Microsoft NBA Inside Drive 2003
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Microsoft NBA Inside Drive 2003
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Microsoft NBA Inside Drive 2003

Testbericht Microsoft NBA Inside Drive 2003

 Xbox Spiel
(3,0 von 5)
Platz 130 in der Kategorie "Xbox Spiele".
Bewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00 (3,0 von 5)
Meinungen:
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Testbericht über Microsoft NBA Inside Drive 2003

Basketball mit Anspruch

erstellt am: 12.11.2006, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Empfehlung:ja
Pro:Angenehm anspruchsvolles Gameplay, mehr ernsthafte Simulation als Fun-Arcadespiel, zahlreiche Spielmodi und Optionen, gestiegene Spielerintelligenz, gelungene Animationen, gute Soundkulisse, angenehme Stadionatmosphäre, 60HZ, 16:9, Dolby Digital
Kontra:Teils sehr hässliche Texturen bei den Spielern, manchmal böses Ruckeln der Grafik, insgesamt erstaunlich unspektakulär
Es gibt Sportarten, die werden auf Videospielsystemen bis zum Abwinken Jahr für Jahr gnadenlos ausgeschlachtet: neben Fußball, Eishockey, Golf und Football ist dies unter anderem auch der Basketballsport und dies schon seit gut zwei Jahrzehnten. Im Fall von „NBA Inside Drive 2003“ handelt es sich aber ausnahmsweise einmal nicht um einen der unzähligen Ableger von EA Sports, sondern vielmehr um eine von Microsoft eigens für seine X-Box kreierte Version. Vorweg muss unbedingt gesagt werden, dass wir es in diesem Fall nicht mit einem unkomplizierten Arcade-Teil zu tun haben, in welchem der Schwerpunkt auf den Fun-Faktor gelegt wurde, sondern in der Tat deutlich mehr Wert auf Anspruch gelegt wurde und somit dieses Game als ernsthafte Basketball-Simulation bezeichnet werden darf. Insgesamt kann dieser X-Box-Titel aber trotz des angenehmen Unterhaltungswertes nicht als Basketball-Hit bezeichnet werden und dies aus Gründen, auf die ich jetzt gleich noch näher eingehen werde.


Rügte ich EA Sports anfangs wegen seiner regelmäßigen lauen Updates, so muss zugegebenermaßen auch Microsoft angekreidet werden, dass diese 2003er-Version alles in allem auch nur einen lauen Aufguss der 2002er-Variante darstellt. Sämtliche angebotenen Spielmodi entsprechen exakt denen der 2002er-Auflage, was nicht unbedingt für ein hohes Maß an Kreativität spricht. Trainingsmodus, Einzelspiel (bzw. Freundschaftsmatch), Playoff-Runde sowie eine komplette Saison, alles wie gewohnt bzw. bleibt alles wie gehabt. Dass wir im Franchise-Modus nunmehr einen Spieler-Editor vorfinden und das Tauchen der einzelnen Akteure nun etwas umfangreicher ausgefallen ist, stellt nur eine winzige Veränderung dar und ist somit lediglich eine Ergänzung kosmetischer Natur. Immerhin glänzt „NBA Inside Drive 2003 durch eine Fülle an verfügbaren Optionen, dies will ich keinesfalls verschweigen, doch auch dies ist nicht wirklich schrecklich neu. Habt Ihr Eure individuellen Einstellungen getroffen, kann es auch endlich losgehen und ab aufs Parkett gehen: schnell merken wir, dass die Tastenbelegung zwar im Hinblick auf das Passspiel, Drei-Punkte-Würfe, Spezialtricks wie überhaupt sämtliche Offensiv- und Defensivaktionen sinnvoll belegt und schnell erlernt ist, selber dürft Ihr hinsichtlich der Konfigurierung aber nicht Hand anlegen. Im Klartext bedeutet dies, dass Ihr das Ganze so nehmen müsst, wie es Euch angeboten wird, basta. Wer über ein entsprechend gutes Timing verfügt, wird mit den besagten Specials seiner Akteure belohnt, welche zwar unrealistisch erscheinen, dafür aber spektakulär aussehen und in der Regel auch zum gewünschten Korberfolg führen. Simulationsfans erfreuen sich zudem an zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten, was Formation und Taktik angeht, welche sich auch im laufenden Spiel verändern lassen und dann zum Glück auch tatsächlich die entsprechenden unmittelbaren Auswirkungen auf das Spielgeschehen erkennen lassen.


Der Präsentation stehe ich bei diesem Basketball-Titel mit (sehr) gemischten Gefühlen gegenüber: bin ich von den weitläufigen Stadien und mitunter bemerkenswert guten Animationen der Sportler sehr angetan gewesen, so tief enttäuscht war ich von den teils stümperhaft dargestellten Körpern der Athleten, welche phasenweise durch extrem einfache Texturen derart plump daherkommen, wie ich es bei einem Spiel für die X-Box von Microsoft kaum mehr für möglich gehalten hätte. Dass wir des Weiteren viel zu oft Slowdowns im Hinblick auf die Spielgeschwindigkeit und vor allem ein deutlich bemerkbares Ruckeln der Grafik wahrnehmen müssen, kann ich nicht mehr entschuldigen, zumal dieses Game eigens von Microsoft für seine Konsole entwickelt wurde. Immerhin unterstützt dieses Sportspiel wenigstens den 60-Hz-Modus und das 16:9-Format, dies will ich an dieser Stelle nicht unter den Tisch fallen lassen. Bei der Soundkulisse sieht es im Vergleich zur insgesamt nur mittelprächtigen Optik dann schon wesentlich freundlicher aus: während bei einem Sportspiel traditionsgemäß das Hintergrundgedudel eine stark untergeordnete Rolle spielt, gefallen vor allem die teils überaus gelungenen Soundeffekte, welche zuweilen die Stadionatmosphäre ganz hervorragend rüberbringen. Dass Dolby Digital hier unterstützt wird, kann zudem auch kein Nachteil sein, schätze ich. Schließlich finden wir deutsche Bildschirmtexte und eine englische Sprachausgabe vor, die keinen Anlass zur Beschwerde geben.


Dieses Basketballspiel für die Microsoft X-Box stellt sicherlich kein „Must Have“ dar, insbesondere angesichts der Fülle an verfügbaren Titeln dieses Genres und speziell auch dieser Sportart tut sich „NBA Inside Drive 2003“ schwer. Speziell im Hinblick auf die Präsentation in optischer Hinsicht haben die chronischen Updates aus dem Hause von Electronic Arts weit die Nase vorn, nur eingefleischte EA-Hasser werden dies nicht zugeben wollen. Neben den zahlreichen Optionen gefiel mir vor allem die Tatsache, dass die Intelligenz sowohl der gegnerischen Spieler als auch die aus dem eigenen Team nicht ganz so schlecht ist, wie ich es zuweilen von anderen Vertretern dieses Spielgenres gewohnt bin. Mit der Zeit lassen sich somit auch zahlreiche gut durchdachte Spielzüge initiieren, was sich auf die Spiellaune speziell im Hinblick auf die Langzeitmotivation positiv auswirkt, gar keine Frage. Dem Vorteil, dass diese Basketballsimulation tatsächlich „so etwas“ wie Anspruch vorweisen kann, steht eine etwas uninspiriert wirkende Präsentation gegenüber, welche den Funken der Begeisterung nicht auf jeden Basketballfan wird überspringen lassen. Meine Spielspaßwertung für dieses Sportspiel mit Höhen und Tiefen beträgt jedenfalls noch ganz nette 72%.
sinfortuna
Yopi Autor - sinfortuna
Wer nicht Sehr Hilfreich bewertet, darf geblockt werden? Und das bei einem MEINUNGSFORUM? Muahahahahahahahaaaa.
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ChiChi
ChiChi, 12.11.2006

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