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| erstellt am: |
10.10.2009, von mars725 |
| Produktbewertung: |
3
3 |
| Empfehlung: | ja |
| Pro: | die Autorin |
| Kontra: | Preis |
Detaillierte Bewertung
| Humor: |
ziemlich humorvoll |
| Spannung: |
mittelmäßig |
| Niveau: |
mittelmäßig |
| Unterhaltungswert: |
mittelmäßig |
| Aufmachung: |
in Ordnung |
| Zielgruppe: |
jedermann |
| Wie ergreifend ist die Story?: |
berührt ein wenig |
| Seitenzahl: |
200-300 |
| Stil: |
ausschmückend |
Wie letztens schon erwähnt, war bei meinen Buchpaket- Schnäppchen, die ich bei ebay gemacht hatte, auch ein ganzer Schwung von Agatha- Christie- Romanen dabei. Und die Agatha mag ich wirklich. So kam ich auch zu dem hier zu besprechenden Buch „Alter schützt vor Scharfsinn nicht“.
Zunächst einige allgemeine
Informationen zum Buch ********************
Gekauft habe ich das Buch wie schon gesagt über ebay. Sonst beträgt der Preis stolze 7,95 Euro (soviel habe ich für das komplette Bücherpaket inklusive Versand bezahlt). Die „technischen Daten“:
- 234 Seiten, broschiert - Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (Januar 2005) - ISBN-10: 3596171423 - ISBN-13: 978-3596171422 - Größe: 18 x 11 x 2 cm
Zu Agatha Christie muss eigentlich nichts mehr gesagt werden; die kennt wohl jeder. Der Vollständigkeit halber folgen trotzdem einige Bemerkungen über
Die Autorin **********
Agatha Christie schuf als "Queen of Crime" den modernen britischen Kriminalroman. Die Autorin von 73 Krimis, zahlreichen Kurzgeschichten, zwanzig Theaterstücken, einer Autobiografie, einem Gedichtband und - unter ihrem Pseudonym Mary Westmacott - sechs Romanzen gilt als die meistgelesene Schriftstellerin überhaupt. Doch Agatha Christie war auch eine fähige Archäologin, Apothekenhelferin und Krankenschwester. Die Erfahrungen und Beobachtungen, die sie in diesen Berufen machte, verbanden sich mit der lebhaften Phantasie, die schon die junge Agatha Mary Clarissa Miller aus Torquay auszeichnete. Kombiniert mit psychologischem Feinsinn, skurrilem Humor und Ironie wurde daraus die Agatha Christie, wie wir sie kennen. Sie starb im Alter von 85 Jahren am 12. Januar 1976. (amazon.de)
Nun endlich zum
Inhalt *****
Tommy und Tuppence Beresford haben ein wunderbares Cottage in einem reizenden englischen Dorf gekauft. In einer Kiste mit alten Folianten stoßen sie auf ein Kinderbuch mit merkwürdigen Unterstreichungen. Genauer betrachtet, entsteht draus eine beunruhigende Nachricht: "Mary Jordan ist keines natürlichen Todes gestorben. Es war einer von uns." Die Beresfords spüren dem Geheimnis nach - und geraten aufgrund eines alten Verrats in tödliche Gefahr, denn die Vergangenheit ist immer noch lebendig...
Handelnde Personen / eigene Meinung *******************************
Ich fange mal wieder mit der Liste handelnder Personen an. Da haben wir:
- Tommy und Tuppence Beresford – im Folgenden von mir T&T genannt. Die beiden kaufen ein Haus und damit auch jede Menge Bücher. - Albert – ihr treues „Faktotum“ (ich hätte wahrscheinlich Diener gesagt, aber das Buch hat ja auch schon einige Jahre auf dem Buckel; ich habe nachgeschlagen, der Begriff kommt aus dem Lateinischen: fac totum = mach alles; das war ein in Mode gekommenes Wort zur Bezeichnung einer Person, die in einem Haushalt viele unterschiedliche Aufgaben wahrnimmt.) - Hannibal – T&T’s Hund, ein Manchaster-Terrier, der sich jedem anderen Hund „an Klugheit und Vornehmheit weit überlegen“ fühlt - Isaac Bodlicott – der obligatorische Gärtner, der in jeden alten Krimi gehört. Er übernimmt auch gern Reparaturarbeiten für „Neuankömmlinge“ und erzählt umständlich Geschichten aus der Vergangenheit - Alexander Richard Parkinson – verursacht die Aufregung von T&T, indem er im Kinderbuch „Der schwarze Pfeil“ die ominöse Nachricht hinterlässt. Ist ominöserweise selbst mit 14 Jahren verstorben - Mary Jordan – das Opfer aus der Vergangenheit - Beatrice – die etwas schwatzhafte Putzfrau von T&T, die ständig ein Problem hat - Mrs. Winifred Griffin – eine alte Dame, die viele andere alte Damen kennt - Miss Collodon, Mutton-Chop, Mr. Robinson, Oberst Pikeaway, Oberst Atkinson – “Informanten” von Tommy - Angus Crispin – übernimmt den Gärtnerposten von Isaac
Im Unterschied zu den anderen Christie- Romanen, die ich bisher gelesen habe, beginnt dieser geradezu beschaulich. Während in den anderen Krimis auf den ersten Seiten bereits mindestens ein Dutzend Personen auftauchen, so dass man manchmal nachgerade verzweifelt im Bemühen, sich alle Namen zu merken (deswegen habe ich mir das Notieren der wichtigsten Personen ja erst angewöhnt), gehören die ersten Kapitel hier einzig und allein dem Ehepaar Beresford. Die Beresfords wollten sich eigentlich zur Ruhe setzen und haben sich daher ein Haus in einem eigentlich eher abgelegenen Ort gekauft. In einem der Kinderbücher findet Tuppence den besagten Hinweis auf einen Mord – und das lässt dem Ehepaar keine Ruhe mehr, es beginnt zu ermitteln. Während Tuppence sich im Dorf umhört, einen Kaffeeklatsch nach dem anderen absolviert, alte Damen interviewt und den Gärtner ins Kreuzverhör nimmt, lässt Tommy alte Beziehungen spielen...
Das Buch schweift oft vom Thema ab oder verliert sich in schier endlosen Dialogen; häufig über Nichtigkeiten – aber das kann auch Absicht sein, schließlich handelt das Buch vorwiegend von älteren Herrschaften (zu denen ich mich freilich noch nicht zähle, weshalb ich das vielleicht als etwas zu langatmig empfinde). Auch scheint Agatha selbst etwas Bilanz zu ziehen und einige persönliche Ansichten über gewisse gesellschaftliche Entwicklungen zu äußern, wobei sie durchaus einigen Weitblick beweist. So lässt sie z.B. Oberst Pikeaway referieren:
„Tja, es ist nicht einfach herauszufinden, was mit unserem Land, ja mit der ganzen Welt nicht stimmt! Der Gemeinsame Markt ist eine gute Sache. Er war notwendig, wir haben ihn immer gewollt. Aber es muss ein echter Gemeinsamer Markt sein, das ist die Vorraussetzung. Wir brauchen ein geeintes Europa. Es muss eine Vereinigung zivilisierter Länder mit zivilisierten Vorstellungen und Prinzipien sein.“
Die Frage ist nur, passt das in diesen Roman? Ich meine eher nicht. Überhaupt hatte ich mit diesem Buch so meine Probleme, ich habe fast eine Woche daran gelesen (normalerweise bin ich durch so einen Krimi in ein, zwei Tagen durch). Was sicherlich an den genannten Längen liegt. Auch ist die zweite Hälfte des Romans nicht so recht stimmig, der Spionage- Hintergrund wirkt etwas an den Haaren herbeigezogen.
Alles in allem bin ich froh, das ich für das Buch nicht den Neupreis berappen musste – das wäre zuviel gewesen! Für „zwischendurch“ ist es aber allemal geeignet, deswegen immerhin noch drei Sterne!
Fazit: Nicht kaufen, aber ausleihen und lesen!
Danke fürs Lesen! Mars
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