Ihr kennt das sicherlich alle: ihr geht ins Kino, wollt unterhalten werden und denkt Euch im Anschluss an den Film nur 'man, das war jetzt echt nicht der Brüller'. Mir ging es zum Beispiel nach dem letzten Terminator-Film so. Allerdings hatte ich schon vorher keine großen Erwartungen, daher fiel meine Enttäuschung gering aus. Ganz anders sah es allerdings bei Star Trek 11 aus. Der neueste Streifen der Raumschiff Enterprise-Reihe hat bei mir schon im Vorfeld eine hohe Erwartungshaltung ausgelöst. Nicht weil ich mich als Star Trek-Fan bezeichnen würde, sondern vielmehr, weil ich von der Arbeit von Regisseur J J Abrams mehr als überzeugt bin. Schließlich ist er einer der Chef-Entwickler meiner unangefochtenen Lieblingsserie "LOST". Und was soll ich sagen: ich wurde nicht enttäuscht.
*** Der Inhalt ***
Der elfte Teil der Star Trek Spielfilme spielt in einer Zeit, mit der man als Star Trek-Zuschauer eigentlich schon abgeschlossen hatte. J. J. Abrams - selbst übrigens alles andere als ein Star Trek Fan - katapultiert uns zurück in die Zeiten der Raumschiff Enterprise-Serie aus den 60er Jahren. Genau genommen sogar noch weiter in die Gegenwart. Thematisiert wird, wie sich die Crew der Enterprise findet, bevor sie auf ihre erste Mission geschickt wird. Heißt also: wir sehen die noch eher jugendlichen und rebellischen Kirk, Spock und Co, die untereinander noch nicht als eingespieltes Team agieren, sondern zum Teil eher völlig unterschiedlicher Meinung sind.
Selbstverständlich darf aber in einem Kinostreifen auch der Kampf gegen eine außerirdische Rasse nicht fehlen. Abrams hat sich dazu entschieden, ein Gefecht mit dem Romulaner Nero in den Mittelpunkt zu stellen. Dieser rachsüchtige Zeitgenosse hat nur ein Ziel: Vergeltung dafür üben, dass es Botschafter Spock nicht gelungen ist eine bevorstehende Supernova zu verhindern. Die hatte nämlich zur Folge, dass der Planet Romulus zerstört wird und sein Volk sterben musste.
*** Meine Eindrücke ***
Zu Beginn des Films ist Konzentration gefragt. In Form eines Schriftbandes wird erklärt, in welcher Zeit und an welchem Ort wir uns gerade befinden. Jedoch werden die Informationen so schnell wieder ausgeblendet, dass es zumindest mir schwer gefallen ist, alle Informationen direkt aufzunehmen. Weiter geht es direkt mit einem atemberaubenden Weltraum-Gefecht. Gleich zu Beginn wird mit Special Effects vom Feinsten agiert und der Zuschauer fühlt sich fast schon ein wenig erschlagen.
So sehr ich actionreiche Filme mag, so sehr bin ich aber auch immer für Humor dankbar, der durch einen Film transportiert wird. Gerade das hat bisher in vielen der Star Trek-Streifen aber gefehlt. Ganz anders in Star Trek 11. Ich kenne alle elf Filme und in keinem habe ich soviel schmunzeln und lachen müssen, wie in Abrams' Werk. Wohl insbesondere deswegen stelle ich Star Trek XI zusammen mit Star Trek IV in Sachen Humor in etwa auf eine Ebene.
Zugegeben: ich war skeptisch, ob es gelingen kann, einen Star Trek-Film mit einer (fast) komplett neuen Besetzung zu drehen. Eine Enterprise ohne William Shatner als Captain Kirk oder Leonard Nimoy als Spock? Das soll funktionieren? Es funktioniert! Abrams ist es gelungen Charaktere zu finden, die gut in die Zeit der jungen Enterprise-Crew stammen. Unbekümmert, frech, rebellisch. Das wirkt neu und erfrischend und lässt das etwas verstaubte Star Trek Image (gut zu sehen in Star Trek 9 und 10) in einem völlig neuen Licht erscheinen. Warum ich skeptisch war, ist mir im Nachhinein ein Rätsel, schließlich war es auch bei "LOST" gelungen mit einer völlig unbekannten Reihe an Schauspielern einen Welterfolg zu landen.
Mir persönlich hat insbesondere sehr viel Spaß gemacht, die Entwicklung zwischen Spock und Kirk erleben zu dürfen. Auf eine Art und Weise, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Dass die dicken Freunde aus der Serie sich einst rebellisch gegenseitig das Leben schwer machten und Spock als Captain der Enterprise zwischenzeitlich sogar über Kirk stand, war eine tolle Überraschung.
*** Mein Fazit ***
Satte 150 Millionen US-Dollar hat der Film gekostet. Stand heute (Mitte Juni) hat er etwa 350 Millionen Euro eingespielt. Man kann also sagen, es hat sich gelohnt. Auch für mich als einzelnen, kleinen Kinogänger. Ich bin sogar geneigt zu sagen, dass Star Trek 11 für mich eines der bisherigen Kino-Highlights des Jahres gewesen ist. Der Mix aus Action, Science Fiction und Humor stimmt. Danke J.J., du darfst auch Teil 12 drehen - wenn Du willst. Als Produzent soll der neue Hollywood-Star-Regisseur ja schon feststehen.
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Weitere Testberichte über Star Trek (2009)
Der Nächste bitte, aber schnell, 06.06.2009
Einfach ein klasse Film, der nahtlos an vorangegangene Star Treks anknüpft. Tolle Efects, tolle Crew, gute Handlung, der Film bietet einfach alles, was ein guter Film braucht. Daher eine dicke Empfehlung.
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Filmkritik: Star Trek 11, 18.05.2009
Und dass wir hier erst am Beginn einer ganzen Reihe von Abenteuern der neuen, alten Enterprise-Crew stehen, scheint so gut wie sicher. Schön, denn es gibt noch so viel zu entdecken zwischen Neutraler Zone und dem Alpha-Quadranten.
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Yopi-Autor:
Tuvok
Bewertung:
Für alle echten Trekkies ziemlich enttäuschend..., 18.05.2009
Die Darstellung des Raumschiffs an sich kommt in keinster Weise an das Original aus den 1960er Jahren heran. Viel zu künstlich und steril. Wenn "roter Alarm" ausgerufen wird, war ich es bisher gewohnt, dass sämtliche Lichter z. B. auf der Brücke auf ein Mindestmaß gedimmt
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