Freitag, der 13. Teil 2 - Jason kehrt zurück (1981) (DVD) Testbericht


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Erfahrungsbericht von Realjackass
Jason Voorhees ist wieder da!
Pro:
Spannung und Atmosphäre, Filmmusik !
Kontra:
Nicht sehr einfallsreich, doch das ist onehin nebensächlich
Empfehlung:
Ja
Story
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Was bisher geschah:
Alles begann in dem idyllischen Feriencamp Crystal Lake, benannt nach dem See, an dem es gelegen ist. Dort arbeitete einst Pamela Voorhees, Mutter des entsetzlich entstellten Jungen Jason. Obwohl dieser aufgrund seines Aussehens von allen Kindern in seinem Alter gedemütigt wurde, liebte Pamela ihr Kind abgöttisch. Eines Tages ereignete sich allerdings ein schrecklicher Unfall. Ein junges Betreuerpärchen zog es vor, Sex zu haben, anstatt ihrer Pflicht als Aufpasser nachzukommen, weshalb Jason nach einem gemeinen Scherz der anderen Kinder im Crystal Lake ertrank. Dies hat seine Mutter in den Wahnsinn getrieben und sie dazu veranlasst, jeden zu töten, der sich in dem Camp aufhielt. Erst die letzte Überlebende eines grausamen Blutbades schaffte es, Pamela Voorhees zu enthaupten und dem Schrecken so ein Ende zu bereiten..
Freitag der 13. Teil 2:
Für viele Jahre war es ruhig um das Camp Crystal Lake, es ranken sich zwar noch viele Legenden um das "Camp Blood", wie es auch genannt wird, doch dorthin traut sich längst niemand mehr. Wie sich die in der Umgebung lebenden Dörfler hinter vorgehaltener Hand erzählen, schleicht Jason Voorhees noch immer durch die Wälder, um jeden zu töten, der es wagt, "seinem" Camp nahe zu kommen. Nach dem Tod seiner Mutter soll er von den Toten wieder auferstanden zu sein, um selbst Rache zu üben. Ein junger Betreuer hält allerdings nicht viel von derartigen Märchen und beschließt eines Tages, ein Camp zu eröffnen, das direkt neben dem sagenumwobenen Camp Crystal Lake gelegen ist. Den Gerüchten zum Trotz finden sich auch schnell viele Teenager, die hier in der Wildnis Spaß haben wollen und nichts böses ahnen.
Zuerst scheint es auch so, als seien die Geschichten, die man sich erzählt, tatsächlich nur Hirngespinste, doch schon bald kommt es zu den ersten, schrecklichen Morden. Der Täter ist niemand anderes als Jason, der die Gruppe mehr und mehr dezimiert..
Schauspieler
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Zu meiner eigenen Überraschung muss ich sagen, machen die meisten Akteure ihre Sache recht passabel. Klar, größtenteils sind sind es Jungschauspieler, die zu dem damaligen Zeitpunkt noch nicht viel Erfahrung im Filmgewerbe sammeln konnten, doch gerade dadurch wirken sie sehr natürlich und unverfälscht. Von einer tollen, schauspielerischen Leistung darf so sicherlich nicht gesprochen werden, doch zumindest nimmt man so gut wie allen ihre jeweiligen Rollen ab und baut zu manch einem sogar so etwas wie Symphatie auf.
Jason Voorhees, der im ersten Teil noch nicht zu sehen war, von der kleinen, finalen Schockszene mal abgesehen, hat hier seinen ersten, großen Auftritt. Wer den berühmten Killer aber mit Hockeymaske und Machete in Erinnerung hat, wird sich eventuell wundern, denn an dieses Spielzeug gelangt Jason erst im dritten Teil. Um seinen deformierten Kopf zu verstecken, griff der Gute hier noch auf einen Jutesack zurück. Nun, klar ist dies kein Vergleich zu Jasons Markenzeichen, der legendären Hockeymaske, doch es wirkt ebenfalls sehr unheimlich. Der Killer, der in diesem Film erwachsen ist, wird von zwei Schauspielern gespielt. Der Stuntman Steve Dash spielt Jason immer dann, wenn er den Jutesack trägt und Warrington Gillette übernahm den Part in der Schlussszene, wenn Jason kurz demaskiert zu sehen ist. Beide sind eher kleiner Statur, weshalb sie längst nicht so hühnenhaft wie etwa Kane Hodder wirken, der Jason in den Teilen 7, 8, 9 und 10 darstellte.
Daten zum Film
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Originaltitel: Friday the 13th Part 2
Alternativtitel: Freitag, der 13. - Jason kehrt zurück
Land: USA (1981)
Regie: Steve Miner
Buch: Ron Kurz
Länge: ca. 83:20 Min.
Freigabe: FSK 18
Indiziert: Ja
@ Realjackass
Die Deutsche DVD
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Wie die anderen Teile wird auch "Jason kehrt zurück" von Paramount vertrieben, die in ganz Europa ein und dieselbe DVD veröffentlichten, von einer anderen Coveraufschrift natürlich abgesehen. Diese DVD ist ihr Geld in jeder Hinsicht wert, der Film präsentiert sich darauf in der ungeschnittenen R-rated Fassung und weiß auch mit einer tollen Bildqualität zu überraschen. Abstriche muss man zwar beim Mono-Ton und den Extras machen, denn nur der Original Kinotrailer hat es auf die Scheibe geschafft, doch verübeln kann man dies Paramount nicht. Letztendlich sollte man sich darüber freuen, dass es eine völlig ungeschnittene, offizielle Fassung nach Deutschland geschafft hat, da sind die Extras und der Ton eigentlich nebensächlich.
Kritik
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Was Sean S. Cunningham im Jahr 1980 schuf, darf heute sicherlich als kleines Stück Filmgeschichte bezeichnet werden. Mit einem Budget von 500000 $ drehte er einen Horrorfilm, der das Genre nachhaltig prägte und der an den Kinokassen 37 Mio. $ einspielen konnte. Cunningham, der schon 8 Jahre zuvor mit dem Genre in Berührung kam, als er mit Wes Craven zusammen an "The Last House on the Left" arbeitete, legte mit "Freitag der 13." den Grundstein für eine (bislang) 10 Teile umfassende Reihe, von der eigentlich schon jeder gehört hat. Der irre Killer mit der Eishockeymaske und der Machete genießt heute in etwa den selben Kultstatus wie seine Kollegen Michael Myers (Halloween) und Freddy Krueger (Nightmare). Insbesondere wurde Cunninghams Werk dabei immer mit "Halloween" verglichen, jenem Schocker von John Carpenter, der zwei Jahre zuvor, also im Jahre 1978 erschien. Wo dieser noch auf unheimliche Atmosphäre setzte, legte "Freitag der 13." viel Wert auf brutale Mordszenen, weshalb die Jugendlichen damals scharenweise ins Kino strömten. Durch den enormen Erfolg dachte man natürlich schnell darüber nach, eine Fortsetzung zu drehen, die dann auch bereits ein Jahr später das Licht der Filmwelt erblickte. Der große Erfolg blieb hier aber aus und der Film konnte "lediglich" 19,1 Mio. $ einspielen. Dies änderte aber nichts daran, dass die Reihe eine immer größer werdende Fangemeinde um sich scharen konnte, so wundert es nicht, dass bereits im nächsten Jahr, 1983, der nächste "Freitag der 13." Film in die Kinos kam. Die Produzenten verfielen mehr und mehr einem Serienwahn, so dass die Reihe heute stolz auf 10 Teile zurückblicken darf, ein 11. ist bereits in Planung. Selbsternannte Filmkenner meinen zwar, dass die Freitag Streifen von Mal zu Mal schlechter wurden, doch den wahren Fan stört das natürlich nicht, genausowenig, dass in jedem Film exakt die selbe Geschichte erzählt wird.
Nun, man kann sicherlich niemanden kritisieren, der den Filmen Ideenlosigkeit vorwirft, denn besonders einfallsreich sind die Streifen definitiv nicht, es geht immer darum, dass eine Gruppe von Teenagern alle Warnungen missachtet und dann am Camp Crystel Lake brutal ins Jenseits befördert wird. Erst in den Teilen 8, 9 und 10 beschloss man, dass es langsam an der Zeit wäre, den Fans etwas neues zu bieten, weshalb man Jason nach New York schickte, seinen Geist morden ließ oder ihn ins All schoß. Doch woran kann es liegen, dass sich "Freitag der 13." auch heute noch einer derart großen Beliebtheit erfreut? Nun, zum Teil sicherlich an der Zensur, denn es gab keinen Teil, der ungeschnitten in die Deutschen Kinos kam, was ziemlich lächerlich ist, da sie zuvor bereits in den USA von der MPAA aufs übelste entschärft wurden, um ein R-rating zu erzielen. Der zweite Teil hielt dabei für lange Zeit den Rekord, mit acht Stellen, an denen der Film geschnitten werden musste.
Auch sonst hatte es der Streifen nicht gerade leicht, er litt bereits vor seinem Erscheinen unter starker Negativkritik und selbst der berühmte Effektekünstler Tom Savini, der für die blutigen Effekte im ersten Teil verantwortlich war, wandte sich von dem Projekt ab, da ihm die Idee sinnlos erschien, Jason morden zu lassen, der ja eigentlich im Vorgänger starb. Dies kann man in gewisser Weise auch nachvollziehen, schließlich konnte zum damaligen Zeitpunkt noch keiner ahnen, welcher Kult später einmal um Jason Voorhees entstehen würde. Und auch, wenn "Freitag der 13. Teil 2" oftmals als billiger, einfallsloser Abklatsch des ersten Teils dargestellt wird, muss ich doch sagen, gehört er zu den besseren Streifen der Reihe.
Hier ist alles vorhanden, was ein guter Horrorfilm braucht. Knarrende Türen, Blitze, die eine regnerische Nacht taghell erleuchten, dunkle Wälder usw. Gleichzeitig gehört "Jason kehrt zurück" neben den Teilen 1, 3 und 4 noch zu den einzigsten Streifen der Reihe, wo man sich auf Atmosphäre und nicht nur auf brutale Morde konzentrierte und dies kommt dem Film in jeder Hinsicht zugute. Was wir hier haben ist purer Oldschool Horror, wie er besser nicht sein könnte. Gedreht wurde in einem echten Sommercamp, was eine wunderschöne Backwood Atmosphäre entstehen lässt, die Kulissen hätten besser nicht gewählt werden können. Ein großer See, alte Holzhütten, viel Wald und fertig ist die perfekte Umgebung, denn mehr braucht es wirklich nicht, um das beste aus den gegeben Umständen herauszuholen. Steve Miner, der ein Jahr später noch "Und wieder ist Freitag der 13." drehte, hat eine tolle Arbeit geleistet.
Obwohl "Freitag der 13. Teil 2" ein im großen und ganzen exzellenter Horrorfilm ist, so muss man doch sagen, fehlt es ihm an eigenständigen, neuen Ideen. Alles, was es hier zu sehen gibt, gab es so eigentlich schon im ersten Teil. Fraglich allerdings, ob dies überhaupt als richtiger Kritikpunkt betrachtet werden darf, schließlich kann die gesamte Reihe nicht unbedingt mit Einfallsreichtum protzen.
Was die Gewalt angeht, so muss ich hier endlich mal mit vielen Gerüchten aufräumen. Bis auf die Teile 9 und 10 waren die "Freitag der 13." Streifen nie sonderlich brutal. Sicher, damals konnten sie das Publikum noch schocken, doch heute gibt es wesentlich brutalere Filme, die bereits ab 16 freigegeben werden. So ist auch die Indizierung der kompletten Reihe nichts anderes als hirnloser Blödsinn.
Fazit
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"Freitag der 13. Teil 2" bedient sich den positiven Elementen des ersten Teils und verbindet diese zu einem erstklassigen Horrorfilm. Die Atmosphäre, die hier durch die hübsche Camp-Kulisse erschaffen wird, ist unvergleichlich und typisch für einen 80er Jahre Film. Damit kann keine neue Hollywoodproduktion mithalten und gerade das ist das schöne: Ein Freitag Film ist wie ein kleiner, nostalgischer Ausflug zurück in die 80er und macht daher absolut Spaß. Über fehlende Logik oder nicht vorhandene, neue Ideen kann man dabei getrost hinwegsehen, denn im großen und ganzen gehört "Freitag der 13. Teil 2" auf jeden Fall zu den besseren Teilen der Reihe. Die Indizierung muss dabei nicht sehr ernst genommen werden, denn sonderlich brutal ist dieser Streifen wirklich nicht.
Letztendlich vergebe ich 8 von 10 Punkten und eine Empfehlung!
Mfg
Realjackass
29 Bewertungen, 9 Kommentare
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10.03.2006, 22:36 Uhr von Naffy
Bewertung: sehr hilfreichGruß Naffy
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20.02.2006, 01:04 Uhr von Doro1975
Bewertung: sehr hilfreichsh+LG Doro
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19.02.2006, 10:16 Uhr von chapikra
Bewertung: sehr hilfreichEin <sh> mit lieben Gruß Sandra
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18.02.2006, 17:04 Uhr von WreckRin
Bewertung: sehr hilfreichein guter Testbericht! Sh <br/>würde mich über Gegenlesungen freuen <br/>LG Sandra
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18.02.2006, 16:42 Uhr von topware2002
Bewertung: sehr hilfreichToller Berichgt :>)
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18.02.2006, 15:24 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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18.02.2006, 15:19 Uhr von SORTs_Diener
Bewertung: sehr hilfreichklasse Bericht!
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18.02.2006, 15:08 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich <br/>
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18.02.2006, 15:04 Uhr von bubbelchen05
Bewertung: sehr hilfreichSH <br/>Liebe Grüße <br/>Marina
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