Apple Mac OS X 10.4 Tiger
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Apple Mac OS X 10.4 Tiger
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Apple Mac OS X 10.4 Tiger

Testbericht Apple Mac OS X 10.4 Tiger

 Betriebssystem
(5,0 von 5)
Platz 94 in der Kategorie "Betriebssystem & Embedded System-Software".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5,0 von 5)
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Preisvergleich: nicht verfügbar

Testbericht über Apple Mac OS X 10.4 Tiger

Eine völlig neue Multimedia-Welt...

erstellt am: 12.02.2007, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Empfehlung:ja
Pro:durchdachte Zusammenstellung der Komponenten; Stabilität; perfekte Integration eines sehr guten Browsers und Mailclients
Kontra:für "Zocker": es gibt nicht so viele Spiele für den Mac *g*
Vorwort: Warum überhaupt ein Mac ?

Ich benutze nun privat seit 2001 (den angeblichen "großen Datencrash" zum "Millennium" wollte ich erst einmal abwarten *g*) grundsätzlich NICHTS mehr von Microsoft... und ich bin glücklich damit; ich BRAUCHE einfach NICHTS von diesen Gaunern. Zugegeben: seinerzeit hat mich zunächst das witzige Design des kleinen bunten durchsichtigen iMac verlockt - und seine Kompaktheit. Wo andernorts diese dämlichen "Tower" mit den Komponenten und dann zusätzlich noch ein Klotz von - meist schlechtem - Bildschirm herumstanden, hatte ich mit meinem kleinen "Kompagnon" zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Nur am Rande sei erwähnt, dass Mac-Rechner mit den PowerPC-Prozessoren eine Legende im Hinblick auf Langlebigkeit geworden sind: so laufen teilweise in Betrieben Macs zur Produktionssteuerung oder als Webserver, die man eigentlich eher im Museum suchen würde... ;-) Im Laufe der Jahre haben mich aber dann doch vor allem drei Vorteile der Mac-Betriebssysteme vollends überzeugt: ihre "Idiotensicherheit", ihre Absturzsicherheit und ihre Betriebssicherheit im Internet.

Das Produkt

Als ich meinen kleinen iMac erwarb, war das "OS X" bereits Gegenstand von vielerlei Spekulationen in der Fachpresse; Apple mochte das "im Werden" begriffene System aber noch nicht ausliefern... so erhielt ich den "kleinen Grünen" mit OS 9.0.4, das ich später auf 9.1 "upgegradet" habe. Erst voriges Jahr konnte ich dann bei ebay einen neuen iMac mit Flachbildschirm erwerben, der dann allerdings auch gleich die derzeit neueste Version des "OS X" - 10.4.8 - mitbrachte. Das "OS X" hat von Anfang an von Apple-Seite Raubtiernamen erhalten - Jaguar, Panther, und meines ist glaube ich der "Tiger" :-) So genau habe ich das nicht verfolgt, solcher Werbe-Firlefanz ist mir eigentlich immer egal - worauf ICH Wert lege, ist ein System das läuft und meine Erfordernisse erfüllt. Das OS X war von Anfang an revolutionär - verglichen mit den alten 9er-Systemen, brachte es eine komplett neue Bedieneroberfläche und ein völlig neues Erscheinungsbild mit sich (von dem übrigens Microsoft mit seinem "Vista" eine Menge "abgekupfert" hat). Zwar konnte man in den "alten" Systemen seinem "Spieltrieb" freien Lauf lassen, was die Gestaltung von Desktop und Menüs, Warntönen und Icons anging; aber letztendlich hatte man dann doch das Gefühl, ein etwas "nostalgisches" System zu bedienen... Unter dem OS X mit seiner sogenannten "Aqua"-Oberfläche fühlt man sich schon optisch in eine völlig neue Welt versetzt. Natürlich gibt es auch hier am oberen Bilschirmrand die Hauptmenüleiste, die die übliche Steuerung der Programme ermöglicht - ganz neu ist aber am unteren Bildrand ein halbtransparentes "Dock", das unabhängig davon den direkten Zugriff auf die maßgeblichsten Gebrauchswerkzeuge ermöglicht, als da etwa sind: der sogenannte "Finder" (bei Apple so etwas wie der "Explorer" in MS); das "Dashboard" (damit kann man auf dem Schreibtisch je nach Bedarf Wetter- und Börseninformationen, Notizzettel oder sogar Flugzeitenplanung etc.etc. nutzbar machen), das EMail-Programm, der Browser, iTunes und iPhoto, iMovie und iDVD, "GarageBand" (ein Musik-Kompositionsprogramm), iWeb (das erlaubt direkte Zuarbeit zur Webseite, wenn man eine solche unter den Apple Internet Services haben sollte), der QuickTimePlayer für mpeg-Videos sowie Systemeinstellungen und anderes mehr. Ich habe übrigens die US-Version zusammen mit einem Rechner gekauft.

Was ist neu gegenüber den 9er Systemen ?

Abgesehen vom Erscheinungsbild, hat Apple mit dem OS X auch mancherlei praktische Neuerungen mit diesem System verbunden. Für Internet-Nutzer mag es am Wichtigsten sein, dass endlich ein eigener Browser in das System eingebunden ist, der aktuell SAFARI heißt und laut einer Auswertung bei web.de der bislang EINZIGE Webbrowser ist, der ALLE Sicherheits-Checks bestanden hat (Stand Dezember 2006); weder der IE noch Firefox noch Opera oder Netscape konnten diesen Level erreichen. In der Tat hat mir dieser Browser auch noch NIE Schwierigkeiten bei der Erreichbarkeit von Webseiten oder der Ausführung irgendwelcher Javascript-Anwendungen gemacht - wo unter meinem alten System der Mozilla manchmal "für IE optimierte" Seiten nicht oder nur fehlerhaft darstellen wollte, gibt es hier keinerlei Einschränkungen mehr. Dazu ist der Browser rasend schnell und baut so manche Seite buchstäblich auf, wenn ich gerade überlegt habe, sie aufzurufen - das ist schon eine faszinierende Sache. Auch bietet "Safari" das sogenannte "private Surfen" - d.h. nach der Aktivierung speichert der Browser jegliche Bewegung im Web NICHT in Cache oder History ;-) Was das eMail-Programm angeht, muss ich dazu bemerken, dass ich auch die Apple Internet Services (Bezahldienst) nutze; daher ist mein Mail-Client automatisch mit dem Webmail-Account bei Apple in Cupertino synchronisiert; ich kann daher keine Angaben machen, inwieweit man ihn auch anderweitig einsetzen kann. Fakt ist für mich: ich kann den Mail-Client problemlos unabhängig vom Browser nutzen; er zeichnet aber auch Mailbewegungen zuverlässig auf, die ich zeitweise über die Apple-Webmail-Funktion erledige.

Ein anderer Bonus des Systems OSX ist die iChat-Funktion für Video-Konferenzen, die auch mit dem AOL Messenger kompatibel ist; hierzu muss ich aber später Ergänzungen liefern, da ich diese Funktion bislang nicht nutzen konnte.

Was mich sehr begeistert hat, ist die Unabhängigkeit des OS X von "fremden" Brennprogrammen. Die vorhandenen Musik-, Videoschnitt,- Foto- und DVD-Programme (iTunes, iMovie, iPhoto und iDVD) können - letztendlich in Zusammenarbeit mit iLife oder unabhängig - jederzeit dazu benutzt werden, Dateien "auf ein Sicherungsmedium zu brennen" oder für sich eine neue CD oder DVD zu gestalten und DIREKT zu brennen. Hierbei kann man dann beispielsweise auch das nette "Spielzeug" der GarageBand-Software nutzen, die eine breite Palette von Musikinstrumenten virtuell bereithält und die Komposition recht anspruchsvoller eigener Musik-Tracks ermöglicht. Natürlich kann man hierzu auch eigene Bilder - die man in Adobe Phostoshop bearbeitet hat - importieren; genauso eigene Videos.

Sehr gern nutze ich unter OS X auch die Notizzettel am "Dashboard"; unter meinem alten System waren Notizzettel eher umständlich zu verwalten, aber nun sind sie ebenso flott zu erstellen wie zu löschen - da spare ich mir manchen Aufkleber ;-)

Ja, natürlich das erwähnte "Dock": hier gibt es insgesamt 17 Symbole der gebräuchlichsten Anwendungen, die bei einfachem Anklicken mit der Maus mit einem kleinen "Hüpfer" zum Leben erwachen und ihren Inhalt offenbaren, mit dem man dann weiter verfahren kann wie man möchte - bzw. hat man beim Browser oder dem Mail-Client oder iChat (einen Internet-Router vorausgesetzt) sofort direkte Verbindung ins WWW.

Ein Gesichtspunkt, der witzigerweise in den USA ein Beweggrund für zahlreiche Firmen war, von Microsoft auf MAC OS X umzusteigen, kann wohl nicht vernachlässigt werden: unter dem Finder (in der Hauptmenüleiste oben) bietet das System, den Papierkorb OHNE Zusatzsoftware SICHER zu löschen - d.h. darin enthaltene Dateien so zu "shreddern", dass sie unwiderruflich NICHT mehr rekonstruiert werden können. Auf jeden Fall ist das ein Argument, wenn man mit sensiblen Geschäftsdaten umgehen muss, die auch nach dem "Verfall" nicht in falsche Hände geraten dürfen ;-)

Ein Kapitel für sich ist die legendäre Sicherheit des Mac in Bezug auf Viren, trojanische Pferde, Würmer etc. Tatsächlich führt der Mac die standardmäßig meist als Windows- .exe oder ähnliche Formate geschriebenen Dateien NICHT aus, da er diese Dateiformate vom System her nicht kennt. Ich weiß aber nun nicht, wie es sich bei Mac-Usern verhält, die - Entschuldigung ! - so dämlich sind, nun unbedingt auf dem Mac irgendwelche Windows-Betriebssysteme laufen lassen zu müssen (es gibt ja tatsächlich Adaptionen). Ich selbst würde so etwas NIE machen, weil´s das nicht braucht... Pressetexte kann man genausogut als Mail verschicken; das benötigt auch nicht mehr Speicherplatz als ein vorgefertigtes .doc, und Grafikdokumente unter Photoshop oder Freehand sind ohnehin in der Regel plattformübergreifend gültig (wenn man weiß wie man´s macht *g*). Beschränkt man sich jedenfalls auf rein Mac-orientierte Ergänzungs-Software, dürfte es eigentlich mit Würmern, Viren etc. keine großen Probleme geben.

Rein optisch bietet das OS X auch allerlei Spielereien, auf die ich aber nun nicht unbedingt angewiesen wäre... etwa die "Ampel-Buttons" oben links an geöffneten Fenstern, die bei "Grün" ein Verkleinern oder Vergrößern des Fensters nach Rechnervoreinstellung, bei "Gelb" so eine Art "Absaugung" ins erwähnte "Dock" hinein mit dortiger Anzeige als Symbol bewirken (= Fenster minimieren) und bei "Rot" das Fenster schließen...

Was mich etwas stört am System OS X ist, dass die Systemaktualisierungen - die man kostenlos über das "Apfelmenü" in der Systemleiste oben links abrufen kann - für die eingebundenen Programme häufig mit gigantischen Datenmengen bis zu 90 MB aufwarten. Nun gut; der Appple-Server lädt zügig und ich habe DSL und eine 160-GB-Festplatte - aber das frisst schon meist eine Menge Speicherplatz; auch wenn der Rechner die nicht mehr benötigten und ersetzten Altdateien dann meistens gleich automatisch in den Papierkorb transferiert und zum "Verschrotten" freigibt... andererseits bringe ich für die wirklich vorbildliche Absturzsicherheit des OS X gerne das Opfer von ein wenig Speicherplatz. Denn trotz häufiger Bewegung großer Datenmengen und komplizierter Bildbearbeitungen habe ich den Rechner unter OS X bislang noch NIE zu einem "Blackout" oder "Einfrieren" bringen können - Letzteres war unter OS 9.1 doch öfter `mal der Fall...

Als ein besonderes PLUS muss ich aber noch hervorheben, dass im System OS X eine Unmenge von Basiskennungen für USB-Geräte integriert sind... so hatte ich zunächst etwas Bedenken, ob der Rechner etwas mit meinem HP 1220 C-Drucker anfangen kann, dessen Software (ebenso wie bei meiner Digicam HP 612) nur auf die 9er Mac-Systeme ausgelegt war - ich habe BEIDE einfach `mal probeweise mit dem USB-Kabel angestöpselt, und das OS X wusste sofort, mit wem es "konferiert" *g*... beide Geräte können OHNE Software-Installation vom Rechner aus entsprechend "gemanagt" werden. Ebenso Kartenlesegerät und USB-Speicherstick... Probleme macht mir nur der Agfa-Scanner, der zwar als USB-Gerät erkannt wird, aber nicht zum Scannen angeregt werden kann... leider kriegt man von Agfa wegen der Insolvenz wohl kein Upgrade mehr für die Software...

Meine derzeitige Meinung und Wertung (Aktualisierung vorbehalten):

Gegenüber meinem 9er Mac-System ist das OS X eine "ganz neue Welt" - die Funktionsvielfalt mit dem Einschluss der Zusammenarbeit so vieler Multimedia-Programme hat mich ehrlich gesagt zunächst einmal ein wenig "erschlagen", und ich muss wohl noch lange "herumtüfteln" und Experimentieren, bis ich das alles völlig realisiert und verinnerlicht habe und auch wirklich die meisten Funktionen für mich perfekt nutzen kann... Derzeit bastle ich bereits an einer eigenen Weihnachts-DVD für nächstes Jahr (ja, nicht lachen, so lange dauert es sicher, bis ich endlich wirklich sicher mit dem Zusammenspiel von Bildbearbeitung, Musik-Komposition, Videoschnitt, Spracheingabe und DVD-Endfertigung zurechtkomme !!!). Das Brennen von CDs ohne extra ein Brennprogramm einschalten zu müssen hat mich jedenfalls ebenso begeistert wie die vielfältigen direkten Nutzungsmöglichkeiten im Web - die ich allerdings teils auch jenen Usern voraushabe, die die Apple Internet Services NICHT nutzen. Dazu zählt die Sofortzugriffs-Nutzung der .mac.com-Homepage unter Einbeziehung des Online-Speichers (iDisc) in direkter Verbindung mit den erwähnten Multimedia-Programmen - hier habe ich nicht nur sämtliche Möglichkeiten, meine grenzenlose Kreativität in jeder Richtung spielerisch auszuleben, sondern auch wirklich professionelle Ergebnisse für mich selbst als auch für PR- oder Pressetätigkeit in einem Umfang zu nutzen, die ich bislang schon etwas vermisst hatte... obwohl mein "kleiner Grüner" unter OS 9.1 als "Arbeitspferd" immer sein Bestes gegeben hat :-)
Als ein Manko mag man ansehen, dass vielerlei Software, die für die "Classic"-Betriebssysteme bis 9.2.2 entwickelt wurde, unter OS X einfach nicht mehr läuft; umgekehrt ist OS X NICHT "abwärtskompatibel" - bei Programmen, die für OS X geschrieben wurden, erkennen die Classic-Systeme beispielsweise die Installationsdateien NICHT als Mac-Datei und öffnen sie nicht. Umgekehrt kann der OS X-basierte Rechner auch ältere Protokolle etwa für Systeme von 8.6 aufwärts nicht mehr identifizieren und lehnt sie ab. Natürlich könnte ich auf dem neuen Rechner das "Classic"-System 9.2.2 noch zusätzlich installieren - aber ehrlich gesagt mag ich parallel laufende Systeme auf einem einzigen Rechner NICHT, da bin ich immer etwas misstrauisch. So mache ich eben bestmögliche Kompromisse und versuche beispielsweise auf meinem "kleinen Grünen" Dateien soweit fertigzustellen, dass ich sie auf ein Dateiformat bringe, die das OS X auch akzeptiert, wenn Datentransfer nötig wird ;-)
Eine Extrabemerkung für die "Zocker": Natürlich gibt es für die Macs NICHT die Menge an Spielen, die für Windows erhältlich sind. Der Mac war aber noch NIE als "Spielzeug" gedacht, sondern stets als solide Arbeitsmaschine mit stabiler Lauffähigkeit und langer Lebensdauer; und in dieser Tradition wurde auch das OS X entwickelt... und unter diesem Gesichtspunkt empfehle ich es mit fünf Sternen uneingeschränkt weiter.

Eine Schlussbemerkung für alle Kleinhirne in der bfz-Verwaltung:
Hiermit nehme ich Bezug auf eine Stellungnahme zu einem Schreiben von mir, in dem ich im Sommer 2006 dem bfz Bayern empfohlen habe, statt der völlig einseitigen Ausrichtung auf Windows auch einige Macs anzuschaffen... das bfz hatte mir damals geantwortet, Macs wären "zu unflexibel, da dieses Betriebssystem nicht auf anderen Rechnern läuft". darauf antworte ich hiermit öffentlich: Na Bravo, liebes bfz in Bayern, dass ihr nach wie vor so flexibel seid, die Bayerische Wirtschaft lieber mit den vielen flexiblen Windows-Viren und -Würmern zu "füttern", weil ihr ja Microsoft so liebt... anstatt mal ein paar Leuten den Umgang mit sicheren Mac-Rechnern schmackhaft zu machen... als die Intelligenz verteilt wurde, hat man in der bfz-Verwaltung offensichtlich vergessen, "HIER!" zu rufen....

...meint jedenfalls PaterBrown für YOPI, 12.2.2007
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PaterBrown
Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
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Annna13
Annna13, 18.02.2007

sh
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