Andrea Schacht: Die elfte Jungfrau
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Andrea Schacht: Die elfte Jungfrau

Testbericht Andrea Schacht: Die elfte Jungfrau

(2,0 von 5)
Platz 91 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - A".
Bewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00 (2,0 von 5)
Meinungen:
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Testbericht über Andrea Schacht: Die elfte Jungfrau

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Blanvalet verlegt aber auch alles…

erstellt am: 22.05.2009, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Empfehlung:nein
Pro:der gute Wille war vorhanden
Kontra:einfallslos, kein großer Sprachschatz, langatmig, schwammige Story, keine klare Linie, nicht spannend
Inhalt

Das Buch handelt von der Begine Almut, die gemeinsam mit Pater Ivo, zu dem sie eine ganz besondere Beziehung hegt, mysteriöse Todesfälle an Jungfrauen aufklärt. Getarnt als Unfälle stellen sich die Todesfälle bald als Morde heraus, deren Zusammenhang noch im Dunkeln liegt. Der Tod einer jungen Konventin gibt Almut den Anstoß zu ihren Ermittlungen. Trotz ihrer Kutte ist sie nicht weltfremd, sondern auch Frau und weiß, dass die Mädchen einer Versuchung erlegen sein mussten. Schwieriger wird es, als sich herausstellt, dass sie Mädchen von ihrem Mörder nicht „angefasst“ wurden. Es muss also mehr hinter der Sache stecken als pure Fleischeslust.

Zeitgleich und eher zufällig wird sie auf einen blühenden Reliquienhandel mit Fälschungen von Büsten der heiligen Ursula aufmerksam.

Es scheint, als sollten ihre Ermittlungen von höchster Stelle behindert werden, denn das Kloster der ermordeten Konventin bestreitet vehement, dass sich das Mädchen in der Nacht seines Todes außerhalb der Klostermauern aufgehalten hatte. Almut muss einen Machtkampf gegen die Obrigkeit auskämpfen. Mit einem geschickten Schachzug und der Hilfe von Pater Ivo wird auch diese Schwierigkeit klug und umsichtig gelöst. Trotzdem steht sie noch immer vor dem Rätsel, wer hinter den Morden steckt und welche Motivation ihn antreibt.

Erst im letzten Moment, gerade dann, als es darauf ankommt, das Leben der taubstummen Trine zu retten, lässt sie ihre Kombinationsgabe nicht im Stich und der Täter wird enttarnt. Doch kann Trines Leben noch gerettet werden?

Meinung

Eines der langweiligsten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Schon nach weniger als der Hälfte war mir klar, wer der Täter ist. Habe das Buch nur noch weitergelesen, um zu erfahren, warum die Mädchen sterben mussten. Und die Antwort auf diese Frage war auch mehr als enttäuschend, weil an den Haaren herbeigezogen.

Man kann deutlich erkennen, was sich Andrea Schacht dabei gedacht hat, als sie das Buch geschrieben hat. Es wird deutlich, dass sie sehr viel Wert auf ihre Charaktere legt, die den Leser stimmig durch das Buch geleiten sollen. Anfangs war mit die Hauptperson Almut auch sehr sympathisch, doch je mehr sich die Beziehung zu Pater Ivo verfestigt, desto kitschiger und unwirklicher kam mir Almut vor. Frech, vorlaut, tief gläubig und durchzogen von einem unglaublichen Gerechtigkeitssinn, gepaart mit einer gehörigen Portion Starrsinn und Überzeugungskraft. So kam mir Almut vor. Sehr pfiffig lieferte sie sich kleine, liebevolle Rededuelle mit Pater Ivo, die fast immer aus Bibelzitaten bestanden. Okay, die beiden Figuren waren Angehörige der Kirche, aber es war einfach zu viel und überaus übertrieben. Besonders, weil Almut als eine sehr weltliche Person dargestellt wird, die sehr bodenständig ist und sich kritisch mit der Obrigkeit auseinandersetzt. Diese Pfiffigkeit hätte man besser darstellen können. Den Humor finde ich übrigens auch nicht gelungen…

Es wird sehr viel über den Alltag geschrieben, um sich ein Bild von den Lebensumständen machen zu können. Die Sorgen und Nöte der damaligen Kölner kann gut nachvollzogen werden. Aber stellenweise ist mir dann doch alles zu platt und nicht romangerecht, sondern kommt mir eher vor wie ein Alltagsgespräch, das ich selbst führen würde. Diese komische Bäckerin hat mich unglaublich genervt. War sofort beleidigt. Hallo?! Und Almut die Gute hatte selbst dafür noch Verständnis. Ja, mich stört es gewaltig, so eine übergute, aufopferungsvolle, für alles und jeden Verständnis habende Hauptfigur vorgesetzt zu bekommen. Fehlte nur noch der Heiligenschein. Schwächen hat die Figur nämlich keine. Und macht sie somit sehr unwirklich.

Wieso ich mich so viel über die Hauptperson ausgelassen habe? Der Roman lebt nur von ihr. Selbst Pater Ivo ist trotz seiner sehr intensiven Beziehung zu ihr nur eine Randerscheinung angesichts der Dominanz dieser Person.

Die Geschichte an sich ist sehr schwammig. Das Ende erinnert mich an eine schlechte Kopie eines sehr bekannten Romans eines deutschen Schriftstellers. Andrea Schacht hat keine gute „Idee für einen Mord“ geliefert, die Geschichte, die sie drumherumgebaut hat, war ebenfalls nicht so toll, weil langatmig, langweilig und nicht gerade spannend. Der gute Wille war trotzdem zu erkennen. Aber das reicht mir nicht aus. Denn ich bin ein sehr verwöhnter Leser.

Was andere Leser daran finden, kann ich nicht verstehen.

Daten

ISBN: 3442367808
Verlag blanvalet (gehört zu Randomhouse)
Seiten: 360
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Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
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Puenktchen3844
Puenktchen3844, 23.05.2009

Ein guter Bericht. LG
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m0gli Köln im 14. Jahrhundert, 29.03.2009
Wenn ich bei einem Buch bis zum Ende des 7. Kapitels noch nicht viel vom eigentlichen Thema bemerkt habe, wenn sich fast alles auf lange Beschreibungen beschränkt, dann bin ein Buch irgendwann leid. Und dann passiert auch schon mal das, dass ich ein Buch nicht zu Ende lese.
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Yopi-Autor:m0gli
Bewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00
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