Electronic Arts EA Ty the Tasmanian Tiger
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Electronic Arts EA Ty the Tasmanian Tiger
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Electronic Arts EA Ty the Tasmanian Tiger

Testbericht Electronic Arts EA Ty the Tasmanian Tiger

 Xbox Spiel
(3,0 von 5)
Platz 480 in der Kategorie "Xbox Spiele".
Bewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00 (3,0 von 5)
Meinungen:
Preisvergleich: nicht verfügbar

Testbericht über Electronic Arts EA Ty the Tasmanian Tiger

Bumerang Power

erstellt am: 11.11.2006, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Empfehlung:ja
Pro:Grundsätzlich spaßige Hüpfaction, abwechslungsreich, knallig bunt, einsteigerfreundlich, Genre auf X-Box eher selten
Kontra:Alles schon einmal da gewesen, zu wenig fordernd, leicht nervige Melodien, kein Multiplayer, detailarme Optik
Wenn es um die – relativ bekannte – Comicfigur des tasmanischen Tigers geht, liegt es quasi auf der Hand, dass wir es im Falle einer Umsetzung als Videospiel mit einem Jump and Run zu tun haben. Tatsächlich ist „Ty, the Tasmanian Tiger“ für die X-Box von Microsoft ein Hüpfspielabenteuer, welches typischerweise an die Jüngeren unter uns – oder von mir aus auch Junggebliebenen – gerichtet ist. Dieser X-Box-Titel präsentiert sich im Comic-Look und dürfte daher schon sehr schnell polarisieren: entweder man macht sich neugierig frisch ans Werk oder lehnt dankend ab. Für Fans des Hüpfspielgenres ist dieser Titel wesentlich interessanter als die – gleichzeitig erschienene – Fassung für die Sony Playstation 2. Wieso? Ganz einfach, auf der PS2 gibt es bereits Unmengen an – teils großartigen – Hüpfspielen, bei der X-Box sieht es da schon ganz anders aus, ganz im Gegenteil: ein Hüpfspiel auf der X-Box ist dort fast schon eine Rarität. Geht die PS2-Version möglicherweise in der breiten Masse unter, so macht es im Fall der X-Box-Fassung schon deutlich mehr Sinn, diese genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch wenn ein Multiplayermodus – wie so oft im Hüpfspielgenre – leider sträflich vernachlässigt wurde, kann dieses Jump and Run durchaus als zumindest leicht überdurchschnittlich behandelt werden. Von der Bezeichnung als Hit ist es allerdings weit entfernt und dies aus Gründen, auf die ich nun näher eingehen möchte.


Die Story in „Ty, the Tasmanian Tiger“ ist gar nicht einmal so trivial, wie ich es ursprünglich erwartet hatte. Grundsätzlich ging unsere Hauptfigur davon aus, im wahrsten Sinne des Wortes (nur noch) einzigartig zu sein, er glaubte sämtliche seiner Artgenossen längst ausgerottet. Doch weit gefehlt, als er eines Tages beim Herumstreunen durch die Walachei urplötzlich in eine versteckte Höhle fällt, macht er die Bekanntschaft eines seltsamen Geistes. Dieser zögert nicht lange, Ty darüber aufzuklären, dass er von einer ehrenhaften Familie abstamme, deren einstige Aufgabe es war, in Australien über fünf Schutztalismane zu wachen. Unglücklicherweise gingen seine Verwandten mitsamt der edlen Klunker in einer Art „Zeitstrom“ verloren und harren seit jener Zeit ihrer Rettung. Da unser Protagonist wahrlich kein schlechter Kerl ist, zögert er keinen Augenblick, um diese zu retten. Ein weiteres Problem besteht jedoch darin, dass sich mit dem bösen Truthahn – spätestens jetzt wird deutlich, mit welcher Zielgruppe wir es zu tun haben, schätze ich – auseinadergesetzt werden muss oder besser gesagt mit dessen großer Armee an Robotern. Genau diese haben Schuld daran, dass die Verwandten von Ty in jenes Zeitloch fielen, wollten die Untergebenen des Truthahns – sein Name ist übrigens Cass - schließlich in den Besitz jener Talismane gelangen. Somit verfolgen wir von nun an als tasmanischer Tiger Ty das Doppelziel, nämlich sowohl unsere Familie zu befreien als auch die Talismane zurückzugewinnen. Begrüßenswert ist es, dass wir dabei nicht völlig auf uns allein gestellt sind, einige Kameraden – durchweg Tierwesen - gesellen sich nach und nach hinzu und kämpfen Seite an Seite für die gute Sache. Zumindest auf die Art und Weise, dass wir durch sie teils sehr wertvolle Infos erhalten und teils uns aktiv durch ihre Tatkraft bzw. das Zur-Verfügung-Stellen ihrer Maschinen weiterhelfen. Auf die Details möchte ich an dieser Stelle jetzt aber nicht (auch noch) eingehen.


In diesem Hüpfabenteuer wird nicht nur gerannt, gesprungen und geklettert, sondern natürlich auch richtig gekämpft. Dabei kommen wenig überraschend weder Maschinengewehr noch Raketenwerfer zum Einsatz, sondern in erster Linie ein Bumerang. Mit diesem werfen wir gekonnt um uns – schließlich sind wir als tasmanischer Tiger ja ein Ureinwohner des australischen Kontinents – und treiben unsere Feinde (hoffentlich) zur Verzweiflung. Im weiteren Verlauf des Spiels erfolgen bezüglich unseres Wurfutensils kleine aber feine Updates bzw. gelangen in den Besitz effektiverer Exemplare. Mit manchen können wir später sogar Abgründe überwinden, andere wiederum funktionieren unter Wasser und sogar die Kraft des Feuers oder Eises wohnt mitunter einem Bumerang inne. Insgesamt erwarten uns zehn Welten, in denen wir primär Feinde eliminieren und Kristalle einsammeln. Um etwaig aufkommender Monotonie entgegen zu wirken, müssen pro Spielabschnitt acht Aufgaben gelöst werden, welche in Form von Minispielen daherkommen. Mal gilt es, ein Huhn einzufangen, dann wiederum einen Wettlauf zu gewinnen und dann wiederum müssen wir ein bestimmtes Objekt eine Zeit lang gegen die Angriffe von außen zu verteidigen bzw. die Stellung zu halten. Trotz dieser netten Ideen ist nichts hier bei „Ty, the Tasmanian Tiger“ so richtig neu, einiges wurde zudem geklaut bzw. dreist kopiert, aber vielleicht ist dies ja nur mein persönlicher Eindruck. Das auf Niedlichkeit ausgelegte Hüpfabenteuer von und mit dem tasmanischen Tiger spielt sich immerhin jederzeit flüssig, große Patzer beim Gameplay sind mir jedenfalls nicht in Erinnerung geblieben. Keinen größeren Grund zur Beanstandung gibt es schließlich auch i Hinblick auf Steuerung und Kameraführung. Das Handling geht uns schnell in Fleisch und Blut über, ist offensichtlich bewusst sehr einsteigerfreundlich gestaltet worden. Der Nachteil ist, dass es mit einer variantenreichen, innovativen Steuerung auch nicht gerade weit her. Augenscheinlich ging das Entwicklerteam von Electronic Arts hier auf Nummer Sicher. Die Kameraführung geht in diesem 3D-Hüpfspektakel völlig in Ordnung, sie gibt sich so gut wie nie eine Blöße, was bei einem Spiel wie diesem hier, in dem die Perspektive oft wechselt und viel hin- und hergezoomt wird, beileibe nicht selbstverständlich ist.



Negativ angekreidet werden muss diesem Jump and Run, dass sich bei der Gestaltung der Grafik und auch der Soundkulisse nicht wahnsinnig viel Mühe gegeben wurde. Die Spielwelten sind zwar knallig bunt und der Niedlichkeitsfaktor ist unübersehbar, doch schlägt einem die Detailarmut der Texturen im Hintergrund und am Boden auf den Magen. Die Atmosphäre wirkt somit trotz der Farbenpracht etwas bieder, nein, mehr als nur etwas. Aha-Effekte gibt es somit nicht zu bestaunen, daran ändert auch nichts, dass dieses Game einen 60-Hertz-Modus anbietet, das 16:9-Format unterstützt und deutsche Bildschirmtexte anbietet. Neben der detailarm aussehenden Spielwelt sind ach die Figuren an sich nicht sonderlich doll modelliert, auch besonders gelungene Animationen sind eher eine Seltenheit. Beim Sound sieht es ähnlich aus, denn die Hintergrundmelodien sind nicht gerade das Gelbe vom Ei, manchmal nerven diese sogar. Die Außengeräusche kommen hingegen gut rüber, zudem ertönen frische Digi-Klänge aus den Lautsprechern und wir dürfen auf Wunsch einer deutschen Sprachausgabe lauschen. In der Summe überwiegen die positiven Gesichtspunkte, da „Ty, the Tasmanian Tiger“ für die Microsoft X-Box durchaus unterhaltsam und stellenweise richtig spaßig sein kann. Die zahlreichen unterschiedlichen Aufgaben innerhalb eines Levels und die ständige Jagd nach Edelsteinen sorgen für Abwechslung und Motivation, wobei jedoch fraglich ist, ob es mit dem Wiederspielwert – nach erstmaligem Durchspielen – sonderlich weit her ist. Für X-Box-Besitzer und Genre-Fans sicherlich eine nicht verkehrte Wahl, durch die erwähnten Negativpunkte gibt es aber Abzüge, die dafür sorgen, dass sich meine Spielspaßwertung lediglich bei 67% einpendelt.
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sinfortuna
Yopi Autor - sinfortuna
Wer nicht Sehr Hilfreich bewertet, darf geblockt werden? Und das bei einem MEINUNGSFORUM? Muahahahahahahahaaaa.
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HiRD1
HiRD1, 11.11.2006

SH
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