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| Letzte Aktualisierung am: |
09.07.2008, von BartWux |
| Produktbewertung: |
5
5 |
| Empfehlung: | ja |
| Pro: | Brutalität, Action, viele Waffen |
| Kontra: | Schlechte Designentscheidungen, teils unfair und frustig, miese Kamera |
Team Ninja hatte die Xbox fest im Griff. Zum Launch bot Dead or Alive 3 einen guten Ausblick auf das, was die Power der neuen Konsole ermöglichen sollte und später lösten sie mit Ninja Gaiden das ein, was sie mit DOA3 versprochen hatten. Grafisch wie spielerisch stellte das Game für viele Gamer den Höhepunkt von Microsofts Konsolendebut dar. Schwierigkeitsgrad und das sagenhaft schnelle, flüssige Gameplay verhalfen NG zu Recht zum Ruf, eines der besten Actionspiele aller Zeiten gewesen zu sein. Klar, dass die Erwartungen an den Nachfolger hoch hängen. Wir sehen, was das Ninjateam aus Ryus jüngstem Auftritt gemacht haben.
Suche das Drachenschwert! Oder das Archfiend! Oder irgendwas ...
Die Story beginnt mit einer extrem leicht bekleideten, dafür brustmäßig umso üppiger ausgestatteten Blondine, die nach Ryu sucht. Ihr Glück, dass sie von einer Horde Ninja angegriffen wird, denn das ruft unseren Mann auf den Plan. Es stellt sich heraus, dass eine Dame namens Elizebet ein Wesen namens Archfiend herauf beschwören will, um die Welt ins Chaos zu stürzen. (Zyniker mögen angesichts der politischen Entwicklung der letzten Jahre anmerken, dass die Gute damit etwas zu spät ist.) So liegt es an Ryu und Sonia (so der Name der Brüste), eben dies zu verhindern. Leider hat die Story relativ wenig Bezug zum Spiel. Hauptsächlich leiten Texte zu Beginn der Missionen selbige ein, aber warum Ryu von New York so schnell zur Aqua Stadt kommt, ist nicht wirklich ersichtlich. Wie nicht anders zu erwarten, nimmt die Geschichte in Anbetracht der Action ein wenig eine Hintergrundposition ein.
Wer hat Action gesagt?
Bereits der Vorgänger war bekannt für sein schnelles Gameplay, doch NG2 legt noch einmal gewaltig einen drauf. In engen und gradlinigen Leveln kämpft sich Ryu aus der Perspektive der dritten Person durch Horden von Ninja, Zombies, Monstern und Käfern (?). Zwei Attacken für den Nahkampf, eine für den Fernkampf, eine Taste je für den Block und den Sprung stellen das Grundgerüst, mit dem Ryu überleben muss. Seine Waffen sind vielfältig. Angefangen mit dem bekannten Drachenschwert über den Lunarstab, der in den Expansionpacks eingeführt wurde bis hin zu einer Sense ist einiges an Auswahl dabei. An Fernwaffen erhaltet ihr Pfeil und Bogen, Ninjasterne sowie eine sehr effektive Gatlinggun, die aber nur unter Wasser funktioniert. NG2 macht dabei von Beginn an keine Gefangenen.
Ninja Gayden ... sorry ...
Nach dem Startbildschirm dürft ihr einen von zwei Schwierigkeitsgraden auswählen und auch wenn unter Fans der leichtere als "Pussy-Modus" bezeichnet wird, so ist eines ganz klar festzuhalten: Löst euch von der Vorstellung, dass NG2 so was wie einen einfachen Schwierigkeitsgrad hätte! NG2 bietet euch die Wahl zwischen hart und verdammt hart. Was hier als einfachster Schwierigkeitsgrad verkauft wird, ist bei anderen Spielen der freispielbare Extreme-Modus. Aber anders wollen es die Fans ja auch nicht haben, oder? Wie schon im Vorgänger läuft ohne Vorbereitung nichts. Selbst der kleinste Ninja kann euch lebensgefährlich verletzten, wenn ihr nicht aufpasst. Sorgfältiges Blocken, rechtzeitiges Ausweichen und geschickter Einsatz der aufladbaren Spezialattacke sind die Schlüssel zum Erfolg. Im Gegensatz zum Vorgänger regeneriert sich die Gesundheit nach Kämpfen sogar zum Teil und beim Speichern an den Statuen wird ebenfalls die Gesundheit vollständig aufgefüllt. Das vereinfacht das Spiel ein wenig, aber wirklich nur ein wenig.
Positiv ist zu vermerken, dass sich die Waffen allesamt toll anfühlen und Ryu sich sehr direkt und präzise steuern lässt. Jedes Gerät im Spiel hat einige Moves, Stärken und Schwächen, die es zu beherrschen gilt. Ihr könnt bei einer Waffe bleiben und diese sofort maximal mit den gelben Essenzen aufleveln, die Gegner hinterlassen oder je nach Gegnertyp variieren. Es gibt sogar Achievements, die Spieler belohnen, wenn sie das Game mit nur einer einzigen Waffe durchspielen. Das beißt sich freilich damit, dass der größte Spaßfaktor des Games eben die vielen, abwechslungsreichen Waffen sind. Der Fun kommt grad durch diese Abwechslung in den Waffen. Abgesehen davon, dass man das Game dann für alle Achievements inklusive denen für die Schwierigkeitsgrade so um die zehn Mal durchspielen müsste.
Zaubersprüche runden Ryus Repertoire ab, sodass unser Ninja wirklich die reinste Kampfmaschine ist. Neu hinzugekommen sind die Finishingmanöver. Hat Ryu einem Gegner eine Gliedmaße entfernt, was im Getümmel schnell passiert, so kann er durch Druck der Y Taste einen Finishingmove ausführen. Diese Manöver variieren, je nach abgeschlagener Gliedmaße, Waffe und Gegner.
Sie sind gestorben. Meinen Sie, Sie halten beim dritten Mal länger durch?
Die vielen Moves Ryus sind wie gesagt auch bitter nötig. NG stand immer im Ruf zwar sehr schwer, aber niemals unfair zu sein. Niederlagen sollten immer dem Spieler, nie aber dem Spiel zuzuschreiben sein. Wer dies allen Ernstes noch zum zweiten Teil sagt, kann nur noch als verblendet bezeichnet werden. NG2 ist unfair. Ihr werdet dutzende Male sterben ohne dass es eure Schuld war. Die Gegner bombardieren euch mit Aktionen, dass euch Hören und Sehen vergeht. Wenn ein Dutzend Ninjas mit explosiven Shurikens auf einmal angreifen, dann geht die eine oder andere Aktion durch. Daran kann auch der beste Spieler nichts ändern. Manche Gegner können Ryu greifen oder sie attackieren mit Rammattacken von außerhalb des Bildschirms, die Ryus Gesundheitsleiste erheblich reduzieren. Im Kugelhagel oder unter Granatenbeschuss ist Ryu oftmals nur Sklave seiner Animationen. Viel zu wollen ist hier gegen nicht. Das Schlimmste aber ist hierbei die Kamera. Es ist schwer zu beschreiben, wie schlecht sie wirklich ist. TeamNinja hat eine sehr üble Kombination in NG2 eingebaut. Sie haben die Spielgeschwindigkeit gefühlt verdoppelt. Sie haben die Gengeranzahl verdreifacht. Sie haben die Splattereffekte vervierfacht und somit das bisher blutigste Spiel dieser Generation erschaffen. NG2 ist ein Splatterfestival, gegen das selbst Soldier of Fortune harmlos wirkt. Dutzende Körperteile und Hektoliterweise Blut bedecken den Bildschirm und vor lauter wuselnder Ninja und Explosionen geht die Übersicht sehr schnell verloren. Denn eines hat man unangetastet gelassen: Nämlich die miserable Kamera des Vorgängers. Sie ist in jeder Hinsicht unfähig, dem Geschehen zu folgen. Hektisch versucht sie, Ryus Bewegungen nachzuvollziehen und bleibt trotzdem immer hintendran. Zusammen mit den teilweise sehr engen Leveln und dem niedrigen Blickwinkel führt dies dazu, dass ihr einen Großteil der Treffer, die ihr einstecken werdet, gar nicht sehen konntet. Ob ihr euch mit dem rechten Stick oder dem Trigger um Abhilfe bemüht, es hilft nichts. Gegner attackieren aus dem Off heraus, der Ursprung der Raketen ist schwer zu ermitteln und wenn euch Gegner in den Rücken fallen, die vor einer Sekunde noch nicht da waren, hätte selbst eine gute Kamera Probleme gehabt. Auf verlorenem Posten steht man, wenn man in engen, von unsichtbaren Wänden abgegrenzten Areal eine Wasserschlange besiegen soll. Noch schlimmer ist ein Wurm in seinem Bau, in dem wir ungelogen nach Gefühl und Gehör gekämpft haben. Wir wissen nicht, was schlimmer ist: Dass wir dazu gezwungen waren oder dass es Erfolg hatte.
Spielspaßstörer sind vor allem die Gegner mit Fernattacken. Noch dazu fliegende Gegner mit Fernattacke, sodass man diese nicht mal richtig angreifen kann. Hier helfen nur Projektilattacken, um aber effektiv zu treffen, muss Ryu still stehen. Still stehen ist keine gute Idee, wenn ein halbes Dutzend Drachen um einen rum stehen und Feuerbälle spucken. Zumal jeder Treffer dazu führt, dass man Ryu neu ausrichten darf.
Hab' kein Bock zu kämpfen, geh ruhig weiter!
Die Bosse, Highlights eines jeden guten Actiontitels, sind leider ähnlich wie im Vorgänger nicht ganz ausbalanciert. Auf der einen Seite kommt bereits in Chapter 2 ein Gegner, der viele Spieler zur Aufgabe zwingen dürfte (Erinnerungen an den Nunchukumeister aus Teil 1 werden wach), auf der anderen Seite trifft man im schwierigen achten Kapitel auf einen Boss, der so schnell drauf geht, dass man das Gefühl hat, er wollte gar nicht gewinnen. Und von dem explodierenden Boss habt ihr wahrscheinlich schon gehört. Dazu kommt, dass das Game mit Optionen lockt, die gar nicht da sind. In einer Szene sieht es so aus, als könnte Ryu sich unbemerkt an die Gegner heran schleichen, aber egal, wie leise und scheinbar vorsichtig Ryu vorgeht, ab einem bestimmten Punkt erscheinen die Gegner und wissen sofort wo Ryu ist. Gegen schwere Spiele ist nichts zu sagen, sofern sie fair und spielbar bleiben. Dem Vorgänger darf man das gerne zusprechen. Wenn man aber ein Spiel so schnell und hektisch macht wie NG2, dann muss die Übersicht dazu stimmen. Gelingt es nicht, die schnelle Action ansprechend einzufangen, artet das Game in eine Mischung aus Glück und Frust aus. Dieses ist nicht immer in NG2 der Fall, aber doch öfter als im Vorgänger. Die Level zu eng, das Blut zu übertrieben, das Geschehen zu schnell, die Kamera überfordert. Diese Probleme fallen bereits im ersten Kampf auf und werden im weiteren Spielverlauf eher schlimmer als besser.
Es scheint, als habe man bei dem Versuch, NG2 sowohl für Neulinge wie für alteingesessene Fans interessant zu machen, schlicht das Ziel verfehlt und die Balance völlig über Bord geworfen. Zum einen haben wir die regenerierende Gesundheit und die vermehrten Speicherstatuen, auf der anderen Seite kommen aber plötzlich Gegner, die euch mit einem willkürlichen Wurf die halbe Energieleiste abziehen oder die aus hundert Meter Entfernung punktgenau ein Dutzend Raketen vor eure Füße ballern. Die Endgegner kommen ohne jede Hilfe oder Tips daher. Oft genug verpuffen Angriffe wirkungslos, bis man endlich die Schwachstelle entdeckt hat. Zum Experimentieren aber fehlt gegen die erbarmungslosen Bosse schlichtweg die Zeit. Trial'n'Error heißt daher die Devise, die denkbar schlechteste aller Herangehensweisen.
Super Ninja Galaxy
Als kleine Ablenkung bietet NG eine Reihe von Geschicklichkeitseinlagen. So müsst ihr euch an Wänden entlang hangeln oder über Zahnräder einen Turm erklimmen. Dank der Kamera kommt auch hier Frust auf, trotz Ryus großzügiger und präziser Sprünge. Stürze machen dem Superninja zwar nichts aus, aber wenn man immer wieder vom Grund aus neu anfangen muss, ist das nervig genug.
Alles halb so wild?
All die erwähnten Makel sind äußerst bedauerlich, denn auch wenn sie den Spielspaß beizeiten trüben, so verbleiben doch genug Momente, in denen das alte NinjaGaiden Feeling wieder aufkommt. Ein intensiver Kampf, in dem ihr einen übermächtig erscheinenden Gegner durch geschicktes Blocken und schnelle Reaktionen in seine Schranken verwiesen habt, zaubert ein Lächeln der Zufriedenheit auf das Gesicht des Gamers mit den schweißnassen Händen, wie es nur sehr wenige Spiele schaffen. Schlussendlich hat man ja die Stärken des Vorgängers nicht gänzlich über Bord geschmissen. Man hat sie nur unter den zum Großteil nicht optimal gelungenen Neuerungen und Verschlimmbesserungen etwas versteckt. Die NinjaGaiden Fans werden diese Szenen mit zusammen gekniffenen Lippen spielen und sich auf die nächste Szene freuen, in der NG2 zu alter Stärke zurück findet.
Gehen Ninja eigentlich in Rente?
Bisher war TeamNinja auch für ihre wegweisende Technik bekannt. DOA3 ist bis heute eines der schönsten Spiele für die Xbox, gleiches gilt für Ninja Gaiden. Doch bereits mit DOA4 zeichnete sich eines ab. TeamNinja war einfach ihrer Zeit etwas voraus. Die Zeit hat sie nun eingeholt und der Wow-Effekt, den sie damals einholen konnten, besteht nicht mehr. Zu sagen, dass ihre Spiele schlecht aussehen, wäre sicher vermessen, aber es fallen doch genug Fehler auf, die nicht mehr zeitgemäß sind. Gerade die Unbeständigkeit in NG2 aber ist bedauerlich. Auf der Plusseite stehen zum einen Ryus Animationen, die butterweich und meist fließend sind. Nett sind Details wie das Reinigen seiner Waffen, indem Ryu das Blut vom Drachenschwert schlägt. Auch sind die meisten Gegner, insbesondere die Bosse genial designt, wenngleich manche zu offensichtlich auf "böse" getrimmt sind. Die Kampfmanöver gehören zum Spektakulärsten, was man im Actionbereich zu sehen bekommt. Allerdings sind diese teilweise wirklich so dermaßen schnell, dass man nur noch einen Schatten erkennt und von den eigentlichen Animationen kaum noch etwas übrig ist. Umgebungen wie die Aqua-Stadt oder New York können gefallen, das Wurmloch ist eher öde und Chapter 9 ist regelrecht hässlich. Dunkel, triste und künstlich wirkt der Dschungel hier, Wasserspiegelungen werden vermisst und Clippingfehler treten öfters auf. Vom öfters erwähnten Ruckeln oder von Slowdowns hingegen war nichts zu sehen, mit Ausnahme einer Stelle, an der es wohl als Stilmittel gedacht war. Negativ fallen die langen und sehr häufigen Ladezeiten auf. Sogar das Pausenmenü braucht eine Sekunde Ladezeit. Dafür gefällt der brachiale Soundtrack, der zu den Fights passt wie die Faust auf das viel zitierte Sehorgan. Ebenfalls brutal schön klingen die Kampfeffekte, egal ob es das Zischen des Drachenschwertes ist, wenn es durch Haut, Muskeln und Knochen jagt oder der Lunarstab, wenn er einen Schädel zerschmettert. Netterweise bietet das Spiel zwei Synchronisationen auf der DVD, japanisch sowie englisch, wobei die englische sogar erstaunlich gut gelungen ist. Ryu ist sogar für den einen oder anderen coolen Spruch gut ohne dabei zum Quatschkopf zu mutieren, ein Kunststück, dass Genrekollege Dante mehr und mehr Probleme bereitet. Untertitel können zusätzlich in deutsch eingeblendet werden.
Auch der Umfang kann zufrieden stellen, denn mit seinen verschiedenen Schwierigkeitsgraden bietet das Spiel genug Raum für einen zweiten Durchgang. Ryus Waffen und Gesundheitleiste können übernommen werden, jedoch nur auf dem gleichen Schwierigkeitsgrad. Sinnvoller wäre es gewesen, mit dem gestärkten Ryu die höheren Schwierigkeitsgrade in Angriff zu nehmen. Optionale und versteckte Bonusmissionen ähnlich den Geheimmissionen aus Devil May Cry liefern weiteren Anreiz, die Level zu durchsuchen. Wobei dank der generellen Herausforderung des Spiels bereits der erste Durchgang einige Zeit beschäftigen dürfte. Dadurch muss man auch sagen, dass einem das Spiel wohl etwas länger vorkommt als denn tatsächlich ist. Wie dem auch sei, genug Zeit kann man mit dem Game verbringen, um den Kaufpreis zu rechtfertigen, so man natürlich nicht in Level 2 entnervt aufgibt.
Fazit: Pfad der Pussy
Lange habe ich damals gezögert, um mir Ninja Gaiden zu holen. Einmal wegen der Angst vor dem Schwierigkeitsgrad, aber auch wegen der europaweiten Zensur. Mit NG Black hatte sich der letzte Punkt erledigt und ich griff auf gut Glück zu. Auch wenn die eine oder andere sehr haarige Stelle im Spiel war, ich erinnere mich an das Skelett, dass ich ohne Heiltränke erlegen musste, so war doch jede Stelle schaffbar. Ähnlich wie Splinter Cell relativierte sich der Schwierigkeitsgrad, sowie man das Spiel begriffen hatte. Dieses Kunststück schafft NG2 leider nicht ganz. Das schnelle Gameplay und die ultraharten Kämpfe halten anfangs bei Laune, aber schnell stellt man fest, dass NG2 nicht die Stärke hat, die der Vorgänger seinerzeit hatte. Zu viele diesmal wirklich unfaire und frustig schwierige Stellen werden sowohl Neulinge wie auch den einen oder anderen Fan der Serie abschrecken. Auch ein perfekter Spieler kann in NG2 einen Kampf verlieren, wenn er Pech hat. Die Kamera ist ohne Zweifel einer der schlechtesten im Bereich interaktives Medium überhaupt. Sie ist so schlecht, dass man sie beinahe nur noch absichtlich so mies designen kann, ansonsten ist fraglich, wieso während der Entwicklung niemand auf die Idee kam, mal anzumerken, dass man die Kamera ändern sollte.
Die Entwickler hatten scheinbar nur eine Idee, das grandiose Ninja Gaiden zu verbessern: Mehr Speed und mehr Blut. Grundsätzlich ist das auch sicherlich ein guter Ansatz, aber wenn man den Rest so gnadenlos vernachlässigt, die Kamera nicht anpasst, sich auf eine X Jahre alte Grafikengine verlässt, die 2008 einfach nicht mehr das bieten kann, was man vom Namen erwartet und einige unfaire Stellen einbaut, dann kommt am Ende ein Game heraus, dass alles ist, nur nicht besser als der Vorgänger. Schade, denn in seinen guten Momenten, von denen das Spiel immer noch einige hat, bietet es die beste und brachialste Action, die man mit dem Pad steuern kann. Für Fans des Vorgängers ist der Titel damit Anspielpflicht, und sie dürften am Ende auch durchaus zufrieden sein. Wer jedoch dem Erstling auf Microsofts Konsole nicht zugeneigt war oder wer ihn bereits für seine persönliche Schmerzgrenze hielt, der sollte um NG2 lieber einen Bogen machen.
Bericht ebenfalls verfügbar auf ciao.de
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