Pro:
Eine weitere Variante von Süssigkeiten
Kontra:
Die Platzierung als hochwertiges Lebensmittel
Empfehlung:
Nein
Die Milchschnitte wird von Ferrero als hochwertiges Lebensmittel, besonders als Zwischenmahlzeit plaziert. Tatsächlich sieht man, wie überall dieses Produkt im Alltag konsumiert wird. Und zwar nicht als Süssigkeit - also Genussmittel, sondern als Beitrag zur Ernährung. Tatsache ist aber, dass dieses Produkt 26% Fett enthält - ein Wert, den viele Konsumenten nicht mal mehr bei Ihrer Salami akzeptieren - sowie 33% isolierte Kohlenhydrate, zumeist Zucker - mehr als in einem Glas Cola enthalten ist. Die 2 Esslöffel Milch, die als Imageträger vorneweg herhalten, sind vernachlässigbar. Die Milchschnitte ist damit nicht mehr als ein typischer Süssigkeiten-Riegel. Um das zu kaschieren, wird das Institut für Sporternährung.eV., Bad Nauheim zitiert :"für die Zwischenmahlzeit empfohlen". Auf der Internetseite dieses Vereins "isonline.de" wird es aber richtig interessant: in einer Übersichtstabelle wird neben Gattungsbegriffen und Grundnahrungsmitteln die "Milchschnitte", also ein geschützter Produktname der Fa. Ferrero, genannt. Übrigens der einzige Produktname auf dieser Seite. Wer jetzt noch nicht eine Ahnung von möglicher Verquickung des Instituts mit Ferrero bekommt, sollte mal 10 Minuten Internetrecherche investieren, um genau diesen Sachverhalt bestätigt zu bekommen. Z.B. landet man bei Kiks-up, einem von Ferrero geförderten Programm der "Bad Nauheimer" zur Entwicklung der "Genuss- Ess- und Trinkschulung" der 0-10-jährigen. Es ist Volksverdummung, wenn in Zeiten gesicherter Erkenntnisse über sogenannte Zivilisationskrankheiten, Produkte aus Fett und isolierten Kohlenhydraten eine scheinbar institutionelle Segnung erhalten. Es ist nicht mitanzusehen, wenn Mütter Ihre Kindern mit solchen Produkten "mästen". Schütten Sie doch gleich Ihren Liebsten den Kristallzucker mit dem Trichter in den Mund und schieben noch ein Stück gehärtetes Fett hinterher. Die Frage ist, wie lange die Krankenkassen-Solidargemeinschaft die Folgen einer solchen Ernährung noch mittragen will: Arteriosklerose mit dem Endstadium Herzinfarkt, Schlaganfall, Trombose sowie Übergewicht und Diabetes tauchen interessanterweise vermehrt in solchen Ländern auf, in denen eine Melange aus Fett und isolierten Kohlenhydraten einen immer größer werdenden Anteil der Ernährung ausmacht. Die Deutsche Gesellschaft zur Ernährung, dge.de, gibt hierzu wohl qualifiziertere Informationen als das Institut für Sporternährung.eV. Die dge hat aber leider keine große Lobby.
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