Atari Furious Karting
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Testbericht Atari Furious Karting

 Xbox Spiel
(3,0 von 5)
Platz 350 in der Kategorie "Xbox Spiele".
Bewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00 (3,0 von 5)
Meinungen:
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Testbericht über Atari Furious Karting

Kartfahren mit Erwachsenen

erstellt am: 12.11.2006, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Empfehlung:ja
Pro:Unkomplizierter Funracer mit hohem Unterhaltungsfaktor, großer Spielumfang, motivierender Karrieremodus mit innovativen Ansätzen, abwechslungsreiche Landschaften
Kontra:Böse Ruckler treten viel zu oft auf, zu anspruchslose Steuerung, Vierspielermodus krankt an niedriger Bildrate
Dass es sich bei „Furious Karting“ um ein Rennspiel handelt, bei dem wir es weder mit Formel1-Boliden, Rallyewagen, Edel-Limousinen oder Sportcoupés, sondern vielmehr mit Kartrennen zu tun haben, sollten einige von Euch bereits durch die Namensgebung des X-Box-Titels vermuten, schätze ich. Dass wir es jedoch keineswegs mit einem auf Niedlichkeit getrimmten Kart-Racer à la Mario Kart zu tun haben, war nicht unbedingt zu erwarten. In der Tat düsen wir bei diesem Rennspiel mit erstaunlich „erwachsenen“ Protagonisten – somit nicht mit Comicfiguren mit Kulleraugen in der Hauptrolle - durch die Walachei, was jedoch nichts daran ändert, dass wir es trotzdem mit einem Fun-Racer zu tun haben, bei dem der Arcade-Spaß eine wesentlich größere Rolle spielt als Ansätze einer ernsthaften Rennsimulation. Von den Grundzügen her sind allerdings im Hinblick auf das Spielprinzip deutliche Anleihen bei bekannten Fun-Racern erkennbar, was jedoch nicht ausreicht, um dieses Game als Top-Titel bezeichnen zu können. Ein leicht überdurchschnittlicher Spielspaß erwartet uns allerdings trotzdem, es reicht eben nur nicht ganz für die Zugehörigkeit zur Spitzengruppe dieses Genres.


Was die vorhandenen Spielmodi angeht, wurde zumindest nicht mit dem Umfang gegeizt: bekannte Varianten wie Einzelrennen (immerhin wird der Vierspielermodus unterstützt, was hinsichtlich der Langzeitmotivation ja nicht gerade unwichtig ist) und ein Time Trial Modus, in welchem Ihr Bestzeiten aufstellen und so ganz nebenbei sämtliche der weit über zwanzig Rennstrecken kennen lernen sollt, sind natürlich mit von der Partie. Kernpunkt von „Furious Karting“ ist schließlich der Karrieremodus, welcher speziell den Solospieler auch auf lange Sicht hin bei der Stange halten soll und mit (zumindest) einem innovativen Feature aufwarten kann: hier absolviert Ihr nämlich nicht ausschließlich ein Rennen nachdem anderen in einer bestimmten Leistungsklasse, um dann möglichst schnell in eine nächsthöhere aufzusteigen, sondern beeinflusst je nach erzieltem Resultat den weiteren Verlauf des Spiels: sied Ihr nämlich erfolgreich, steigen nicht nur Grundschnelligkeit sondern auch der sogenannte „Funfaktor“, was im Klartext bedeutet, dass Eure Stunts in der Folgezeit deutlich besser gelingen, sich zuweilen beeindruckend weite Sprünge über Rampen fabrizieren lassen oder auch auf spektakuläre Weise vorübergehend auf zwei Rädern durch die Gegend gebraust wird. Letzteres ist allein deswegen nicht ganz unwichtig, da ab und an die CPU-Konkurrenz Euch zu Trickwettbewerben herausfordert, so dass Ihr diese im Erfolgsfall durch das Ergattern einer gewaltig hohen Punktzahl leicht und locker „abledern“ könnt.


Ansonsten bietet uns das Gameplay vom Prinzip her eher Altbekanntes: wir rasen in einem Höllentempo fast ohne Sinn und Verstand durch kunterbunte Landschaften und braten der Konkurrenz – falls nötig bzw. gewünscht – gerne einen mit Baseballschläger einen über. Alternativ dazu verwenden wir fiese Sprengkörper oder legen eine Ölspur, um so die Gegner ins Schleudern bringen zu können, vorausgesetzt dass wir zwischendurch brav die entsprechenden Extras aufsammeln. Entscheidend ist hierbei, dass wir uns zu Beginn des Karrieremodus für eines von zwei rivalisierenden Teams entschieden haben: erwischen wir ein Mitglied der gegnerischen Mannschaft, steigt die Moral unseres Teams, treffen wir aus Versehen einen Teamkollegen wirkt sich dies entsprechend negativ aus, es sei denn, Ihr entschuldigt Euch reaktionsschnell per Knopfdruck. Ganz so innovationsarm ist „Furious Karting“ also doch nicht, was im Hinblick auf den Spielspaßfaktor auch positiv zu Buche schlägt. Die Steuerung ist jedenfalls gut gelungen, ist allerdings auch nicht besonders anspruchsvoll ausgefallen, ziemlich schnell sollten Euch die grundlegenden Manöver in Fleisch und Blut übergegangen sein. Auf lange Sicht hin ist mir das Handling aber zu simpel ausgefallen, dies will ich nicht verschweigen. Ab und an wird die spaßige Fun-Raserei zwar einmal chaotisch, doch ist dies offensichtlich auch so gewollt, aufgrund der größtenteils sauberen Kameraführung verliert Ihr nur selten den totalen Überblick. Wer von Euch das Ganze etwas komplizierter haben möchte, der greift auf die integrierte Lenkrad-Funktion zurück, mein Ding war dies zwar nicht, aber dies soll ja keine Rolle spielen.


Was die Präsentation dieses Fun-Racers für die X-Box angeht, so überzeugt nicht nur das schon angesprochene „erwachsene“ Design der Spielfiguren, sondern auch die frische Farbgebung und die teils sehr ansehnlich in Szene gesetzten Hintergrundlandschaften. Des Weiteren gefielen mir die angenehm breiten Straßen und der überwiegend angenehm weite Horizont, welcher in Verbindung mit den detailliert gezeichneten Fahrzeugen der Protagonisten inklusive des ein oder anderen netten Spezialeffekts (Rauch, Nebel, Feuer) für eine dichte Spielatmosphäre sorgen kann. Dass ein 60-Hz-Modus Berücksichtigung fand, ist sicherlich zu begrüßen, weniger schön ist allerdings, dass die bunte 3D-Grafik des Öfteren arg ins Stottern kommt, soll heißen, dass wir uns viel zu oft eines störenden Ruckelns gewahr werden: selbst im Falle, dass nur verhältnismäßig wenig Action auf dem Bildschirm statt findet und sich gar nicht einmal so wahnsinnig viele Fahrer auf dem Bildschirmausschnitt befinden, ist ein Rucklen oftmals unübersehbar und zugleich auch unerklärlich. Diese Patzer in punkto Spieltechnik drücken den Spielspaß erheblich, da kann das ansonsten unbeschwerte Drauflosrasen im Mordstempo nichts dran ändern. Ärgerlich ist zudem, dass die Bildrate im Vierspieler-Splitscreenmodus ordentlich zu kämpfen hat, auch hier spricht einiges für eine oberflächliche oder gar unfertige Umsetzung. Die Bezeichnung „Schlamperei“ erscheint mir zumindest in diesem Fall nicht ganz unangebracht. Was die Soundkulisse betrifft, so bietet sich uns zwar Grundsolides, zu Begeisterungsstürmen reißen uns aber weder das überwiegend fröhliche Begleitgedudel als auch die zu abwechslungsarmen (wenn auch stets zum Geschehen passenden) Soundeffekte hin. Ich für meinen Teil finde, dass bei von einem Fun-Racer mittlerweile auch in diesem Punkt deutlich mehr erwarten kann, so richtig mitreißend kommt die akustische Untermalung auf jeden Fall nicht rüber, auch wenn Dolby Digital brav unterstützt wird.



Dieser Fun-Racer für die X-Box bietet einige sehr interessante Ansätze, die speziell den Solospieler für einige Wochen unterhalten können, sieht man einmal von den Mängeln hinsichtlich der Spieltechnik hinweg. Der Vierspielermodus krankt leider an einer zu niedrigen Bildrate, was auf Dauer dem Spielspaß nicht förderlich ist. Ansonsten stimmen Umfang, abwechslungsreiche Strecken und der grundsätzlich motivierende Karrieremodus, Neulinge wird es zudem erfreuen, dass ihnen der Einstieg doch ziemlich leicht gemacht wird. Dem muss gegenüber gehalten werden, dass der Anspruch insgesamt aufgrund der zu simplen Steuerung nicht gerade hoch ausgefallen ist, zudem ärgern die viel zu häufigen Ruckelanfälle der Grafik erheblich. Die Spielspaßwertung für dieses Rennspiel – was von seiner Art her als Funracer auf der X-Box nur wenig Konkurrenz hat – fällt mit 67% dann doch nur vergleichsweise bescheiden aus, für einen Platz im oberen Mittelfeld reicht es allerdings schon, aber eben nicht zu mehr.




P.S.: Was hat Yopi nur gegen Erstberichte über ein Microsoft-X-Box-Spiel? Tze, tze.
sinfortuna
Yopi Autor - sinfortuna
Wer nicht Sehr Hilfreich bewertet, darf geblockt werden? Und das bei einem MEINUNGSFORUM? Muahahahahahahahaaaa.
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Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
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Leela
Leela, 14.11.2006

sh :o
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