Jetzt hau ich das Sch…ding auf den Müll, dachte ich Anfang des Jahres über das AEGSchnurlostelefon, dass ich mir vor 3 oder 4 Jahren, wegen des dort integrierten Anrufbeantworters gekauft hatte, den ich allerdings - sei es meine Blödheit oder die dazu gelieferte miese Bedienungsanleitung - nie zum Laufen brachte.
Den Auslöser gab ein ziemlich hartnäckiger obszöner Anrufer, dessen Anrufe ich durch die Rufumleitung vom Festnetz auf mein Handy auch noch selber zahlte. Zufrieden war ich mit dem AEG-Teil mangels Reichweite noch nie so richtig. Aber bevor ich es endgültig ausrangieren konnte, musste für die 2. Telefonleitung ein neues her. Da ich bereits ein Siemens Gigaset A2 habe, mit dem ich sehr zufrieden bin und dem nur der AB fehlt, schaute ich mich ein wenig um und kaufte mir bei discount24.de im Februar diesen Jahres das Siemens Gigaset A 265. **************************** Dort habe ich es für 59,90 € erstanden (zzgl. 8,23 € für Versand und Versicherung). Die Lieferung umfasste die Basisstation mit integriertem Anrufbeantworter, 2 Mobilteile, 2 Akkus, 1 Ladestation für das 2. Mobilteil, ein Telefonkabel und eine Bedienungsanleitung.
Den Ausschlag für die Kaufentscheidung gaben letztendlich der Anrufbeantworter und das 2. Mobilteil. Da ich von zu Hause aus arbeite, nutze ich es hauptsächlich beruflich und in einer 108 qm Wohnung möchte ich gern, egal wo ich mich gerade befinde, schnell für meine Kunden am Telefon sein. So stehen auf meinem Schreibtisch jetzt die beiden Basisstationen und in Küche und Wohnzimmer jeweils eine Ladestation für das jeweils 2. Mobilteil. Der Anschluss der Basisstation meines neuen Gigasets war ein Kinderspiel. Damit ich es auch richtig mache, schaute ich natürlich in die Bedienungsanleitung. Dort war es kurz und knapp aber gut verständlich erklärt. Zuerst das Netzteil in die Steckdose, dann das Telefonkabel anschließen. Da die Steckerbelegung stimmte, musste ich nicht einmal das neue Telefonkabel nutzen. Ich stöpselte also einfach um, sprich von der AEG-Basisstation in die Basisstation des A 265.
Als nächstes wurden die Mobilteile in Betrieb genommen. Sprich Akkus rein. Da die Akkus so ein kleines Steckerchen dran haben und ich das so noch nie vorher hatte, machte ich es wieder nach Anleitung - problemlos, einfach und verständlich. Jetzt mussten die Mobilteile an der Basis angemeldet werden. Das läuft automatisch, in dem man das jeweils anzumeldende Mobilteil in die Ladeschale der Basis steckt und drin lässt, bis ein Ton zur Bestätigung erklingt. Es können an der A 265-Basis bis zu 4 Mobilteile angemeldet werden. Jedes erhält intern die nächstniedrige freie Nummer (1 - 4). Bei mir sind momentan die Nummern 1 und 2 vergeben. Die Nummern werden auf dem Display in der linken oberen Ecke angezeigt.
Vor der ersten Nutzung ließ ich beide Mobilteile lt. Anleitung erst einmal 6 Stunden laden. In der Zwischenzeit schrieb ich mir schon mal den Text für mein Sprüchlein auf dem Anrufbeantworter auf und schaute in die Anleitung, wie ich die nächsten Einstellungen handhabe. Als das Telefon dann aber zum ersten Mal klingelt, ging mir ein Schauder durch Mark und Bein. Der Rufton ging ja gar nicht. Glücklicherweise war ich sehr schnell an meinem bereits eingestellten A2, so dass der schreckliche Ton verstummte.
Als die Akkus vollständig geladen waren, stellte ich Rufton (ich kann aus 10 Stück wählen), Lautstärke Datum und Uhrzeit ein, dann besprach ich den Anrufbeantworter. Alles kinderleicht, super Menüführung und alles funktioniert wie beschrieben. Dann nahm ich es noch mal einfach so zum Anschauen in die Hand. Rein optisch ist es eine stille Schönheit, schlicht und elegant. Mit seinem schwarzen Körper dem silbrigen Kopf und den silbrigen Tasten ist er hübscher und ein klein wenig schlanker als mein schwarzer Knochen namens A2. Allerdings fasst der sich besser an. Es ist nicht so, dass A 265 schlecht in der Hand liegt, aber wenn ich die Wahl habe, greife ich zum telefonieren doch lieber zum A2.
Im Dunklen oder bei schwachen Lichtverhältnissen, finde ich den A265 allerdings besser. Er meldet sich nämlich nicht nur akustisch sondern auch optisch, in dem er Display und Tasten erleuchten lässt. Dies tut er aber nicht nur, wenns klingelt, sondern auch wenn ich eine Rufnummer eingeben will. Meine Jungs mögen ihn auch wegen der Freisprecheinrichtung mehr, als den A2. Die nutze ich eher selten, aber es genügt ein Knopfdruck um sie zu aktivieren. Im Gegensatz zum Knochen kann ich in den A 265 30 Telefonnummern mehr speichern. 50 Stück insgesamt. Das reicht zwar bei mir immer noch bei weitem nicht, aber ich habe ja ein Handy und eine gut gespeicherte Kundendatei und außerdem noch ein handgeschriebenes Adressregister. Und das Eingeben der Nummern per Tastendruck ist nun wirklich das kleinere Übel.
Dass das A 265 mir wie auch das A2 zeigt wer, bzw. von welchem Anschluss aus angerufen wird, will ich nur kurz erwähnen, denn eigentlich setze ich das mittlerweile als Standard voraus. Wenn die Nummer nicht mitgesendet wird, weil der Anrufer diese Funktion unterdrück, darf er sich erst einmal mit meinem Anrufbeantworter unterhalten. Callcenter und sonstige Unternehmen die mir irgendetwas andrehen wollen, haben nunmehr schlechte Karten. Eingegangene Nachrichten erkenne ich am erleuchteten Display der Mobilteile und der Anzeige "Neue Nachrichten". Drücke ich dann, egal ob Nr. 1 oder 2, auf die Taste mit dem kleinen Briefumschlag zeigt es mir auf dem Display entweder Unbekannt oder die Nummer des Anrufers (bzw. den Namen, falls der im Telefon gespeichert ist) der keine Nachricht hinterlassen hat an oder es spielt mir sofort die hinterlassenen Nachrichten ab. Löschen kann ich diese auch sofort mit dem Mobilteil. Die Empfangskapazität des AB beträgt 13 Minuten.
Aber das allerwichtigste ist die Reichweite. Wir haben eine Wohnung mit Süd- und Nordseite. Da sich die Basisstation auf der Südseite befindet, sollten die Mobilteile auch auf der Nordseite funktionieren. Das AEG tat es nicht! Aber ich hatte aufs richtige Pferd gesetzt. Der A 265 ließ mich beim Rauchen auf dem überdachten Nordbalkon bis jetzt noch nicht im Regen stehen. Mit Klangqualität und Lautstärke bin ich zufrieden und auch der Akku hat mich vor Kurzem, als ich mit einer Grippe 3 Tage im Bett lag nicht im Stich gelassen. Ich konnte nur das Nötigste tun, mich aber als Selbstständige auch nicht ganz vor meinen Kunden verstecken. So lagen sowohl Telefon als auch Zettel und Stift die ganze Zeit neben mir. Ich bin dann nur aufgestanden, wenn es gar nicht anders ging.
Alles in Allem bin ich mit diesem Telefon sehr zufrieden. Ich überlege ernsthaft, ob ich für die Zimmer meiner Jungs noch 2 Mobilteile nachordere. Wenn gar kein Telefon mehr in der Nähe der Basisstationen ist, weiß ich mittlerweile, dass ich in den Kinderzimmern suchen muss. Aber viel besser bin ich nicht. Ich schaffe es tatsächlich ziemlich oft, auf einmal 4 Mobilteile auf meinem Schreibtisch zu horten!
Das AEG-Teil habe ich übrigens doch nicht auf den Müll geschmissen. Für ein schönes Taschengeld ging es bei ebay ab.
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Telefonieren leicht gemacht, 12.03.2010
Ein schönes Telefonset mit zahlreichen Funktionen. Die Menüführung ist häufig etwas verstrickt. Dafür überzeugen Funktionen und Reichweite - auch in großen Wohnungen kann man überall telefonieren. Der Anrufbeantworter ist sehr simpel zu bedienen und damit unglaublich praktisch.
Testbericht über Gigaset A265 lesen
Yopi-Autor:
Witchery
Bewertung:
Gigaset A265, 10.10.2007
Das Gigaset ist leicht zu bedienen.
Es ist billig im Preis.
Der Akku hält lange bevor er wieder zum Aufladen auf die Station muss.
Die klingeltöne sind ein bischen gewöhnungsbedürftig.
viel spass damit
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