Nachdem ich mir einen neuen PC angeschafft hatte, wurde es auch Zeit sich um einen neuen Monitor zu kümmern. Mein alter 15-Zoll-TFT war immer hin schon 5 Jahre alt und die Qualität des Bildes alles andere als gut. Als dann auch noch das Netzteil des Monitors immer wieder Aussetzer hatte, wurde es also allerhöchste Zeit. Ich hörte mich etwas um und stöberte und kam dann zu dem Schluss, mir einen TFT von LG zu kaufen. Ich fand auch ein sehr gutes Angebot für den LG Flatron L1942T und schlug gleich zu.
~~~Der Preis~~~
Ich hab den Monitor bei Amazon.de bestellt. Er hat 154,45 Euro gekostet (inklusive Versand). Die Lieferung von Amazon ging gewohnt einfach und problemlos über die Bühne. Heute kostet das Modell bei Amazon übrigens 32 Cent mehr, nämlich 154,77 Euro. Natürlich ist das insgesamt ein stolzer Preis für einen Monitor, doch zu vergleichbares Geräten von anderen Herstellern ist der TFT von LG immer noch ein Schnäppchen.
~~~Hersteller~~~
LG Electronics Deutschland GmbH Jakob-Kaiser-Str. 12 47877 Willich
www.lg-electronics.de
~~~Technische Daten~~~
***Allgemein***
Gewicht: 3.5 kg Maße (H x L x B): 42,0 x 41,0 x 18,5 cm Farbe: Silber Display-Typ: LCD-Display / TFT-Aktivmatrix
***Display***
Besonderheiten: F-ENGINE-Technologie, sRGB-Farbmanagement, f-ENGINE-Technologie, Digital Fine Contrast (DFC) Signaleingang: DVI-D, VGA Bildschirmbeschichtung: Entspiegelt, antistatisch, Anti-Glanz, Hartbeschichtung Bildschirmpositionsanpassung: Neigbar, Drehelement, Neigbar Reaktionszeit: 5 ms Max. Bildwiederholungsrate (V x H): 75 Hz x 83 kHz Farbunterstützung: 24 Bit (16,7 Millionen Farben) Max. Auflösung: 1280 x 1024 Punktabstand / Pixelabstand: 0.294 mm Diagonalabmessung: 19" (42 cm) Steuerelemente / Anpassungen: Helligkeit, Kontrast, Gammakorrektur, Phase, Uhr
~~~Aussehen und Verarbeitung~~~
Auch wenn es nicht so unheimlich wichtig bei einem Monitor ist, so hat mir der LG Flatron L1942T auch optisch von Anfang an gefallen. Die Front hat einen silbernen, an den Seiten und oben etwa 1,5 cm, unten 2 cm schmalen Rand. Der Standfuß und die Rückseite sind schwarz. Mit Fuß bringt es der Monitor auf die Maße 40 x 42,5 x 19 cm. Er passt so perfekt auf meinem Schreibtisch. Da dort bisher nur mein alter 15-Zoll-TFT stand und man diesen fast mit der Lupe suchen musste, macht der ganze Arbeitsplatz durch den größeren Monitor gleich um einiges mehr her. Wie gesagt besteht die Front nur aus dem 19-Zoll-Display und einem schmalen silbernen Rand. In der unteren linken Ecke befindet sich das LG-Logo, in der Mitte das Bedienelement mit seinen 5 Tasten. Die Stand-By-Taste befindet sich genau in der Mitte, darüber ist eine kleine blaue LED-Leuchte, die immer dann leuchtet, wenn das Gerät in Betrieb ist. An der Rückseite befinden sich die Anschlüsse für die Datenverbindung und den Strom. Auf der linken Seite ist der Anschluss für das Netzteil, auf der rechten sind der DVI- und der VGA-Ausgang. Alle Anschlüsse sind, wie bei den meisten TFTs nach unten ausgerichtet, dies nimmt sowohl eine Menge Druck von den doch recht empfindlichen Kabeln, als auch schützt es die unbenutzten Ausgänge vor möglichen Verschmutzungen z.B. durch Staub. Die Qualität der Verarbeitung ist 1a. Das Gerät ist leicht und trotzdem sehr stabil. Auch der Fuß steht felsenfest, obwohl er nur aus Plastik ist. Nichts wackelt, alles tut genau das, was es soll. Die 5 Tasten des Bedienelements lassen sich leicht drücken, reagieren aber nicht zu schnell. Man muss also weder zu hart drauf knallen, noch muss man beim Putzen Angst haben, alle Einstellungen wieder zu verstellen. Genau das war ein Problem bei meinem alten TFT. Bei dem gingen zum Schluss zwei Tasten so gut wie gar nicht mehr, die anderen tasten reagierten aber schon, wenn nur eine Fliege darauf Platz genommen hat. Das war insgesamt sehr, sehr lästig.
~~~Inbetriebnahme~~~
OK, bevor ich meine neueste Errungenschaft in Betrieb nehmen konnte, musste ich ihn erst einmal auspacken. Dazu öffnete ich vorsichtig den Karten und holte das Hauptgerät heraus. Dieses war in Folie eingewickelt und mit Styroporteilen im Karton fixiert. In einem kleineren Tütchen befand sich der Standfuß, in einem weiteren das Netzteil und das VGA-Kabel. Der Standfuß musste also erst einmal am Monitor befestigt werden. Dazu schob ich den Fuß einfach an die vorgesehene Halterung am Monitor und schob beides zusammen, bis der Fuß mich einem lauten „Knack“ einrastete. Danach platzierte ich den Monitor auf seinen neuen Platz und steckte das Netzteil und das VGA-Kabel ein. Eigentlich wollte ich den Monitor gleich über DVI mit meinem Rechner verbinden, doch ein DVI-Kabel gehörte nicht zum Lieferumfang. Dies musste ich mir also erst noch besorgen. Es kostete übrigens 29,99 Euro im Saturn. Nachdem ich zum Schluss noch das VGA-Kabel in meine Grafikkarte am Rechner gesteckt und den Monitor angeschaltet hatte, startete ich meinen Rechner und begutachtete meine neue Errungenschaft.
~~~Bild und Darstellung~~~
Noch bevor ich mich um das eigentliche Bild gekümmert hatte, richtete ich den Monitor erstmal auf mich aus. Man kann den Monitor bis zu 5 Grad nach vorn und hinten neigen. Da mein Monitor auf einer kleinen Plattform steht, welche aber nicht sehr hoch ist, musste ich den Monitor kaum nach vorn neigen. Ich hab jetzt nicht den Winkelmesser angelegt, aber ich schätze, es war nur ein, maximal zwei Grad. Dadurch habe ich einen optimalen Blick auf den Monitor, schaute im Winkel von 90 Grad auf den Bildschirm und konnte so das Bild, was mir mein neuer TFT lieferte, das erste Mal begutachten. Im Vergleich zu meinem alten TFT war das Bild natürlich eine Sensation. Die Farben waren sehr klar, die Kontraste sehr gut zu erkennen. Ich habe dann natürlich ein paar kleinere Korrekturen vorgenommen. Dies ging mit Hilfe des Menüs sehr schnell und unkompliziert. Zuerst drückt man die Menü-Taste, wählt dann die Einstellung aus, die man ändern möchte (Bild – Helligkeit, Kontrast, Gamma; Farben – Rot, Grün, Blau; Gleichlauf – Schärfe, Setup – Sprache und Bildlage), danach drückt man SET und verändert die Werte entsprechend seinen Vorstellungen, bis das Bild optimiert wurde. Der ganze Vorgang wird beim Anschluss über ein DVI-Kabel übrigens unnötig, da das Gerät über das digitale Kabel automatisch die optimalen Einstellungen findet. Man kann diese nach Anschluss über DVI zwar immer noch nach Herzenslust verändern, das Bild wird dadurch aber nicht besser werden können, da die optimalen Einstellungen ja dann schon vorherrschen. Dies spart natürlich eine Menge Arbeit. Bei meinem alten TFT hatte ich vor allem mit der optimalen Darstellung von Farben und der Schärfe des Bildes so meine Probleme, was vor allem beim Bearbeiten von Fotos zu einem gewaltigen Problem heranwuchs. Dieses gehört spätestens seit der LG Flatron L1942T über DVI an meinen Rechner angeschlossen ist, der Vergangenheit an. Klare Strukturen, natürliche Wiedergabe von Farben und optimaler Hell-Dunkel-Kontrast, besser kann das Bild bei einem TFT-Monitor kaum sein. OK, bei der Darstellung von Schwarz-Weiß-Kontrasten sind zumindest bis jetzt immer noch die Röhrenmonitore in Front, gerade weil TFTs mit der Darstellung von tiefschwarzen Farbtönen noch ihre Probleme haben, doch der Monitor kommt schon sehr nah an die Wirklichkeit heran. Vor allem die Grauabstufungen sind sehr fein und sehr gut zu erkennen. Auch die Darstellung von Videos ist mehr als in Ordnung. Der Monitor kann auch mit schnellen Kameraschwenks sehr gut umgehen. Die Bilder verwischen nicht, sind sehr sauber und man kann auch bei schlechteren Aufnahmen mindestens so viel erkennen, wie man es auch am heimischen TV könnte. Über das Verhalten des Monitors beim zocken von PC-Spielen kann ich nicht so viel sagen, da ich nur sehr selten mal welche auf meinem Rechner laufen lasse und diese dann auch meist nicht sehr grafikintensiv sind. Doch meine Erfahrungen mit der Darstellung von Videos (und nicht nur HD-Clips) lassen mich zum Schluss kommen, dass der Monitor auch die Hürde von sehr grafiklastigen Spielen packen würde. Das Bild ist insgesamt sehr angenehm. Hatte ich noch bei meinem alten TFT das Problem, dass ich nach einer gewissen Zeit des Starrens auf den Bildschirm Probleme mit den Augen bekam, so sind diese Zeiten nun zum Glück vorbei. Dies lag in erster Linie an den Problemen der Schärfendarstellung des alten Geräts. Das Bild hier ist gestochen scharf, deswegen verschwimmt nichts mehr, ich bekomm keine tränenden Augen und auch keine Kopfschmerzen mehr. Eine sehr feine Sache ist die Auflösung, die mir der neue Monitor ermöglicht. Mein alter 15-Zoller ließ nur eine Auflösung von maximal 1.024 x 768 Pixeln. Die Größe der Objekte war dadurch zwar ziemlich gut, aber ich hatte doch gewaltige Platzprobleme auf dem Desktop. Allein auf die Windows-Taskleiste passten so gerade einmal 5 offene Fenster. Das war natürlich mehr als lästig. Der LG Flatron L1942T kommt mit einer maximalen Auflösung von 1.280 x 1.024 Pixeln dar her. Dadurch verkleinerten sich natürlich die Objekte etwas, woran ich mich nach einer solch langen Zeit mit meinem alten TFT und der 1.024x768-Auflösung erst einmal gewöhnen musste, aber ich bekam natürlich urplötzlich gewaltig mehr Platz auf dem Desktop. Kein Wunder, wurden mir doch rein technisch gut 524.000 Pixel geschenkt. Die Platzprobleme gehören also endlich der Vergangenheit an. Der Bildwinkel liegt bei 170 Grad. Man erkennt also auch im Vorbeigehen noch, was auf dem Monitor angezeigt wird. Man muss nicht stur im 90 Grad Winkel davor sitzen. Ich weiss leider nicht, wie groß der Bildwinkel bei meinem alten TFT gewesen ist, aber es können nicht mehr als 90 Grad gewesen sein. Auch da ein dickes Plus für den LG Flatron L1942T.
~~~Erfahrungen~~~
Meine Arbeiten gehen mit dem neuen Monitor um einiges besser. Gerade die Bearbeitung von Fotos funktioniert jetzt richtig gut, da die Farben sehr nah an der Wirklichkeit sind und das Bild endlich richtig scharf ist. Ich erlebe kein Flimmern mehr, auch nicht wenn mein Handy klingelt. Ja, bei meinem alten TFT wusste ich schon vorher, wenn was kommt. Dieser Monitor ist richtig abgeschirmt, was auch ein Zeichen der sehr guten Qualität und Verarbeitung von LG ist. Während des Betriebs erwärmt sich das Display etwas, allerdings nicht so stark wie bei meinem alten Monitor oder zum Beispiel bei einer Röhre. Der Stromverbrauch des Geräts ist sehr niedrig. Er braucht nur knapp 30 Watt, im Stand-by sogar nur ein aufgerundetes Watt.
~~~Reinigung und Pflege~~~
Der Standfuß ist schwarz. Natürlich sieht man darauf jedes Staubkorn. Dieser muss also regelmäßig gereinigt werden. Dafür kann man durchaus einen feuchten Lappen benutzen. Schnell drüber gewischt und fertig. Das Display reinigt man am besten mit einem Microfasertuch. Das Ganze ist nicht so oft nötig, wie das Reinigen des Standfußes, aber ab und zu wird es auch mal nötig. Man muss dabei nicht unbedingt übervorsichtig sein, braucht aber auch nicht gewaltig drauf zu drücken. Auch mit wenig Druck wird das Display schön sauber. Chemikalien zum Säubern des Displays sind meiner Meinung nach nicht notwendig, das trockene Microfasertuch, bei hartnäckigem Schmutz auch leicht feucht reicht vollkommen aus.
~~~Fazit~~~
Mein alter Monitor war gut sieben Jahre alt, hatte aber seinen Zenit schon längst überschritten. Es war an der Zeit, sich einen neuen zu besorgen. Natürlich wollte ich ein Gerät, mit dem ich am liebsten die nächsten sieben Jahre arbeiten kann. Ich denke, genau ein solches Gerät habe ich gefunden. Die Qualität des Gerätes, sowohl im Zusammenbau, als auch in der Darstellung des Bildes ist kaum zu schlagen. Die Farben, die Kontraste und die Helligkeit sind absolut sehenswert. Die große Auflösung bietet mir endlich genug Platz. Das Arbeiten ist sehr angenehm, da es keine Störungen mehr gibt, kein Flimmern und kein Flackern. Der Preis von knapp 150 Euro war zwar hoch, aber der Monitor ist jeden Cent wert. Negativ zu erwähnen sind eigentlich nur, das nicht mitgelieferte DVI-Kabel und die Tatsache, dass es kein richtiges Handbuch zum Gerät mitgeliefert wurde. Das befindet sich nämlich auf einer mitgelieferten CD. Es ist zwar sehr umfangreich und bei der Inbetriebnahme auch sehr hilfreich, aber es ist nicht schön, wenn man auf dem Monitor etwas einstellen will und dann aus dem Menü herausgehen muss, um im PDF-Handbuch zu blättern. Da wär mir ein Handbuch zum Anfassen und Durchblättern doch um einiges lieber gewesen. Andererseits spart das digitale Handbuch auch Ressourcen und ist umweltfreundlich, deswegen möchte ich dann doch nicht zu viel darüber meckern. Ich auf jeden Fall bin dem Monitor mehr als nur zufrieden. Von mir gibt es 5 Sterne und natürlich eine Empfehlung.
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Mein Monitor am Arbeitsplatz , 15.07.2009
Ich kann diesen Bildschirm sehr empfehlen, in meinen Augen handelt es sich um ein super Produkt zu einem recht günstigen Preis! Weiteres könnt Ihr gerne in meinem Bericht nachlesen!
Testbericht über LG L1942T lesen
Yopi-Autor:
maus1980
Bewertung:
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