So heute gibt es von mir für euch wieder eine neue Buchvorstellung. Die Gräfin Báthory heisst das Buch und es geht hier um das Leben der Blutgräfin von dem Autor Andreas Varesi. Gekauft habe ich das Buch wieder bei Bücher.de und gekostet hat es 8,95 Euro.
Produktinformation ============== Verlag: Aufbau Tb 2009 Ausstattung/Bilder: 2009. 381 S. Seitenzahl: 350 Aufbau Taschenbücher Bd.2525 Deutsch Abmessung: 191mm x 116mm x 39mm Gewicht: 386g ISBN-13: 9783746625256 ISBN-10: 3746625254 Best.Nr.: 25622166
Über den Autor ============= Andreas Varesi, geb. 1964, betätigt sich seit seinem Ingenieurstudium in München als Schriftsteller, Bildhauer und Maler. Zehn Jahre arbeitete er an dem vorliegenden Roman, der sich eng an die historischen Tatsachen und Prozessakten des Falls Erzsébet Bathory lehnt.
Andreas Varesi schloss 1989 sein Studium der Elektrotechnik als Diplom Ingenieur ab. Bereits damals entwickelte er, lange bevor Virtual Reality mit Jurassic Park in aller Munde war, einen 3D-Editor für mathematische Funktionen und fraktale Landschaften, der als 3D-Designer auch an Universitäten verkauft wurde. Später wechselte er zur Siemens AG wo er Anfang der 90er Jahre eine Abteilung für E-Learning aufbaute. Unter anderem entwickelte er dort Simulatoren für Großvermittlungssysteme und setzte Videotelefonie für Teletutoren ein. Danach übernahm er die strategische Kommunikation für den Bereich Mobile Netze. In dieser Zeit erarbeitete er mit großen Mobilfunkbetreibern Zukunftsszenarien für das neue UMTS-Netz. Die wichtigsten Ergebnisse aus diesen Projekten veröffentlichte er in seinem Buch "Was UMTS wirklich kann" (erschienen bei Publicis/Wiley, ISBN: 3-89578-236-X). Sein Internet- und Handyportal www.flirtrain.de basiert auf den Erfahrungen aus dieser Zeit. Im Medienverband der TV-Branche Eyes&Ears of Europe leitet er den Arbeitskreis Mobilfunk und arbeitet zusammen mit den großen TV-Sendern an der Gestaltung der mobilen Zukunft des Fernsehens. Neben seinen Arbeiten zur speziellen Relativitätstheorie beschäftigt er sich unter anderem mit thermischen Effekten in der Nanotechnologie (Stichwort Browsche Motoren) wofür er 2005 eine Förderung seitens der Fraunhofer Gesellschaft erhielt und seit 2006 in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Unversität Bremen zusammenarbeitet. Des weiteren ist Andreas Varesi als Maler, Bildhauer und Schriftsteller tätig. Er ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller. Dezember 2005 ist sein historischer Debütroman "Das Geheimnis der Báthory" (ISBN: 3-00-017216-5) erschienen.
Kurzbeschreibung ============= Ungar n um 1610: Im Hoheitsgebiet der Gräfin Báthory verschwinden zahllose junge Frauen. Sind sie einem Schattenwolf zum Opfer gefallen? Die Bevölkerung lebt in Angst und Schrecken. Der Vizekönig sieht sich zum Einschreiten gezwungen. Der Kaiser setzt eine Untersuchungskommission ein. Doch ihnen allen gelingt es nicht, das grausame Geheimnis zu lüften.
Die Legenden um die Gräfin Erzsébet Báthory und ihre Verbrechen dienten Bram Stoker als Inspriationsquelle zu seinem Roman "Dracula".
Leseprobe =========== Seite 61 Brief aus Cseithe den 25. Dezember 1610 Mit der verzweifelten Bitte um Hilfe wendet sich der Ältestenrat von Cseisthe an den edlen Emerich Megyery. Dies Weihnachtsfestwar wohl das schwärzeste in der Geschichte unseres Ortes. Wie ihr wisst, wurde Cseisthe schon viele Male von grausamen Schlägen des Schicksals heingesucht. Seien es Plünderungen, Türckeneinfälle oder die Pest gewesen, doch immer fanden wir mit Gottes Hilfe Trost und wurden der Situation Herr.
Doch nun sind wir mit unsertem Latain am Ende. Schreckliche Dinge sind geschehen und es ist kein Ende abzusehen. Begonnen hatte es vor etwa zwei Jahren. Zunächst verschwanden mehrere junge Frauen und Mädchen aus dem Ort. Unsere Bestürzung war groß, denn die meisten von ihnen waren des Abends in den Feldern oder im Wald gewesen, bevor wir sie vermissten. Ihr wisst, dass es in unserer Gegend noch viel wilde Tiere gibt, allen voran Bären und Wölfe. So suchten wir sämtliche Wälder in der Umgebung nach ihnen ab, doch konnten wir nicht die geringste Spur von ihnen finden.
Als immer mehr Mädchen nicht mehr aus den Wäldern zurückkehrten, verboten wir unseren Frauen und Töchtern, allein den Ort zu verlassen. Auffällig war, dass die Vermissten nie älter waren als zwanzig oder einundzwanzig Jahren waren. So verwarfen wir alsbald die Vermutung, das sie von wilden Tieren zerrissen wurden, die ja wohl kaum zwischen Jung und Alt, zwischen Mägdelein und Knabe zu unterscheiden wissen.
Dann auf einmal starben aus unerfindlichen Grunde, so zumindest wurde uns von seiten der Gräfin Bathory erklärt, im Schloss eine Reihe unserer Töchter, die dort als Mägde gearbeite hatten. Der Wunsch der trauernden Mütter, noch einen letzten Blick des Abschieds auf ihre geliebten Kinder zu nehmen, wurde ihnen verwehrt. Die Mädchen wurden hastig und ohne besondere Feierlichkeiten bestattet. Bedienstete, die sie zuletzt gesehen hatten wirkten verstockt und weigerten sich nähere Auskünfte unter welchen Umständen die Mädchen zu Tode gekommem waren zu geben. Stattdessen bekreuzigten sie sich angsterfüllt und rieten uns, die Vorfälle zu vergessenund dankbar zu sein das die Toten in geweihter Erde beigesett wurden. Ein verzweifelter Vater schließlich wagte es des Nachts das frische Grab seiner Tochter auszuheben, um zu sehen was am Tode des Mädchens schuld war. Doch was er erblickte, muss fürchterlich gewesen sein, denn der ganze Ort wurde durch einen panikerfüllten, markerschütterten Schrei geweckt. Als wir den Friedhof erreichten, fanden wir den Mann tot am Boden liegen, das Gesicht zu einer grausigen Grimasse verzerrt, als sei er vor unsäglicher Angst gestorben. Niemand wagte, den Sarg ein zweites Mal zu öffnen.
Dann begann das dritte Stadium des Schreckens. Nun verschwanden auch Mädchen am hellichten Tage aus dem Ort. Wir suchten wieder und immer wieder die Umgebung von Cseithe ab, bis eines Tages ein Bauer in einer seiner Fruchtgruben die nackte Leiche eines Mädchens entdeckte. Diue junge Frau musste bereits einige Zeit dort gelegen haben, denn ihr Körper war schon stark in Verwesung übergegangen. Dennoch war zu erkennen, dass sie keinen natürlichen Todes gestorben war. Ihre Hände und Füße waren zertrümmert, Teile ihres Fleisches verbrannt, Gesicht, Hals und Brust trugen seltsame Bissspuren. Sie verbreitete einen fürchterlichen Gestank, nichtnur der Geruch verwesenden Fleisches wie ihn die Leichen dahingemetzlter Soldaten auf dem Schlachtfeld verbreiten, auch nicht den typischen Gestank der Pest, nein, es war ein bösartiger Geruch, ein Hauch von Schwefel, als käme er direkt aus der Hölle. Und da war noch ein Geruch, so seltsam es klingen mag, aber er erinnerte am ehesten an den Duft von Weihrauch.
Der Arzt, der die Leiche tags darauf untersucht hatte, trat zu uns mit aschfahlen Gesicht entgegen und weigerte sich etwas üer die Todesursache der Kleinen zu sagen, doch befahl er uns wir mögen diese Kreatur was er voller Abscheu aussprach verbrennen. Dann schickte er nach dem Pastor. dieser sollte zugegen sein, um für das Seelenheil der Anwesenden zu beten und sie bei der Zeremonie vor dem Bösen das da im Spiele sei zu bewahren.
So genug davon den Rest könnt ihr selber nachlesen im Buch, schließlich will ich euch ja nicht zu viel verraten.
Meinung =========== Ein wirklich gut rechertiertes Buch, hier wird einen vor Augen geführt, wie die Gräfin Bathory gewütet hat und was sie den Menschen so alles angetan hat, sie trug wirklich zu recht den Namen Blutgäfin. Der Autor kommt praktisch immer mit Andeutungen von furchtbaren Gräueltaten der Blutgräfin und ihrer Gegner, die vor Folter genauso wenig zurückschrecken aus. Das Buch liest sich zwar am Anfang etwas Zähflüssig, was ich aber nicht so schlimm fand, es wurde von Seite zu Seite immer spannender. Städig verschwaden neue weibliche Personen und der Priester spielt dabei eine sehr gewichtige Rolle.
Dann tauchen seltsame Wölfe auf, die sich gar nicht normal verhalten und eine fahrende Kutsche angreiffen und sich sogar einen offenen Kampf mit Menche liefern. Wo dann ganz schnell klar wir das dort der Aberglaube von Werwölfen entsteht. Was ich doch sehr fazienierend finde.
Das Buch an sich ist gut und lesenwert, man bekommt eindrücke aus der Zeit von Dracula, oder besser gesagt wie dieser Myhtos entstanden ist. Und wiedereinmal zeigt sich die grausamkeit der Menschen im Mittelalter, wo man sich immer wieder fragt : sind die Tiere die Bestien oder sind es nicht doch wir Menschen????
Es ist schon echt erstaunlich wozu Menschen imstande sind anderen Menschen solche Grausamkeiten anzutun und auch noch im glauben sind das es Gotteswille ist. Wie kann sowas sein ?
Naja, ich kann diesen Buch nur Empfehlen, es hat mich gefesselt mit spannung. Daher gebe ich hier eine Absolute lese empfehlung und alle Sterne.
Tipp und Rechtschreibfehler bekommt ihr wieder von mir geschenkt, ;o)
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