
** Sonstige Merkmale **
Der Computer schaltet von den Anwendungsmodi nach 5 Minuten zurück in den Zeitmodus, nach 2 Stunden schaltet er sich ganz aus.
In der Regel hält die Batterie 1,5 Jahre bei ca. 100 Tauchgängen im Jahr, bei mehr Tauchgängen entsprechend kürzer.
Anders beim Gekko ist auch die Tatsache, daß man als Benutzer die Batterie selbst wechseln kann. Wie das vor sich geht, steht in der Bedienungsanleitung. Ich persönlich hab das noch nicht gebraucht, weil meiner ja gerad mal ein halbes Jahr alt ist. Und doch, wegen der Sicherheit würde ich es vermutlich doch von einem Tauchgeschäft machen lassen.
** Bedienung **
Zuerst wollte ich einige Zeiteinstellungen vornehmen, denn in Sulawesi war die Uhrzeit um mehrere Stunde verschoben. Das ging noch relativ einfach. Folgende Einstellungen sind möglich: Uhrzeit im 24h und 12h-Modus und Datum; ein Alarm wie ein Wecker ist hier nicht möglich.
Nun will ich das für euch mal etwas ausführlicher rekapitulieren.
Die Taucheinstellungen haben 2 - 4 Untermodi; abhängig vom Tauchmodus (Luft, Nitrox) kann man Höhenmodus, Tauchzeitalarm, Tiefenalarm, sowie Nitrox/Sauerstoffwerte festlegen. Außerdem hat man noch die Möglichkeit von Voreinstellungen bezüglich Hintergrundbeleuchtung und Maßeinheiten.
Grundsätzlich gilt: mit dem Modus-Knopf geht man in einen Programm- oder Menüpunkt, bestätigt damit das Untermenü oder geht aus dem Menü oder Untermenü raus. Mit den Knöpfen Plan oder Time bewegt man sich innerhalb des Menüpunktes.
Hier sind noch einmal die Bedienungsmöglichkeiten zusammengefaßt:
Modus: Tauchcomputer aktivieren, vom Oberflächenmodus in menübasierten Modus gehen, Untermodus bestätigen, wählen oder verlassen,
Untermodus verlassen und in Oberflächenmodus zurückkehren (lange drücken),
Dispaybeleuchtung aktivieren, über oder unter Wasser, unterschiedlich lange drücken
Plan: Aktivieren der Uhrzeit in der Anzeige bei leerem Display, Tauchgangsplanungsmodus aufrufen, markieren einer bestimmten Stelle im Tauchgangsprofil, in Optionen blättern (nach oben)
Time: Aktivieren der Uhrzeit in der Anzeige bei leerem Display, blättern (nach unten)
Lediglich, weil ich mit dem der Vyper schon mal gearbeitet habe, kam ich ohne weiteres auch mit diesem Gerät zurechtgekommen .Doch generell würde ich einschätzen, daß man als Anfänger nicht ohne Bedienungsanleitung auskommt, weil der Computer nicht ganz so intuitiv zu bedienen ist, wie z. B. ein Pulsmesser oder ein Videorecorder.
** Erfahrungen **
Eigentlich braucht man mit dem Gerät, sofern man alle Grundeinstellungen vorgenommen hat, nichts mehr zu tun. Es arbeitet quasi von allein.
An der Unterseite hat der Computer Wasserkontakte. Sobald beide mit Wasser in Kontakt kommen , wird die elektrische Verbindung zwischen Wasserkontakten und Druckknöpfen hergestellt, im Display erscheint AC (aktivierte Kontakte), bis die Uhr wieder aus Wasser genommen wird.
Die Aufzeichnung eines Tauchgangs beginnt allerdings erst ab einer Tiefe von 0,5 m, so daß er nicht jedes Eintauchen ins Wasser als Tauchgang speichert. Und in der Badewanne kann man ihn damit auch nicht ausprobieren.
Jedenfalls, sobald man mit dem Abstieg beginnt, zeichnet der Gekko alle Daten auf. Auf dem Display sehe ich dann die aktuelle Tiefe, die aktuelle Zeit, die abgelaufene Zeit seit dem Abstieg und die Nullzeit. Dazu gibt es eine fluoreszierende Anzeige, die auch bei schlechten Sichtverhältnissen immer gut lesbar ist. Wir haben das ja in den Gewässern von Oman erlebt, wo es teilweise sehr trüb und dunkel war.
Sobald man auf eine Tauchtiefe von 6 m oder darüber kommt (z. B. bei flachen Riffen), beginnt der Computer selbständig mit dem Countdown des Sicherheitsstops für 3 Minuten. Geht man wieder runter, hört er damit auf und setzt den Tauchgang fort.
Die Aufstiegsgeschwindigkeit, die ja nicht schneller als 10 m/min sein darf, sieht man ganz übersichtlich an der rechten Seite des Displays. Dort zeigen grüne, gelbe oder rote Felder das Einhalten der Aufstiegszeit an. Sobald man über diese Geschwindigkeit kommt, ertönt ein durchdringendes Signal und es erscheint die Meldung „Stop“ auf dem Display.
Ist man wieder zurück auf der Erde, beginnt die Auswertung des Tauchgangs über die Memory-Funktion. Wenn man den Eintrag des Logbuches gefunden hat, findet man hier alle Daten.
Ein Tauchgang umfaßt 4 Seiten:
1. Tauchgangsnummer, Einstiegszeit und Datum des Tauchgangs
2. Tauchgangsnummer, max. Tiefe, Tauchzeit, Temperatur in der max. Tiefe, pers. Anpassung, „slow“ falls der Taucher die max. Aufstiegsgeschwindigkeit überschritten hat, „Stop“, falls ein vorgegebener Sicherheitsstop nicht eingehalten wurde, „ASC TIME“, falls der Tauchgang ein Dekotauchgang war, „Achtung“, falls der TG begonnen wurde, obwohl das Achtung-Symbol angezeigt wurde, ein abwärts gerichteter Pfeil, falls eine Deko-Stufe nicht eingehalten wurde, Sauerstoff-Prozentsatz (nur im Nitrox)
3. Tauchgangsnummer, Durchschnittstiefe, Oberflächenzeit-Intervall vor dem Tauchgang
4. Tauchgangsnummer, Tauchgangsprofil in den 30-Sekunden-Zeitschritten für jeweils 3 sec.
Das sind eigentlich fast schon zu viele Informationen. In mein Logbuch passen von all den Daten nur die Tauchzeit, die maximale und die Durchschnittstiefe – das war’s. Aber interessant ist es dennoch, zu sehen, wie so der Tauchgang war. Das funktioniert eben mit diesem Tauchprofil auf Blatt 4. Wenn man sich die Daten auf einen PC zieht, kann man damit schöne Bilder ausdrucken. Aber das geht ja hier nicht über ein Interface, man müßte es schon mit der Hand eingeben.
Der vereinfachte Simulationsmodus funktioniert nur im Oberflächenmodus, was ich dann auch in seinen Grenzen mal ausprobiert habe. Vor oder nach einem Tauchgang kann man damit ausprobieren, welche Nullzeit man hat, wenn man in eine bestimmte Tiefe geht. So ist eine einfache Planung möglich, was allerdings nur dann Sinn macht, wenn man das Gelände und die Tiefen kennt.
** Preis **
Tauchcomputer sind nun mal teuer. Angesichts der Tatsache, daß ich im Grunde eine PC-Schnittstelle nicht benötige oder für so wichtig halte, habe ich dann zu diesem Modell gegriffen. Der ist dann auch etwas günstiger als der große Bruder Vyper.
Gekostet hat er mich 219 Euro, weil ich mit unserem Tauchshop ein wenig gehandelt habe, denn im Internet hab ich ihn für 209 gesehen und konnte 10 Euro vom ausgeschriebenen Preis herausschlagen. Die 10 Euro mehr nehme ich für persönliche Betreuung gern in Kauf.
** Meine Meinung **
Ich bin wirklich zufrieden mit dem Gerät. Nicht nur bietet es ein Vielfaches an Sicherheitsgefühl, er läßt sich auch, sobald man einmal mit der Funktionsweise vertraut ist, recht effektiv und einfach bedienen.
Das einzige Manko ist die seltsam strukturierte Bedienungsanleitung, die es einem nicht ganz einfach macht, sich im ersten Moment damit zurechtzufinden.
Dennoch, der Gekko ist das Geld wert, das man für ihn ausgibt und bekommt von mir die volle Punktzahl.
So blieb mir nichts anderes übrig, als mir einen eigenen Computer zu kaufen, denn den halte ich erstmal für wichtiger als ein eigenes Jacket. Und ich entschied mich für den kleinen Bruder des Suunto Vyper, den ich ja schon testen durfte.
** Aussehen **
Der Suunto Gekko sieht ein wenig aus wie ein Klodeckel, was ich ja schon von der Vyper gewohnt war. Die Größe oder der Durchmesser sind vielleicht noch akzeptabel, aber die enorme Höhe des Gerätes macht das Ganze doch recht klobig und unhandlich. Da sind die Aladin-TauchComputer von Scubapro – mein Freund hat so einen – auf jeden Fall angenehmer. Sie sind zwar etwas größer in der Fläche, aber dafür flacher und schmiegen sich besser an Hand oder Arm an. Dafür haben sie andere Tücken.
Es ist also ein rundes hohes Gerät, sieht (von der Form her) fast aus wie ein überdimensionaler Kompaß, wie das Bild eindrucksvoll zeigt.
An beiden Seiten hat der Gekko ein biegsames Gummiarmband aus einer sehr festem Latex-Gummi-Mischung, das aber leider im Scharnier nur schwer beweglich ist. Das macht das Umbinden etwas schwierig, so daß man dazu eigentlich dann zwei Hände bräuchte.
Das extrem lange Armband ist leicht zu kürzen, nämlich einfach abschneiden.
Das Display des Computers wird zusätzlich durch einen darüber geschraubten Plexiglas-Deckel geschützt, mit einem geringen Abstand dazwischen. Das finde ich eher nachteilig, denn unter dem Deckel kann zwar das Wasser durchfließen, aber wenn es mal nicht ganz klar ist oder zu schnell trocknet, kann es Flecken geben, die man so dann nicht wegpolieren kann.
Zur Bedienung des Gerätes sind zwei Knöpfe unterhalb und einer seitlich rechts des Displays angebracht: Letzterer ist für An/ aus und Modus, die unteren stehen für Plan und Time.
** Bedienungsanleitung **
Die Bedienungsanleitung in Größe A6 umfaßt tatsächlich 74 Seiten und ist nur auf Deutsch geschrieben. Da sind wohl manche Fachbücher dünner.
Da ich nun mit der Bedienung der Vyper doch schon vertraut bin, hätte ich sie nicht wirklich gebraucht. Aber ich hab sie mir natürlich doch mal angesehen.
Genau wie bei dem großen Bruder ist der Aufbau nicht logisch für jemanden, der seine Geräte nur mit der Bedienungsanleitung erschließt. Solche Grundfunktionen wie die Einstellung von Zeit und Datum zum Beispiel kommt erst relativ weit hinten, weil die Kapitel nach dem Bedienfeld abgehandelt werden. So hat man z. B. immer die Funktion bei Nitrox Tauchgängen mit in der Bedienung, auch wenn einen das überhaupt nicht interessiert. Ich hätte das vermutlich anders aufgebaut.
Die Anleitung beinhaltet folgende Kapitel:
- Warnungen,
- Einleitung,
- Sicherheitshinweise,
- Der erste Gebrauch: Funktionen, Druckkontakte, Wasserkontakte,
- Tauchen mit dem Gekko: Vor dem Tauchgang, Sicheheitsstops, Tauchen mit dem Gekko, Tauchen mit Nitrox, Anzeigen an der Oberfläche, Akustische und optische Alarme, Bergsee-Tauchgänge und persönliche Anpassung, Fehleranzeigen, - Menügesteuerte Modi: Speicher und Datenübertragung (Memory), Einstellungsmodus Set,
- Pflege und Behandlung
- Technische Beschreibung,
- Garantie
- Suuntosports.com
- Stichwortverzeichnis.
Nicht alles ist ganz leicht verständlich. Man sollte sich auf jeden Fall den Automat zur Hand nehmen und alles Gelesene ausprobieren.
** Anwendungsmöglichkeiten **
Speicher und Datenübertragung von Tauchdaten:
- Logbuch mit großer Kapazität, speichert letzten 50 Tauchstunden, älteste werden jeweils gelöscht
- Tauchgangsprofilspeicher, der alle 30 sec Daten aufzeichnet
- Tauchgangshistorie: 999 Tauchgänge und Tauchstunden
- kann am Handgelenk getragen oder an einer Suunto Konsole angebracht werden
- stark eingeschränkter und vereinfachter Simulationsmodus
- Datenübertragung über ein PC-Interface ist nicht möglich
** Sonstige Merkmale **
Der Computer schaltet von den Anwendungsmodi nach 5 Minuten zurück in den Zeitmodus, nach 2 Stunden schaltet er sich ganz aus.
In der Regel hält die Batterie 1,5 Jahre bei ca. 100 Tauchgängen im Jahr, bei mehr Tauchgängen entsprechend kürzer.
Anders beim Gekko ist auch die Tatsache, daß man als Benutzer die Batterie selbst wechseln kann. Wie das vor sich geht, steht in der Bedienungsanleitung. Ich persönlich hab das noch nicht gebraucht, weil meiner ja gerad mal ein halbes Jahr alt ist. Und doch, wegen der Sicherheit würde ich es vermutlich doch von einem Tauchgeschäft machen lassen.
** Bedienung **
Zuerst wollte ich einige Zeiteinstellungen vornehmen, denn in Sulawesi war die Uhrzeit um mehrere Stunde verschoben. Das ging noch relativ einfach. Folgende Einstellungen sind möglich: Uhrzeit im 24h und 12h-Modus und Datum; ein Alarm wie ein Wecker ist hier nicht möglich.
Nun will ich das für euch mal etwas ausführlicher rekapitulieren.
Die Taucheinstellungen haben 2 - 4 Untermodi; abhängig vom Tauchmodus (Luft, Nitrox) kann man Höhenmodus, Tauchzeitalarm, Tiefenalarm, sowie Nitrox/Sauerstoffwerte festlegen. Außerdem hat man noch die Möglichkeit von Voreinstellungen bezüglich Hintergrundbeleuchtung und Maßeinheiten.
Grundsätzlich gilt: mit dem Modus-Knopf geht man in einen Programm- oder Menüpunkt, bestätigt damit das Untermenü oder geht aus dem Menü oder Untermenü raus. Mit den Knöpfen Plan oder Time bewegt man sich innerhalb des Menüpunktes.
Hier sind noch einmal die Bedienungsmöglichkeiten zusammengefaßt:
Modus: Tauchcomputer aktivieren, vom Oberflächenmodus in menübasierten Modus gehen, Untermodus bestätigen, wählen oder verlassen,
Untermodus verlassen und in Oberflächenmodus zurückkehren (lange drücken),
Dispaybeleuchtung aktivieren, über oder unter Wasser, unterschiedlich lange drücken
Plan: Aktivieren der Uhrzeit in der Anzeige bei leerem Display, Tauchgangsplanungsmodus aufrufen, markieren einer bestimmten Stelle im Tauchgangsprofil, in Optionen blättern (nach oben)
Time: Aktivieren der Uhrzeit in der Anzeige bei leerem Display, blättern (nach unten)
Lediglich, weil ich mit dem der Vyper schon mal gearbeitet habe, kam ich ohne weiteres auch mit diesem Gerät zurechtgekommen .Doch generell würde ich einschätzen, daß man als Anfänger nicht ohne Bedienungsanleitung auskommt, weil der Computer nicht ganz so intuitiv zu bedienen ist, wie z. B. ein Pulsmesser oder ein Videorecorder.
** Erfahrungen **
Eigentlich braucht man mit dem Gerät, sofern man alle Grundeinstellungen vorgenommen hat, nichts mehr zu tun. Es arbeitet quasi von allein.
An der Unterseite hat der Computer Wasserkontakte. Sobald beide mit Wasser in Kontakt kommen , wird die elektrische Verbindung zwischen Wasserkontakten und Druckknöpfen hergestellt, im Display erscheint AC (aktivierte Kontakte), bis die Uhr wieder aus Wasser genommen wird.
Die Aufzeichnung eines Tauchgangs beginnt allerdings erst ab einer Tiefe von 0,5 m, so daß er nicht jedes Eintauchen ins Wasser als Tauchgang speichert. Und in der Badewanne kann man ihn damit auch nicht ausprobieren.
Jedenfalls, sobald man mit dem Abstieg beginnt, zeichnet der Gekko alle Daten auf. Auf dem Display sehe ich dann die aktuelle Tiefe, die aktuelle Zeit, die abgelaufene Zeit seit dem Abstieg und die Nullzeit. Dazu gibt es eine fluoreszierende Anzeige, die auch bei schlechten Sichtverhältnissen immer gut lesbar ist. Wir haben das ja in den Gewässern von Oman erlebt, wo es teilweise sehr trüb und dunkel war.
Sobald man auf eine Tauchtiefe von 6 m oder darüber kommt (z. B. bei flachen Riffen), beginnt der Computer selbständig mit dem Countdown des Sicherheitsstops für 3 Minuten. Geht man wieder runter, hört er damit auf und setzt den Tauchgang fort.
Die Aufstiegsgeschwindigkeit, die ja nicht schneller als 10 m/min sein darf, sieht man ganz übersichtlich an der rechten Seite des Displays. Dort zeigen grüne, gelbe oder rote Felder das Einhalten der Aufstiegszeit an. Sobald man über diese Geschwindigkeit kommt, ertönt ein durchdringendes Signal und es erscheint die Meldung „Stop“ auf dem Display.
Ist man wieder zurück auf der Erde, beginnt die Auswertung des Tauchgangs über die Memory-Funktion. Wenn man den Eintrag des Logbuches gefunden hat, findet man hier alle Daten.
Ein Tauchgang umfaßt 4 Seiten:
1. Tauchgangsnummer, Einstiegszeit und Datum des Tauchgangs
2. Tauchgangsnummer, max. Tiefe, Tauchzeit, Temperatur in der max. Tiefe, pers. Anpassung, „slow“ falls der Taucher die max. Aufstiegsgeschwindigkeit überschritten hat, „Stop“, falls ein vorgegebener Sicherheitsstop nicht eingehalten wurde, „ASC TIME“, falls der Tauchgang ein Dekotauchgang war, „Achtung“, falls der TG begonnen wurde, obwohl das Achtung-Symbol angezeigt wurde, ein abwärts gerichteter Pfeil, falls eine Deko-Stufe nicht eingehalten wurde, Sauerstoff-Prozentsatz (nur im Nitrox)
3. Tauchgangsnummer, Durchschnittstiefe, Oberflächenzeit-Intervall vor dem Tauchgang
4. Tauchgangsnummer, Tauchgangsprofil in den 30-Sekunden-Zeitschritten für jeweils 3 sec.
Das sind eigentlich fast schon zu viele Informationen. In mein Logbuch passen von all den Daten nur die Tauchzeit, die maximale und die Durchschnittstiefe – das war’s. Aber interessant ist es dennoch, zu sehen, wie so der Tauchgang war. Das funktioniert eben mit diesem Tauchprofil auf Blatt 4. Wenn man sich die Daten auf einen PC zieht, kann man damit schöne Bilder ausdrucken. Aber das geht ja hier nicht über ein Interface, man müßte es schon mit der Hand eingeben.
Der vereinfachte Simulationsmodus funktioniert nur im Oberflächenmodus, was ich dann auch in seinen Grenzen mal ausprobiert habe. Vor oder nach einem Tauchgang kann man damit ausprobieren, welche Nullzeit man hat, wenn man in eine bestimmte Tiefe geht. So ist eine einfache Planung möglich, was allerdings nur dann Sinn macht, wenn man das Gelände und die Tiefen kennt.
** Preis **
Tauchcomputer sind nun mal teuer. Angesichts der Tatsache, daß ich im Grunde eine PC-Schnittstelle nicht benötige oder für so wichtig halte, habe ich dann zu diesem Modell gegriffen. Der ist dann auch etwas günstiger als der große Bruder Vyper.
Gekostet hat er mich 219 Euro, weil ich mit unserem Tauchshop ein wenig gehandelt habe, denn im Internet hab ich ihn für 209 gesehen und konnte 10 Euro vom ausgeschriebenen Preis herausschlagen. Die 10 Euro mehr nehme ich für persönliche Betreuung gern in Kauf.
** Meine Meinung **
Ich bin wirklich zufrieden mit dem Gerät. Nicht nur bietet es ein Vielfaches an Sicherheitsgefühl, er läßt sich auch, sobald man einmal mit der Funktionsweise vertraut ist, recht effektiv und einfach bedienen.
Das einzige Manko ist die seltsam strukturierte Bedienungsanleitung, die es einem nicht ganz einfach macht, sich im ersten Moment damit zurechtzufinden.
Dennoch, der Gekko ist das Geld wert, das man für ihn ausgibt und bekommt von mir die volle Punktzahl.
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26.02.2009, 22:55 Uhr von Bubble79
Bewertung: sehr hilfreichguter Bericht! LG aus Bayern
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