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| erstellt am: |
28.09.2009, von topfmops |
| Produktbewertung: |
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| Empfehlung: | nein |
| Pro: | Kann ich nicht erkennen |
| Kontra: | Hier steht nur eine begrenzte Zahl von Zeichen zur Verfügung |
Es wird bei dieser Meinung weniger um ein Rezept gehen, sondern vielmehr um den unverschämten Versuch eines Beinahe-Monopolisten seinen Geschmack und seine Zutaten an der Gemüsetheke durchzusetzen.
Eigentlich wollten wir nur gekochtes Fleisch in einer Meerrettichsauce essen. Dazu haben wir bei unserem französischen Delikatessenhändler PLÜ, der letztens von Netto aufgekauft wurde, falsches Filet vom Rind besorgt und – weil nicht über den Bestand an Gemüsen in unserer Küche informiert waren – haben wir ausnahmsweise auch ein Paket ‚Suppengemüse’ erstanden. ‚Falsches Filet’?? Damit wir wieder alle von derselben Sache reden, hier die Information meines Leib- und Magenhelferleins ‚wikipedia’:
„Das falsche Filet ( auch Schulterfilet genannt) ist ein Teilstück der Schulter vom Rind oder vom Schwein. Nur auf Grund seiner Form erinnert es an das echte Filet, jedoch ist die Qualität des Fleisches nicht so gut. Da das falsche Filet von einer kräftigen Sehne durchzogen ist, eignet es sich nicht zum Kurzbraten, sondern eher zum Schmoren und Kochen oder als Tatar. Im Alemannischen Raum wird das falsche Filet im Ganzen auch als Medaillon bezeichnet (nicht zu verwechseln mit den Medaillonstückchen, die aus dem Filet geschnitten werden). Ende des Zitates.
Dazu eben ein aus Sellerie, Lauch, Möhren, Petersilie und diversen Gewürzen geschnürtes, fertig abgepacktes Teil mit der Bezeichnung ‚Suppengemüse’! Jedenfalls im sichtbaren Bereich, denn unser Erstaunen war beim Auspacken riesig als wir einen Brühwürfel fanden. Und damit steht dieser Bericht mal wieder in der falschen Kategorie, denn ich möchte nicht wieder für Wochen von der Kuh Emma auf die lange Bank der Vorschläge geschoben werden. Abgesehen davon kann ich für diesen Brühwürfel keinen Vorschlag machen, da seine Herkunft schamhaft verschwiegen wird, ob vom Huhn oder Rind oder Schwein oder gar vegetarisch , es ist ein Brühwürfel in einer silbrigen Folie, der nicht beschriftet ist. Und das ist schlicht und einfach eine Frechheit!!
Wir bekommen von einem angehenden Monopolisten ein Produkt untergeschoben, das der ach so stringenten deutschen Lebensmittelüberwachung Hohn spricht. Wir bekommen von diesem Monopolisten etwas verkauft, das wir nicht haben wollen, aber bezahlen müssen, denn ohne Brühwürfel gibt PLÜ das ‚Suppengemüse’ nicht ab. Und das fällt unter die sehr strengen Regeln und Vorschriften über „Koppelgeschäfte“, und so wird es bei ‚wikipedia’ beschrieben:
„Der gekoppelte Verkauf mehrerer Produkte oder Dienstleistungen (sofern diese nicht in einem engen fachlichen Zusammenhang stehen (z.B. ein Fernseher und die dazu gehörende Fernbedienung)) erschweren dem Kunden den Preisvergleich. Daher waren nach der Zugabenverordnung derartige Koppelgeschäfte für Privatkunden weitgehend verboten. Mit der Abschaffung der Zugabenverordnung im Jahr 2001 wurde die Möglichkeit von Verbundgeschäften grundsätzlich erlaubt. Jedoch bleiben diese dann als Unlauterer Wettbewerb unzulässig, wenn Verbraucher über den wirklichen Wert des Angebots getäuscht oder zumindest unzureichend informiert würden“ Ende des Zitates
Nun mag sich mancher fragen, was regt dieser alte Zausel sich über einen läppischen Brühwürfel auf?? Wenn er den Brühwürfel nicht will, soll er ihn doch ganz einfach wegschmeißen!! Man mag auch argumentieren, dass Brühwürfel und Suppe und/oder gekochtes Fleisch in einem fachlichen Zusammenhang stehen. Aber das macht es noch schlimmer!! Es geht hier bestimmt nicht über den oder die Eurocent, die so ein Brühwürfel kostet. Es geht darum, dass uns irgendjemand nicht zutraut, eine schmackhafte Suppe herzustellen. Es geht darum, dass sich jemand erfrecht, mir vorschreiben zu wollen wie und vor allem womit ich eine Suppe zuzurichten habe. Es geht darum, dass jemand versucht, einen bestimmten Geschmack durchsetzen zu wollen. Es geht darum, dass jemand versucht, unter Verletzung der deutschen Deklarations-Pflicht ‚Nahrungsmittel’ zu verkaufen Es geht darum, dass jemand versucht, möglicherweise schon abgelaufene ‚Lebensmittel’ wieder in Verkehr zu bringen. Es geht darum, dass jemand versucht, diese elende Gleichmacherei an der Geschmacksfront mithilfe der Gemüsetheke umzusetzen. Es geht darum, dass jemand versucht, keine Rücksicht zu nehmen auf Allergiker und Veganer und andere Menschen, die sich ganz bewusst mit ihren Nahrungsmitteln einschränken oder einschränken müssen. Es geht um diese maß- und namenlose Frechheit, mir etwas unterschieben zu wollen, das ich nicht haben möchte und dafür auch noch Geld zu verlangen. Denn hier kann die Parole nur heißen:
Wehret den Anfängen!!
Wenn ich sonst wie auch immer verpackte Lebensmittel käuflich erwerbe, bekomme ich eine Wust von Informationen über die Bestandteile, dass mir manchmal schwindlig wird. Manche kenne ich nicht und gehe mit einem Achselzucken darüber hinweg. Aber der Versuch hier, der schlägt wirklich dem Fass die Krone vom Zahn!!
Und nein, ich werde den Brühwürfel nicht wegwerfen. Den bekommt der PLÜ in der Hasestr. am Montag zurück und – wetten, dass . . – ich mein Geld.
Und auch diesmal weise ich darauf hin, dass dieser Artikel auch auf anderen Plattformen, auch unter dem Namen des mir ehelich anvertrauten Weibs – cunda - erscheinen wird. Ebenfalls – auszugsweise und umformuliert - in etlichen Tageszeitungen,. Anderslautende Meinungen werden – wie üblich – respektiert, jedoch weitgehend ignoriert.
topfmops bedankt sich fürs Lesen und Bewerten und freut sich auf viele, lesenswerte Kommentare und hofft, Euch eine kleine Anregung gegeben zu haben.
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