Hallo alle miteinander!
Ich melde mich zurück! Ich habe leider schon lange nichts mehr geschrieben, weil ich zeitlich einfach nicht dazu kam. Nach mehreren Wochen „Ausprobierphase“ möchte ich meinen Wiedereinstieg heute den Erfahrungen mit der Canon PowerShot A2100 IS widmen.
Als weltweit agierendes Unternehmen hat sich Canon zu einem der führenden Hersteller für Digitalkameras entwickelt. Die erste Digitalkamera soll schon 1984 auf dem Markt gewesen sein! Neben der Reihe „PowerShot“ werden auch Modelle der „Ixus“- und „EOS Digital“-Reihe vermarktet. Die PowerShot adressierte dabei früher besonders leistungsbewusste Anwender, wobei neuere Modelle zunehmend „popularisiert“ werden (Mehr dazu unter Punkt 4).
In Deutschland ist Canon unter folgender Adresse zu erreichen:
Bei Anschaffungen solchen Wertes lohnt es sich zwar, so viele Bezugsquellen wie nur möglich miteinander zu vergleichen. Allerdings werde ich mit steigendem Investitionsvolumen zunehmend sicherheitsbewusster und lege großen Wert darauf, einen Vor-Ort-Service in Anspruch nehmen zu können, wodurch sämtliche internetbasierte Angebote für mich persönlich ausfielen.
Ich habe mich letztlich für den Mediamarkt entschieden. Zugegeben, im Prinzip hätte ich dadurch etwa 20 EUR mehr als im Internet bezahlt, jedoch ist mir der Vor-Ort-Service das auch wert.
Es kam allerdings anders als vermutet! Ich hatte das „Glück“, die allerletzte Digitalcamera zu ergattern (Ausstellungsstück)! Warum „“ ?
Hier muss auf jeden Fall Kundeninitiative ergriffen werden und die (ja schon vor langer Zeit eingeführten) Preisverhandlungsmöglichkeiten in Anspruch genommen werden. Vom Mitarbeiter wurde mir lediglich gesagt, ich hätte „großes Glück“, die letzte zu bekommen. Als mir jedoch bewusst wurde, dass er mir das Ausstellungsstück verkaufen will, dämmerte mir, dass die Kamera ja nun sicher schon mindestens 2-3 Monate dort herrumstand und BENUTZT wurde, womit automatisch ein Verschleiß verbunden war. Daraufhin fragte ich nach einer Rabattmöglichkeit und bekam das Angebot, eine 2 Gb-, eine 16 Gb-Karte und 2 Akkus dazu zu erhalten (Wert zusammen mindestens 45 EUR). Das war natürlich ein Übereinkommen; die Digitalkamera habe ich also sozusagen für einen Preis von rund 200 EUR bekommen.
Übrigens: Die 2-Gb-Karte war gebraucht, sprich es waren jene Probeaufnahmen drauf, die von Kunden im Mediamarkt aufgenommen wurden – man glaubt gar nicht, was für „peinliche“ Fotos da so gemacht werden … *g*
3. Produktbeschreibung:
Technische Daten:
- Optischer Zoom 6x
- Digitaler Zoom 4x
- Auflösung 12,1 Megapixel
- Bildsensortyp CCD
- Brennweite 6.4 - 38.4 mm
- Video-Monitorauflösung 320 x 240, 640 x 480 (VGA) Videoformat AVI
- Verschlussgeschwindigkeit 15 - 1/1600 sek.
- Speichertyp MMC-Karte, SD-Karte, SDHC Card
- Blitzlicht
- ISO-Empfindlichkeiten 80, 100, 200, 400, 800, 1600, Automatisch
- Motion Detection Technologie
- DIGIC 4
- LCD-Monitors 3 Zoll
- Schnittstellentyp USB 2.0
- Akkutyp 2 AA-Akkus
- Selbstauslöser 10 Sekunden, 2 Sekunden
- Gewicht 0,19 kg
- Breite 10,2 cm
- Tiefe 3,2 cm
- Höhe 6,4 cm
Mit dieser Kamera erwirbt man ein wahres Kraftpaket! 12,1 Megapixel sorgen für Detailtreue. Zum Vorstellen: Man macht hierbei ein Bild, welches locker auf A2 ausgedruckt werden könnte!
Ein optischer Zoom von 6x ermöglicht auch scharfe Aufnahmen von weiter entfernten Objekten. Gerade, weil in diesem Zusammenhang normalerweise eine besonders ruhige Hand geboten ist, bietet der Bildstabilisator Schutz vor Verwackeln. Die Motion-Detection-Technologie unterscheidet dabei bewusst bewegte Objekte im Bild von Bewegungen, die durch Kameraverwacklung enstanden.
Neu ist der so genannte „Easy-Modus“, in welchem alle fürs schnelle Fotografieren nicht notwendigen Tasten deaktiviert werden, und somit auch Einsteiger gute Fotos machen können.
Die Gesichtserkennungstechnologie ermöglicht das Erkennen von bis zu 35 Gesichtern in einem Bild, wodurch insbesondere Gruppenaufnahmen höhere Schärfe und bessere Qualität erlangen. Soll der Fotograf selbst mit aufs Bild, bietet das Modell einen klaren Vorteil: Der Selbstauslöser wird erst aktiviert, wenn ein zusätzliches Gesicht auf dem Foto erkannt wird.
Der große Bildschirm bietet ungewohnt gute Betrachtungsmöglichkeiten der geschossenen Fotos direkt nach der Aufnahme.
Zu erwähnen sei hier auch die Canon-i-Contrast-Technologie. Hierbei werden dunkle Bildbereiche einer Kontrasterhöhung unterzogen, wobei der Rest des Bilds unverändert bleibt. Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung der Bildqualität, da somit die sonst entstehende Überbelichtung des Fotos vermieden wird.
Sehr stark verbessert hat sich auch die Videofunktion. Konnte man mit Modellen vor 3-4 Jahren nur verrauschte und verpixelte Videos drehen, ist mit diesem Modell durchaus auch ein längerer Film mit sehr guten Videoeigenschaften möglich. Hierbei erhöht sich natürlich der Speicherplatz extrem. Für diesen Fall steht auch die Möglichkeit einer Long-Play-Aufnahme zur Verfügung in der sich die Aufnahmekapazität erhöht, wodurch aber natürlich die Qualität des Videos leidet.
Für anspruchsvollere Aufnahmen existieren diverse Aufnahmemodi mit mehr oder weniger festen Voreinstellungen, an denen aber leider auch nicht viel verändert werden kann (Mehr dazu unter Punkt 4). Dazu zählen: Nachtaufnahmen, Strandaufnahmen, Schneeaufnahmen, Kinder und Tiere, Porträts, Laub, Sonnenuntergang, Landschaft, Nachtaufnahmen, Aquarium und schlechte Lichtverhältnisse.
4. Eigene Meinung / Empfehlungen:
Wie eingangs erwähnt, zielen neuere Modelle der PowerShot-Reihe immer weniger auf erfahrenere Anwender ab, als viel mehr auf „anspruchsvolle Einsteiger“. Dies äußert sich in der vermehrten Einführung von Automatik-Modi, wie zum Beispiel den „Easy-Modus“, in welchem bis auf den Blitz überhaupt keine Einstellungsmöglichkeiten vorhanden sind. Auch die weiteren Modi bieten zwar prinzipiell eine sehr gute Auswahl von Voreinstellungen, jedoch wurde auf individuelles Variieren von Aufnahmeeigenschaften wenig Wert gelegt, was im Gegensatz dazu bei den Vorgängermodellen durchaus noch möglich war. So sind das manuelle Einstellen der Verschlusszeit, das Einstellen der Blitzintensität, manuelle Fokussierung und weitere Einstellungsmöglichkeiten überhaupt nicht mehr möglich – bei Modellen wie zum Beispiel der A75 oder der A540 alles noch einstellbar. Dies zur Kritik am Anfang ;-)
Es sollte jedoch erwähnt werden, dass die wählbaren Modi durchaus für unterschiedlichste Aufnahmebedingungen geeignet, also wie erwähnt, prinzipiell nicht schlecht sind.
Mir ist weiterhin aufgefallen, dass im Gegensatz zu Vorgängermodellen eine deutlich bessere Bildqualität bei sehr dunklen Aufnahmebedingungen erreicht wird. Allerdings besteht dabei kaum die Möglichkeit, bewegte Objekte scharf abzubilden.
Beispiel hierzu: In einem 16m²-Raum, in dem 5 Teelichte brennen, ist es durchaus möglich, scharfe und ausreichend helle Bilder vom Stillleben zu schießen – will man jedoch sich auch nur minimal bewegende Personen aufnehmen, scheitert dieses Vorhaben (wobei ich dazu sagen muss, dass das auch viel verlangt ist ;-)).
Einen wirklichen Pluspunkt bietet für mich das große und durch exzellente Farbwiedergabe bestechende Display. Eingangs mir gar nicht so notwendig erscheinend, ist es bemerkenswert, was hierdurch an Komfort erreicht wird.
Die Auswahlknöpfe sind übersichtlich in der PowerShot-üblichen Weise angeordnet; das Menü erreicht durch intuitive Bedienung ebenfalls einen hohen Komfort. Die Reaktionszeiten sowohl im Fotografiermodus, wie auch im Durchscrollen der Bilder sind spitze, vorausgesetzt man benutzt eine leistungsfähige Speicherkarte (am besten SDHC-Karte). Selbst 12-Megapixel-Bilder können nahezu in Echtzeit angeschaut werden. Aufgrund des großen Speicherplatzbedarfs solcher riesigen Fotos ist es natürlich zu empfehlen, eine mindestens 2Gb umfassende Speicherkarte zu wählen. Ich mit meiner von Mediamarkt beigelegten 16Gb-Karte kann im 12-Megapixel-Modus annähernd 5000 Bilder schießen – ich würde mal sagen das lang selbst für nen einmonatigen Urlaub locker, oder? =)
Sehr beeindruckt hat mich auch die Funktion der Nachtaufnahme, in der bis zu 15 Sekunden Belichtungszeit gewählt werden können. Damit ist es möglich, selbst in sehr dunkler Umgebung die Schilder auf der gegenüberliegenden Straßenseite gestochen scharf zu erkennen (vorausgesetzt man arbeitet mit Stativ oder stützt die Kamera sonst irgendwie ab).
Das im Lieferumfang enthaltene Handbuch, die ersten Schritte in gedruckter Variante; das ausführliche Benutzerhandbuch befindet sich auf der CD. Hierzu muss gesagt werden, dass sich die Qualität des Benutzerhandbuchs durchaus sehen lassen kann – im Unterschied zu manch anderen elektronischen Geräten ;-).
5. Fazit:
Alles in Allem möchte ich der Kamera 4 Sterne erteilen – 1 Stern weniger durch zwei Tatsachen begründet. Zum einen gibt Canon nur 1 Jahr Herstellergarantie. Für ein Produkt dieser Preisklasse ist mir das schlicht und einfach zu wenig! Des Weiteren sind die manuellen Einstellungsmöglichkeiten trotz bezüglich Vorgängermodellen verbesserter Hardware einfach nicht mehr berücksichtigt wurden.
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