Die Jury (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von kleenerknuffi
„… und nun stellen Sie sich vor sie wäre weiß“
Pro:
Story, Schauspieler
Kontra:
zweiseitige DVD, fast kein Bonusmaterial, Selbstjustiz ist keine Lösung
Empfehlung:
Ja
Eine Kleinstadt in den Südstaaten der USA.
Zwei weiße Männer vergewaltigen brutal ein 10 Jahre altes afroamerikanisches Mädchen.
Da in dem immer noch von Rassismus geprägten Staat eine gerechte Verurteilung der Täter unwahrscheinlich ist, beschließt der Vater des Mädchens das Gesetz in seine eigene Hand zu nehmen.
>>Inhalt<<
Die 10 jährige Afroamerikanerin Tonja Maylie (Raéven Larrymore Kelly) wird von den beiden weißen Rassisten James Louis Willard und Billy Rae Cobb (Nicky Katt) auf brutalste Weise vergewaltigt und beinahe ermordet.
Da Tonjas Vater Carl Lee (Samuel L. Jackson) befürchtet, dass die beiden frei gesprochen werden, da das Opfer dunkelhäutig und die beiden Täter weiß sind, erschießt er sie im Gerichtsgebäude vor der der Voranhörung.
Carl Lee bittet den Anwalt Jack Brigance (Matthew Mc Conaughey) ihn vor Gericht zu verteidigen, und dieser sagt ihm zu.
Sei Gegner ist der ehrgeizige Staatsanwalt Rufus Buckley (Kevin Spacey), der sich wegen der Publizität des Falles einen Vorteil für seinen Gouverneurswahlkampf ausmalt.
Die brillante aber unerfahrene Jurastudentin Elle Roark bietet ihm ihre Hilfe in dem Fall an. Jake lehnt zwar zuerst ab, merkt aber schnell, dass sie fachlich sehr kompetent ist und nimmt ihre Hilfe schließlich doch an.
Zwischenzeitlich holt Freddie Cobb (Kiefer Sutherland) wegen der Ermordung seines Bruders den Ku- Klux- Klan in die Stadt Madison County und wird Mitglied von diesem. Die Klan Mitglieder wollen erreichen, dass Jake die Verteidigung von Carl Lee niederlegt.
Sie terrorisieren Jake und seine Familie.
Auch seine Sekretärin Ethel Twitty (Brenda Fricker) wird Opfer von Drohanrufen.
Nachdem der Klan vor Jakes Haus ein brennendes Kreuz aufstellen und ein Bombe ablegen, schickt Jake seine Familie zu den Eltern seiner Frau Carla (Ashley Judd).
Kurz darauf überfallen die Klan Mitglieder Ethel und ihren Mann, der dabei stirbt. Diese kündigt deshalb ihren Job bei Jake.
Während dessen lehnt Richter Omar Noose (Patrick McGoonan) Jakes Antrag auf Verlegung des Verhandlungsortes, wegen des Zweifels auf ein faires Verfahren, ab.
Erschwerend für Carl Lee kommt noch hinzu, dass die Jury nur aus weißen Frauen und Männern besteht.
Und während sich die Mitglieder des Klans mit den menschenrechtlichen Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude prügeln, brennt erstere Jakes Haus nieder.
Schließlich beginnt der Prozess unter Aufsicht von Armeegruppen, die die gegnerischen Zuschauerparteien im Schach halten müssen.
Gelingt es Jake, die voreingenommene Jury für seinen Mandanten einzunehmen?
Welches Urteil fällt die Jury über Carl Lee?
>>Schauspieler<<
Sandra Bullock (Das Netz, Miss Undercover, Mord nach Plan) spielt die intelligente Jurastudentin Elle Roark. Diese ist Gegnerin der Todesstrafe und hilft Jake, für den sie offensichtlich Gefühle hat, und begibt sich dabei in Lebendgefahr.
Sandra Bullock zeigt hier, dass sie nicht nur das Sweetheart spielen kann, sondern auch in ernstere Rollen überzeugen kann. Sie spielt glaubhaft die selbstbewusste Jurastudentin.
Matthew McConaughey (U 571, Wedding Planer, Amistad) spielt den Anwalt Jake Brigance. Dieser übernimmt die Verteidigung von Carl Lee Haylie. Damit bringt er sein Leben und das seiner Familie und Freunde in Gefahr. Er fühlt sich zu Elle hingezogen, gibt seinem Verlagen wegen seiner Familie aber nicht nach.
Matthew McConaughey spielt seine Rolle sehr gut und es gelingt ihm alle Emotionen seiner Figur (verzweifelt, entmutigt und kämpferisch) glaubhaft darzustellen.
Samuel L. Jackson (Shaft, Pulp Fiction, Deep Blue Sea) spielt Carl Lee Haylie. Dieser hat die Vergewaltiger seiner 10 jährigen Tochter getötet. Dafür muss er sich jetzt vor Gericht verantworten, wo ihm wegen seiner Hautfarbe kein fairer Prozess bevorsteht.
Samuel L. Jackson spielt seine Rolle mehr als gut. Er kann alle Gefühle seines Charakters (verzweifelt beim Wissen, dass seine Tochter wegen der Vergewaltigung niemals Kinder bekommen kann; voller Hass auf die Täter) glaubhaft darstellen.
Kevin Spacey (Das Leben des David Gale, Siebe, K- Pax) spielt den Staatsanwalt Rufus Buckley. Dieser will wegen seiner politischen Karriere mit allen Mitteln eine Verurteilung durchsetzen.
Kevin Spacey spielt seine Rolle sehr gut. Es gelingt ihm den arroganten und vom Ehrgeiz zerfressenen Staatsanwalt so überzeugend zu spielen, dass er dem Zuschauer von Anfang an unsympathisch ist.
>>Infos zur DVD<<
Originaltitel: A time to kill
USA: 1996
FSK: 12
Spieldauer: 143 Minuten
Studio: Warner Bros.
Preis: ca. 7,99 Euro – 9,99 Euro
Darsteller:
Elle Roark (Sandra Bullock)
Jake Brigance (Matthew McConaughey)
Carl Lee Hailey (Samuel L. Jackson)
Rufus Buckley (Kevin Spacey)
Carla Brigance (Ashley Judd)
Freddie Cobb (Kiefer Sutherland)
Lucien Wibanks (Donald Sutherland)
Harry Rex Vonner (Oliver Platt)
Sheriff Ozzie Walls (Charles S. Outton)
Ethel Twitty (Brenda Fricker)
Richter Omar Noose (Patrick McGoonan)
Regie: Joel Schumacher (Batman & Robin, Der Klient)
Drehbuch: Akiva Goldsman (I Robot, Der Einsatz)
Buch: John Grisham (Die Akte, Die Firma)
Produzenten: Arnon Milchan (Mann unter Feuer, Daredevil)
Michael Nathanson (L A Confidential)
Hunt Lowry (Was Mädchen wollen, Weißer Orleander)
John Grisham (Das Urteil, Mickey)
Musik: Elliot Goldenthal (Frida, S.W.A.T.=
Schnitt: William Steinkamp (denn zum küssen sind sie da, Sag kein Wort)
Kamera: Peter Menzies (Tomb Raider, Der 13. Krieger)
Bildformat: 16:9 Widescreen
1.85:1 anamorph
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Sprache: Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel: (12) Deutsch, Englisch, Spanisch, Holländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch,
Finnisch, Portugiesisch, Hebräisch, Französisch, Italienisch
Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch, Englisch
Extras:
+ Besetzung
Dahinter verbergen sich Texttafeln mit den Bio- und Filmographien der Darsteller und des Regisseurs.
Diese sind zwar informativ aber nichts Besonderes.
+ Filmtipps
Dies ist eine Tafel mit den Filmplakaten und Namen (keine Trailer) verschiedener Filme
1)Der Klient
2)Der Unbeugsame
3)Beim Sterben ist jeder der Erste
4)Die Akte
+ Original US- Kinotrailer
Dieser ist ca. 2:20 Minuten lang, in Englisch mit deutschem Untertitel.
>>Bild- und Tonqualität<<
Die Bildqualität der DVD ist gut und ziemlich scharf, aber nicht überragend. Auch die Farbsättigung und der Kontrast sind zwar ganz gut, könnten aber besser sein. Dies liegt wohl am Alter des Films.
Die Tonqualität der DVD ist gut und ziemlich klar. Die Musik ist im Verhältnis zu den Dialogen etwas zu laut, so dass man des Öfteren die Lautstärke regeln muss. Die Boxen hinten sind im Verhältnis zu den vorderen etwas zu leise.
>>Meine Meinung und Fazit<<
„Die Jury“ ist ein spannender Justizthriller aus der Feder des Erfolgsautoren John Grisham, der seine Zuschauer zweieinhalb Stunden lang in seinen Bann ziehen kann ohne zu langweilen.
Der Film zeigt einen Mann, dessen kleine Tochter brutal vergewaltigt wird.
Und der nicht daran glaubt, dass die Justiz die Täter gerecht bestraft, da diese weiß und seine Tochter dunkelhäutig ist.
Eine Befürchtung die nicht unbegründet ist, da auch im realen Leben Justitia nicht immer farbenblind ist und Mitglieder anderer ethnischer Gruppen als die der „Weißen“ oftmals schneller und schwerer bestraft werden, als diese selbst.
Der Film behandelt zum großen Teil das Thema Rassismus im Allgemeinen.
So ist Madison County eine typische Südstaaten Stadt in der, trotz gesetzlicher Gleichstellung der Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe, noch immer tiefer Hass zwischen den „Rassen“ herrscht.
Hass der wohl größtenteils auf Unwissenheit und Angst beruht.
So tauchen auch im Film eine Gruppe auf, die wohl auch heute noch die größten Vertreter des Rassenhasses in den USA vertrete, der Ku- Klux- Klan
**************************S P O I L E R A N F A N G****************************************
Wie tief der Rassenhass teilweise ist, wird dem Zuschauer im Laufe des Films immer wieder gezeigt.
Doch wirklich bewusst wird er erst am Ende des Films, wenn Jake sein Schlussplädoyer hält.
Bis dorthin sind sich die Geschworenen einig, Carl Lee schuldig zu sprechen. Und auch seine Schilderung von Tonjas Martyrium hätten wohl nichts daran geändert.
Doch dann sagt er den Satz, der wohl den Ausgang des Prozesses geändert hat.
„… Und nun stellen Sie sich vor sie wäre weiß“
Nun da sich die gottesfürchtigen Südstaatler ein weißes Vergewaltigungsopfer vorstellen, ist die Ermordung der beiden Täter entschuldbar. Denn anscheinend ist ein „weißes“ Kind mehr wert als ein dunkelhäutiges.
Welche Scheinheiligkeit.
************************S P O I L E R E N D E*********************************************
Im Film treffen mit dem Anwalt Jake Brigance [der mit der Verteidigung und Freispruch von Carl Lee seine Chance auf eine große Karriere sieht] und der Staatsanwalt Rufus Buckley [der mit der Verurteilung Carl Lees seine Chance sieht Gouverneur zu werden] zwei ehrgeizige Männer aufeinander, die ihr jeweiliges Ziel um jeden Preis erreichen wollen.
Dabei gerät Jake [dem es zwar Anfangs mehr um seine Karriere denn um Carl Lee geht, was sich aber mit der Zeit ändert] und seine Familie in größte Gefahr, die vom Ku- Klux- Klan ausgeht.
Obwohl der Zuschauer Carl Lees Beweggründe für den Mord an den beiden Männern [wie würde man selbst sich fühlen, wenn es die eigene Tochter wäre, die vergewaltigt, geschlagen, fast getötet und als Spätfolge daraus nie Kinder bekommen kann, da ihre Gebärmutter vollkommen zerstört wurde und man genau weiß, dass die Täter wegen dem Unterschied der Hautfarbe nicht hart genug bestraft werden] versteht, sollte man nie vergessen, das Selbstjustiz keine Lösung ist.
Denn würde jeder diese ausüben, wie er möchte und es für richtig findet, hätten wir bald Zustände, wie in den Ländern in denen die Blutrache noch ausgeübt wird, [Wobei in diesen Ländern der Vater seine Tochter getötet hätte um die Schande, die sie mit ihrer Vergewaltigung über die Familie/den Stamm gebracht hat zu sühnen]
Schauspielerisch ist der Film von den Hauptdarstellern Sandra Bullock (spielt Elle intelligent und ehrgeizig), Matthew McConaughey (wirkt ehrgeizig und später auch mitfühlend), Samuel L. Jackson (verzweifelt, wütend, voller Hass), Kevin Spacey (Macht- und Karrieregeil), bis hin zu den Nebendarstellern wie z. B. Kiefer Sutherland (der hier mal wieder zeigt, wie gut er in der Rolle des Bad Guy ist), Donald Sutherland (Alkohol liebend und doch ein guter Mentor für Jake, und einen gewissen Charme hat), Oliver Platt (gerissen und auch nicht vor Betrügereien abzuhalten), oder Ashley Judd (liebevoll und fürsorglich), alle Rollen sind liebevoll ausgearbeitet und allesamt sehr gut besetzt.
Auch bei der Filmmusik wurde ganze Arbeit geleistet.
Elliot Goldenthal schafft es, dass seine instrumentale Musikuntermalung zur jeweiligen Szene passt und zur Spannung und der Atmosphäre des Films beiträgt.
So sieht man z. B. Jake in den Ruinen deines abgebrannten Hauses sitzen und verzweifelt nach seinem Hund suchen, dabei erklingt ein traurig wirkendes Klavierstück, das wohl Jakes Gefühlszustand in dem Moment treffend beschreibt.
Die Drehorte des Films wirken genauso, wie sich wohl viele Zuschauer dien tiefsten Süden der USA vorstellen.
Alles wirkt ein wenig in der Zeit hinterher geblieben.
Die Menschen verschiedener Hautfarben wohnen räumlich (genauso wie sie es in ihren Köpfen auch noch immer sind) noch sehr weit voneinander getrennt.
Die hellhäutige Oberschicht in der Stadt in gut gepflegten Häusern, die dunkelhäutige Arbeiterschaft am Rande der Stadt in alten Holzhäusern.
Hier wirkt der dunkelhäutige Sheriff etwas befremdlich, da man sonst keinen einzigen Polizist mit dunklerer Hautfarbe sieht.
Die DVD war eine der ersten, die auf dem deutschen Markt erschien.
Von daher hat Warner den 143 Minuten langen Film auf der DVD beidseitig (ein so genannter Flipper) untergebracht. Dies bedeutet, dass das man während des Anschauens des Films, die DVD nach ungefähr der Hälfte umdrehen muss um sich die zweite Hälfte des Films ansehen zu können.
Die Bild- und Tonqualität der DVD ist nicht ganz so gut, aber dem Alter des Films entsprechend.
Die Musik des Films ist im Vergleich zu den Dialogen etwas laut und auch die hinteren Boxen sind im Verhältnis zu den vorderen Boxen etwas zu leise.
Zudem ist das auf der DVD enthaltene Bonusmaterial nicht gerade etwas Besonderes.
Störend ist bei der DVD außerdem, dass bei Beginn des Films immer der deutsche Untertitel automatisch eingeschaltet ist und man ihn immer extra ausschalten muss.
„Die Jury“ ist allen zu empfehlen die spannende Justizthriller mögen.
>>Bewertung<<
Der Film selbst erhält von mir wegen der Spannung, der Story und der bis in die Nebenrollen sehr gut spielenden Darsteller, der aber leichten Verharmlosung der Selbstjustiz 4 von 5 Punkten.
Die DVD selbst erhält von mir wegen der für sein Alter noch guten Bild- und Tonqualität und dem günstigen Preis, dem aber mauen Bonusmaterial und der Tatsache, dass es sich bei der DVD um einen Flipper (zweiseitige DVD bei der bei ungefähr der Hälfte des Films diese umgedreht werden muss) 2 von 5 Punkte
Dies ergibt in der Gesamtwertung 3 von 5 Sternen.
Den Kauf der DVD kann ich für unter 10 Euro empfehlen.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Euch allen noch einen schönen Tag.
Zwei weiße Männer vergewaltigen brutal ein 10 Jahre altes afroamerikanisches Mädchen.
Da in dem immer noch von Rassismus geprägten Staat eine gerechte Verurteilung der Täter unwahrscheinlich ist, beschließt der Vater des Mädchens das Gesetz in seine eigene Hand zu nehmen.
>>Inhalt<<
Die 10 jährige Afroamerikanerin Tonja Maylie (Raéven Larrymore Kelly) wird von den beiden weißen Rassisten James Louis Willard und Billy Rae Cobb (Nicky Katt) auf brutalste Weise vergewaltigt und beinahe ermordet.
Da Tonjas Vater Carl Lee (Samuel L. Jackson) befürchtet, dass die beiden frei gesprochen werden, da das Opfer dunkelhäutig und die beiden Täter weiß sind, erschießt er sie im Gerichtsgebäude vor der der Voranhörung.
Carl Lee bittet den Anwalt Jack Brigance (Matthew Mc Conaughey) ihn vor Gericht zu verteidigen, und dieser sagt ihm zu.
Sei Gegner ist der ehrgeizige Staatsanwalt Rufus Buckley (Kevin Spacey), der sich wegen der Publizität des Falles einen Vorteil für seinen Gouverneurswahlkampf ausmalt.
Die brillante aber unerfahrene Jurastudentin Elle Roark bietet ihm ihre Hilfe in dem Fall an. Jake lehnt zwar zuerst ab, merkt aber schnell, dass sie fachlich sehr kompetent ist und nimmt ihre Hilfe schließlich doch an.
Zwischenzeitlich holt Freddie Cobb (Kiefer Sutherland) wegen der Ermordung seines Bruders den Ku- Klux- Klan in die Stadt Madison County und wird Mitglied von diesem. Die Klan Mitglieder wollen erreichen, dass Jake die Verteidigung von Carl Lee niederlegt.
Sie terrorisieren Jake und seine Familie.
Auch seine Sekretärin Ethel Twitty (Brenda Fricker) wird Opfer von Drohanrufen.
Nachdem der Klan vor Jakes Haus ein brennendes Kreuz aufstellen und ein Bombe ablegen, schickt Jake seine Familie zu den Eltern seiner Frau Carla (Ashley Judd).
Kurz darauf überfallen die Klan Mitglieder Ethel und ihren Mann, der dabei stirbt. Diese kündigt deshalb ihren Job bei Jake.
Während dessen lehnt Richter Omar Noose (Patrick McGoonan) Jakes Antrag auf Verlegung des Verhandlungsortes, wegen des Zweifels auf ein faires Verfahren, ab.
Erschwerend für Carl Lee kommt noch hinzu, dass die Jury nur aus weißen Frauen und Männern besteht.
Und während sich die Mitglieder des Klans mit den menschenrechtlichen Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude prügeln, brennt erstere Jakes Haus nieder.
Schließlich beginnt der Prozess unter Aufsicht von Armeegruppen, die die gegnerischen Zuschauerparteien im Schach halten müssen.
Gelingt es Jake, die voreingenommene Jury für seinen Mandanten einzunehmen?
Welches Urteil fällt die Jury über Carl Lee?
>>Schauspieler<<
Sandra Bullock (Das Netz, Miss Undercover, Mord nach Plan) spielt die intelligente Jurastudentin Elle Roark. Diese ist Gegnerin der Todesstrafe und hilft Jake, für den sie offensichtlich Gefühle hat, und begibt sich dabei in Lebendgefahr.
Sandra Bullock zeigt hier, dass sie nicht nur das Sweetheart spielen kann, sondern auch in ernstere Rollen überzeugen kann. Sie spielt glaubhaft die selbstbewusste Jurastudentin.
Matthew McConaughey (U 571, Wedding Planer, Amistad) spielt den Anwalt Jake Brigance. Dieser übernimmt die Verteidigung von Carl Lee Haylie. Damit bringt er sein Leben und das seiner Familie und Freunde in Gefahr. Er fühlt sich zu Elle hingezogen, gibt seinem Verlagen wegen seiner Familie aber nicht nach.
Matthew McConaughey spielt seine Rolle sehr gut und es gelingt ihm alle Emotionen seiner Figur (verzweifelt, entmutigt und kämpferisch) glaubhaft darzustellen.
Samuel L. Jackson (Shaft, Pulp Fiction, Deep Blue Sea) spielt Carl Lee Haylie. Dieser hat die Vergewaltiger seiner 10 jährigen Tochter getötet. Dafür muss er sich jetzt vor Gericht verantworten, wo ihm wegen seiner Hautfarbe kein fairer Prozess bevorsteht.
Samuel L. Jackson spielt seine Rolle mehr als gut. Er kann alle Gefühle seines Charakters (verzweifelt beim Wissen, dass seine Tochter wegen der Vergewaltigung niemals Kinder bekommen kann; voller Hass auf die Täter) glaubhaft darstellen.
Kevin Spacey (Das Leben des David Gale, Siebe, K- Pax) spielt den Staatsanwalt Rufus Buckley. Dieser will wegen seiner politischen Karriere mit allen Mitteln eine Verurteilung durchsetzen.
Kevin Spacey spielt seine Rolle sehr gut. Es gelingt ihm den arroganten und vom Ehrgeiz zerfressenen Staatsanwalt so überzeugend zu spielen, dass er dem Zuschauer von Anfang an unsympathisch ist.
>>Infos zur DVD<<
Originaltitel: A time to kill
USA: 1996
FSK: 12
Spieldauer: 143 Minuten
Studio: Warner Bros.
Preis: ca. 7,99 Euro – 9,99 Euro
Darsteller:
Elle Roark (Sandra Bullock)
Jake Brigance (Matthew McConaughey)
Carl Lee Hailey (Samuel L. Jackson)
Rufus Buckley (Kevin Spacey)
Carla Brigance (Ashley Judd)
Freddie Cobb (Kiefer Sutherland)
Lucien Wibanks (Donald Sutherland)
Harry Rex Vonner (Oliver Platt)
Sheriff Ozzie Walls (Charles S. Outton)
Ethel Twitty (Brenda Fricker)
Richter Omar Noose (Patrick McGoonan)
Regie: Joel Schumacher (Batman & Robin, Der Klient)
Drehbuch: Akiva Goldsman (I Robot, Der Einsatz)
Buch: John Grisham (Die Akte, Die Firma)
Produzenten: Arnon Milchan (Mann unter Feuer, Daredevil)
Michael Nathanson (L A Confidential)
Hunt Lowry (Was Mädchen wollen, Weißer Orleander)
John Grisham (Das Urteil, Mickey)
Musik: Elliot Goldenthal (Frida, S.W.A.T.=
Schnitt: William Steinkamp (denn zum küssen sind sie da, Sag kein Wort)
Kamera: Peter Menzies (Tomb Raider, Der 13. Krieger)
Bildformat: 16:9 Widescreen
1.85:1 anamorph
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Sprache: Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel: (12) Deutsch, Englisch, Spanisch, Holländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch,
Finnisch, Portugiesisch, Hebräisch, Französisch, Italienisch
Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch, Englisch
Extras:
+ Besetzung
Dahinter verbergen sich Texttafeln mit den Bio- und Filmographien der Darsteller und des Regisseurs.
Diese sind zwar informativ aber nichts Besonderes.
+ Filmtipps
Dies ist eine Tafel mit den Filmplakaten und Namen (keine Trailer) verschiedener Filme
1)Der Klient
2)Der Unbeugsame
3)Beim Sterben ist jeder der Erste
4)Die Akte
+ Original US- Kinotrailer
Dieser ist ca. 2:20 Minuten lang, in Englisch mit deutschem Untertitel.
>>Bild- und Tonqualität<<
Die Bildqualität der DVD ist gut und ziemlich scharf, aber nicht überragend. Auch die Farbsättigung und der Kontrast sind zwar ganz gut, könnten aber besser sein. Dies liegt wohl am Alter des Films.
Die Tonqualität der DVD ist gut und ziemlich klar. Die Musik ist im Verhältnis zu den Dialogen etwas zu laut, so dass man des Öfteren die Lautstärke regeln muss. Die Boxen hinten sind im Verhältnis zu den vorderen etwas zu leise.
>>Meine Meinung und Fazit<<
„Die Jury“ ist ein spannender Justizthriller aus der Feder des Erfolgsautoren John Grisham, der seine Zuschauer zweieinhalb Stunden lang in seinen Bann ziehen kann ohne zu langweilen.
Der Film zeigt einen Mann, dessen kleine Tochter brutal vergewaltigt wird.
Und der nicht daran glaubt, dass die Justiz die Täter gerecht bestraft, da diese weiß und seine Tochter dunkelhäutig ist.
Eine Befürchtung die nicht unbegründet ist, da auch im realen Leben Justitia nicht immer farbenblind ist und Mitglieder anderer ethnischer Gruppen als die der „Weißen“ oftmals schneller und schwerer bestraft werden, als diese selbst.
Der Film behandelt zum großen Teil das Thema Rassismus im Allgemeinen.
So ist Madison County eine typische Südstaaten Stadt in der, trotz gesetzlicher Gleichstellung der Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe, noch immer tiefer Hass zwischen den „Rassen“ herrscht.
Hass der wohl größtenteils auf Unwissenheit und Angst beruht.
So tauchen auch im Film eine Gruppe auf, die wohl auch heute noch die größten Vertreter des Rassenhasses in den USA vertrete, der Ku- Klux- Klan
**************************S P O I L E R A N F A N G****************************************
Wie tief der Rassenhass teilweise ist, wird dem Zuschauer im Laufe des Films immer wieder gezeigt.
Doch wirklich bewusst wird er erst am Ende des Films, wenn Jake sein Schlussplädoyer hält.
Bis dorthin sind sich die Geschworenen einig, Carl Lee schuldig zu sprechen. Und auch seine Schilderung von Tonjas Martyrium hätten wohl nichts daran geändert.
Doch dann sagt er den Satz, der wohl den Ausgang des Prozesses geändert hat.
„… Und nun stellen Sie sich vor sie wäre weiß“
Nun da sich die gottesfürchtigen Südstaatler ein weißes Vergewaltigungsopfer vorstellen, ist die Ermordung der beiden Täter entschuldbar. Denn anscheinend ist ein „weißes“ Kind mehr wert als ein dunkelhäutiges.
Welche Scheinheiligkeit.
************************S P O I L E R E N D E*********************************************
Im Film treffen mit dem Anwalt Jake Brigance [der mit der Verteidigung und Freispruch von Carl Lee seine Chance auf eine große Karriere sieht] und der Staatsanwalt Rufus Buckley [der mit der Verurteilung Carl Lees seine Chance sieht Gouverneur zu werden] zwei ehrgeizige Männer aufeinander, die ihr jeweiliges Ziel um jeden Preis erreichen wollen.
Dabei gerät Jake [dem es zwar Anfangs mehr um seine Karriere denn um Carl Lee geht, was sich aber mit der Zeit ändert] und seine Familie in größte Gefahr, die vom Ku- Klux- Klan ausgeht.
Obwohl der Zuschauer Carl Lees Beweggründe für den Mord an den beiden Männern [wie würde man selbst sich fühlen, wenn es die eigene Tochter wäre, die vergewaltigt, geschlagen, fast getötet und als Spätfolge daraus nie Kinder bekommen kann, da ihre Gebärmutter vollkommen zerstört wurde und man genau weiß, dass die Täter wegen dem Unterschied der Hautfarbe nicht hart genug bestraft werden] versteht, sollte man nie vergessen, das Selbstjustiz keine Lösung ist.
Denn würde jeder diese ausüben, wie er möchte und es für richtig findet, hätten wir bald Zustände, wie in den Ländern in denen die Blutrache noch ausgeübt wird, [Wobei in diesen Ländern der Vater seine Tochter getötet hätte um die Schande, die sie mit ihrer Vergewaltigung über die Familie/den Stamm gebracht hat zu sühnen]
Schauspielerisch ist der Film von den Hauptdarstellern Sandra Bullock (spielt Elle intelligent und ehrgeizig), Matthew McConaughey (wirkt ehrgeizig und später auch mitfühlend), Samuel L. Jackson (verzweifelt, wütend, voller Hass), Kevin Spacey (Macht- und Karrieregeil), bis hin zu den Nebendarstellern wie z. B. Kiefer Sutherland (der hier mal wieder zeigt, wie gut er in der Rolle des Bad Guy ist), Donald Sutherland (Alkohol liebend und doch ein guter Mentor für Jake, und einen gewissen Charme hat), Oliver Platt (gerissen und auch nicht vor Betrügereien abzuhalten), oder Ashley Judd (liebevoll und fürsorglich), alle Rollen sind liebevoll ausgearbeitet und allesamt sehr gut besetzt.
Auch bei der Filmmusik wurde ganze Arbeit geleistet.
Elliot Goldenthal schafft es, dass seine instrumentale Musikuntermalung zur jeweiligen Szene passt und zur Spannung und der Atmosphäre des Films beiträgt.
So sieht man z. B. Jake in den Ruinen deines abgebrannten Hauses sitzen und verzweifelt nach seinem Hund suchen, dabei erklingt ein traurig wirkendes Klavierstück, das wohl Jakes Gefühlszustand in dem Moment treffend beschreibt.
Die Drehorte des Films wirken genauso, wie sich wohl viele Zuschauer dien tiefsten Süden der USA vorstellen.
Alles wirkt ein wenig in der Zeit hinterher geblieben.
Die Menschen verschiedener Hautfarben wohnen räumlich (genauso wie sie es in ihren Köpfen auch noch immer sind) noch sehr weit voneinander getrennt.
Die hellhäutige Oberschicht in der Stadt in gut gepflegten Häusern, die dunkelhäutige Arbeiterschaft am Rande der Stadt in alten Holzhäusern.
Hier wirkt der dunkelhäutige Sheriff etwas befremdlich, da man sonst keinen einzigen Polizist mit dunklerer Hautfarbe sieht.
Die DVD war eine der ersten, die auf dem deutschen Markt erschien.
Von daher hat Warner den 143 Minuten langen Film auf der DVD beidseitig (ein so genannter Flipper) untergebracht. Dies bedeutet, dass das man während des Anschauens des Films, die DVD nach ungefähr der Hälfte umdrehen muss um sich die zweite Hälfte des Films ansehen zu können.
Die Bild- und Tonqualität der DVD ist nicht ganz so gut, aber dem Alter des Films entsprechend.
Die Musik des Films ist im Vergleich zu den Dialogen etwas laut und auch die hinteren Boxen sind im Verhältnis zu den vorderen Boxen etwas zu leise.
Zudem ist das auf der DVD enthaltene Bonusmaterial nicht gerade etwas Besonderes.
Störend ist bei der DVD außerdem, dass bei Beginn des Films immer der deutsche Untertitel automatisch eingeschaltet ist und man ihn immer extra ausschalten muss.
„Die Jury“ ist allen zu empfehlen die spannende Justizthriller mögen.
>>Bewertung<<
Der Film selbst erhält von mir wegen der Spannung, der Story und der bis in die Nebenrollen sehr gut spielenden Darsteller, der aber leichten Verharmlosung der Selbstjustiz 4 von 5 Punkten.
Die DVD selbst erhält von mir wegen der für sein Alter noch guten Bild- und Tonqualität und dem günstigen Preis, dem aber mauen Bonusmaterial und der Tatsache, dass es sich bei der DVD um einen Flipper (zweiseitige DVD bei der bei ungefähr der Hälfte des Films diese umgedreht werden muss) 2 von 5 Punkte
Dies ergibt in der Gesamtwertung 3 von 5 Sternen.
Den Kauf der DVD kann ich für unter 10 Euro empfehlen.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Euch allen noch einen schönen Tag.
48 Bewertungen, 2 Kommentare
-
29.03.2007, 21:49 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
-
21.03.2006, 13:44 Uhr von babysly2000
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Film! LG Sly
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