Heute möchte ich von unserem neuen Home-Server berichten, wie unser Provider 1&1 das Gerät bezeichnet.
Mein Mann hat mir vor der Anschaffung versprochen, dass damit eine ganze Reihe von Geräten und der zugehörige Kabelsalat verschwinden. Und tatsächlich sind es einige Kästchen weniger geworden. Es gibt nun keinen NTBA mehr, keinen DSL-Splitter, keine ISDN-Telefonanlage, auch der Netzwerk-Switch wird nicht mehr gebraucht und von meinem analogen schnurlosen Telefon mit Anrufbeantworter benutze ich nur noch die zwei Mobilteile und die einzelne Ladestation.
Es handelt sich um die
Ich habe die Fritz! Box als „Homeserver“ gratis zu meinem neuen Komplettanschluss von 1&1 bekommen. Bei Ebay z.B. bekommt man diese Fritz!Box für 115,00 bis 140,00 EUR.
Technische Daten:
Diese Fritz!Box ist ein ADSL-Router mit WLAN-Funktion und integrierter Telefonanlage für Internet-Telefonie und speziell für Komplettanschlüsse konzipiert.
Das eingebaute ADSL-Modem ist für alle üblichen ADSL-Anschlüsse bis 16 MBit geeignet und lässt sich abschalten, falls ein anderer vorhandener Internet-Zugang genutzt werden soll.
Das Gerät enthält einen 4-Port Switch, so können bis zu 4 PC direkt mit Kabel angeschlossen werden.
Das integrierte WLAN unterstützt den neuesten Standard 802.11n mit Übertragungsraten bis zu 300 MBit und ist abwärtskompatibel. Es werden verschiedenste Verschlüsselungen unterstützt.
An die Fritz!Box können zwei analoge Telefone und bis zu sechs DECT-Telefone angeschlossen werden. Ein Anrufbeantworter ist ebenfalls eingebaut.
Außerdem gibt es einen USB-Anschluss für Drucker und externe Festplatte.
Hersteller:
AVM GmbH
Hauptsitz Berlin
AVM Gruppe
Alt-Moabit 95
10559 Berlin
Tel. +49-30-399 76-0
Fax +49-30-399 76-299
Garantie:
Der Hersteller gibt für das Gerät eine Garantiezeit von 5 Jahren.
Meine Erfahrung mit der Fritz!Box:
Wie schon erwähnt, erhielt ich die Fritz!Box in Verbindung mit einem neuen Komplett-Anschluss bei 1&1. Einige Tage vor dem Anschalttermin traf das Päckchen ein – darin die Fritz!Box in einer ansprechenden Verpackung mit der Aufschrift „1&1 Homeserver“ und was gleich ins Auge sticht: „Neu: Los geht´s in nur 3 Schritten“.
Also ungeduldig den Karton geöffnet, finde ich darin neben der Fritz!Box das Stecker-Netzteil, ein Anschlusskabel für die Telefondose, ein Kat5e-Kabel für den Anschluss eines Rechners, dazu ein gedrucktes Benutzerhandbuch mit 103 Seiten, eine Karte mit Serviceinformationen und eine CD-ROM mit Anleitungen und Software, die ich allerdings nicht benötige. Ich hatte mehr Zubehör erwartet, aber wie sich später herausstellte, ist wirklich nicht mehr notwendig.
Ich also den Anschalt-Termin abgewartet. Der alte Provider hatte pünktlich um 08:00 Uhr Telefon und DSL abgeschaltet.
Um 18:00 Uhr schaute ich meinem Mann zu, er ist für die Technik zuständig, wie er ein Kästchen nach dem anderen aus der Computerecke vorzauberte, dazu einen ganzen Berg Kabel – alles Dinge, die nun nicht mehr gebraucht würden.
Die Fritz!Box war schnell angeschlossen, Rechner an und die Einrichtungsseite der Fritz!Box war zu sehen. Nun den Startcode von 1&1 eingegeben und die Fritz!Box hätte für den Internetzugang konfiguriert sein können, wie gesagt – „hätte“, wenn der DSL-Anschluss von 1&1 schon an unserer Telefondose angekommen wäre.
Nun folgten zahlreiche Telefonate mit 1&1, nicht eingehaltene Technikertermine, Tage, an denen meine Geduld weit überstrapaziert wurde, an denen ich die Box am liebsten aus dem Fenster geworfen hätte – zu Unrecht, wie sich später herausstellte. Bis am 20. Tag ein Techniker der Deutschen Telekom anrief und sagte, im Amt wäre ein falscher Anschluss auf meiner Leitung gewesen. Er habe das jetzt berichtigt und nun müsste alles funktionieren.
Nun hofften wir ja von einem Tag zum anderen, wieder telefonieren zu können und natürlich wieder ins Internet zu kommen. Also hat mein Mann den Router bereits komplett eingerichtet.
Und tatsächlich – nach dem Anruf des Telekom-Technikers hörte das Blinken der Power/DSL-Lampe auf und die rechte, konfigurierbare Lampe leuchtete. Sie ist jetzt so eingestellt, dass sie bei hergestellter Internetverbindung leuchtet.
Auch mein Telefon funktionierte wieder.
Mein Mann sagt, dass die Einrichtung des Internetzuganges mit Startcode am einfachsten ist. Allerdings sind die Zugangsdaten auch schnell eingetippt. Weil wir übers Internet telefonieren, muss die Verbindung natürlich dauerhaft gehalten werden.
Rechner, die über Draht angeschlossen werden, erhalten per DHCP vom Router alle Einstellungen, um ins Internet zu kommen. Wir gehen oft mit drei, manchmal auch vier Rechnern gleichzeitig ins Internet. Was die Geschwindigkeit betrifft, kann ich nur sagen, dass es auf keinen Fall langsamer geworden ist, von der schnelleren Übertragungsrate (früher 6000 - jetzt 16000) habe ich bisher nicht wirklich etwas gemerkt.
Mein Mann hat sein Notebook über Funk angeschlossen und sagt, dass der Empfang im Nebenzimmer durch eine Betonwand erheblich besser ist, als vorher bei dem Zyxel-Router. Ich weiß noch, wie häufig er damals fluchte und ein langes Netzwerkkabel quer durch die Wohnung gelegt hat. Das kam mit der Fritz-Box noch nicht vor.
Auch was die Telefonie betrifft, werden meine Erwartungen weitgehend erfüllt. Meine Kinder haben jeweils ein analoges Telefon mit eigener Rufnummer. Diese beiden Telefone sind dank der Verkabelung, die wir ja vorher schon hatten, direkt an die Fritz!Box angeschlossen. Die beiden Mobilteile von meinem schnurlosen Siemens-Telefon sind direkt mit der Fritz!Box verbunden und reagieren beide auf eine Rufnummer. Während die beiden Analoganschlüsse völlig unabhängig voneinander sind, kann immer nur mit einem Mobiltelefon gesprochen werden. Ob ein weiteres Mobilteil unabhängig funktioniert, wenn ihm eine andere Rufnummer zugeordnet wird, weiß ich nicht.
Zu Beginn eines Telefonats sind im Mobiltelefon manchmal Nebengeräusche zu hören. Das fand ich schon störend. Da diese nur zu Beginn eines Telefonats auftreten, vermute ich, dass sie von den Stromsparfunktionen der Fritz!Box verursacht werden. Die Sendeleistung wird nämlich reduziert und nur bei Erfordernis bis zum zulässigen Maximalwert erhöht. Diese Funktion gibt es auch für WLAN.
Für meine Rufnummer ist ein Anrufbeantworter eingerichtet, der über eine Kurzwahl abrufbar ist. Über die Weboberfläche der Fritz!Box lassen sich auch für weitere Anschlüsse Anrufbeantworter einrichten.
Durch Kurzwahlen am Telefon kann man WLAN ein- und ausschalten. Das ist auch über einen Schalter an der Fritz!Box möglich.
Die USB-Schnittstelle benutze ich nicht.
Fazit:
Das Gerät erfüllt meine Erwartungen in vollem Maße. Telefonanlage einschließlich DECT-Funktion und Anrufbeantworter sind mit einem modernen WLAN-DSL-Router mit integriertem 4-Port-Switch vereint. Wer möchte, kann auf Kabel für Internet und Telefon komplett verzichten.
Ich habe Ordnung an und hinter meinem Schreibtisch. Ich spare den Strom für drei Stecker-Netzteile.
Seit zwei Monaten funktioniert das Gerät zuverlässig. Der Hersteller bietet 5 Jahre Garantie.
Ich kann die Fritz!Box uneingeschränkt weiterempfehlen und vergebe 5 Sterne.
Ich bedanke mich für das Interesse am Bericht und für die Lesungen.
Liebe Grüße aus Potsdam von minasteini!
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