Ich habe mir von Antec das Fusion Remote Max in schwarz gekauft. Für knapp 135Euro bei einem Computerhändler (Cyberport) hier in Berlin. Mittlerweile ist das Teil auch für einen 10er weniger zu bekommen.
Meine Wahl fiel auf dieses Gehäuse, weil ich etwas haben wollte, was optisch nicht aus der Stereoanlage heraussticht und auch hauptsächlich als Multimedia Anlage dienen soll. Und das Gehäuse auf den ersten Blick aussieht wie ein Verstärker, passt es wunderbar. Zudem verwende ich auch keinen Monitor, sondern einen Flachbildfernseher. Kurzum, wer es nicht weiß, wird bei mir im Wohnzimmer keinen PC vermuten. Aber da isser nun mal.
Das Gehäuse: An der Frontseite habe wir zwei USB-Anschlüsse sowie einen FireWire (IEEE1394). Darüberhinaus noch einen Kopfhörer- und einen Mikrophon-Anschluss. Einschalter, Reset-Knopf, Lautstärkeregler und ein Display runden die Front ab. Selbstverständlich gibt es auch einen Laufwerkeinschub. Auf der rechten Seite sind zwei Öffnungen. Hinter denen sitzen zwei Ventilatoren, die die Luft aus dem Gehäuse blasen. die sind schaltbar (Volle Pulle, Halbe Kraft und aus). Das gesamte Gehäuse steht auf Silikonfüßen, so dass Vibrationen nicht an die Möbel abgegeben werden. Auf der Rückseite sind die handelsüblichen Öffnungen für Netzteil und Anschlüsse vom Mainboard.
Das Display: Displays an Computern sind ja heutzutage nix besonderes mehr. Und dennoch ist es erwähnenswert. Angeschlossen an einen internen USB-Port liefert es alle notwendigen Informationen. Über den Prozessor, den Arbeitsspeicher, die Festplatte(n) und freien Speicher. Über RSS-Feed laufen auch die aktuellsten Nachrichten oder die Wetterdaten durch den "Ticker". Sieht man sich einen Film an oder hört Musik, dann weist das Display darauf hin, was eben gerade an die Augen (und) oder Ohren dringt. Selbstverständlich mit Fortschrittsanzeige (wie lange geht der Film/Track noch, wie lange läuft er schon) und Infos über die Laustärke. Diese Einblendungen lassen sich aber so einstellen, dass wirklich nur das angezeigt wird, was der Nutzer auch wissen möchte. Im Zweifelsfall schaltet man es ganz aus.
Die Fernbedienung: Zu dem System gehört auch eine Fernbedienung. Über diese Fernbedienung läßt sich der gesamte Computer steuern. Man braucht keine Maus und auch keine Tastatur. Allerdings ist dann doch sehr mühsehlig. Aber in Verbindung mit der eigenen Software (Imedian) lassen sich Multimedia-Dateien problemlos ansteuern. Allerdings benutze ich den Windows Media Center. Dieser läßt sich auch mit den FB steuern. Weiter Knöpfe auf der FB sind Volume und Programm (+, -), ein Steuerkreuz, linke und rechte Maustaste, Pause, Play, vor- und rückspulen, 10er Tastatur, Programm öffnen und schließen sowie Direktwahl für verschiedene Ordner (programmierbar) und alle notwendigen Buttons zum Abspielen von Original-DVDs (Subtitle, Angle usw.) Backspace und Enter sind ebenfalls auf der FB enthalten.
Das Innere des Gehäuses: Innen sieht alles sehr aufgeräumt aus. Allerdings nur solange kein Mainboard, keine Festplatte und auch kein Netzteil eingebaut ist. Das Ganze ist unterteilt in drei Kammern. Die Erste und größte Kammer beinhaltet das Mainboard. Die zweite Kammer beinhaltet das Netzteil und ein eventuelles Laufwerk. Allerdings passt nur ein Laufwerk rein. Das macht aber nicht, denn mit einem aktuellen DVD- oder BlueRay-Brenner benötigt man ja keine weiteren Laufwerke. Die dritte Kammer beinhaltet die Festplatten. Die werden auf der Seite liegend in einen Rahmen eingebaut und mit Schrauben mit Silikonpuffern vibrationsfrei ins Gehäuse geschraubt. Platz ist für zwei Festplatten. Eine dritte Platte könnte man oberhalb des Brenners einbauen, allerdings benötigt man dann ein Distanzstück von 5,25 auf 3,5. Das gehört nicht zum Lieferumfang. Leider gehört auch kein Netzteil zum Lieferumfang. An die Stelle, an der das Netztei später eingebaut wird ist Moosgummi ausgeklebt, so das auch da wenig Vibrationen zu erwarten sind. Bei der Auswahl des Prozessorslüfters muss man ein wenig suchen, da gerade leistungsstarke Kühler aufgrund der geringeren Bauhöhe nicht reinpassen.
Lautstärke: Lärmquellen sind natürlich auch der Lüfter des Prozessors und des Netzteils. Das muss der jeweilige Nutzer selbst entscheiden, was er da verbaut. Aber die Lüfter an der Seite sind recht leise. Alles in allem ist der ganze Rechner angenehm leise, wenn auch nicht komplett still. Aber im Videobetrieb ist der Rechner leiser als die Tonausgabe am TV und von daher fast nicht zu hören.
Sicherheit: Wer schon mal selbst einen Rechner zusammengeschraubt hat, hat sich vielleicht auch schon mal die Finger an irgendwelchen versteckt liegenden Kanten aufgeschnitten. Hier eigentlich kaum möglich. Alle Kanten sind gefalzt und somit schneidekantenfrei.
Fazit: Ich bin rundherum sehr zufrieden mit dem Gehäuse. Gut es ist nicht ganz billig und es gehört kein Netzteil zum Lieferumfang, aber es absolut hochwertig verarbeitet und sieht auch sehr gut aus. Wer die meist hochkant stehenden, grauen Kisten nicht mag und lieber einen Multimediarechner haben möchte, der optisch perfekt in die schwarze (oder silberne) Stereoanlage passt, wird mit diesem Gehäuse die richtige Wahl finden.
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Home > Computer > Computer Hardware > Komponenten für PCs > Gehäuse / Cases > PC-Gehäuse > Antec Fusion Remote Black Media Center > Testbericht