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| erstellt am: |
18.02.2007, von Kanyoka |
| Produktbewertung: |
5
5 |
| Empfehlung: | ja |
| Pro: | Ergreifende Geschichte, die vom Geschichtenschreiber persönlich erzählt wird. |
| Kontra: | Nichts |
„Tupac Resurrection“ zu deutsch etwa „Tupac die Auferstehung“ ist ein Dokumentarfilm über Tupac Shakur, der 1996 in Las Vegas erschossen wurde.
Tupac Amaru Shakur wurde am 16.6.1971 in Brooklyn als Lesane Parish Crooks geboren und wuchs gemeinsam mit seiner drogenabhängigen Mutter in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Stiefvater, Dr. Mutulu Shakur, wurde wegen eines Banküberfalles zu 60 Jahren Haft verurteilt. Seine Eltern waren Mitglieder der Black-Panther Bewegung, einer Bürgerrechts- und Selbstschutzbewegung der Afro-Amerikaner in den USA. Dieser Bewegung und seinen Eltern verdankt er seinen Namen Tupac Amaru, der eine Anspielung auf einen Freiheitskämpfer in der Inka-Zeit. 1986 zog Tupac gemeinsam mit seiner Mutter nach Baltimore. Dort besuchte er die Baltimore School for the Arts. Dort spielte er Theater und belegte Kurse in Ballett sowie in Literatur. Zu dieser Zeit begann er auch zu rappen. Zwei Jahre später zogen sie erneut weg, diesmal nach Marin City, deshalb brach Tupac die Schule ab. Er suchte nach einer Vaterrolle und fand sie in den Ghettos von Oakland; nämlich Zuhälter und Drogendealer. Doch er kam mit Leuten aus dem Musikgeschäft in Berührung, die ihn schlussendlich in die Rapgruppe Digital Underground integrierten. Mit dem Lied der Gruppe „Same Song“ wurden einige auf ihn aufmerksam und er bekam letztenendes einen Vertrag bei Interscope Records. 1991 veröffentliche Tupac sein erstes Album, in den nächsten Jahren folgten weitere.
Während seiner Karriere kam er des öfteren mit dem Gesetz, speziell mit der Polizei, in Berührung und musste sich mehrmals wegen Gewaltverbrechen vor Gericht verantworten. Doch sein Leben bestand aus mehr als nur Musik, Drogen und Gewalt. Er war sehr sozial engagiert und war Vorsitzender der Junior-Black-Panthers und hat, unter Anderem, ein Sorgentelefon für hilfsbedürftige Kinder eingerichtet.
1994 wurde er von fünf Kugeln getroffen. Er überlebte und machte für die Schießerei The Notorious B.I.G sowie P.Diddy verantwortlich, was am Ende im Streit zwischen der East-(P.Diddy & B.IG) und der Westcoast (Tupac) führte. Ein Jahr später wurde er wegen sexueller Belästigung – wofür es keine Beweise gab – zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt, von denen er jedoch „nur“ elfeinhalb Monate absaß. Suge Knight der Chef von Death Row Records kaufte ihn für 1,4 Millionen US Dollar frei – im Gegenzug dazu, musste Tupac unter seinem Label drei Alben veröffentlichen.
1996 wurde Tupac, nach einem Boxkampf den er sich gemeinsam mit Suge Knight ansah, erneut angeschossen. Am siebten Tag im Krankenhaus erlag er den Verletzungen. Bis heute ist der Mord ungeklärt.
Das alles, nur persönlicher und mit viel mehr Details, erzählt Tupac Shakur persönlich in „Tupac Resurrection“. Er erzählt seine eigene Geschichte mit seinen eigenen Worten. Dazu werden Bilder von ihm eingeblendet die ihn als Jugendlichen zeigen und am Ende als erwachsenen Mann, der einerseits ein Rebell war anderseits aber auch sehr sensibel und verletzlich. Seine Freunde, Snoop Dogg, Jada Pinkett Smith und weitere erzählen nach dem Film, wie sie Tupac erlebt haben. Manche von ihnen fangen auch an zu weinen. Im Dokumentarfilm kommt auch der Streit zwischen B.I.G und Tupac vor, wie er begann und wie er von den Medien hoch gepuscht wurde. Shakur erzählt von seinen Schlägereien und seinen Bekanntschaften, wie er Partys feiert und welche Probleme er mit der Polizei und den Rassisten hat. Ich finde den gesamten Film sehr inspirierend und persönlich. Er erklärt selbst seine eigene Idee des „THUG LIFE“ und erzählt über das Leben im Ghetto, und wie er begann es zu realisieren.
Daten zur DVD:
Laufzeit: ca. 108 Min.
Anzahl DVDs: 1
Specials:
-Audiokommentar von Tupacs Mutter, Afeni Shakur, Regisseur Lauren Lazin und Überraschungsgäste
-4 entfernte Szenen
-Exklusive Interviews
-Malcolm X Dinner Rede
-Deposition
-Über den Resurrection Soundtrack
-Musikvideos
-Erinnerungen an Tupac
-Mutulu Shakur Interview
-Das Tupac Amaru Shakur-Center für Künste
-Trailer
-Bootleg this!
-Widescreen Version
-Dolby Digital 5.1
-Deutsche Untertitel
Fazit:
Ein Dokumentarfilm, der mich immer wieder aufs neue inspiriert. Die Idee die Geschichte von Tupac selbst erzählen zu lassen, finde ich schlichtweg genial. Niemand sonst hätte sein Leben besser und eindringlicher erzählen können, als er selbst. Er kam von ganz unten und starb, als er ganz oben war. Eine unglaubliche Geschichte. Deshalb gibt’s auch eine Empfehlung von mir für diese DVD; jeder, der mit solchen Themen – es geht hierbei gar nicht so sehr um seine Musik – etwas anfangen kann, sollte hier zugreifen.
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