Nikkor 18-200

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Nikon AF-S DX 18-200
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Nikon AF-S DX 18-200
Nikon AF-S DX 18-200
Nikon AF-S DX 18-200

Testbericht Nikon AF-S DX 18-200

 Kameraobjektiv
(4,2 von 5)
Platz 1000 in der Kategorie "Kameraobjektive".
Bewertung: Kundenbewertung 4,20 / 5,00 (4,2 von 5)
Meinungen:
Preisvergleich: nicht verfügbar

Testbericht über Nikon AF-S DX 18-200

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Toll

Letzte Aktualisierung am: 21.06.2009, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Empfehlung:ja
Pro:Allroundobjektiv
Kontra:etwas lichtschwach
Detaillierte Bewertung
Verarbeitung: Verarbeitung von AF-S DX 18-200: 5,0  ausgezeichnet
Ausstattung: Ausstattung von AF-S DX 18-200: 5,0  ausgezeichnet
Besitzen Sie das Produkt?: ja
Vorgeschichte :

Fast alle Fotografen träumen von einem einzigen Objektiv, das nie mehr gewechselt werden muß und das alle Brennweiten abdeckt, die man jemals benötigt. Das Ganze muß natürlich optisch einwandfreie Ergebnisse und einen blitzschnellen Autofokus bieten. Kosten soll so ein Wunderding möglichst gar nichts.

Diesem Traum ist Nikon mit seinem

AF-S DX VR ZOOM-NIKKOR 18 - 200 mm / 1:3,5-5,6 G IF-ED

einen Schritt näher gekommen. "Richtige" Fotografen rümpfen pflichtgemäß die Nase, wenn Zoom-Objektive einen gar zu großen Brennweitenbereich aufweisen. Ein 11,1-fach Zoom kann doch eiogentlich nichts taugen, oder? Bis vor nicht allzu langer Zeit war das zweifellos richtig, aber die Technik ist heute sehr viel weiter als noch vor wenigen Jahren, so daß die Qualität solcher Objektive deutlich verbessert worden ist. Dieses Objektiv gibt es seit dem Herbst 2005. Nikon kündigte seine Markteinführung gemeinsam mit der neuen Spiegelreflexkamera D200 an. Ich habe das Objektiv mit Restgarantie bis Juni 2009 für ca. 400 € bei ebay ersteigert. Der Neupreis betrug lkaut beiliegender Rechnung ca. 650 €.


Objektivnamen :

Objektive von Nikon haben Namen, die aus einer Aneinanderreihung mehr oder weniger vielen Abkürzungen bestehen. Die Reihenfolge der Kürzel scheint dabei beliebig. Man erfährt durch diese Kürzel aber schon eine ganze Menge über das Objektiv.

"AF-S" :
steht für ein Autofokus-Objektiv mit einem "Silent Wave"-Motor, auch "SWM" genannt. Genug Licht vorausgesetzt, können Autofokus-Objektive im Zusammenspiel mit dem Kameragehäuse den Fokus selber einstellen. Was bei Nikon "Silent Wave" heißt, nennt Canon "Ultrasonic Motor" oder "USM" und Sigma "Hypersonic Motor" bzw. "HSM". Das Objektiv wird also durch einen Ultraschallmotor angetrieben, der seine Arbeit sehr schnell und sehr leise verrichtet. Man kann aber auch jederzeit manuell in den Fokussiervorgang eingreifen.

"IF" :
steht für "Innenfokussierung". Beim Verstellen der Brennweite und beim Scharfstellen rotiert die Frontlinse nicht. Beim Fokussieren verändert sich die Länge des Objektivs überhaupt nicht. Dies ist von Vorteil, wenn man an diesem Objektiv Zubehör verwendet, das auf bestimmte Positionen angewiesen ist. Dazu gehören vor allem Filter und Gegenlichtblenden.

"ED" :
ist der Hinweis auf eine Glassorte mit speziellen Brechungseigenschaften.

"DX" :
weist darauf hin, daß das Objektiv nur für Kameras mit einem Sensor in APS-C-Größe geeignet ist, weil der Bildkreis, den es nach hinten projeziert, nicht für größere Formate wie etwa das Kleinbildfilmformat ausreicht.

"G" :
bedeutet, daß dieses Objektiv keinen Blendenring besitzt, sondern die Blende vielmehr genau so wie die Verschlusszeit an der Kamera einzustellen ist. Das schränkt die Benutzung solcher Objektive zwar für modernere Nikon-Kameras ein, allerdings ist dieses Objektiv ohnehin nur für digitale Nikon-SLRs geeignet, und die können allesamt mit "G"-Objektiven umgehen.

"18-200 mm" :
ist der Brennweitenbereich. Das Objektiv läßt sich von einer Weitwinkelbrennweite (18 mm am APS-C-Sensor entspricht rund 27 mm in Kleinbild-Dimensionen) bis hin zum schon relativ großen Teleobjektiv (200 mm entspricht einem Kleinbildäquivalent von 300 mm) verstellen. Dazwischen läßt sich das Objektiv übrigens wie alle vergleichbaren Zoom-Objektive stufenlos verstellen..

"1:3,5-5,6" :
gibt die maximale Blendenöffnung des Objektivs an. Der erste Wert gilt für die kürzeste Brennweite von 18 mm, der zweite für die Endbrennweite 200 mm. Dazwischen werden Zwischenwerte erreicht, bei 50 mm etwa läßt sich das Objektiv bis zur Blende 4 verwenden. Man bezeichnet diese Angabe auch als Lichtstärke. Diese Werte sind typisch für ein eher preiswertes Amateur-Zoomobjektiv. Größere Lichtstärken bedeuten einen höheren Konstruktionsaufwand, mehr Glas und dadurch auch mehr Gewicht, vor allem aber auch einen höheren Preis.

"VR" :
ist eines der Schlüsselmerkmale dieses Objektivs. Dieses Kürzel steht für "Vibration Reduction", also für eine Technik zum Reduzieren von Verwacklungsunschärfen. Ein bewegliches Linsenelement wird entgegen der Bewegung des Objektivs bewegt, um feine Bewegungen und dadurch entstehende Unschärfen zu vermeiden. Denn kein Fotograf kann seine Kamera auch bei längeren Verschlusszeiten ohne Stativ wirklich still halten. Gute Fotografen wissen das und verwenden Stative, aber es nervt sie höllisch, stets eins mit sich herumzutragen. Also versuchen die meisten sich in der Übung, auch in Grenzbereichen die Kamera ruhig zu halten. Wer bei der Bundeswehr gedient hat oder Biathlon betreibt, kennt vielleicht ein paar Tricks, wie man beim Schießen mit Hilfe von Atemtechnik und ähnlichem ein Gewehr ruhig hält. Als Faustregel gilt bei der Fotografie, daß man als längste Verschlußzeit die Zeit verwenden kann, die dem Kehrwert der Brennweite entspricht. Wer also mit einem 250-mm-Objektiv fotografiert, kann bestenfalls 1/250 Sekunde als längste mögliche Zeit wählen, um Verwacklungsunschärfen zu vermeiden. Diese Grenze ist so schon relativ großzügig definiert. Tatsächlich hängt aber vieles von der Tagesform und den Umständen ab. Nikon verspricht durch "VR" einen Gewinn von vier Zeitstufen. Um beim Beispiel von eben zu bleiben, ließe sich statt 1/250 Sekunde das selbe Foto bei 1/15 Sekunde machen.


Praxis :

Direkt aus dem Karton genommen, wirkt das Nikkor 18 - 200 überraschend kompakt. Es ist im zusammengefahrenen Zustand gerade mal gut 120 mm lang. Das sind nur 20 mm mehr als das Nikkor 18 - 70, das übliche Komplettset-Objektiv für die meisten Nikon-SLRs. Verstellt man die Brennweite auf 200 mm, verlängert sich das Objektiv um nur knapp 70 mm. Mit 560 g ist es nur ungefähr 150 g schwerer als das 18 - 70. Der Filterdurchmesser beträgt hier 72 mm. Neben einer Streulichtblende befindet sich noch ein Objektivbeutel im Lieferumfang und ein Objektivdeckel zum Schutz der Frontlinse. Der Beutel sieht aus wie Wildleder, riecht aber nicht danach, ist also wohl irgendein Kunststoff. Ganz weit vorne ist der Zoomring angebracht. Er ist gummiert und damit sehr schön griffig, außerdem breit genug, um ihn auch ohne hinzusehen leicht zu finden. Es folgt ein Ring mit Brennweitenmarkierungen für 18, 24, 35, 50, 70, 135 und 200 mm, danach eine Entfernungsskala in Fuß und Metern hinter einem Sichtfenster. Zum Schluß folgt der Fokussierring; der ebenfalls schön griffig ist, aber deutlich schmaler als der Zoomring. Ihn muß ich immer suchen, wenn ich ihn mal brauche, aber das ging mir bis jetzt bei jedem Zoomobjektiv so und so oft braucht man ihn in der Praxis ohnehin nicht. Nahe dem Bajonettanschluss gibt es einen Umschalter für die Betriebsarten „M" und „M/A". In der Betriebsart „M/A“ fokussiert das Objektiv automatisch, man kann aber jederzeit ohne umzuschalten durch drehen am Entfernungsring auch manuell fokussieren. Will man doch wieder mit Autofokus arbeiten, lässt man den Auslöser los und drückt ihn wieder bis zum ersten Druckpunkt, um das Objektiv fokussieren zu lassen. Zwei weitere Schalter sind für die "Vibration Reduction". Mit dem einen Schalter kann man die Funktion ein- und ausschalten, mit dem anderen Schalter wechselt man die Betriebsart zwischen „Active" und „Normal". Die Betriebsart „Active" soll in den Lagen verwendet werden, in denen man die Kamera während der Aufnahme bewegt, z. B. bei Aufnahmen aus dem fahrenden Zug oder bei sehr schnellen Bewegungen wie z. B. bei Sportaufnahmen. Ausschalten sollte man die VR eigentlich nur, wenn die Kamera auf ein Stativ montiert wird. Allerdings verbraucht er natürlich Strom, so daß der Kamera-Akku etwas schneller entladen wird als ohne Nutzung von VR. Die Verarbeitung wirkt insgesamt sehr ordentlich. Mit den sehr viel teureren Profiobjektiven kann sie nicht mithalten, dafür ist eben doch zu viel Kunststoff im Spiel, aber es gibt keinen Grund zu meckern. Die mitgelieferte Streulichtblende rastet sauber ein und macht ebenfalls einen soliden Eindruck. Ich habe ja noch meine alte Nikon D100, die mit dem neuen Objektiv genau so gut funktioniert wie meine neuere D200. Wer VR-Objektive nicht gewohnt ist, stutzt wahrscheinlich anfangs beim Blick durch den Sucher bei eingeschaltetem VR. Dadurch, daß der VR in das Objektiv eingebaut ist und nicht, wie bei Kameras von Sony oder Pentax, in das Kameragehäuse, ist der Effekt deutlich im Sucher zu erkennen. Beim ersten Mal drängt sich der Gedanke auf, man hätte gestern das letzte Bier stehen lassen sollen, aber das gibt sich dann doch relativ schnell. Wer schon einmal fotografiert hat, muß nichts neues lernen. Den VR-Schalter auf „On" stellen, seine Betriebsart auf „Normal" einstellen und schon kann es los gehen. Der Brennweitenbereich ist natürlich beachtlich. Mit 18 mm kann man einen ganzen Fußballplatz fotografieren, mit 200 mm vom selben Standort aus das gegenüber liegende Tor. Ist genug Licht da, kann man natürlich kürzere Belichtungszeiten nehmen, um wie gewohnt ein Verwackeln zu verhindern. Spannend wird es aber, wenn es dunkler wird oder trübes Wetter ist. Dann leistet der VR ganze Arbeit. Nach meinen Erfahrungen stimmen Nikons Angaben über einen Gewinn von vier Zeitstufen. Mit 200 mm Brennweite kann man 1/15 Sekunde recht bequem aus der Hand belichten. Wenn man sich besondere Mühe gibt, sich z. B. anlehnt oder durch eine spezielle Atemtechnik versucht, besonders ruhig zu halten, ist noch etwas mehr drin. Bis zu 1/4 Sekunde habe ich schon geschafft. Natürlich ist es eine Frage des Anspruchs und des genauen schauens, welcher Grad an Verwacklungsunschärfe noch akzeptabel ist. Ich kannte die Technik der Bildstabilisierung bis dahin noch nicht. Vereinzelt habe ich die Kritik gelesen, dass der VR die Akkus der Kamera schneller leersaugt. Ich kann das aber nicht bestätigen, weil ich keinen Unterschied zwischen der Benutzung mit oder ohne VR bemerken konnte. Allerdings wird das zum Teil daran liegen, daß ich sowieso meistens schon nach relativ kurzer Zeit die Akkus wieder lade, weil ich irgendwo einmal gelesen habe, daß dies ihre Lebensdauer verlängern soll. Beim Verstellen der Brennweite fiel mir auf, daß der Zoomring etwa im mittleren Bereich ungefähr zwischen 70 und 100 mm etwas schwergängiger ist als bei den anderen Brennweitenbereichen. Das liegt daran, daß die Brennweite durch ein Verschieben der Linsen im Inneren des Objektivs verstellt wird. Im Bereich um 100 mm wechselt die Bewegungsrichtung der Innenlinsen, so daß es dort etwas schwergängiger zu sein scheint. Das Objektiv stellt zuverlässig und blitzschnell scharf und liefert eine sehr gute Bildqualität. Ich kann keinen Unterschied zu meinem Vorgänger-Objektiv, dem Nikkor 18 - 70 mm trotz des deutlich höheren Brennweitenbereichs feststellen. Am Anfang habe ich die Vorurteile erwähnt, mit denen Superzooms wie dieses zu kämpfen haben. Auch die Nikon-Ingenieure kommen nicht an der Physik vorbei, und so ist es kaum verwunderlich, daß auch dieses Objektiv vor allem bei den Extrembrennweiten mit Schwächen zu kämpfen hat. Besonders bei 18 mm zeigt es sehr starke tonnenförmige Verzeichnungen, bei 200 mm werden die Verzeichnungen stark kissenförmig. Die Vignettierung (Abschattung der Bildecken) ist besonders bei 18 mm deutlich ausgeprägt. Die Kombination aus meiner Kamera und diesem Objektiv wird aber von der Software "RAW-Shooter" unterstützt, mit der man Raw-Dateien (bei Nikon NEF-Dateien) einlesen und Objektivfehler ausgleichen kann. Aus den EXIF-Daten entnimmt die Software nämlich wichtige Informationen über Brennweite, Entfernung, verwendete Blende usw., so daß die Software weiß, welche Verzerrungen usw. das Objektiv in dieser Einstellung an dieser Kamera verursacht und zum Ausgleich derer gegenrechnen kann . Das Ergebnis sind verzerrungsfreie Bilder mit gleichmäßiger Ausleuchtung bis in die Ecken. Meine ersten Fotos mit diesem Objektiv haben meine Erwartungen deutlich übertroffen.


Fazit :

Nikons 18-200er Zoom mit VR erfüllt die Erwartungen, die man an ein solches Objektiv stellen kann, mit Leichtigkeit. Die Bildqualität ist sehr in Ordnung. Die Verzerrungen, über die ich berichtet habe, und die Vignettierung spielen in der Praxis kaum eine Rolle. Und im Zweifel lassen sie sich mit Software beheben. Es macht richtig Spaß, mit dieser Linse auf Tour zu gehen. Man muß nicht viel mit sich herumschleppen, verpaßt keine Motive, weil man gerade mit einem Objektivwechsel beschäftigt war und fängt sich durch die selteneren Objektivwechsel auch nicht so leicht Staub ein, der sich dann auf dem Sensor absetzen könnte. Die meisten Fotografen werden zu ihrer Nikon-DSLR nur dieses eine Objektiv brauchen. Dieses Objektiv kriegt von mir eine klare Kaufempfehlung.
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sandieheinrich
Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
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campino
campino, 04.04.2009

liebe Grüße, Andrea
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Yopi-Autor:sandraberg
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