Nachdem ich meinen Rechner einmal mehr aufgerüstet hatte und dazu bereits die CPU (eine AMD 5050e) und den Arbeitsspeicher (Corsair XMS2) hier vorgestellt hatte, möchte ich nunmehr auch das Herzstück des Upgrades und meine damit gemachten Erfahrungen niederschreiben. Das besagte Herzstück ist die
Hauptplatine, ein Gigabyte-Board, genauer technischer Name: GA-MA770-UD3.
Eines vorweg, diese Board ist aktuelle bei den Boards eher Mittelklasse, bezogen auf unterstützen RAM etc. Jedoch wollte ich primär ein Board, welches meine Grundsatzentscheidung, eine energieeffiziente CPU, hier die 5050e, unterstützt. Weiter sollte das Board noch die Riad 0 unterstützten, auch wenn ich dieses nicht sofort nutzen werde und des Weiteren S-ATA2 für meine bestehende HDD unterstützen. Letzteres ist inzwischen eh Standard. Nebenbei bemerkt, die vorhandene Festplatte, eine Samsung 160JJ läuft mit S-ATA2, jedoch konnte das bisherige Board nur S-ATA1, also nur der Hälfte an theoretischem Durchsatz von 150 MB/s anstatt deren 300, unterstützen. Somit sollte also auch das Potential der bestehenden Festplatte ausgereizt werden. Soweit die Vorgaben.
Das Board gibt es auch schon seit Ende 2008 und hatte dabei auch schon in verschiedenen Test sehr gut angeschnitten. Insbesondere das Preis-/Leistungsverhältnis wurde dabei hervor gehoben. Das Board hat weiter overclocking Potential, ist aber aufgrund der moderaten Ausstattung, wenige das Objekt der Begierde für derartiges Klientel. Für meine Zwecke spielt Overclocking aber so gut wie keine Rolle. Weiter kann das Board auch keine zweite Grafikkarte für einen SLI-Modus ansteuern, da hier schlichtweg der zweite Anschluss dafür fehlt.
Zur Orientierung die grundlegenden Features des Boards:
- CPU - Sockel AM2+; unterstützt werden CPUs ab AMD Athlon64 über eine Sempron bis hin zur Phenom X3.
- RAM - DDR2, bis maximal 16 GB in vier Slots
- Weiter enthalten ist LAN, interne Soundkarte, Firewire, Ethernet RJ45, ausreichend USB 2.0 Anschlüsse, ein (!) IDE für z.B. DVD-Laufwerk oder Brenner
- Für die Grafikkarte ein PCIe 2.0 x16
- Das Ganze im Formfaktor ATX
- Das BIOS kommt von Phoenix
Hervorgehoben wird seitens des Herstellers noch das Dual-BIOS, Ultra Durable 3 und 2OZ Copper PCB. Ultra Durable 3 Technologie bedeutet, dass man anstatt ca. 30 g Kupfer, nun die doppelte Menge einsetzt (~ 60 gramm, entspricht 2 OZ - Unzen). Dies hat zur Folge, dass zum einen eine effektivere Kühlung, welche sich auch auf eine niedrigere Temperatur auswirkt (sollen bis zu 50° Grad sein), und zum anderen die Impedanz, also den Widerstand beim Stromfluss verringern soll. Damit geht insgesamt die Stormversorgung runter. In meinem Fall kann ich dies durch einen geringen Stromverbrauch im Gegensatz zum alten Board auch feststellen, weiter ist auch eine deutliche Abnahme der Lüfteraktivität positiv zu nennen. Weiter ist auch noch die Quick-Boost-Technologie enthalten, damit ist für Overclocker in 3 Stufen ein schnelles und problemloses Übertakten möglich, da dieses automatisiert durchgeführt werden kann.
Weiter sollen Kondensatoren aus japanischer Produktion die Stabilität und die Lebensdauer erhöhen. Ersteres kann ich nach 2 Monaten bestätigen, da ich bisher keine Instabilität oder gar Abstürze hatte, stellt sich aber die Frage, ob ich diese ohne diese Kondensatoren gehabt hätte. Die Lebensdauer kann ich nach 2 Monaten noch nicht beurteilen, weiter hatte ich bisher noch kein Board länger als 3-4 Jahre und diese Boards konnten diesen Zeitraum problemlos überstehen. Für also eher ein gutes Marketing, als notwendige Erweiterung.
Genug der Theorie, die Einbau war für mich als geübten PC-Bastler kein Problem, die notwendigen Anschlüsse für das Gehäuse und die eingebauten Bestandteile konnten einwandfrei identifiziert werden und waren im Handbuch auch gut beschrieben. Eine Überraschung erlebte ich mit dem ersten Hochfahren. Die angeschlossene Festplatte war aus der alten Installation ebenfalls an ein Gigbyte-Board angeschlossen. Üblicherweise habe ich meine Festplatte in Partitionen aufgeteilt und mit der Neuinstallation hätte ich die C-Partition neu formatiert und dann das Betriebssystem WinXP erneut installiert. Bis alle Treiber und relevanten Programme dann installiert sind, das dauert in der Regel ein bis zwei Wochen. Vorteil ist ein saubere Installation und den ein oder anderen ungenutzten Dateischrott bin ich auch los. Die anderen Partitionen bleiben mit der Neuinstallation unberührt, nur Programme müssen erneut installiert werden. Bilder, Dokumenten etc. bleiben erhalten und müssen zuvor nicht weggesichert werden.
Eher versehentlich hatte ich den PC nach Einbau der neuen Komponenten und der alten Festplatte durchgestartet. Während dem Booten merke ich noch, ups die Platte ist ja noch gar noch platt. Und dann bootet auch noch Windows, zu meiner positiven Überraschung. Letztendlich musste ich dann nur noch die Boardtreiber, USB, Sound-on-Board, etc. nachinstallieren und ansonsten war der Rechner wie zuvor, nur eben wieder ein wenig schneller. Schätze mal, dass das damit zusammenhängt, dass ich den gleichen Hersteller habe und die Boards gar nicht mal so weg auseinander sind.
Fazit:
Leiser, schneller und immer noch stabil, was will man mehr.
LG Michael