Mehr zum Thema Ausbildung & Einsatz von Therapiehunden
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Testbericht Mehr zum Thema Ausbildung & Einsatz von Therapiehunden

Platz 18 in der Kategorie "Mehr zum Thema Haustiere".
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Testbericht über Mehr zum Thema Ausbildung & Einsatz von Therapiehunden

Er therapiert -- aber anders als ein Therapeut

erstellt am: 09.05.2005, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Empfehlung:ja
Pro:mobiliert viele Senioren und Kranke
Kontra:Nicht jeder spricht drauf an
Mein Hund --- Der Therapeut
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Sei 20 Monaten ist mein Hund ein Therapiehund.
Wir gehen in der Woche in 2 Altersheime und erfreuen dort die Menschen.
Nun fragen sich sicher so einige von euch:
„Wie funktioniert das? Und warum macht man das?“
Ich will euch nun einiges über Therapiehunde und ihre Aufgaben erzählen.


Inhaltsverzeichnis
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1. Wie bekommt man einen guten Therapiehund.
2. Wie bildet man den Therapiehund aus.
3. Wie läuft die Therapiehundprüfung ab
4. Ich gehe ins Seniorenheim
……4.1. Im Tagesraum
……4.2. Im Zimmer
……4.3. Kinder und Hundebesuchsdienst
…………..4.3.1. Junior- Kynologen Pass
5. Was kommt auf den Hundeführer zu
6. Was verdient man mit dem Therapiehund
7. Sicherheitshinweise und Tipps für den Therapiehund und seinen Halter
8. Wissenschaftliches zum Therapiehund
…..8.1 Was machen Therapiehunde
…..8.2. Wie wirken Therapiehunde auf die Bewohner
9. Wo werden Therapiehunde eingesetzt
10. Welcher Hund eignet sich als Therapiehund
11. Fallschilderungen (Namen alle geändert)
12.. Meine Meinung und Fazit
13. Danksagung
14. Weiterführend Literatur:
15. Quellenangaben

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1. Wie bekommt man einen guten Therapiehund.
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Ich habe meinen Hund nicht speziell ausgesucht. Bei der Anschaffung dachte ich noch nicht an eine Karriere als Therapiehundeführer. Ich war allerdings im Hundesport und als Ausbilder aktiv.
Ich habe mir einen Hund aus einem Zwinger ausgesucht, der viele Umweltreize bietet.
Die Elterntiere waren kontaktfreudig und ausgeglichen.
Ashley kaufte ich nach dem Tode meines ersten Hundes. Damals war Ashley 4 Monate alt. Eigentlich hatte ich nicht geplant so schnell einen Hund zu kaufen. Aber nach dem plötzlichen Tod meines Hundes, war es für mich das Beste.
Zunny habe ich mit 8 Wochen vom Züchter abgeholt. Beide Hunde sind reinrassige Shelties.
Mein Collie ist jetzt 13. Er hat leider mittlere HD. Damit hat er Hundesport nur zum Muskelaufbau betrieben. Aber er hat 6 x auf 3 verschiedenen Hundeplätzen die Begleithundprüfung absolviert. Nun genießt er sein Rentnerdasein.

Auf folgendes soll man beim Hundekauf achten:
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- Kein Kauf beim Hundehändler
- Auch Rassehundezüchter mit sehr vielen Hunden oder sogar mehreren Hunderassen sollte man sich genau ansehen. Meist können eine Person oder zwei so vielen Hunden, nicht den nötigen Sozialkontakt mit dem Menschen bieten.
- Die Hunde müssen gut auf den Menschen geprägt sein und viel Kontakt mit unterschiedlichen Personen gehabt haben.
- Umweltreize müssen die Hunde gut kennen. Also keine Aufzucht im Keller.
- Übernervöse und ängstliche Tiere sind kaum als Therapiehund geeignet.
- Die Größe des Hundes spielt keine wesentliche Rolle. Alle Größen sind unterschiedlich gut geeignet. Kleine Hunde können auf den Schoss genommen werden. Bei großen Hunden braucht man sich zum streicheln nicht so tief zu bücken.


2. Wie bildet man einen Therapiehund aus.
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I ch kam ganz plötzlich zum Therapiehund. Eine Bekannte sagte mal: „Komm mal mit zur Prüfung“. Ich fand die Sache ganz gut und hatte mich auch schon halbherzig nach einigen Vereinen erkundet, war aber noch nie so richtig auf die Vereine zugegangen. Und so ging ich nun unvorbereitet zur Prüfung und dachte eigentlich in meinem Inneren:
„Mein Hund fällt eh durch.“
Aber überraschenderweise bestand mein Hund. Jedenfalls einer meiner beiden jungen Hunde.
Therapiehunde bekommen keine eigentliche Ausbildung. Man überprüft nur ihr Verhalten. Einige Kommandos sollte so ein Therapiehund natürlich auch schon kennen.
Der Verein in dem ich bin, bietet auch keine Ausbildung an. Man geht einfach nur zur Prüfung. Diese ist allerdings kostenlos.
Da vieles bei der Prüfung mit dem Wesen des Hundes zu tun hat, ist eine Ausbildung auch recht schwer. So kann z.B. ein guter Schutzhund wegen einer Rollstuhlphobie schon einmal bei der Prüfung durchfallen.

3. Wie läuft die Therapiehundprüfung ab
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Bei der Prüfung gab es zwei Teile.
Der erste TEIL fand ihn Altersheim statt.
Hier nahm der Prüfer die Hunde auf den Schoss. Dabei saß er im Rollstuhl. Sie mussten neben dem Rollstuhl herlaufen können. Auch vor Krücken durften die Hunde keine Angst zeigen. Die Krücken wurden auch absichtlich einmal neben dem Hund fallen gelassen. Eine Schreckreaktion war Ok. Aber die Hunde durften nicht aggressiv dabei werden.
Jeder Hund wurde natürlich alleine und ohne Ablenkung durch andere Hunde geprüft.
Die Hunde mussten sich auch Futter wegnehmen lassen. Der Prüfer fasste ihnen ins Maul. Rollte sie auf den Rücken. Fasste die Hunde überall an. Dann musste man zeigen ob die Hunde auch etwas Unterordnung konnten: hier waren alle Hilfsmittel erlaubt. Körpersprache und Locken, was sonst bei Prüfungen streng verboten ist, durften eingesetzt werden.
So mussten die Hunde abgelegt werden. Hunde die das nicht konnten, wurden vom Prüfer festgehalten. Dabei mussten sie sich ruhig verhalten. Auf Kommando rief man dann den Hund zu sich. Auch „SITZ“ und „Platz“ müssen die Hunde können. Wobei man ihnen dabei helfen darf.
Das alles schafften meine Hunde ohne Probleme.

Aber dann kam der zweite TEIL.
Ich musste meinen Hund vor dem Altersheim anbinden. Dann musste ich ins Heim zurückgehen. Und dann kam der Prüfer. Mein Herz rutschte in die Hose als ich ihn sah:
In der Aufmachung hätte er sofort einen Job in der Geisterbahn bekommen, sag ich Euch.
Er hatte einen riesigen schwarzen Mantel an: dieser ging bis zum Boden und umhüllte ihn vollends. „Wo bekommt man nur so ein Teil her?“, frage ich mich. Auf seinem Kopf saß ein Hut, der größer nicht hätte sein können. Einfach zu groß. Zumal kaum noch einer heute einen Hut trägt. Und schon gar nicht in einem Pflege- oder Seniorenheim.
Zu allem Übel hatte er dann noch einen Riesen Knüppel in der Hand. Mit dieser Aufmachung ging er auf den Hund los. Er trieb den Hund mit dem Knüppel in die Ecke. Da dieser angebunden war und nicht weg konnte, war das für den Hund eine sehr schwere Prüfung. Mein älterer Sheltie dachte sich wohl nur: „Was ist das denn für ein Idiot?“. Ihn interessierte das gar nicht. Und so hatte er bestanden.
Anders meine Hündin. Die sah den Prüfer kommen. Als sie sah, wie er den Knüppel zum angedeuteten Schlag ausholte und sie dabei auch noch berührte auf sehr aggressive Weise, ging sie los. Auf den Prüfer. Knurrend und keifend versuchte sie ihn in den weiten Mantel zu zwicken. Was sag ich hier: Zwicken“ Wen sie gekonnt hätte, hätte sie ihn am liebsten aufgefressen. Ich konnte es ihr nicht verübeln. Sie ist Territorial eingestellt und lässt sich eben nicht die Butter vom Brot nehmen, wie man so schön sagt.
Hätte sie weg gekonnt, wäre es wohl nicht zu diesem Auftritt gekonnt. Aber sie war ja angebunden.
Irgendwie bezweifle ich den Sinn dieser Prüfung. Zumal kaum einer, heute so angezogen herum rennt. Nach der Aktion des Prüfers, darf meinem Hund jetzt kaum ein, so angezogener, über dem Weg laufen. Sie würde sofort abhauen, denk ich mal. Mittlerweile sind 1,5 Jahre vergangen und Sheltie Zunny ist doch ruhiger geworden, denk ich mal. Sie hat mehr erlebt und kennen gelernt. Allerdings mag sie bis heute noch nicht alle Männer. Ich denke das lag an dem männlichen Prüfer. Allerdings hat sie im Laufe der Zeit gelernt, das abhauen das Beste ist. So geht sie unheimlichen Leuten eben aus dem Weg.

4. Ich gehe ins Seniorenheim
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Wichtig ist erstmal zu wissen, was man mit seinem Hund im Heim macht.
Auch die Rechtlichen Grundlagen sind Wichtig.
Ich bin in dem Verein „Berliner Therapiehunde EV“. So ist mein Therapiehund im Einsatz versichert. Bevor es in den Einsatz geht, wird er auch kostenlos von einer Tierärztin durchgecheckt. Das alle Impfungen komplett sind ist da auch verständlich. Auch Entwurmungen und eine Parasitenbekämpfung (gegen Flöhe) haben regelmäßig zu erfolgen.

Wissen muss man auch, das man nicht alleine mit seinen Hund durch das Heim gehen darf. Mit dem Verein ist geregelt, das immer ein/e Angestellte/r des Heimes mit zu gehen hat. Das ist darum wichtig, weil wir Ehrenamtliche ja kein ausgebildetes Pflegepersonal sind. Im Notfall muss also immer jemand zur Stelle sein. Auch sind uns nicht alle Krankheitsbilder der Bewohner gut bekannt. Zu manchen Bewohnern darf man nicht aufs Zimmer gehen, weil diese gerade erkrankt sind und man sich anstecken könnte. Das Personal weiß am besten, welchen Bewohner es gerade gut geht, wer seelischen Trost durch einen Hund sofort benötigt und wie die einzelne Krankheitsbilder sind.
Eine Ausnahme sind Tagesräume: Dort hält sich immer eine Schwester oder Pfleger/in auf.
In den Zimmern der Heimbewohner könnte auch der Fall eintreten, dass man beschuldigt wird, etwas entwendet zu haben. Mit einer Begleitperson vom Heim, wird dem ein Riegel vorgeschoben.

Also ein Tag im Senioren und Pflegeheim läuft bei mir folgendermaßen ab:

Ich melde mich im Heim an. Beim Pförtner und bei der Heimleitung.
In einem Heim (Sankt Elisabeth Stift) sind leider zurzeit viele Mitarbeiter krank.
So bleibt mir nur übrig in allen drei Etagen in die Tagesräume zu gehen. Dort ist immer Personal vorhanden, das mir helfen kann, mit Informationen über die Heimbewohner.
In dem zweiten Heim (Pro Seniore im Friedrichshain Berlin) ist an meiner Seite immer ein Begleiter. Das Heim hat 7 Etagen. Davon werden 6 besucht. In einer Stunde kann man da natürlich nicht alle besuchen. Aber trotzdem wird keine Station ausgelassen.

Dann geht es los. Ich habe bei den ersten Besuchen, den Hund an der Leine gelassen. Das ist sicherer. Auch der Hund hat dabei mehr Verstärkung und bekommt Sicherheit. Dann habe ich die Leine weggelassen. Und seit dem gehen wir ohne Leine durch die Heime. Das hat auch den Vorteil, dass niemand über die Leine fallen kann. Nur manchmal wird einem Bewohner der angeleinte Hund in die Hand gedrückt, damit er mit ihm zusammen laufen kann. Aber meine Hunde wissen von wem sie Leckerchen bekommen und laufen auch so an der Seite der Bewohner.

4.1. Im Tagesraum
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Ich gehe von Bewohner zu Bewohner. Spreche alle an, ob sie einmal den Hund streicheln wollen. Frage die Bewohner ob sie auch mal Hunde hatten. Ob sie sich an ihre Hunde erinnern. Einigen Bewohnern kann man den Hund auf den Schoss setzen. Das geht aber nur bei kleineren Hunden. Ich gebe den Bewohnern sehr gern Frolicstücke zum verfüttern. Diese breche ich in vier Teile damit die Hunde nicht zu viel auf einmal bekommen. Auch fressen sie lieber kleine Stücke. Fast alle Menschen füttern gerne Tiere, damit hat diese Übung auch einen therapeutischen Zweck. Man muss sich bewegen. Die kleinen Frolicstücke aufheben und dem Hund reichen. Oder, sie auch mal wegwerfen. Auch das ist Sport.
Mit einigen Leuten rede ich auch über ganz alltägliche Dinge. Wie es dem Hund geht,
Was er vorige Woche mit mir zusammen gemacht hat.
Einer Schlaganfallpatientin stelle ich einen Stuhl neben ihren Rollstuhl. Dann gebe ich ihr viele kleine Frolicstücke. Während ich mit einer anderen Bewohnerin rede, füttert sie Hingebungsvoll die Hunde. Währenddessen ruht meist auf ihrer anderen Schoßseite ein Meerschweinchen. Es ist selbstverständlich dass die Hunde keine Jagd auf den kleinen Nager machen dürfen. Neugierig gucken ist erlaubt. Mehr nicht.
Vorführungen sind natürlich auch schön. Ein „SITZ“ vorführen. Ein Pfötchen geben. Das kommt immer sehr gut an. Viele Bewohner schauen auch sehr interessiert, wenn beide Hunde mal kurz anfangen miteinander zu spielen.

4.2. Im Zimmer
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Zuerst einmal wird gefragt, ob der Bewohner den Hund streicheln möchte.
Wenn ja, legen wir ein großes Handtuch oder Laken über die Bettdecke. Dann wird der Hund ins Bett gesetzt. So kann der Bewohner mit dem Hund schmusen, ihn streicheln und füttern. Mit dem Bewohner X spielten wir im Bett immer verstecken. Ich versteckte die Frolicstücke unter seinen Händen. Den Hunden wurden die Augen zugehalten. Dann durften sie suchen gehen. Das war immer eine schöne Abwechslung für ihn.
Ist der Bewohner nicht bettlägerig, verfahre ich wie im Tagesraum. Reden ist dabei immer wichtig.

4.3 Kinder und Hundebesuchsdienst
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Ich besuche mit meinen Hunden nicht speziell vom Verein aus Kinder. So etwas gibt es nämlich auch. Aber ich leite seit 1978 ehrenamtlich eine Kinderarbeitsgruppe im Tierpark.
So weiß ich natürlich was da wichtig ist.
- Vorteile dabei: Die Stadtkinder lernen spielerisch nebenbei etwas über Hunde. So gibt es Veranstaltungen zum Thema: Haustiere, Der Hund, Krankheiten bei Tieren. Die Kinder bekommen Kontakt zu Tieren. Dabei fallen für sie keine Kosten an, weil ich als Hundebesitzer diese ja alleine trage. Sie können die Hunde durch den Park führen und streicheln. Dummerweise hat der Tierparkdirektor nämlich das streicheln der Löwen verboten. Aber so können sie auch einmal ein Tier anfassen, das streicheln wirklich genießt. Was bei Wildtieren im Tierpark kaum der Fall ist.

Hunde die mit Kindern zusammen sind müssen:
- Kontaktfreudig, gehorsam, anpassungsfähig, klinisch gesund, parasitologisch überwacht, sauber und gepflegt sein. Bereitschaft zur Aggression oder Dominanz dürfen sie nicht zeigen. Spielfreudige Hunde sind dabei von Vorteil. Aber da ich mit den Hunden und Tieren durch den Tierpark gehe, dürfen sie es nicht so sehr sein. Denn ein spielender, bellender Hund, könnte die anderen Tierparktiere beunruhigen.

Was bedeuten die Tiere für die Kinder:
- Es wird der Gefahr von Bissverletzungen durch falsches Verhalten der Kinder vorgebeugt.
- die Kinder lernen die Körpersprache und das Verhalten des Hundes.
- Natürlich lernen sie auch, dass man sich nach dem Kontakt mit Hunden die Hände wäscht.
- beim führen der Hunde durch den Park, übernehmen die Kinder Verantwortung und Pflichten.
Da ich nur 3 Hunde habe und keine 22 (Glücklicherweise,) müssen sie sich unter einander verständigen, wer wann, welchen Hund führt. Sie bekommen dabei also Kontakt zueinander.
Die Aufgabe den Hund zu führen lenkt die Kinder auch ab von anderen Sachen. (kleinen Streitigkeiten). Auch Rücksicht wird hier geübt. Denn mein Collie ist schon 13 Jahre alt. Da kommt er nicht mehr so schnell mit. Die Kinder sehen nun dass man auf alte und kranke Hunde auch Rücksicht nehmen muss. Da hat man nicht nur Spaß. So können sie sich schon frühzeitig überlegen, ob eine Hundehaltung für sie wirklich in Frage kommt. Denn so ein Hund hat ja auch einige Nachteile. (Er kostet Zeit, Geld, Verantwortung usw.)

4.3.1. Junior- Kynologen Pass
Vor einem Jahr bekam ich eine neue Arbeitsgruppe im Tierpark. Eine ca. 22 Kopf starke Hortklasse. Die Schüler kommen mit ihrer Lehrerin, diese bringt sie auch wieder zurück zum Hort. Bei einer Gruppenstärke von 10 Schülern + 3 Hunden, hat man noch Übersicht. Bei über 22 Schülern kaum. Um den Arbeitsschutz zu gewährleisten führte ich dann den:
„Junior- Kynologen Pass“ in 3 Stufen ein. Hier geht es nicht um den Umgang mit dem Hund, sondern um das Wissen über den Hund. Also keiner soll zeigen, wie er den Hund führt oder ihm Befehle erteilt.
Aber der Schüler lernt:
- die 12 Goldenen Regeln im Umgang mit dem Hund (vom Schäferhundverein zusammengestellt)
- Abstammung des Hundes
- 20 Hunderassen
- Fragen zum Alter, Gebiss, Hundesport und Ernährung des Hundes.
- Verbreitung des Wolfes

Die ganze Hortklasse hat die Prüfung (Stufe I) bestanden. Auch zwei Patienten im Pflegeheim „Pro Seniore“ haben diese Prüfung mittlerweile ganz stolz abgelegt.
Hier ist Gedächtnistraining angesagt. Und wenn es dabei noch um Hunde geht, macht das noch viel mehr Spaß. Unseren, oft Tierlos aufwachsenden Kindern, tut das besonders gut.
Natürlich ist diese Prüfung keine staatlich anerkannte Sache. Aber dafür kostet sie auch nichts, außer dem Material für den ausgedruckten Ausweis, mit dem Foto eines meiner Hunde.

5. Was kommt auf den Hundeführer zu
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Auf den Hundeführer kommen positive und auch negative Dinge zu.

Man hat eine sinnvolle ehrenamtliche Tätigkeit mit dem Hund. Bei den Besuchen in den Seniorenheimen hat man viel Kontakt zu den Mitmenschen. Freuen sich die Bewohner über den Besuch, so ist das natürlich toll. Kommt Dame Y auf mich zu, umarmt mich und sagt: „Das ich gut zu ihr bin“, dann streichelt das auch meine Seele.
In einem Verein bekommt man neue Erkenntnisse und lernt dabei viel über Hunde und Menschen.

Auf jeden Bewohner muss man anders eingehen.
Menschen mit Kontaktangst kann ich nicht empfehlen so ein Ehrenamt auszuüben.
Auch Leute die sich vor manchen ekeln, sollten sich das vorher genau überlegen. Ein Seniorenheim ist nicht immer angenehm. So riecht es manchmal streng. Manche Bewohner schreien herum. Einige Bewohner werden künstlich ernährt und/oder haben künstliche Darmausgänge und Katheder.
Natürlich gibt es außerdem eine zeitliche und finanzielle Belastung für den Hundeführer (Fahrkosten, Futter, Hundesteuern, Tierarzt).
Bei jedem Wetter wird das Heim aufgesucht, regelmäßig.
Natürlich gibt es in einem Seniorenheim auch Todesfälle.
Und so manch ein Liebgewonnenes Gesicht verschwindet plötzlich.
Die Krankheitsbilder der Bewohner führen auch manchmal zu Schwierigkeiten.
Bei Alzheimer Patienten oder Demenzkranken.


6. Was verdient man mit dem Therapiehund
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Lächeln muss ich, wenn ich manchmal hinter meinen Rücken höre:
„Die kommt nur wegen dem Geld hierher und damit die Hunde satt werden“.
Also, Mein Verdienst liegt bei 5 €/ Stunde. Es wird als Aufwandsentschädigung gezahlt.
Mehr als 1 Stunde darf man den Hund nicht belasten
Auch ich bemerke dass nach 1 Stunde mein Hund müde wird. Vor allem, wenn man 6 Stockwerke besucht.
Das man da auch schon mal 10 Minuten überzieht ist normal. Soll zwar nicht vorkommen, tut es aber. Oder könnt ihr einer selig lächelnden alten Dame den Hund aus dem Arm reißen, weil Feierabend ist?
Ein Heim besucht man 1-mal in der Woche.
Die Fahrpreise in Berlin liegen ca. bei 2 € für eine normale Hinfahrt.
Der Hund zahlt natürlich extra. Auch, wenn er die Therapiehundplakette trägt.
Das bedeutet schon alleine 8 € um zum Heim hin- und zurück zu kommen.
Ich nehme noch einen Hund zum anlernen mit. Glücklicherweise fahre ich Auto.
Ansonsten könnte ich mir das Ehrenamt als Arbeitsloser wirklich kaum leisten.
Dazu kommt der Vereinsbeitrag von 40 € im Jahr.
Also, wer denkt mit den Tier als Therapeut, viel Geld zu verdienen, sollte sich lieber Delphine anschaffen.
Ich möchte mich in diesem Bericht einmal bei dem Pro Seniore Heim am Friedrichshain bedanken, welches zum verfüttern immer Frolic bereitstellt.

7. Sicherheitshinweise und Tipps für den Therapiehund und seinen Halter
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- Überfordert nicht den Hund. Ist der Hund müde, lenkt die Bewohner durch ein Gespräch ab, während der Hund ausruhen kann. Anfänger sollten deshalb zum Anfang auch nur 30 Minuten durch das Heim gehen.
- Lasst den Hund nicht Pfötchen geben. Wenn er es tut, dann stützt seine Pfote ab. Oder führt es an eurer eigenen Hand vor. Grund: Der Hund könnte abrutschen und einen Kratzer auf der Hand des Bewohners hinterlassen. Viele Senioren haben dünne Haut und empfinden die Hundekrallen als unangenehm.
- Lasst den Hund nur in Absprache mit der Heimleitung unangeleint laufen. Ich bevorzuge es unangeleint, weil dann keiner über eine Leine stolpern kann.
- Rollileinen, Flexileinen) gehören nicht an einen Therapiehund. Die dünnen Kabel dieser Leine werden sehr schwer erkannt. Auch ist die Kontrolle über den Hund an einer solchen Leine mangelhaft. Diese Leinen empfehle ich nur für heiße Hündinnen auf freiem Feld.
- Achtet darauf, dass die Heimbewohner nicht das Futter der Hunde essen. Das passiert recht schnell. Gerade Patienten mit Alzheimer haben sehr schnell wieder vergessen, wozu die kleinen Kügelchen da waren. Informiert im Notfall das Personal, damit es nicht zu einem: „Ersticken an Hundefutter“ kommt. Trockenfutter quillt im Mund zur vielfachen Größe auf.
- Verfressende Hunde können vom Fußboden Essensreste und Tabletten aufnehmen. Das kann gefährlich werden. Gerade bei Tabletten. Also aufpassen, wo der Hund herum schnüffelt.
- Ich benutze gerne „Frolic“ als Leckerlis. Das ist gut portionierbar und klein. Die Hunde fressen es gern. Außerdem ist ein Säckchen Frolic, billiger als weiche Kaustangen. Und man kann sich die Teile gut einteilen. So weiß man auch, wie viel der Hund am Tag gefressen hat.
- Lernt die Namen der Heimbewohner. Das erleichtert die Gespräche mit Ihnen.
- Kein Therapiehund ist unfehlbar. Merkt ihr, dass ein Bewohner dem Hund unheimlich ist, entschärft die Situation. Am besten durch Gespräche. Erklärt der Hund ist müde und muss ausruhen. So passierte es mir, dass ein Bettlägeriger Patient einmal so heftig nieste, das mein Hund dort nicht mehr rein wollte. Wenn ich danach immer kam sagte ich zum Patienten:
„Nun Herr Meier (Namen geändert):„Heute therapieren wir wieder einmal den Hund“.
Herr Meier lächelte dann und wir lockten Zunny mit vielen Frolicstückchen wieder ins Bett. Was ein kräftiges Niesen manchmal so ausrichten kann. Dabei bin ich Allergiker und niese selber recht heftig. Aber die Hündin hatte sich gewaltig erschrocken.
- Passt auf das niemand über den Hund fallen kann.
- Es gibt Heimbewohner und auch Personal, das ängstlich auf Hunde reagiert. Hier heißt es ruhe und Vernunft zu bewahren. Man muss das tolerieren und wird es auf die schnelle auch nicht ändern können. Also korrekt sein. Und diesen Leuten aus dem Weg gehen. Nicht aufzwängen. Vieles kommt mit der Zeit von alleine. Ich toleriere es einfach. Nach einem Jahr regelmäßigen, unproblematischen Besuch sind so einige Pflegerinnen mit Hundephobie schon viel ruhiger geworden. Denn sie wissen: „Ah der kommt immer, der lässt mich in Ruhe und der tut mir nichts“
- Weist das Personal aus Hygienegründen darauf hin, wenn der Hund mal eine Hand des Bewohners abgeleckt hat. Dann kann diese danach abgewaschen werden. Laken und Handtücher, auf denen mein Hund im Bett saß, kommen danach in die Wäsche.
- Informiert das Heim und den verein, wenn ihr nicht in das Heim geht. Ansonsten bekommt das Heim zuviel angerechnet. Es gehört aber zum Anstand. Wobei einige „Hundefreunde“ scheinbar gerne anfangen. Nach gewisser Zeit wird das ihnen zu anstrengend und sie verschwinden einfach. Auch wenn es nur ein Bruchteil der Hundeführer ist, so gehört sich das einfach nicht.
- Um solchen Dingen etwas vorzubeugen, vergibt der Verein auch erst nach 3 Monaten die „Therapiehunde – Urkunde“.

8. Wissenschaftliches zum Therapiehund
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8.1 Was machen Therapiehunde:
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- Therapiehunde haben keine spezielle Ausbildung. Ihre Auswahl erfolgt bezüglich ihres Verhaltens und einer ständigen klinischen Überwachung.
- Therapiehunde ergänzen therapeutische Maßnahmen.

Therapiehunde haben andere Qualitäten als Therapeuten:
- Sie lügen nicht,
- Sie reagieren sehr sensibel
- Hunde widersprechen nicht und hören geduldig zu
- Bieten neuen Gesprächstoff untereinander, mit dem Personal und den Angehörigen (z.b: Ich hatte auch mal einen Dackel, der war so und so. Sein Name war….)
- Sie geben das Gefühl, angenommen und geliebt zu werden. Hunde schauen nicht auf Markenklamotten. Sauberkeit oder körperliche Gebrechen. Egal, wie die Menschen aussehen, Hunde akzeptieren es, ohne Kommentar oder Ekel.
- Hunden ist es egal ob jemand krank ist. Sie sehen darüber hinweg. Über Rollstühle, Gehhilfen, Blindheit, Zahnlosigkeit. Solange jemand lieb zu ihnen ist, akzeptieren sie es und freuen sich über jeden. Egal wie der aussieht und sich gibt. Auch auf Diskussionen über den Tod lassen sie sich nicht ein. Egal, wie sehr einer sagt: „Ich will sterben“. Mein Hund geht hin und sagt ihn mit seiner Körpersprache. „Eh du, ich hab dich lieb, gib mir noch ein Leckerli“.

8.2. Wie wirken Therapiehunde auf die Bewohner
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- Hunde fördern das Selbstbewusstsein der Bewohner. Auch ich fühle mich neben einem Pferd wesentlich selbstbewusster. Nur passen Pferde schlecht in Seniorenheime.
- Hunde dürfen gefüttert und gestreichelt werden
- Hunde achten nicht auf Äußerlichkeiten
- Hunde haben keine schlechte Laune,
- Hunde sorgen für Kommunikation untereinander, die Bewohner sprechen oftmals nach langer Zeit wieder einmal. Tiere sorgen auch immer einen Gesprächsstoff zwischen den Bewohnern und Pflegepersonal.
. Durch die Aktion mit Hunde kommt es zu einer gesteigerten Mobilität. Sei es durch: Futter reichen. Anfassen, hinlaufen. Knuddeln, Bürsten oder spielen.
- Wochentage werden hervorgehoben. Also: Am Mittwoch kommt der Ashley. Ashley kommt um 10.00 Uhr. Ashley ist ein Sheltie. Wie alt ist Ashley? Das trainiert das Gedächtnis und eine zeitliche Strukturierung kommt in die Woche.
- Alzheimer erinnern sich an Vergangenes.
- Das Gedächtnis wird trainiert. Indem Daten zum Hund oder zu ehemaligen eigenen Hunden abgefragt werden.
- So manch ein Bewohner läuft plötzlich auf den Hund zu. Ab und an werden wir auch von Bewohnern zum Ausgang begleitet.
- Bewohner die mit niemanden mehr sprechen gehen auf den Hund zu und reden mit dem Hund.


9. Wo werden Therapiehunde eingesetzt
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- Alters- und Pflegeheime
- Kindergärten
- Behindertenheime
- Sonderschulen
- Krankenhäuser
- Psychiatrische Kliniken
- Gefängnisse (Einem interessanten Fernsehbericht entnahm ich, das in den USA einige Gefangene auch Behinderten Begleithunde ausbilden.)

10. Welcher Hund eignet sich als Therapiehund
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- Fast alle Rassen und Mischlinge eignen sich für diese Arbeit
- Die Hunde müssen friedlich sein und sehr gut auf Menschen geprägt sein.
- Die Hunde müssen nervenstark sein. Also auch laute Geräusche ertragen.
- Der Jagdinstinkt der Hunde muss unter Kontrolle stehen. Denn in vielen Heimen gibt es heutzutage, Wellensittiche, Kaninchen, Meerschweinchen oder Katzen.
- Es müssen Sozialverträgliche Hunde sein: Denn auch die Besucher der Altenheime bringen ihre Hunde ab und an mit. Eine Beißerei zwischen zwei Hunde wäre etwas Furchtbares im Heim.
- Die Hunde müssen den Halter als Ranghöchsten ansehen.
- Ein Therapiehund muss gesund sein.
- Therapiehunde sollen einen „weichen Biss“ haben. Denn wenn ein Hund gefüttert wird, darf er nicht gierig in das Futter beißen. Das erschreckt die Bewohner. Auch ein anstoßen an die Zähne eines Hundes kann einen alten Menschen schon wehtun.
- Ein Therapiehund muss (bei der 1. Prüfung) über 1,5 Jahre und unter 8 Jahre alt sein. Ein Höchstalter bei der 1. Prüfung wird gesetzt, weil ein älterer Hund schneller krank werden kann, oder nach kurzer Zeit auch versterben kann. Auch sind Hunde in dem Alter nicht mehr so lernfähig für neue Aufgaben.

11. Fallschilderungen (Namen alle geändert)
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Fall A
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Ich gehe mit beiden Hunden zu Herrn M. Er liegt gelähmt im Bett. Seine Mutter sitzt am Bett und macht Leseübungen mit ihm. Herr M ist erst ca. 28 Jahre alt. Jemand hat ihm schwere Kopfverletzungen zugefügt. Er kann nicht reden, sich nicht bewegen. Er lacht, als er mich sieht.
Na, sage ich, „Spielen wir wieder einmal verstecken!“. Er lacht.
Seine Mutter räumt das Lesebrett weg. Sie versucht mit ihm Kreuzworträtsel zu lösen. Ein Problem, wenn man reden oder schreiben kann. Mit Hilfe einer Tabelle auf der das AC steht tastet sie sich mit ihren Sohn langsam an die Wörter heran. Ich breite ein großes weißes Laken auf dem Bett aus. Seine Mutter fährt seinen Kopf in eine Bessere Position.
Ich hebe den Sheltie in sein bett. Herr M lächelt. Der Hund ersucht ihn nun wieder abzuknutschen. Ich versuche das zu verhindern, und jammere dabei: „Ja richtige Liebe gibt es nur unter Männern, was? „ Nun verstecke ich mit einer Hand kleine Frolicstücke unter M. Händen. Die andere Hand hält dem Hund die Augen zu. Dann geht es los. Ashley sucht seine Beute. M, versucht die Stücke vor ihm zu verstecken. Manchmal schafft er es und behält sie zwischen den Fingern. Ein kleiner Erfolg, finde ich. Ich schlage M vor, den Junior Kynologen Pass mit mir zu machen. Er kann nur „Ja“ oder „Nein“ zwickern. Einmal zwinkern = ja, Zweimal zwinkern = nein. Es dauert ca. 1,5 Monaten bis wir alle Aufgaben durchgegangen sind. Aber er hat es geschafft. Und sein Gesicht war ganz stolz, als ich ihm den Pass überreichte. Ich habe die Anstrengung in seinen Augen gesehen. Er hatte ein Erfolgserlebnis und war stolz darauf.
Und auch ich habe dabei viel über Kommunikation ohne Worte und Zeichen gelernt.

Fall B
=====
Frau S sitzt am im Liegerollstuhl im Tagesraum. Sie hat wohl einen Schlaganfall gehabt. Links auf ihren Schoss sitzt das Meerschweinchen. Es hat einen Teller mit Gemüse und Obst vor sich.
Ich sage Guten Tag. Dann stelle ich einen Stuhl neben ihren Rollstuhl. Währenddessen laufen die Hunde im Raum umher und suchen sich schon mal jemanden der sie streichelt. Oder eine Schwester, die ein Wurstbrot für sie schmiert. Grummel.
Auf den kleinen Tisch des Rollstuhls lege ich nun geviertelte Frolicstücke. Dann gehe ich zu Frau G. Frau G ist blind und wir unterhalten uns immer etwas. Fraus S. lockt währenddessen die Hunde zu sich. Aber das braucht sie kaum. Die beiden springen auf den Stuhl um kleine Frolicstücke zu erhaschen. Dabei spielt Frau S mit den Hunden. Sie lockt sie an. Versteckt das Futter in der Hand. Für 10 Minuten vergisst sie alles um sich. Ich lasse die vier alleine und unterhalte mich. Bei diesem Spiel würde ich nur stören, das habe ich schon bemerkt. Nur ab und an schaue ich, ob Frau S noch Leckerlis hat. Dann komme ich und bringe Nachschub.


12. Meine Meinung und Fazit
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Jeder der einen Therapiehund führt, übernimmt eine große Verantwortung. Die Arbeit ist Ehrenamtlich. Man muss sich regelmäßig bei Wind und Wetter dafür Zeit nehmen. Ob man Lust hat oder nicht. Nicht jeder hält da durch. Auch ist man doch recht oft auf sich allein gestellt im Altersheim. Da sich der Verein nur ca. alle2-3 Monate einmal zusammensetzt ist auch kaum etwas mit einem fröhlichen Vereinsleben, wie man es von einem Hundeplatz her kennt. Verantwortlich ist die Arbeit. Anstrengend auch. Man bekommt manchmal Dinge zu sehen, die einen erschrecken können.
Man muss ausgeglichen und freundlich zu allen sein. Darf sich nicht durch die, zum Fünfhundertsten Mal,e erzählte Geschichte aus der Ruhe bringen lassen.
Trotzdem werde ich mit meinen Hund weiterhin regelmäßig ins Heim gehen. Denn es gibt nichts Schöneres, als Menschen die sich freuen, wenn man kommt. Wenn deren Augen anfangen zu strahlen. Faltige Hände in weiches Hundefell greifen. Alte Erinnerungen wieder hochkommen.
Von mir gibt es also die Höchstnote.
Ich wünschte mir nur, dass solche Ehrenämter mehr anerkannt wären in Deutschland.

13. Danksagung
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Mein Dank gilt dem:
- dem Berliner Therapiehunde e.V.,
- MUT e.V. (Kooperationspartner des Therapiehunde e. V.)
- dem Seniorenheim Pro Seniore, Berlin und
- dem Sankt Elisabeth Stift, Berlin,
die es alle ermöglichen das die Heimbewohner ein paar schöne Minuten genießen können und ihre Hand über ein weiches Hundefell gleiten kann. Ein Lächeln auf ihren Gesichtern spricht mehr als Tausend Worte.

14. Weiterführende Literatur:
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Sylvia Greiffenhagen „Tiere als Therapie“ ISBN 3-426-84035-9

15. Quellenangaben
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- Liepelt, Weltbildverlag 1998
- Leitfaden für den Einsatz von Besuchshunden im Rahmen des Vereins Therapiehunde Berlin e.V.


Vielen Dank für Euer Lesen, Kommentieren und Bewerten.
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Berlin, 09.05.2005
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Bluebirdunfa
Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
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diana75
diana75, 09.05.2005

toller Bericht uumlber eine tolle Sache. Ich wuumlnsche Dir auch in Zukunft viel Spaszlig dabei, aber auch den Bewohnern.
Alles Liebe diana75
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