Bildqualität Ehrlich gesagt hatte ich nicht viel erwartet bei einem Beamer für diesen Preis, wurde jedoch positiv überrascht. Das Bild ist (für ein Gerät dieses Preises) erfreulich hell und auch die Bildschärfe ist okay. Die Farben sind zwar etwas blass, aber verglichen zu einigen Schulbeamern immernoch recht ansehnlich. Trotzdem: Für große Räume ist das Gerät nicht geeignet, dafür ist die Leuchtkraft dann doch zu gering. Für das eigene Wohnzimmer, das Klassenzimmer oder ähnlich große Räume ist der VPL-ES5 jedoch auf jeden Fall zu gebrauchen und dafür ist er auch gedacht. Ein optimal scharfes Bild wird bei 80" Bilddiagonale geliefert - das wären in etwa 2,3m Entfernung des Gerätes von der Projektionsfläche. Die minimale bzw. maximale Bilddiagonale liegt bei 40 bzw. 300 Zoll. Die native Auflösung beträgt 3 x 800 x 600 Pixel. Die Helligkeit beträgt 2000 ANSI Lumen, das Kontrastverhältnis ist 300:1.
Tonqualität Nunja, hierzu man eigentlich nicht viel sagen. Der geringe Preis macht sich insbesondere an den Lautsprechern bemerkbar: Eingebaut ist ein 1-Watt-Lautsprecher, der zudem auch noch mehr schlechte als rechte Töne von sich gibt. Dafür gibt es einen Audioausgang, an den man externe Lautsprecher anschließen kann. Um Warnmeldungen abzuspielen reichen die Lautsprecher gerade noch. An eine anständige Sprachausgabe, Musik oder Hörverstehen sollte man damit jedoch nicht mal denken.
Benutzerfreundlichkeit Jetzt kommt man dann langsam in die Stärken des Gerätes. Die Installation ist sehr einfach: Man schließt das Gerät über das mitgelieferte Kabel an den PC(Laptop/Fernseher) an. Der Rest sollte automatisch funktionieren: Windows sollte den Beamer als zweiten Bildschirm erkennen und ihn entsprechend ansprechen. Je nach Einstellung sieht man auf dem Beamer genau dasselbe wie auf dem Bildschirm des PCs, oder man sieht einen zweiten Desktop, der sich quasi rechts von der Arbeitsoberfläche auf dem PC-Bildschirm befindet. Der Einschaltvorgang geht vergleichsweise schnell, der Ausschaltvorgang ebenso.. Um das Bild zu optimieren kann man im Menü gleich zwischen 6 Bildmodi auswählen: Presentation, Dynamic, Standard, Game, Living und Cinema lässt sich hier auswählen. Das Menü an sich ist erfreulich leicht verständlich und relativ selbsterklärend.
Wenn man den Beamer in einem Klassenraum deponiert, sorgen Passwortschutz, Bedienfeldsperre und ein optionales Sicherheitskabel für zusätzlichen Schutz vor dem Gebrauch von Unbefugten. Nunja, mit dem richtigen Werkzeug bekommt man allerdings auch dieses Problem beseitigt. Und der Passwortschutz mag zwar theoretisch ganz sinnvoll erscheinen (und beugt Manipulationen vor), gegen Diebstahl kann er dennoch nicht viel ausrichten, da Diebe es meist vorziehen, erst ein Gerät zu klauen und hinterher zu schauen, ob es passwortgeschützt ist.
Der optimale Neigewinkel des Beamers ist 8°. Das Gerät kann dabei noch Höhenverstellt werden, was auch niemanden vor Probleme stellen sollte. Allerdings steht man hier oft vor dem altbekannten Problem: Die Schrauben sind nicht lang genug, sprich der Beamer geht nicht hoch genug. Da bleibt einem dann nur die altbewährte Schulbuch-Methode. (Alternativ können auch Bretter, oder beliebige andere Bücher genommen werden)
Sonstiges Der Stromverbrauch bewegt sich im Mittelfeld. Maximal sind hier 260 Watt angegeben, was ich allerdings nicht nachgemessen hab. im Standby-Modus verbraucht das Gerät 3 Watt. Der Beamer ist recht leicht (3kg) und auch noch relativ tragbar: 31,4 cm breit, 10,9cm hoch und 26,9cm tief ist er.
Fazit Insgesamt kann man sich über den VPL-ES5 nicht für den Preis nicht beschweren. Die Bildqualität ist okay, die Tonqualität leider miserabel. Das Betriebsgeräusch ist akzeptabel und die Benutzerfreundlichkeit ist sehr gut. Für große Räume (Vorlesungsräume o.ä.) ist die Leuchtkraft zu schwach.
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