Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz
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Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz
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Testbericht Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz

Platz 17 in der Kategorie "Krankenhäuser & Pflegeeinrichtungen".
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4,0 von 5)
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Testbericht über Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz

Das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz (BwZK)

erstellt am: 21.03.2002, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Empfehlung:ja
Ich bin zurzeit bei der Bundeswehr und verletzte mich vor kurzem an meinem Knie. Aus diesem Grund war ein Aufenthalt im Krankenhaus unvermeidbar. Natürlich bin ich als Soldat in meiner eigenen Heilfürsorge auf die Krankenhäuser der Bundeswehr angewiesen. Da Koblenz der nächste Standort ist, habe ich also dieses gewählt. Außerdem hörte ich noch von bekannten, dass es eines der besten Krankenhäuser Deutschlands sein sollte. Na mal sehen:

Aufnahme:
Als ich am 18.2 (16:00) das Krankenhaus betrat, musste ich natürlich erst einmal zur Aufnahme, was sich u.U. schon einmal ganz schön lange hinziehen, wenn man nicht gerade um 7:00 dort eintrifft. Ich persönlich habe dort mit Schmerzen eine geschlagene Stunde gesessen. Danach wurde ich schließlich auf Station gebracht.

Unfallchirugie:
Dort angekommen wunderte ich mich sogleich, warum ich auf der Unfallchirugie gelandet bin und nicht auf der Orthopädie, da diese doch eigentlich besser geeignet sein sollte. Man sagte mir ich läge schon richtig, mehr nicht. In diesem Moment war mir das egal, da schon Zimmer, Betten usw. hergestellt waren und ich bemerkenswert flott einziehen durfte. Ich musste nur noch schnell die Hausordnung durchlesen und unterschreiben diese gelesen zu haben und der Tag war für mich erst einmal gelaufen.

1. Tag:
Gleich am nächsten morgen wurde ich, wie man es aus Werner kennt, um 6:45 geweckt, damit die Schwestern die Betten machen konnten. War dies erledigt, durfte man sich wieder hineinlegen und die ganze Arbeit zerstören. Habe den Sinn bis heute nicht verstanden und werde das wahrscheinlich auch nie tun. Aber egal. Um 7:00 kam dann endlich der 1. Arzt! (Man muß dazu sagen man hatte schon eine Voruntersuchung durch meinen Truppenarzt schriftlich erhalten)

Diagnose:
Er untersuchte mein nun mein Knie und stellte fest, dass der entsprechende Schaden durch Krankengymnastik behoben werden könnte und ich heute schon damit anfangen sollte. Ruck zuck war er auch wieder weg.

Physiotherapie:
• Schwimmen
Der morgen fing also mit schwimmen an, wobei man mit verschiedenen Geräten auf jede einzelne Person einging, diese wirklich bemerkenswert beriet und in jeder Lage wusste, was zu machen ist. Fand ich sehr bemerkenswert.
• Kniegymnastik
Auch in der Kniegymnastik fühlte ich mich wohl, auch wenn’s anfangs ganz schön anstrengend war.
• Einzeltherapie
Hier wurde dann noch einmal speziell auf mein Knie eingegangen indem man einzelne Übungen probierte und, und, und.
• Massage
Danach wurde mein Knie massiert, auch wenn ich es in meiner Lage nicht gerade gut fand, da ich bei jeder Berührung an der Decke klebte. Die Physiotherapeutin sah nach einiger Zeit schließlich auch ein, dass das ganze nix bringt bzw. nur das Gegenteil, nämlich Schmerzen verursachte. Drum wurde nach 3 Tagen diese Sitzung ausgelassen.
• Ultraschall
Hierbei wird das Knie mit Ultraschallwellen bestrahlt. Soweit ich das verstanden habe wird hierbei das Gewebe erwärmt und u.a. gegen Entzündungen vorgegangen. Man hat es mir damals richtig gut erklärt. Ich bin nur zu dumm mir das zu merken ;)
• Ergotherapie
Nun zur Ergotherapie. Hier wird mit ganz spartanischen Dörfern gearbeitet. Im ganzen Raum sind mechanische Geräte verteilt, wie Kufenwebstuhl, Handbohrmaschine usw. Durch die Benutzung der Geräte wird nicht nur der Muskel aufgebaut, sondern auch die Bewegung an sich geübt. So kann man Arbeit manchmal mit Vergnügen koppeln. Ich saß meistens am Kufenwebstuhl und machte mir einen Teppich, der übrigens nun in meinem Zimmer liegt ;). Auch verschiedenste Fußspiele und eine wirklich kompetente Beratung gehören zu dieser Therapie dazu.

Dies war nun mein täglicher Rundgang für zwei Wochen. Als dann immer noch keine Besserung auftrat, schickte man mich montags erst einmal zum Röntgen und den darauf folgenden Freitag zum MRT (Kernspintomographie). Warum man das nicht schon am Anfang gemacht hat, habe ich auch nicht verstanden. Anstatt jetzt aber zu denke man bekommt die neue Diagnose noch am Freitag erzählt, der irrt sich. Das alles hat sich dann bis zum nächsten Dienstag hingezogen, wobei man mich dann schon mittwochs operiert hat. Hätte man die Bilder schon bei der Aufnahme gemacht, hätte ich mir u.U. 3 Wochen sparen können. Darüber ärgere ich mich immer noch!

Zu den Krankenschwestern/Pflegern:
So mies das Ärztepersonal auch mit dem Umgang der Patienten ist, umso besser ist doch das Pflegepersonal. Hier wird jedes Problem praktisch von den Augen abgelesen. Einfach fragen ist dort die Devise. Schämen brauch man sich dafür wirklich nicht. (Ein kleiner Tipp für die Männerwelt: Lasst euch in dieses Krankenhaus legen ;-))

Tägliche Beschäftigung:
Zur täglichen Beschäftigung lässt sich eigentlich nur sagen, dass durch meine Krankengymnastik der morgen bis zum Mittagessen ausgelastet war. Der Nachmittag bestand dann darin, entweder zu schlafen, oder fern zu sehen. Abends ging man dann meistens in den Gemeinschaftsraum. Dort traf man dann auch mal andere Gesichter und man konnte sich ein wenig unterhalten. Ein Vorteil bei einem Bundeswehrkrankenhaus liegt wahrscheinlich darin, dass jede menge junge Menschen dort liegen und man sehr, sehr selten einen wirklichen Härtefall auf seinem Zimmer hat, der einem alles untersagt, weil er seine Ruhe haben möchte. Fand ich wirklich cool.
Auch gibt es eine Cafeteria, in der man sich nachmittags zur Ruhe setzen kann. Wirklich sehr humane Preise locken einen dort förmlich an. Sogar das Bier zum einschlafen kann man dort erwerben. Die Anzahl davon ist aber auf viermal 0.4 Liter begrenzt.

Essen:
Das Essen dort war morgens und abends eher einseitig. Morgens gab es 2 Brötchen einen Schokotrunk und Marmelade, abends dafür Brot und Wurst. Mittags dagegen konnte man immer zwischen 2 Menüs entscheiden. So war eigentlich immer etwas für jeden dabei. Auch Vegetarier kommen hier auf ihre kosten. Wenn man dies am Anfang anspricht, bekommt man ein extra Süppchen gekocht ;-). Für mich persönlich war das Essen aber immer ein bisschen wenig, denn Nachschlag gab es nicht.

Ausstattung:
Jedes Zimmer war mit einem Fernseher ausgestattet, der umsonst zur Verfügung stand. War sehr, sehr wichtig, um den langen Tag doch noch irgendwie herumzubekommen. Auch hatte jeder Patient sein eigenes Telefon. Doch dieses konnte richtig teuer werden. Für die Benutzung wurde 1 € pro Tag gefordert + Telefongebühren von Arcor. Wenn man bedenkt, dass ich mich nur anrufen lassen wollte, musste ich dafür tief in die Tasche greifen. Habe mir nachher doch überlegt mit dem Handy zu telefonieren, auch wenn ich dann erst aus dem Krankenhaus raus musste. Kam aber im Endeffekt billiger.

Entlassung:
19.03 Endlich Entlassung. Nach eindringlichem palavere mit dem Oberarzt hat er mich nun doch schließlich aus dem Krankenhaus entlassen. Nun beginnt aber erst die große Lauferei. Bis jetzt war ich es immer gewohnt, dass im Krankenhaus die Entlassung praktisch am Patienten vorbeigeht, hier wird dieser erst richtig aktiv, da er mit einem Laufzettel bestückt, verschiedene Stationen anlaufen muss, um seine Unterschriften zu ergattern. Da man natürlich an den einzelnen Stationen Wartezeiten einplanen muss, kann sich das ganze auch noch mal hinziehen. Am Schluss gab es aber dann doch noch meine Bilder und mein Entlassungsschreiben und ich konnte von dannen ziehen. Ob die OP jetzt wirklich was gebracht hat steht noch in den Sternen, da die Fäden noch drin sind. Aber wie sagt man doch so schön: Immer positiv denken!

Euer Babarian
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Babarian
Yopi Autor - Babarian
Hallo liebe Yopi-Gemeinschaft. Ich denke mal, daß ich in meinem Profil nicht unbedint meine Lebenslauf oder eine Bewerbung von mir schreiben sollte, drum sag ich einfach kurz was zu meine Fähigkeiten: Mein Name ist Markus Wagner, wie man...
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G-Punkt
G-Punkt, 15.03.2003

So isses halt beim Bund... :-
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