Project Gotham Racing 2
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Testbericht Project Gotham Racing 2

 Xbox Spiel
(5,0 von 5)
Platz 223 in der Kategorie "Xbox Spiele".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5,0 von 5)
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Testbericht über Project Gotham Racing 2

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Edel Racer mit hohem Suchtfaktor

erstellt am: 20.01.2007, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Empfehlung:ja
Pro:Top-Vorgänger wurde noch weiter verbessert, sehr hübsche Grafik, originelle und stimmungsvolle Soundkulisse, tadellose Steuerung, großer Spielumfang, sehr gelungener Online-Modus, sehr abwechslungsreich und spannend, Suchtfaktor inklusive, offline wie onli
Kontra:Manch ein Rennverlauf nicht immer nachvollziehbar bzw. mit unfairer Konkurrenz aus dem CPU-Lager
Betrachten wir uns die herausragenden Rennspiel-Titel der letzten Jahre, so kommen wir an dem Namen „Project Gotham Racing“ einfach nicht vorbei. Was das weltberühmte „Gran Turismo“ für die Sony Playstation 2, ist dieser Racer für die Microsoft X-Box. Kenner der Rennspiel-Szene erinnern sich aller Voraussicht nach noch an das herausragend gute „Metropolis Street Racer“, welches einst die Genre-Referenz schlechthin auf dem Sega Dreamcast darstellte. Jenes Game stellt nämlich die Urversion dar, lediglich am Namen wurde daraufhin für die X-Box etwas geändert, gleichgeblieben ist zum Glück die konstant beeindruckend hohe Qualität. Damit sollte eigentlich klar sein, um was für eine extrem hohe Qualität es sich im vorliegenden Fall handelt. Ich schreibe Euch jetzt etwas über „Project Gotham Racing 2“, an das aufgrund der herausragenden Klasse des ersten Teils sehr hohe Erwartungen gestellt wurden. Dies stellt zweifelsohne eine schwere Bürde dar, zumal sogar für den Fall Kritik zu erwarten ist, falls der beeindruckend gute erste Teil nicht deutlich übertroffen wird. So ist es nun einmal, sozusagen die Zeichen der Zeit, Stagnation wird als Rückschritt definiert, auch wenn das Niveau trotzdem sehr hoch gehalten würde. Weitere diesbezügliche Überlegungen können wir uns aber sparen, denn: zu meiner großen Freude haben wir es hier bei PGR 2 mit einem tatsächlich - im Vergleich zum ohnehin sehr guten Vorgänger – noch weiter verbesserten Rennspiel zu tun. Microsoft hat in Zusammenarbeit mit Bizarre Creations wirklich ein Meisterwerk geschaffen und somit eine größere Käuferschaft auf sich aufmerksam machen können, die ansonsten möglicherweise zur PS2-Konkurrenz gegangen wäre. So aber hat auch die X-Box (erneut) einen Top-Racer vorzuweisen, bei dem es wirklich schwer fällt, etwas Negatives zu finden.


Der Zeitpunkt der Veröffentlichung zum Jahresende 2003 war sehr günstig gewählt, denn seinerzeit ließ die Konkurrenz sich hängen. Hatte die Playstation 2 immerhin „Gran Turismo 3“ am Start, ließ sich aber sehr lange mit dem vierten Teil jenes Edel-Rasers Zeit, so gab es auf dem Nintendo Gamecube keine ernsthaften Konkurrenztitel. Die Gunst der Stunde hat Microsoft mit „Project Gotham Racing 2“ augenscheinlich zu nutzen gewusst, nicht unwahrscheinlich, dass dieser kluge Schachzug bzw. dieses hervorragende Timing ihnen eine beträchtliche Anzahl an Neukunden brachte. Nun, woran liegt es, dass man bei diesem Rennspiel für die X-Box derart ins Schwärmen und wahre Lobeshymnen anstimmen kann? An sehr vielen Dingen, welche das breite Spektrum an wichtigen Elementen, die ein Raserspiel ausmachen, auf sehr gelungene Art und Weise abdecken: angefangen von der imposanten Optik, dem hämmernden Sound, der sauberen Spieltechnik, dem Abwechslungsreichtum und insbesondere der Langzeitmotivation bzw. dem nicht zu unterschätzenden Suchtfaktor, welcher diesem Game zweifelsohne innewohnt. Nicht zu vergessen der Faktor eines spaßigen Multiplayermodus, denn vier Zocker offline am System oder acht Leutchen via Link-Kabel an zwei Konsolen oder alternativ dazu acht Gleichgesinnte online via X-Box-Live sorgen für eine lange anhaltende Motivation, der Wiederspielwert ist dabei wirklich enorm hoch.


Lobenswert ist die Tatsache, dass sich das Entwicklerteam offensichtlich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen wollte, so dass wir uns nicht über ein laues Update ärgern müssen. Ganz im Gegenteil, vieles wurde umgebaut und so freuen wir uns – insbesondere die Kenner des ersten Teils – darüber, dass die alten Schauplätze komplett wegfielen und stattdessen neue Lokalitäten in den Spielverlauf implementiert wurden. Immerhin sind es dann zehn an der Zahl geworden, durch die wir in einem Höllentempo brausen dürfen, so geben wir uns unter anderem in Chicago und Washington, Moskau, Florenz, Barcelona, Stockholm, Edinburgh, YokoHama, Hongkong und Sydney die Ehre. Als kleines aber feines Extra wurde sogar die bekannte Nordschleife des Nürburgrings eingebaut. Diese gehört aber nicht zum Standardrepertoire, spielt somit eine stark untergeordnete Rolle, lediglich ganz am Ende der Karriere bekommen wir diese zu Gesicht. Freuen wir uns über die neuen Städte, so müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass jeder Schauplatz nun nicht mehr – wie noch beim ersten Teil - in einzelne Stadtviertel unterteilt ist. Ich könnte jetzt sagen, dass wir es zudem nicht mehr mit derart vielen Kursen wie im Vorgänger zu tun haben, was auch völlig richtig ist, doch wenn ich ehrlich sein darf, halte ich über neunzig Strecken hier in PGR2 trotzdem für absolut ausreichend.


Wer sich von Euch nichtsdestotrotz über die verringerte Kursanzahl ärgern möchte, bekommt als dickes Trostpflaster eine satte Auswahl an fahrbaren Untersätzen serviert, welche den ersten Teil erheblich übertrifft: locker über einhundert Karossen – darunter so nette Boliden aus dem Hause Ferrari, Porsche, Mercedes, BMW sowie sämtliche angesagten Autos japanischer Herkunft – warten förmlich nur darauf, von uns bestiegen zu werden. Wer sein Glück im Laufe der Zeit immer noch nicht fassen kann, darf seinen eigenen protzigen Ausstellungsraum bewundert, in welchem alle Fahrzeuge, die wir stolz unser eigen nennen dürfen, dort blankpoliert aufgestellt wurden. Unterschiede gibt es dabei natürlich auch, in erster Linie unterscheiden sich die Wagen in punkto Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Handling und Powerslide. Letzteres führt uns somit gleich vor Augen, wie wichtig es ist, möglichst gekonnt durch die Kurven zu schliddern. Der Mund wird uns dabei wässrig gemacht, denn es ist uns möglich, mit unseren Traumautos so oft wie wir wollen Testfahrten zu absolvieren und das, ohne diese (bereits) freigespielt zu haben.


Abgesehen von der Meisterschaft – dem Kernstück dieses Edel-Rasers – dürfen wir uns im Arcademodus austoben, dem Multiplayerspaß (wie bereits angesprochen) frönen und neue Rekorde in Zeitrennen aufstellen. Besonders erwähnenswert – und extrem langzeitmotivierend, wenn nicht sogar süchtig machend – ist die Tatsache, dass Ihr Euch mit Euren jeweiligen Bestzeiten im Internet verewigen könnt und zudem Eure Vorzeige-Runde per Geisterauto jederzeit einsehbar ist. Allein das ist schon top. Noch besser wird es dadurch, dass wir uns ebenso die pfeilschnellen Runden der besten Racerkönige anschauen dürfen und auf Wunsch mit deren Geisterautos unsere Runden drehen dürfen. Möglicherweise fällt uns dann an der ein oder anderen Stelle eines Kurses auf, dass wir doch nicht vom Gas gehen sollten oder eben nicht die Ideallinie einhalten. Zu verbessern gibt es jedenfalls immer etwas, dies werden auch die fortgeschritteneren Spielernaturen schon sehr bald feststellen können. Der Schwierigkeitsgrad ist im Übrigen einstellbar, doch natürlich gilt trotzdem, dass es i der Karriere gegen Ende richtig schwierig und manchmal auch ein bisschen unfair wird. Zuweilen gestaltet sich der Verlauf eines Rennens nicht nachvollziehbar, um es noch milde auszudrücken, die CPU-Fahrer verhalten sich unfair und werden stark übervorteilt. Nicht immer, zum Glück, aber öfter einmal. Die Kombination aus Spielumfang und Grad der an uns gestellten Anforderungen sorgt dafür, dass wir allein an den Offline-Modi locker über 50 Stunden zu knabbern haben. Je nach Engagement und Hingabe natürlich auch gerne weit über 100 Stunden, versteht sich. Von dem Online-Modus einmal ganz abgesehen.


Im Mittelpunkt der (Offline-)Raserei steht aber zweifelsohne der Meisterschaftsmodus, in dem wir nicht nur Jagd auf die freispielbaren Boni, sondern zunächst insbesondere auf die Kudos – die Währung in PGR 2 - machen. Vierzehn unterschiedlichen Klassen an Fahrzeugen erweisen wir die Ehre oder besser gesagt toben uns ordentlich in ihnen aus. Brav fangen wir zunächst an im Mittelklassewagenbereich und arbeiten uns (im Erfolgsfall, versteht sich) über Limousinen, Sportwagen und Jeeps langsam aber sicher nach vorne bis hin zu Luxuskarossen und echten Unikaten bzw. GT-Prototypen. Jeder Wettbewerb macht es erforderlich, in teils sehr unterschiedlichen Autos zu sitzen, was natürlich auch irgendwie sinnvoll erscheint. Jede Liga, in der wir an den Start gehen, weist eine kleine Serie an hintereinander zu absolvierenden Rennen auf, wobei uns in diesen unterschiedliche Aufgaben erwarten: Duelle mit einem CPU-Gegner, Unterbieten einer Bestzeit, Fahrprüfungen, Überholmanöver u.v.m. sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird. Die zu erwerbenden Medaillen wurden um dabei um zwei an der Zahl erweitert: Stahlmedaille kommen in erster Linie für Neulinge in Betracht und Platin zielt auf die echten Profis ab. Bronze, Silber und Gold gibt es natürlich weiterhin.


Möglichst viele Kudos gilt es zu erwerben, diese haben eine noch dominantere Funktion als die eben erwähnten Medaillen. Diese bekommen wir beispielsweise für aufsehenerregende Driftmanöver, blitzsaubere Überholmanöver oder besonders gut gefahrene Teilabschnitte. Nein, zum Glück wird auf das Vollführen von Stunts kein Wert gelegt, das war zumindest mir persönlich sehr wichtig. Dem Fahren im Windschatten und möglichst punktgenauem Fahren auf der Ideallinie wird hingegen mehr Bedeutung beigemessen, sehr schön. Auch für diese Aktionen gibt es hier in PGR 2 entsprechend viele Kudos abzusahnen. Dabei bleibt es netterweise uns überlassen, wo wir den Schwerpunkt setzen, der uns gewährte spielerische Freiraum ist sehr zu begrüßen. Legt Ihr weniger Wert auf das Einsacken der Kudos, sondern wollt „nur“ die Meisterschaft durchzocken, ist dies auch okay. Nehmt dann aber in Kauf, dass mangels ausreichend vorhandener Kudos Ihr nicht in den Genuss zahlreicher Edelkarossen kommt. Was ja im Grunde dann auch gerecht ist, schätze ich.


Doch nicht nur Spielumfang, Abwechslungsreichtum und Langzeitmotivation sind Stärken dieses Edel-Racers, auch Kameraführung und Steuerung erweisen sich als sehr gut. Eine längere Eingewöhnungsphase ist nicht nötig, schnell sind wir mit der Steuerung vertraut und dies obwohl sich die sehr zahlreichen Fahrzeuge merklich voneinander unterscheiden. Eine gut durchdachte Tastenbelegung auf dem Joypad und sehr präzise Umsetzung unserer Eingabebefehle geben Anlass zur Freude. Die uns gebotenen Perspektiven lassen uns nie den Überblick verlieren, präsentiert uns überwiegend einen angenehm weiten Horizont und trotzdem fühlen wir uns stets mittendrin im Renngeschehen. Solltet Ihr zu einem Zeitpunkt nicht weiterkommen und wiederholt Misserfolge verbuchen müssen, könnt Ihr es definitiv nicht auf das Handling schieben. Wohl aber ab und an auf die bereits erwähnte unfaire CPU-Konkurrenz. Früher oder später nehmen – zumindest halbwegs talentierte - Spielernaturen aber auch diese Hürde.


Ein zweifellos weiteres Prunkstück von „Project Gotham Racing 2“ stellt die ausgezeichnete Grafik dar, welche den in diesem Punkt bereits sehr guten Vorgänger sogar noch übertreffen kann. Nicht nur, dass sie trotz des hohen Tempos niemals schwächelt, auch die sehr detailreiche und zudem angenehm unterschiedlich gestaltete Spielumgebung – jede der zehn Städte präsentiert sich sehr individuell - und nicht zuletzt die tadellos modellierten Autos wissen klar zu überzeugen. Sehr feine Texturen im Hintergrund, schöne Spiegelungen am Lack der Fahrzeuge und hervorragende Lichteffekte sorgen für eine wahre Pracht, zumal sowohl 60-Hertz-Modus als auch 16:9-Breitbildformat berücksichtigt wurden. Selbstverständlich sind auch deutsche Bildschirmtexte vorhanden. Auch in punkto Soundkulisse wurde erfreulicherweise nicht geschlampt, ein sehr gelungener Soundtrack mit glasklaren Digiklängen verwöhnen unsere Ohren. Besonders beeindruckend sind die individuellen und sehr authentisch klingenden Motorengeräusche der zahlreichen Karossen und dies in einer derartigen Qualität, wie wir es sonst nur vom großen „Gran Turismo“ her kennen. Sehr originell ist das Autoradio, durch das wir sowohl die Sender als auch die Lautstärke der Musik bestimmen können. Wem das immer noch nicht reicht, der kann sich auf Wunsch seine eigenen Sound zusammenbasteln. Was mir persönlich aber völlig egal war, wenn ich ehrlich sein darf. Erwähnenswert ist auf jeden Fall das Gequatsche der Radiokommentatoren bzw. DJs, die ein erstaunlich reales Gefühl aufkommen lassen. In Sachen Akustik wurde somit auch Bemerkenswertes fabriziert, auch in diesem Punkt wurde sich offensichtlich nicht ausgeruht.


Es gibt so gut wie gar nichts, was man bemängeln könnte. Bis auf die ab und an etwas unfairen Rennverläufe wirkt alles wie aus einem Guss. Dass wir es im Fall von „Project Gotham Racing 2“ für die Microsoft X-Box mit einem ausgewachsenen Hit zu tun haben, kann nicht angezweifelt werden. Doch es ist noch mehr als „nur“ das, nämlich ein Megakracher mit unglaublich hoher Langzeitmotivation. Dafür sorgen nicht nur die abwechslungsreichen Offline-Spielmodi, insbesondere der Karrieremodus, sondern zudem auch der Multiplayerspaß off- wie auch online. Ein wahrlich nicht geringer Wiederspielwert ist hier definitiv der Fall. Eine sehr nett anzuschauende Grafik und eine originelle wie auch stimmungsvolle Soundkulisse schaffen eine überaus dichte Atmosphäre. Surroundunterstützung wie auch 60-Hertz-Modus und 16:9-Format sind gewährleistet, da bleiben keine Wünsche offen. Da wir uns auch über die Handhabung nicht beschweren können, bleibt unter dem Strich so gut wie gar nichts, was man als Vorwurf gelten machen könnte. Spielspaßwertung: 91%.
sinfortuna
Yopi Autor - sinfortuna
Wer nicht Sehr Hilfreich bewertet, darf geblockt werden? Und das bei einem MEINUNGSFORUM? Muahahahahahahahaaaa.
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andrea30b
andrea30b, 20.01.2007

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Project Gotham Racing 2 für die Xbox hat mich genauso begeistert wie damals Metropolis Street Racer für den Dreamcast. Am Spielprinzip hat sich seitdem nicht viel geändert - was auch gut so ist, denn das Fahren um die begehrten Kudos ist einfach sehr motivierend und unterhaltsam.
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Yopi-Autor:Magickatrin
Bewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00
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