Der Da Vinci Code entschlüsselt - Die Geheimnisse hinter Dan Browns Bestseller SAKRILEG
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Der Da Vinci Code entschlüsselt - Die Geheimnisse hinter Dan Browns Bestseller SAKRILEG
Der Da Vinci Code entschlüsselt - Die Geheimnisse hinter Dan Browns Bestseller SAKRILEG

Testbericht Der Da Vinci Code entschlüsselt - Die Geheimnisse hinter Dan Browns Bestseller SAKRILEG

 (DVD)
(1,0 von 5)
Platz 184 in der Kategorie "Dokumentarfilm allgemein".
Bewertung: Kundenbewertung 1,00 / 5,00 (1,0 von 5)
Meinungen:
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Testbericht über Der Da Vinci Code entschlüsselt - Die Geheimnisse hinter Dan Browns Bestseller SAKRILEG

Wenn Dokumentarfilmer Fiktion und Wirklichkeit verwechseln ...

Letzte Aktualisierung am: 03.04.2007, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 1,00 / 5,00 1
Empfehlung:nein
Pro:2 Extras: Rundgang durch die Rosslyn Chapel, (kurze) Leonardobiografie
Kontra:Hauptdokumentation und Interviews sind polemisch, religiös-fundamentalistischer Unsinn ohne schlüssige Argumentation
In meiner Verwandtschaft gibt es mehrere große Fans des Buchs „Da Vinci Code – Sakrileg“, darunter meine Mutter und eine meiner Tanten. Ich muss gestehen, ich habe das Buch nicht gelesen, sondern nur den Film gesehen – und den fand ich nicht einmal besonders spannend. Aber da ich über den Jahreswechsel zu meinen Eltern fahren wollte, habe ich meiner Mutter zuliebe mehrere Dokumentationen rund um den „Da Vinci Code“ auf meine Ausleihliste gesetzt und auch rechtzeitig bekommen. Darunter war auch diese.
Wie man kaum übersehen kann, wenn man nach dem Stichwort „Da Vinci Code“ bei einem Onlinebuchhändler oder bei Google sucht oder in die entsprechende Abteilung eines Buchladens geht, gibt es rund um den Roman eine ganze Menge Sachbücher, die teilweise einige Ideen des Romans stützen, teilweise widerlegen. Was dabei auffällt, ist, dass es kaum neutrale Informationen darüber gibt, immer sind es von Anfang an Argumentationen pro oder contra „Da Vinci Code“. Da es sich bei „Da Vinci Code“ aber nun einmal um einen unterhaltsamen Roman und keine geschichts- oder religionswissenschaftliche Theorie handelt, erscheint mir das schon recht befremdlich.



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D ie Dokumentation:
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„Der Da Vinci Code entschlüsselt“ gehört eindeutig in das Lager der „Da Vinci Code“-Gegner. Darüber hinaus kann man nicht übersehen, dass die meisten der interviewten und zitierten Wissenschaftler der katholischen Kirche und ihrer Auslegung nahe stehen und in diesem Sinne argumentieren, egal ob sie nun Kunsthistoriker oder Religionswissenschaftler sind.
Zu den Fragestellungen, die die Dokumentation behandelt, gehören unter anderem die Themengebiete:
- War Jesus verheiratet?
- Wer stellte die Bibel in unserer heutigen Form zusammen?
- Was war der Gral?
- Was ist Opus Dei?
- Wer waren die Templer und aus welchem Grund wurden sie gegründet?
Das sind alles Fragen, die tatsächlich in Dan Browns Roman „Da Vinci Code“ ebenfalls eine Rolle spielen. Immer wieder kommt die Dokumentation dabei zu dem Schluss, dass Dan Brown „gelogen“ haben.



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Anmerku ngen zur Dokumentation:
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Nun finde ich die Fragestellungen, die die Dokumentation behandelt, durchaus interessant – jedenfalls bei einer exakten und offenen Auseinandersetzung damit. Doch da fangen die Probleme mit dieser Dokumentation schon an:
Wenn man fünf Minuten der Dokumentation gesehen hat, kann man sich bereits ziemlich genau vorstellen, wie die Antwort auf jede einzelne behandelte Frage ausfallen wird, nämlich exakt entsprechend der herkömmlichen Meinung, die natürlich im genauen Gegensatz zu den überraschenden Wendungen in Dan Browns „Da Vinci Code“ stehen.
Natürlich kann man die Meinung vertreten, dass die bisherige Lehrmeinung absolut korrekt ist – allerdings wäre das ebenso selbstverständlich keine geeignete Grundlage für einen spannenden Roman! Man stelle sich vor, der Roman hätte sich an die Lehrmeinung gehalten – er wäre sicherlich sterbenslangweilig geworden.
Das ist eines der größten Probleme der Dokumentation: Sie beruft sich auf eine Art Vorwort, in dem Dan Brown schreibt, die geschilderten Kunstwerke, geschichtlichen Ereignisse etc. basierten auf der Realität, und nehmen das zum Anlass, „Da Vinci Code“ als Geschichtsbuch statt als Roman zu kritisieren.
Daran schließt sich dann auch gleich das allergrößte Problem an, das ich mit der Dokumentation habe: Man könnte ja durchaus die „Theorien“ aus „Da Vinci Code“ Punkt für Punkt widerlegen. Allerdings würde ich dann mindestens erwarten, dass man das dann auch selbst wissenschaftlich exakt macht, wenn man schon einem Roman (!) vorwirft, nicht wissenschaftlich exakt zu sein!
Leider geschieht das aber nicht – allzu häufig läuft die Argumentation auf dem Niveau ab: „Kein einziger anerkannter Wissenschaftler …“, „Alle anerkannten Kunsthistoriker …“, „Nicht nur die Kirche, sondern auch … behaupten …“, jeweils gestützt auf die Aussage eines einzigen Interviewpartners, wobei dort nicht einmal hochkarätige Leute oder wenigstens Leute von hochkarätigen Universitäten vertreten waren - im Gegenteil: überwiegend handelt es sich um die Autoren von den unterschiedlichsten Büchern gegen den "Da Vinci Code". Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ... Das ist polemisch, und auf diese Art lässt sich sicherlich auch beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist (wie es ja die Kirche in der Vergangenheit auch getan hat … - Nein, das war jetzt von mir polemisch …): Wenn ich nur die Wissenschaftler und Kunsthistoriker anerkenne, die meine Meinung vertreten, dann kann ich natürlich viel beweisen …
In eine ähnliche Richtung geht die häufig zu beobachtende Vorgehensweise, dass man eine Frage aufwirft zu „Da Vinci Code“, davon zu einer „kleineren“ Fragestellung überleitet, oft eine Behauptung darüber, dass Dan Brown irgendetwas behauptet habe (was ich nicht immer nachvollziehen kann), diese Behauptung dann mehr oder (häufig) weniger schlüssig widerlegt und davon dann darauf geschlossen wird, dass man auch die ursprüngliche Fragestellung widerlegt wird. Leider geschieht das auch noch so offensichtlich, dass es einfach nur noch ärgerlich ist und man sich als Zuschauer wirklich verschaukelt fühlt.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch kurz meine eigene Meinung zu Fakten und Fiktion im „Da Vinci Code“ vorstellen:
Ich bin nicht besonders religiös und schon gar nicht katholisch, interessiere mich aber für das Christentum mindestens aus einer Art kulturell-philosophischem Blickwinkel. Christentum mit der Kirche gleichzustellen, habe ich allerdings immer abgelehnt – dass Menschen, gerade gläubige Menschen, den Anspruch erheben, eine solche Religion allein zu vertreten und allein zu wissen, was aus religiöser Sicht richtig ist, erscheint mir widersinnig.
Vor diesem Hintergrund kratzt es überhaupt nicht an meinem Religionsverständnis, wenn beispielsweise behauptet wird, Jesus sei verheiratet gewesen und „die Kirche“ habe das verschwiegen, wobei natürlich die frühe Kirche kaum mit der heutigen Organisation „katholische Kirche“ vergleichbar ist. Solange nichts bewiesen ist (und ich halte es für unwahrscheinlich, dass da jemals irgendwas bewiesen werden kann), ist für mich beides möglich – dass Jesus verheiratet war oder auch nicht. Aber egal, wie es auch ist, es ändert für mich nichts an seinen (positiven) Lehren wie etwa der Nächstenliebe.
Punkte, zu denen ich persönlich durchaus eine genauere Meinung habe, sind beispielsweise Umgang und Verfälschungen der christlichen Lehre durch die frühen Christen – das hat es ganz bestimmt gegeben, einfach vor dem Hintergrund der damaligen Zeit und vermutlich ohne dass man irgendwem dafür einen Vorwurf machen kann. In meinen Augen hat Dan Brown da sicherlich ganz korrekt einen wichtigen Punkt angesprochen.
Genauso glaube ich, dass es Punkte in „Da Vinci Code“ gibt, die reine Fiktion sind. Es gibt beispielsweise Beweise dafür, dass einige Dokumente, auf die Dan Brown sich in seinem Roman beruft, moderne Fälschungen sind – allerdings nicht Fälschungen von Dan Brown, denn es gibt diese Dokumente.

Ändert das etwas an „Da Vinci Code“ als erfolgreichem Bestseller? In meinen Augen nicht.
Auf die Ebene einer wissenschaftlichen Abhandlung wird der Roman ja nur von seinen Gegnern, wie beispielsweise den Verfassern dieser Dokumentation, „Der Da Vinci Code entschlüsselt“, gehoben – ein Anspruch, dem ein Roman weder genügen kann noch sollte, denn dann wäre er sicherlich kein guter Roman mehr!



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Die DVD-Ausstattung:
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Tec hnische Daten:
Bildformat: 4:3
Tonformat: Dolby Digital 2.0
FSK 0
Spieldauer: 60min.
Doku-Veröffentlichung: 2005
DVD-Erscheinungstermin: 18.04.2006



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Anm erkungen zur DVD:
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Die Dokumentation liegt auf der DVD in englischer Originalsprachfassung sowie deutscher Synchronfassung vor. Darüber hinaus stehen deutsche Untertitel zur Auswahl.
Zur Synchronfassung und den deutschen Untertiteln ist leider wieder einmal anzumerken, dass sie nicht immer präzise sind und teilweise sogar voneinander abweichen. Schlecht gemacht! Schade!



„Extras“:
„Eine Führung durch die Rosslyn Chapel“:
Hier bekommt man eine Führung durch die Rosslyn Chapel, die am Ende von „Da Vinci Code“ eine Rolle spielt. Auch wenn der Führer gelegentlich auf „Da Vinci Code“ anspielt (und natürlich immer irgendein Detail widerlegt), ist dieses Feature interessant und sehenswert und geht zum Glück auch über das hinaus, was davon im Roman beschrieben wird. Der beste Teil auf dieser DVD!

„Leonardo: Da Vincis Leben und Schaffen“:
Auch Leonardos verfilmte Biografie, in der man vor allem einige seiner Werke zu sehen bekommt, ist sehenswert, wenn auch ein wenig zu kurz geraten, um mein Interesse zu befriedigen. Schön ist vor allem, dass man hier auch weitere Bilder von ihm zu sehen bekommt, über die wenigen hinaus, die in „Da Vinci Code“ eine Rolle spielen.

„Interviews“:
Hier finden sich Interviews und Interviewfetzen zu verschiedenen Themen von „Da Vinci Code“. Ein Teil davon ist auch in der Dokumentation selbst zu sehen, und die befragten Wissenschaftler und Kunsthistoriker sind durchgängig dieselben wie in der Dokumentation selbst. Ihre Antworten werden hier teilweise ein wenig ausführlicher gezeigt, bewegen sich aber auf demselben niedrigen und polemischen Niveau wie in der Dokumentation selbst. Unerträglich!
Die einzelnen behandelten Themengebiete sind:
„Frühes Christentum, die Bücher der Bibel und Sakrileg“, „Gnostizismus, Christentum und Sakrileg“, „War Jesus verheiratet und hatte er Kinder?“, „Maria Magdalena“, „Christentum, die Rolle der Frau und Sakrileg“, „Historische Belege und Sakrileg“, „Schlussfolgerungen“.
Meine Schlussfolgerung aus den Interviews: Wie gut, dass Kreuzzüge aus der Mode gekommen sind …
Wenn ihr etwas wirklich Gruseliges sehen wollt, dann schaut euch den Abschnitt „Christentum, die Rolle der Frau und Sakrileg“ an – (gekürzte) Aussage einer schielenden Horrorfigur: „Frauen werden heute schlecht behandelt, man zwingt sie zu Abtreibungen und Verhütungen, und deshalb finden Frauen diesen Roman so toll“ *schauder*.


Das ist die komplette DVD-Ausstattung. Bei einem Preis von derzeit zwischen 10 und 15 Euro sind da einfach viel zu wenige sehenswerte Sachen dabei, finde ich – rausgeschmissenes Geld!



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Fazit:
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Die Dokumentation gegen „Da Vinci Code“ ist leider polemisch und wenig exakt. Schande über die Macher! Die ersten beiden Extras bieten ein wenig spannendere und objektivere Infos und ziehen die DVD damit gerade noch auf einen Stern hoch.
IQIQIQ
Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
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campimo
campimo, 20.01.2007

SH LG
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