Ich würde sagen, Kowalski ist der zweitgrößte Lampenhersteller hinter Hartenberger. Die Hartenberger Lampen sind aber zum Teil wirklich unbezahlbar, daher fiehl meine Wahl auf diese kleine kompakte Lampe von Kowalski.
Die Lampe ist 186 mm lang und hat einen Durchmesser von 64 mm.
Das Gehäuse der Classic 620 besteht aus einem salzwasserbeständigen Aluminium. Die Frontscheibe besteht aus Mineralglas.
Sie hat ein Überwassergewicht von 1.100 gr. mit einem Abtrieb, im Wasser, von 480 gr. Sie hält einem Druck entsprechend einer Tauchtiefe von 200 m aus, was für Sporttaucher mehr als genug ist.
Die Lampe hat einen Leuchtwinkel von 10° Spot. Als Brenner kann man 10 W oder 20 W Halogen-Birnen verwenden. Die Leistung ist stufenlos dimmbar von 100 bis 20 %. Die Akkuleistung beträgt 7,2 V/ 3,0 Ah mit einer Brenndauer von 45 Minuten bei 100 % Leistung und bis zu 140 Minuten bei 20 % Leistung.
Während die Lampe brennt leuchtet an der Rückseite eine Kontrolliode grün. 5 -10 Minuten bevor der Akku leer ist blinkt der Halogenleuchter 3 x und die Kontrolliode beginnt rot zu leuchten. Am Ende der Brenndauer schaltet der Tiefentladeschutz die Lampe aus.
Je nach Entleerungsgrad des Akkus dauert die Ladezeit bis maximal 4 Stunden. Das mitgelieferte Ladegerät kann ohne öffnen der Lampe, was ein großer Vorteil gegenüber der Lampen von Hartenberger ist, angeschlossen werden. Es ist außerdem so intelligent, sich selbständig auf die richtige Netzspannung einzustellen (90 - 264 VAC).
Außerdem verfügt die Classic 620 über ein intelligentes Sicherheitssystem. Sollte vor oder während des Ladevorgang die Lampe warm werden oder ein anderer Fehler vorliegen, so bricht sie selbständig den Ladevorgang ab und beginnt rot zu blinken. Außerdem beginnt sie nicht mit dem Ladevorgang, wenn sie eingeschaltet ist. Solange die Lampe lädt leuchtet die Kontrolliode rot, ist der Akku voll schaltet sie auf grün um und die Lampe schaltet auf Erhaltungsladung. Um die Kapazität des Akkus zu erhalten empfiehlt der Hersteller eine regelmäßige Verwendung der Lampe und sie einmal im Monat komplett zu entladen.
Wenn man die Lampe mehrmals am Tag verwenden möchte ist eine Nachladung bedenkenlos. Am Ende das Tages sollte der Akku komplett entleert und wieder geladen werden. So spielt auch der sogenannte "Memory-Effekt" keine Rolle.
Lagern sollte man die Lampe geladen.
Eigentlich kann man gar nichts mehr falsch machen.
Das Öffnen der Lampe, zum Austausch der Halogen-Leuchte, oder um sie auszubauen, da man sie ansonsten nicht mit in ein Flugzeug nehmen dürfte, braucht man nur die beiden Madenschrauben am hinteren Gehäuseende herausdrehen. Jetzt kann man mit einer Hand das Gehäuse festhalten und mit der Anderen am Griff Drehen und das Innenleben heraus ziehen. Ganz einfach.
Bevor man die Lampe wieder schließt sollte man den O-Ring und die Dichtungsflächen mit einem fusselfreien Tuch leicht mit Silikonfett einfetten.
Ein weiterer Vorteil der Kowalski ist, dass sie auch über Wasser unbegrenzt eingesetzt werden kann. Die hierbei entstehende leichte Selbsterwärmung schadet nicht. Manche andere Tauchlampe wird so heiß, dass man sie über Wasser gar nicht verwenden kann.
Für mich ist diese Lampe für alle Gelegenheiten völlig ausreichend. Ob bei Nachttauchgängen, Tauchgängen in einem unserer heimischen Seen oder im Meer, da man die Leuchtkraft den entsprechenden Gewässern und Lichtverhältnissen anpassen kann. Ich bin begeistert von dieser Lampe. Sie ist meiner Meinung nach nicht nur als Zweitlampe zu gebrauchen, sondern für die Bedürfnisse von Sporttauchern völlig ausreichend.
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