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Testbericht Second Sight

 Xbox Spiel
(3,2 von 5)
Platz 20 in der Kategorie "Xbox Spiele".
Bewertung: Kundenbewertung 3,20 / 5,00 (3,2 von 5)
Meinungen:
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Testbericht über Second Sight

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Der etwas andere Schleich - Shooter

Letzte Aktualisierung am: 09.01.2007, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Empfehlung:ja
Pro:spannende Story, abwechslungsreiche Missionen, stimmungsvolle Grafik, gelungene Soundkulisse
Kontra:oftmals zu leicht - trotz fester Speicherpunkte, sehr linear und daher geringer Widerspielwert
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Allgemeine Angaben zum Spiel:
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USK 16
Entwickler: Free Radical
Publischer: Codemasters
Sound: Dolby Digital 5.1
Sprache: Englisch (wahlweise mit deutschen Untertiteln)
Handbuch: in deutscher Sprache, vom Umfang her etwas knapp bemessen, aber das Wichtigste wird gut und verständlich erklärt


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Story:
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Ein Mann, übel zugerichtet, wacht in einer Forschungsklinik auf. Im fehlt jegliches Erinnerungsvermögen, er hat keine Ahnung wie er heißt oder unter welchen Umständen er in dieser Klinik gelandet ist. Plötzlich bekommt er einen heftigen Anfall, sein Körper krampft sich unter wahnsinnigen Schmerzen zusammen und es gelingt ihm sich von den Fesseln zu lösen, mit denen er an das Bett festgebunden wurde. Wie war das nur möglich? Er hat keine Erklärung hierfür und scheint einfach nur total verwirrt zu sein.

Das Rätsel um seinen Namen ist dann recht schnell gelöst, ein Armband am Handgelenk verrät schon nach wenigen Spielminuten, dass der unfreiwillige Held des Spiels John Vattic heißt.

Die erste Aufgabe ist zunächst die Flucht aus der Forschungsklinik. Dabei entdeckt John das offenbar ungeahnte Kräfte in ihm stecken. Nur mit Hilfe seiner Gedanken gelingt es ihm Türen zu öffnen und Gegenstände zu bewegen. Während seiner Flucht entdeckt er schließlich seine Patientenakte. Aus der geht hervor das er ein wahnsinniger Killer ist. Doch was ist geschehen und wozu ist er noch fähig? In regelmäßigen Flashbacks kehren schließlich Stück für Stück seine Erinnerungen wieder.

Dabei geht es 6 Monate zurück in die Vergangenheit. John ist Wissenschafter und wird zur Unterstützung einer Spezialeinheit für einen Einsatz hinzugezogen, bei dem es darum geht einen Mann namens Grienko aufzuspüren. Der arbeit offenbar an verbotenen Experimenten und gilt als extrem gefährlich. Genauere Aussagen zum bevorstehenden Einsatz enthält man ihm vor, streng vertraulich, heißt es nur. Die Suche nach Grienko führt John Vattic, zusammen mit einem Team weiterer Mitstreiter, in das verschneite Sibirien.

Die Story wird in 2 parallelen Handlungssträngen erzählt. Während der Flucht aus der Klinik hat John immer wieder Erinnerungsmomente an die Geschehnisse, die vor 6 Monaten in Sibirien passierten. So spielt man abwechselnd in der gegenwart und in der Zukunft. Das mag sich vielleicht etwas verwirrend anhören, ist es aber in der Praxis gar nicht. Im Gegenteil, diese Erzählweise der Story ist extrem gut gelungen, spannend von Beginn an und man wird schnell davon in den Bann gezogen und will unbedingt wissen wie es weiter geht bzw. was genau eigentlich passiert ist. Und schließlich wird klar das die Geschehnisse der Vergangenheit direkten Einfluss auf die Gegenwart haben.

Eigentlich strotzt die ganze Geschichte nur so von Klischees, Gedächtnisverlust des Hauptakteurs, ein Bösewicht dem das Handwerk gelegt werden muss und eine schöne Frau darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. Und natürlich gibt es eine riesige Verschwörung, alles schon oft da gewesen in Spielen. Und trotzdem macht es bei Second Sight nicht das Geringste aus, weil das Interesse des Spielers am Fortgang der Handlung stets aufrecht erhalten wird. Ich fand die Story in jeden Fall Klasse, auch wenn das natürlich relativ ist und eindeutig Ansichtssache. In solchen Dingen die Meinungen ganz sicher weit auseinander gehen.


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Grafik:
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Die Grafik ist sehr stimmungsvoll mit ihrem Hauch von Comic Look. Es gibt überall in den Levels zahlreiche Details zu entdecken, die für eine glaubhafte Spieleumgebung sorgen. Auch die Animationen des Hauptakteurs sind sehr gut gelungen. Verletzungen haben beispielsweise direkte Auswirkungen auf die Bewegungen, zwar nicht sofort zu erkennen, aber wenn John beispielsweise mehrere Treffer einstecken musste und seine Gesundheit stark angeschlagen ist, dann kann er nicht mehr so schnell laufen, sondern geht leicht hinkend.

Negativ fällt hingegen auf das die Texturen bei genaueren hinsehen teilweise sehr verwaschen wirken, besonders deutlich wird das wenn man durch einen der zahlreichen Lüftungsschächte kriecht. Auch die Bewegungen der übrigen Charaktere im Spiel nicht immer überzeugend, mitunter wirkt das alles etwas zu roboterhaft und unnatürlich. Aber das sind eher Kleinigkeiten, über die man gern hinwegsehen kann denke ich, mich hat es jedenfalls nicht sonderlich gestört und dem Spielspaß tut das auch keinen Abbruch.

Auf jeden Fall läuft das Geschehen stets flüssig ab, während der gesamten Spieldauer konnte ich keine Ruckler wahrnehmen.


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Sound:
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Ein Spiel das eine spannende Story erzählen möchte braucht natürlich unbedingt gute Synchronsprecher, denn nichts ist schlimmer als emotionslos aufgesagte Dialoge, so was kann die ganze Atmosphäre zerstören. Aber in dieser Hinsicht gibt es bei Second Sight wirklich nichts zu meckern, die Sprecher passen sehr gut zum jeweiligen Charakter und die gesprochenen Dialoge klingen auch niemals lieblos dahergesprochen. Zwar gibt es nur eine englische Sprachausgabe, aber da diese sehr gut ist kann man gern auf eine deutsche Synchronisation verzichten denke ich. Davon abgesehen können deutsche Untertitel eingeblendet werden, so das man auch ohne perfekte englische Sprachkenntnisse jederzeit dem Geschehen mühelos folgen kann.

Sehr gut ist auch die musikalische Untermalung des gesamten Spiels, in bestimmten Situationen richtig dramatisch oder auch düster, das trägt sehr viel zur tollen Atmosphäre bei.


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Steuerung:
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Die Steuerung funktioniert mit dem X-Box Controller ganz hervorragend. Lediglich die Kamera macht gelegentlich Probleme. Prinzipiell kann man mit einem einzigen Knopfdruck die Einstellung ändern. Man hat die Wahl zwischen einer festen Kamera und einer frei beweglichen. Dabei sieht man den Hauptakteur schräg über die Schulter. Zusätzlich kann man noch in die Ego-Ansicht wechseln, etwa um die Umgebung genauer untersuchen zu können oder Ziele präziser anzuwählen. Allerdings fehlt trotzdem an manchen Stellen der nötige Überblick, ganz gleich welche Kameraperspektive man nutzt. Gerade wenn man versucht eine Situation im Schleichgang zu meistern macht sich das negativ bemerkbar, beispielsweise weil es unmöglich ist die Blickrichtung der Gegner zu sehen.

Der Spieleinstieg klappt jedoch ganz hervorragend. Die ersten Missionen sind gleichzeitig Tutorial und machen den Spieler mit der Steuerung vertraut. Daher dürften selbst Anfänger keinerlei Schwierigkeiten haben sich zurechtzufinden, auch ohne das vorher zunächst das Handbuch studiert werden muss.

Nicht ganz so überzeugend ist die Steuerung jedoch wenn Waffeneinsatz notwenig werden sollte. Mit der linken Schultertaste wird ein Gegner anvisiert und mit Druck auf die rechte Schultertaste wird geschossen, so weit vollkommen unkompliziert also. Um allerdings einen präzisen Treffer zu landen ist es notwendig mit dem rechten Ministick genau zu zielen, etwa um mit den Betäubungsgewehr direkt auf den Kopf zu schießen, damit die Wirkung sofort eintritt. Das Zielen bereitet dabei insoweit Schwierigkeiten, das je nach Umgebung schwer erkennbar ist, wo genau sich der Punkt befindet. Der anvisierte Gegner wird mit einer dicken, blauen Markierung gekennzeichnet, den kleinen hellblauen Punkt, der die Trefferzone bestimmt sieht man aber sehr schlecht. Und steht man gleich mehreren Feinden gegenüber, dann ist diese Funktion schlicht unbrauchbar. Es würde viel zu lange dauern mit dem Zielen und erschwerend kommt hinzu das mit dem rechten Ministick außerdem das Ziel gewechselt wird. In der Praxis funktioniert das also leider ganz selten.


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Spielspass:
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Irgendwie scheint ja heutzutage so gut wie kein Spiel mehr ohne Schleicheinlagen auszukommen. Nach Metal Gear Solid, spätestens aber nach Splinter Cell konnte man dies immer häufiger feststellen. Nachahmungen dieses Spielprinzips gibt es inzwischen im Überfluss. Second Sight ist zwar auch auf Schleicherei ausgelegt, geht dabei aber ganz andere Wege.

So ist der Held von Second Sight kein Super-Agent mit militärischer Spezialausbildung und er verfügt auch über keinerlei technisches Spielzeug. Stattdessen besitzt er übersinnliche Fähigkeiten, insgesamt 5 verschiedene:

Telekinese:

Mit Hilfe der Telekinese ist es möglich Gegenstände zu bewegen, was gleich mehrfach nützlich sein kann. So können etwa Feinde abgelenkt werden, wenn etwa ein Gegenstand in ihrer unmittelbaren Umgebung anfängt sich zu bewegen. Praktisch ist diese Fähigkeit aber auch, wenn man statt Ablenkungsmanöver die Widersacher gleich unschädlich machen will, zum Beispiel indem man Gegenstände auf sie wirft. Besonders viel (Schaden) Freude macht die Telekinese aber vor allem wenn man Gegner durch die Luft schweben lässt und diese dann ängstlich wimmern. Ist man ganz gemein, dann schleudert man sie an Wände oder wirft sie Abgründe hinunter.

Und da wo Solid Snake oder Sam Fisher entweder ihre Waffe zücken oder mit Hilfe technischer Ausrüstung Überwachungskameras lahm legen, benötigt John Vattic nur die Kraft seiner Gedanken. Mit Telekinese ist es ein Kinderspiel Kameras zu zerstören.

Heilung:

John Vattic ist nicht auf herumliegende Medi-Kits angewiesen, stattdessen kann er seine Gesundheit mit Hilfe seiner übernatürlichen Kräfte selbst heilen.

Psi-Angriffe:

Munitionssparend und äußerst effektiv ist diese Fähigkeit, wenn es darum geht Gegner auszuschalten, mit der Erzeugung von Schockwellen erwicht es sogar alle, die sich im Wirkungskreis befinden. Ebenso ist es aber auch möglich diese Kraft nur auf einen einzelnen Widersacher niederzuschmettern.

Projektion:

Ein Lasernetz das ausgeschaltet werden muss, der Schalter befindet sich allerdings hinter der Barriere - mit Aktivierung der Projektion kein Problem. John`s Geist verlässt dann den Körper und kann problemlos hindurchlaufen um den Schalter auf der anderen Seite zu betätigen. Von Praktischen Nutzen ist diese übersinnliche Fähigkeit aber auch, wenn es darum geht die Nähre Umgebung ein wenig auszukundschaften, da er für Gegner nicht wahrnehmbar ist. Außerdem ist es möglich den Körper anderer Personen zu übernehmen, da lässt sich natürlich oft einiges an Gemeinheiten treiben...

Verwirrung:

Mit der Fähigkeit Verwirrung ist es ein Kinderspiel an Wachen vorbei zu laufen, denn für diese Zeit ist John praktisch unsichtbar für sie.

Alle diese Fähigkeiten stehen aber nicht mit Spielbeginn sofort zur Verfügung, sondern erst ab dem Augenblick, wo John sich in einem seiner Erinnerungsschübe der Vergangenheit, dieser zurück besinnen kann. Auch gibt es einen kleinen Haken an der ganzen Sache, die PSI-Fähigkeiten sind nicht unbegrenzt anwendbar. Ein Balken gibt Auskunft darüber, wie viel Energie noch vorhanden ist. Und sobald alles aufgebraucht ist, bedeutet das gleichzeitig das vorläufige Ende aller übersinnlichen Fähigkeiten. Ist man also gerade per Verwirrung dabei sich ungesehen an Wachen vorbei zu schleichen und plötzlich ist die Energieanzeige leer, dann kann das böse Folgen haben. Da hilft dann nur noch die Beine in die Hand nehmen und so schnell wie möglich ein sicheres Versteck suchen.

Grundsätzlich hat man zwar auch gute Chancen sich mit Waffengewalt zur Wehr zu setzten, Sinn macht das aber nicht immer, denn solange Alarmzustand herrscht kommen pausenlos neue Gegner herbeigestürmt. Versteckt man sich jedoch, dann dauert es nur wenige Sekunden bis der Alarm aufgehoben ist. Während dieser Zeit ist dann auch die Energie wieder aufgeladen, denn das passiert ohne jegliches zutun des Spielers.

KI:

Genau genommen verfügen die Gegner eigentlich über keinerlei Intelligenz, mit etwas wohlwollen kann man bestenfalls sagen, das sie manchmal versuchen sich etwas geschickt zu verhalten. So suchen sie bei Schusswechseln aus großer Entfernung häufig Deckung und lösen Alarm aus, sobald sie einen Eindringling bemerken. Aber das war dann auch schon alles, was man hier positiv hervortun kann. Ansonsten erwecken sie eher den Eindruck geistig etwas minderbemittelt zu sein. So denken sie bei Auseinandersetzungen auf kurze Distanz gar nicht daran hinter Kisten, Säulen oder sonstigen Dingen Schutz zu suchen. Stattdessen stürmen sie scharenweise und völlig hirnlos auf den Spieler zu und nicht selten ist es ein leichtes Einen nach dem Anderen auszuschalten. Falls Alarm ausgelöst wurde, dann suchen sie recht intensiv die Umgebung ab, allerdings nur wenige Sekunden, dann gehen sie wieder zur Routine über und haben den Vorfall vergessen.

Einerseits wünscht man sich natürlich keine frustrierend schwere Stellen, denn so was kann den Spielspaß auch arg dämpfen, andererseits fehlt dadurch aber auch sehr oft die Herausforderung. Womit wir beim nächsten Punkt wären...

Schwierigkeitsgrad:

Es stehen 2 Schwierigkeitsstufen zur Auswahl: normal und schwer. Wobei man sagen kann, dass der Schwierigkeitsgrad normal für den Durchschnittsspieler viel zu einfach ist. Vor irgendwelche Probleme wird man praktisch nie gestellt, denn schon allein die mächtigen PSI-Kräfte, über man verfügt, sorgen dafür. Und die kaum vorhandene Intelligenz der Gegner tut ihr übriges. Darunter leidet natürlich auch die Spannung während der Missionen. Ein Gefühl wie bei Splinter Cell, wenn man in einer Ecke kauert und bangt in Ungewissheit darüber, ob man gesehen wurde, kommt praktisch nie auf. Und das ist etwas schade finde ich.

Freies Speichern ist übrigens nicht möglich, stattdessen gibt es feste Savepoints. Diese sind eigentlich sehr fair verteilt und da der Schwierigkeitsgrad sehr niedrig ist, stört es auch kaum wenn man nach dem virtuellen Ableben einen ganzen Abschnitt wiederholen muss. Mehrere Versuchen sind äußerst selten nötig. Ärgerlich hingegen finde ich das man einen Level stets komplett durchgespielt haben muss, damit der Spielfortschritt gespeichert wird. Die Level sind jeweils in mehrere Abschnitte unterteilt und wenn mal was schief geht, dann startet man automatisch beim letzen Speicherpunkt, will man aber an so einer Stelle das Spiel vorzeitig beenden dann beginnt man beim nächsten Mal ganz am Levelanfang. Mit solch einer Art von Speichersystem konnte ich mich noch nie anfreunden, denn immerhin kann es schon mal eine halbe Stunde (unter Umständen auch länger, wenn man versucht unentdeckt vorzugehen) dauern bis man einen kompletten Level geschafft hat.

Beweglichkeit des Hauptakteurs:

Wie andere Spielehelden in ähnlichen Games, so verfügt auch John Vattic über einige Bewegungsmöglichkeiten. Er kann sich mit dem Rücken an Wände pressen, was mitunter sehr praktisch ist um nicht von Überwachungskameras entdeckt zu werden. Er kann außerdem um Ecken spähen, zwecks Auskundschaftung was ihn eventuell dahinter erwartet. Ist er bewaffnet während er mit dem Rücken an der Wand lehnt und um die Ecke lugt, dann kann er blitzschnell hervorspringen und schießen, um ebenso schnell wieder in Deckung zu gehen nach jedem Schuss.

Um durch Lüftungsschächte zu kriechen kann er sich auf Knopfdruck ducken, was allerdings immer etwas seltsam aussieht. Irgendwie hat es oft den Anschein das Vattic von den Größenverhältnissen her gar nicht durch eine bestimmte Öffnung passen kann, denn wenn er davor hockt kann man das sehr gut sehen. Wie er es dennoch immer wieder schafft wird mir wohl ein ewiges Rätsel bleiben.

Hindernisse überwindet er vollkommen selbstständig, wenn man ihn darauf zulaufen lässt, ebenso verhält es sich bei Leitern. Außerdem kann er sich an verschiedenen Objekten Entlanghangeln, dabei ist seine Ausdauer unendlich. Nur springen kann er seltsamerweise nicht.

Für die verschiedenen Bewegungsabläufe sind nur wenige Tasten des Controllers notwendig, was natürlich die Steuerung erheblich vereinfacht. Hat man aber schon mal Metal Gear Solid oder Splinter Cell gespielt, dann vermisst man doch etwas komplexere und elegantere Bewegungen.

In einem Spiel das auf Schleicherei ausgelegt ist braucht der Hauptakteur natürlich auch gewisse Fähigkeiten im Nahkampf. Undso ist auch John Vattic in der Lage sich an Gegner heranzuschleichen, um diese im richtigen Moment zu packen. Anschließend hat er verschiedene Möglichkeiten. Er kann den Gegner in den Schwitzkasten nehmen und ihn wegschleppen, ihn KO schlagen oder eventuell werfen. Während er einen Gegner fest im griff hat kann er ihn gleichzeitig als menschliches Schutzschild mißbrauchen. Auch wenn die Gegner - KI etwas unterdurchschnittlich ist, sie ballern nicht sofort einen ihrer eigenen Leute einfach so über den Haufen. So kann man sich im Fall der Fälle nach einer geeigneten Fluchtmöglichkeit umsehen und diese im richtigen Moment nutzen. Zur Ablenkung wirft man den Gegner, den man gerade in seiner Gewalt hat einfach auf seine Kollegen und macht sich geschwind aus dem Staub. Es gibt jedenfalls eine Menge Möglichkeiten und es macht Spaß sie auszuprobieren.

Waffen:

Der Einsatz von Waffengewalt steht eindeutig nicht im Vordergrund bei Secound Sight. Hin und wieder lässt es sich aber gar nicht vermeiden und an manchen Stellen im Spiel ist es direkt vorgesehen das John auch mal zur Waffe greift. Die Auswahl ist dabei nicht rießig, aber im Prinzip ist alles vorhanden. Angefangen mit der Celinen, handlichen Pistole und dem Betäubungsgewehr, bis hin zu Maschinengewehr, Schrotflinte oder Scharfschützengewehr.

Rätsel:

Gelegentlich wird man vor kleinere Rätsel gestellt, meist geht es darum Schalter zu aktivieren und Schlüssel zu finden. Dabei läuft man aber nicht planlos in der Gegend herum, sondern setzt vornehmlich die PSI-Fähigkeiten ein, um im Spiel weiter zu kommen. So steht man irgendwann vor einem Lift, der Schalter um ihn in Bewegung zu setzten befindet sich allerdings ein paar Meter weiter weg. Hier bedient man sich dann der Fähigkeit Projektion, während Johns Körper auf dem Lift steht, begibt sich sein Geist zum Schalter - und schon ist das Problem gelöst.

Missionen:

Neben der spannenden Story sorgt auch der Abwechslungsreichtum der einzelnen Missionen für Motivation bis zum Schluss, trotz niedrigen Schwierigkeitsgrad. Die Zeitsprünge von der Gegenwart nach der 6 Monate zurückliegen Vergangenheit bringen allein wegen der unterschiedlichen Schauplätze schon Abwechslung.

Die zurückliegenden Ereignisse, denen sich John Vattic immer wieder erinnert, spielen in Sibirien. Hier läuft man unter andrem durch schneebedeckte Außenlevel und hat ein paar Teamkameraden zur Seite, mit denen man sich gemeinsam vorwärts kämpft und deren Gesundheit man gut im Auge behalten muss. Dank der PSI-Fähigkeit Heilung ist das natürlich überhaupt kein Problem, verletzten Mitstreitern wieder zur Genesung zu verhelfen. Gelegentlich ist man mit nur mit ein 1 oder 2 Teamkameraden unterwegs, um etwa Daten aus einem Computer zu holen oder tatkräftige Unterstützung zu geben während ein Funkgerät repariert wird. Manchmal wird man auch allein losgeschickt um beispielsweise verschlossene Türen zu öffnen.

In der Gegenwart ist man wiederum meist auf sich allein gestellt, kommt dabei aber auch in Situationen, wo es gilt Andere zu beschützen. Nach dem Ausbruch aus der Forschungsklinik geht es dann beispielsweise in eine Irrenanstalt, wo eine ehemalige Teamkollegin festgehalten wird. Die ist nicht nur völlig hilflos, sondern obendrein total verängstigt und verwirrt. Und man hat seine liebe Not sie zum Vorwärtsgehen zu bewegen, bis man endlich auch die Idee kommt die Fähigkeit Verwirrung einzusetzen, was offensichtlich eine beruhigende Wirkung hat und endlich folgt die Frau brav. Doch überall lauern Gegner und oberste Priorität hat nun mal der Schutz dieser Frau. Für mich war diese Mission eigentlich die abwechslungsreichste und unterhaltsamste überhaupt. Der Einsatz verschiedener PSI-Fähigkeiten kam hier ganz besonders zur Geltung. So galt es Daten aus einem Computer einzusehen, natürlich war der Rechner Passwortgeschützt. Doch mit Hilfe der "Verwirrung" gab ein Aufseher bereitwillig Auskunft. Natürlich wäre es auch möglich gewesen sich an den Widersacher heran zu schleichen und ihn zu packen, dann hätte er selbstverständlich ebenso das benötigte Passwort preisgegeben. Aber gerade die Möglichkeiten die sich durch spezielle PSI-Kräfte bieten machen besonders viel Spaß.


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Spielzeit:
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Für ein Erstmaliges durchspielen habe ich rund 13 Stunden gebraucht, was nicht sonderlich viel an Spielzeit ist, aber inzwischen eigentlich Standart bei den meisten Games.

Motivation für ein nochmaliges durchspielen ist aber leider nur in geringen Umfang vorhanden, denn Extras gibt es keine und die Missionen verlaufen streng linear. Wenn man aber einmal gefallen daran gefunden hat die mächtigen PSI-Kräfte einzusetzen, dann spielt man dennoch sehr gern die eine oder andere Mission erneut. Nachdem man Second Sight nämlich einmal komplett durchgespielt hat sind alle Missionen jederzeit einzeln anwählbar. Auch die Zwischensequenzen kann man sich dann beliebig oft anschauen, die können ebenso einzeln ausgewählt werden.

Hinsichtlich des Spielprinzips drängt sich ein Vergleich zu PSI-OPS: The Mindgate Conspiracy geradezu auf, denn dort beherrscht der Hauptakteur des Spiels auch diverse PSI-Fähigkeiten. Und auch sonst gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten. Was die Story angelangt, da ist Second Sight eindeutig spannender. Aber der Einsatz der übernatürlichen Fähigkeiten macht hingegen bei PSI-Ops noch sehr viel mehr Spaß als bei Secons Sight.

Zwar ist es sehr unterhaltsam in Person von Jon Vattic Gegner mit PSI-Kräften auszuschalten, aber in PSI-Ops sind die Möglichkeiten um einiges größer und zudem gibt es Kämpfe mit Zwischengegnern, die unglaublich motivierend sind. Es ist irgendwie sehr schade das so etwas bei Sicond Sight nicht vorkommt. Auch was den Langzeit-Spielspass anbelangt, da bekommt man bei PSI-Ops deutlich mehr geboten, denn es gibt zahlreiche Extras die man Freispielen kann. Das alles fehlt leider bei Second Sight und daher ist der Unterhaltungswert auf längere Sicht gesehen bei Second Sight nicht sonderlich hoch. Größter Pluspunkt ist und bleibt die die Story. Und nach einmal durchspielen kennt man diese, so das weitere Versuche kaum noch spannend sind, denn Second Sight ist extrem linear im Spielverlauf.


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Alte rsfreigabe:
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Second Sight hat eine USK ab 16 Jahren, was auch vollkommen in Ordnung geht. Blut fließt eher selten und dann auch nur in begrenzter Menge und überhaupt hält sich der Gewaltfaktor in Grenzen, übermäßig brutal geht es bei diesem Spiel eigentlich nie zur Sache.


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Preis:
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Second Sight ist vor ca. einem halben Jahr erschienen. Der Neupreis betrug damals rund 60,- Euro. Inzwischen ist dieses Spiel aber häufig und zudem sehr preisgünstig bei ebay zu finden. Ich habe es vor ein paar Wochen dort für knapp 10,- Euro ersteigert. Und bei wem mein Bericht Interesse an diesem Spiel geweckt hat, dem würde ich empfehlen zunächst dort Ausschau zu halten.


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Sonstiges:
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Second Sight ist für alle 3 aktuellen Konsolen erschienen, also Xbox, PS2 und Game Cube, außerdem gibt es auch eine PC-Umsetzung des Spiels. Wobei ich letztere nicht unbedingt empfehlen würde, sondern in jedem Fall zur Konsolenvariante rate (sofern möglich natürlich). Grund dafür ist die Steuerung, der man am PC viel zu sehr die Konsolenherkunft des Spiels anmerkt, besonders im Umgang mit Waffen wird da die Steuerung regelrecht zum Ärgernis. Ich habe das natürlich selbst getestet und mich daher auch ganz bewusst für die Xbox-Fassung entschieden.


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Fazit:
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Mich hat dieses Spiel positiv überrascht. Erwartet hatte ich ehrlich gesagt nicht mehr als einen netten Zeitvertreib für zwischendurch, immerhin waren die Kritiken für Second Sight eher durchschnittlich. Doch allein die Story fesselt von Anbeginn, wenn auch sehr klischeebehaftet, wird sie sehr spannend erzählt. Die Missionen sind sehr abwechslungsreich und dem Spieler ist meist selbst überlassen wie er vorgeht, ob schleichend oder mit Waffengewalt, beides ist möglich. Wobei natürlich der Einsatz der PSI-Kräfte viel mehr Spaß macht als zu ganz normalen Waffen zu greifen. Mit der Fähigkeit Telekinese Feinde durch die Luft wirbeln oder mit einer anderen PSI-Fähigkeit kurzzeitig ihren Körper übernehmen und anschließend etwas Verwirrung bei den Widersachern stiften, das ist einfach unglaublich unterhaltsam. Und vor allem ist es mal eine abwechslungsreiche Alternative zu anderen Stealth-Titeln, auch wenn ich Spiele wie Splinter Cell oder Metal Gear Solid liebe, Second Sight ist dennoch eine willkommene Abwechslung. Schade nur das die Gegner KI ganz und gar nicht überzeugen kann und damit zum größten Kritikpunkt wird. Auch hätte es dem Spiel gut getan die Missionen etwas dramatischer zu gestalten, denn im Gegensatz zu den Zwischensequenzen, die so unglaublich viel Spannung bieten, fehlt das beim Leveldesign leider. Unter anderem auch durch den sehr niedrigen Schwierigkeitsgrad. Hat man aber erst mal mit dem Spielen begonnen, dann nimmt man solche Mängel gern als Nebensächlichkeit hin, da es eben im Gegenzug auch sehr viel positives gibt, was bis zum Schluss motiviert zum Weiterspielen.

Trotz kleiner Mängel - Second Sight ist ein tolles Spiel und bekommt daher von mir eine klare Kaufempfehlung.
Magickatrin
Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
Der neueste Kommentar
campimo
campimo, 09.01.2007

..SH....LG..
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Testbericht über Second Sight lesen
Yopi-Autor:sinfortuna
Bewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00
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