An meinem Geburtstag fiel uns Abends nichts besseres ein als mal wieder ins Kino zu gehen. Da ich das Geburtstagskind war, durfte ich den Film aussuchen und ich erinnerte mich an einen tollen Trailer, den ich bei meinem letzten Kinobesuch gesehen hatte: "Knowing".
Rein zufällig lief der Film auch im Kino meiner Wahl und so haben wir uns den neuen Film mit Nicolas Cage am Mittwoch angesehen.
_Die Story
Zur Einweihung eines neuen Schulkomplexes vergraben die Schüler einer Grundschule im Jahr 1959 eine Zeitkapsel, die erst 50 Jahre später wieder geöffnet werden soll.
Während alle Kinder Bilder von Raketen, Robotern und Tieren malen, schreibt die kleine Lucinda (Lara Robinson) wie wild Zahlen auf ihr Blatt Papier.
Zu 50-Jahr-Feier der Schule wird die Kapsel wie angekündigt wieder an die Luft geholt und geöffnet. Jedes Grundschulkind der Klasse von 2009 erhält ein Bild daraus.
Der aufgeweckte Caleb (Chandler Canterbury) bekommt das Blatt von Lucinda in die Hand gedrückt und ist etwas verwirrt, aber auch fasziniert. Als er das Papier in der Hand hält, sieht er im Wald einen unbekannten Fremden stehen und plötzlich hört er auch flüsternde Stimmen.
Unerlaubterweise nimmt er das Papier mit nach Hause, wo es abends von seinem Vater John (Nicolas Cage) genauer unter die Lupe genommen wird.
Der entdeckt in dem Zahlen-Wirrwarr ein System, das auch die verheerendsten Katastrophen hinweist und zwar mit genauem Datum, Opferzahl und den Koordinaten des Ortes.
Der letzte Code auf dem Papier deutet darauf hin, dass in wenigen Tagen sämtliches Leben auf der Erde ausgelöscht wird.
Ob John die Katastrophe verhindern kann?
_Meine Meinung
Die erste Hälfte des Films hat mich durchaus gefesselt und begeistert. Die Mischung aus Spannung und Mystery stimmte und durch musikalische Untermalung der gruseligen Szenen wurde mein Puls immer kräftig erhöht.
Es ist zwar das einfachste filmische Mittel, um Emotionen zu erzeugen, aber die Musik hat ihre Wirkung nicht verfehlt.
Auch die Effekte sind bei "Knowing" nicht so verachten. Flugzeugabstürze und U-Bahn-Entgleisungen sind zwar heute vermutlich keine große Herausforderung für die Special Effects Artists, packen mich aber immer wieder emotional.
In den letzten 45 Minuten des Films dachte ich allerdings einfach nur "was für ein Dreck", denn da sind den Drehbuchautoren irgendwie die Ideen ausgegangen oder sie haben schlechte Drogen genommen oder sich einfach überlegt, mal verspätet in den Autoren-Streik zu treten.
Bei neueren Actionfilmen kommt es vermehrt zu dem Phänomen, dass wenn einem am Ende die Story ausgeht, man einfach ein paar Außerirdische erscheinen lässt.
Da braucht man dann nicht viel zu erklären, denn das sind halt Außerirdische: über ihre Beweggründe weiß man nichts.
Durchaus hätte man die gelbblond gefärbten Männer auch als Engel erklären können, denn biblische Motive kommen im Film ansatzweise vor, aber fehlt hier absolut jeder Tiefgang und jeder explizite Verweis auf Bibelstellen.
Dieses Unvermögen eine eigentlich interessante und spannende Geschichte nicht adäquat zu Ende zu führen, regt mich tierisch auf.
Der Untergang des Film beginnt für mich auch mit der wehenden amerikanischen Flagge, nachdem gerade ein U-Bahn-Unglück stattgefunden hat und Manhattan in Schutt und Asche liegt. Den 11. September haben die Amerikaner immer noch nicht überwunden, aber muss man ständig Verweise darauf im Film unterbringen?
Das war der erste Moment des Films, wo ich richtig genervt war und danach ging es auch nur noch bergab und es wurde nichts ausgelassen, was in einem schlechten Film fehlen darf: die hysterische Frau, die große Versöhnung mit der Familie und insbesondere mit dem gläubigen Vater, der letzte Blick auf den loyalen Freund (den John in New York, welches sich im Ausnahmezustand befindet, natürlich nochmal an der Straßenecke stehen sieht) und der dramatische Abschied vom geliebten Sohn.
Von dutzenden von Logikfehlern und dämlichen Vorkommnissen (z.B. um einen Blick auf seine Arbeit zu werfen, muss John zum Computer im Institut - sowas hat man ja schließlich nicht auf dem eigenen Rechner - und dort fällt ihm dann auch auf, dass das Ergebnis der Arbeit von vor drei Monaten war, dass die Sonne explodiert - huch!) mal abgesehen, hat "Knowing" einfach nur genervt und man hat am Ende auch gar keine Lust weiter über den Film zu diskutieren, obwohl Potential dazu vorhanden gewesen wäre.
_Allgemeines
"Know1ing - Die Zukunft endet jetzt (Knowing)". USA 2009
Regie: Alex Proyas
Drehbuch: Ryne Douglas, Pearson, Stiles White, Juliet, Snowden
Darsteller: Nicolas Cage, Chadler Canterbury, Rose Byrne, Lara Robinson, D.G. Malony
Verleih: Concorde
Länge: 122 Minuten
FSK: ab 12
_Mein Fazit
Ich habe gelernt, mich nicht mehr nur auf Trailer zu verlassen, sondern vorher auf jeden Fall ein paar Kritiken hier zu lesen, denn da hätte ich gemerkt, dass ich mir "Knowing" besser nicht ansehen sollte.
Ich fand den Film einfach nur fürchterlich nervig, weil er vor Patriotismus und Logikfehlern strotzt und eine sehr billige Auflösung der Geschichte liefert.
Meinen Eltern hingegen hat der Film gefallen - vielleicht ist "Knowing" also eher etwas für die ältere Generation - ich weiß es nicht.
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Weitere Testberichte über Knowing
Genialer Sci-Fi Film, 20.07.2010
Ein absolut genialer Sci-Fi Film, der viele unberechtigte schlechte Kritiken erhielt. Die Story weiss zu überzeugen genau so wie die Hauptdarsteller. Der Film konzentriert sich schnurgerade auf die Story und wird nicht durch zu viele Nebenhandlungen in die Länge gezogen. Die DVD erhält auch noch Bonus Material.
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Katastrophaler Katastrophenfilm, 12.12.2009
Knowing ist nur am Anfang interessant. Noch weiß man ja nicht was für ein Schwachsinn auf einen wartet.
Der Film beginnt mit einer zeitlichen Rückblende in der eine Grundschullehrerin ihrer Klasse die Aufgabe gibt Zukunftsvorstellungen aufzuschreiben und in einer Zeitkapsel zu vergraben.
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Yopi-Autor:
salseranatter
Bewertung:
Das Zahlenblatt wurde gefunden! Ein Vater ermittelt!, 26.04.2009
Was bekommt man hier? Man bekommt hier ein Drehbuch in dem gar nichts stimmt. Es kann einfach nicht gut gehen, wenn man so vieles in einen Film packen will. Ein Flop jagd den nächsten und auch Logikfehler gibt es nicht selten. Es werden Fragen in den Film aufgeworfen die...
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Yopi-Autor:
hardway
Bewertung:
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