Wie ich meinen Eltern den letzten Nerv raubte (Taschenbuch) / Simon Brett Testbericht
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Erfahrungsbericht von Testerlady
Urkomischer Enthüllungsroman
Pro:
bringt einen zum Lachen, Schreibstil des Autors
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Nein
„Rahmendaten“ zum Buch
Das Buch wurde von Simon Brett geschrieben. Brett wurde 1945 geboren, studierte Anglistik und Geschichte und war lange Zeit als Produzent und Autor für TV und Fernsehen tätig. Seit 1979 ist er erfolgreicher Krimi-, Drehbuch- und Hörfunkautor, und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
„Wie ich meinen Eltern den letzten Nerv raubte- Enthüllungen eines Säuglings“ erschien 1992 unter dem englischen Originaltitel „How to be a Little Sod“. Auf Deutsch ist es seit 1994 erhältlich – hier veröffentlichte es der Knaur-Verlag unter der ISBN 3-426-72204-6.
Die Ausgabe, die ich mein Eigen nenne, ist von 1998. Damals habe ich 12,00 D-Mark dafür bezahlt. Meine Taschenbuchausgabe (die das gleiche Cover hat, wie auf dem hier veröffentlichten Foto), ist – soweit ich weiß – nicht mehr erhältlich, außer vielleicht auf dem Flohmarkt. Die aktuellere Ausgabe von 2004 ist zwar ebenfalls im Knaur-Verlag erschienen, hat aber ein anderes Cover und auch eine andere ISBN: 978-342 662 71 43. Jetzt kostet es 7,95 Euro.
Was allerdings beide Ausgaben gemeinsam haben, sind die witzigen Illustrationen von Tony Ross, der 1938 in England geboren ist und seine Ausbildung an der „Liverpool School of Art“ machte. Ross ist einer der beliebtesten Bilderbuch-Illustratoren Englands. 1986 erhielt er den Deutschen Bilderbuchpreis.
Zur Story
Wer Babys bisher langweilig fand, weil sie sowieso tagtäglich nur den 4 ewig gleichen Tagesbeschäftigungen (Schlafen, Essen/Trinken, Windeln voll machen und Schreien) nachgehen, wird in Simon Brett´s Buch eines besseren belehrt.
In Tagebuchform erzählt ein Säugling darüber, dass alle seine Handlungen nur ein Ziel haben: Seinen Eltern klar zu machen, dass er der neue BOSS in der frisch gebackenen Familie ist. Dabei hat das Vorgehen des kleinen Kerls – der den Namen, den ihm seine Eltern gegeben haben, für so schrecklich befindet, dass er ihn lieber unerwähnt lässt – scheinbar wirklich Methode.
Ob er sich nun darüber mokiert, dass an dem Mobile über seinem Bettchen Krokodile hängen und Kindern dadurch vermittelt wird, Krokodile seien liebenswerte Schmusetiere, oder er der Katze das Leben zur Hölle macht, dieses Baby ist wirklich ein kleiner Satansbraten.
Ich gebe euch einfach mal einen kleinen Auszug aus dem Buch:
Zitat:
„ Sehr zufrieden stellende Konfrontation mit der Katze heute. Sie kam nachmittags in mein Zimmer, als ich gerade schlafen sollte. Ich habe nicht sofort angefangen zu schreien. Nein, ich habe gewartet, bis sie wie üblich die Decke durchgewalkt und sich auf dem Sofa niedergelassen hatte. […]
Dann habe ich einen neuen Trick ausprobiert, für den ich schon eine ganze Weile übe. Ich schlage ganz heftig mit den Armen um mich, wobei meine Fingernägel mir fast immer einen schönen Kratzer auf der Backe bescheren.
Als ich so zu einer netten kleinen Schramme gekommen war, fing ich an, laut zu brüllen. Sie [also die Mutter – Anmerkung meinerseits] kam sofort in mein Zimmer. Ein Blick auf mein Gesicht, und sie zog sofort den von mir beabsichtigten voreiligen Schluss.
Bevor die Katze sich versah, prasselten unbarmherzig Schläge auf sie nieder […]“
Doch nicht nur die Katze wird Opfer der kleinen Tyranneien des Babys. Das Mini-Monster schielt, wenn es mit seiner Mutter allein ist, nur um ihre ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen, selbst wenn das bedeutet, dass seine Mutter mit sorgenvollem Gesicht durch die Gegend läuft. Sein erstes Lächeln dient nur der Wiedergutmachung, damit die arme Mutter nicht völlig ausflippt.
Bekommt der Junior mit, dass seine Eltern ein Schäferstündchen planen, bemüht er sich nach Leibeskräften, dauerhaft zu brüllen, nur um sie daran zu hindern.
Nachdem er das Krabbeln für sich entdeckt hat, müssen Bücher, Töpfe und Porzellanfiguren dran glauben, einfach nur, weil’s ja sooo schön scheppert, wenn etwas zu Bruch geht.
Und die genannten sind nur ein paar Beispiele dessen, was das Baby innerhalb seiner ersten (im Buch auf 219 Seiten beschriebenen) 12 Lebensmonate an kleineren und größeren Gemeinheiten auf Lager hat, um seine Position als Familienmittelpunkt zu festigen.
Fazit
Dieses Buch ist so witzig geschrieben, dass ich eine unbedingte Lese-Empfehlung für all jene ausspreche, die nicht nur gern lesen, sondern auch gern lachen – unabhängig davon, ob es sich um (werdende/ frisch gebackene/langjährige) Eltern oder kinderlose Leser handelt. In der Tradition der „Guck mal, wer da spricht“ – Filme wird uns Erwachsenen vor Augen geführt, wie urkomisch es für ein Baby eigentlich sein müsste, wenn es mit Sätzen wie „Ja, mein kleiner Schatz, jetzt machen wir fein Happa Happa!“ angesprochen wird. Und wer weiß schon, ob der Nachwuchs sich nicht tatsächlich durch die Babysprache verschaukelt fühlt?!
20 Bewertungen, 10 Kommentare
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16.12.2007, 03:12 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichEinen schönen 3. Advent! SH und LG Miraculix1967
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15.12.2007, 20:09 Uhr von testi07
Bewertung: sehr hilfreichgeb dir ma n sh dafür! gruß martin
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15.12.2007, 19:35 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr informativ beschrieben, ich wünsch Dir einen schönen ****3. Advent***
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15.12.2007, 17:39 Uhr von DOMMEL
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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15.12.2007, 17:21 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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15.12.2007, 17:16 Uhr von doelau
Bewertung: sehr hilfreichsh vom Gegenleser doelau
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15.12.2007, 16:58 Uhr von echodelta
Bewertung: sehr hilfreichAuch ohne Buch schaffen meine drei Kids das auch so schon super! LOL KAI
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15.12.2007, 16:44 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan ;>))))
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15.12.2007, 16:39 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichl.g. petra
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15.12.2007, 15:30 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichdas ist ein klasse Buch
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