in meinem heutigen Bericht geht es um eine der beiden großen deutschen Sonntagszeitungen – nämlich die
„Welt am Sonntag“.
Durch einen Lesertest durch das Frauen-Test-Portal bopki konnte ich einen der Testplätze für das Probelesen dieser Zeitung ergattern und erhalte nun 6 Wochen lang jeden Sonntag dieses Zeitung in den Briefkasten geschoben – und das ganze kostenfrei.
- was ist die „Welt am Sonntag“ ************************** Hier die Kurzerklärung Die Welt am Sonntag (inoffiziell auch: WamS im Gegensatz zur BamS ) ist eine überregionale, deutsche Sonntagszeitung der Axel Springer AG mit Hauptsitz in Berlin.
Nach der Gründung der Zeitung im Sommer 1948 erschien die erste Ausgabe dieser Zeitung am 01. August 1948. Bereits im 1953 übernahm der Axel-Springer-Verlag die Herausgabe der Zeitung. Im Jahr 2001 wurde im Zuge der Umorganisation wurde die Redaktion von Hamburg nach Berlin verlegt.
Wie der Name des Blattes schon deutlich macht erscheint „die Welt“ ausschließlich sonntags mit einer Auflage von ca. 420.000 Zeitungen.
Seit 2008 ist Thomas Schmid der verantwortliche Chefredakteur.
- wer bringt „die Welt“ heraus: ************************* Wie schon oben häufiger erwähnt wird die Zeitung durch den Axel-Springer-Verlag herausgegeben.
Axel-Springer AG Axel-Springer-Straße 65 D - 10888 Berlin
Das Online-Angebot ist über www.welt.de erreichbar.
- was kostet „die Welt“ ****************** Ich selber erhalte diese Sonntagszeit ja im Rahmen eines Produkttestes und daher natürlich völlig kostenlos. Außerdem habe ich die Möglichkeit noch 60 Gutscheine abzugeben, damit Freunde, Kollegen und Bekannte diese Zeitung ebenfalls kostenlos testen können. Für alle Übrigen kostet die Zeitung 2,90 € je Ausgabe.
- wie erhalte ich die Zeitung: ************************ Hier gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten: a) ich lasse mir die Zeitung durch einen Zeitungsboten nach Hause liefern. Dieses ist zweifellos die komfortabelste Möglichkeit, brauche ich doch fast keinen Fuss vor die Tür setzen. Gezahlt wird die Zeitung dann per Rechnung. Übrigens ist es bei diesem Service durchaus möglich auch mal einige Ausgaben zwischen durch auszusetzen b) Ich kaufe die Zeitung beim Bäcker – auch das ist eine gute Möglichkeit vor allem, dann wenn man eh sonntags morgens frische Brötchen essen möchte c) Die dritte Möglichkeit sind natürlich die Zeitungsläden, Kiosks und Zeitungsautomaten (wo es sie gibt).
- Inhalt dieser Zeitung: ******************* Die mit Sicherheit nur versuchsweise Erläuterung des ungefähren Inhalts dieser sehr Umfassenden Sonntagszeitung bezieht sich auf die Ausgabe vom 29.11.2009: Insgesamt umfasst dieses Blatt etwa 100 Seiten und ist daher zumindest ist das mein Empfinden deutlich umfassender als die andere große Sonntagszeitung des gleichen Verlages. Diese Seiten teilen sich in folgende Bereiche auf: a) Allgemeiner Teil b) Sport c) Sonderblatt „Kinder Leicht“ d) Wirtschaft e) Immobilien f) Finan zen g) Motor h) Kultur i) Stil j) Reise k) Politik
Die Frontseite dieser Ausgabe hat im obigen Drittel zunächst einige Hinweise zu besonderen Berichten/Artikeln im Innenteil des Blattes. Diese sind unter anderem auch mit kleinen Grafiken versehen. Direkt darunter erkennt der „geübte“ Leser in großen weißen Lettern auf himmelblauem Grund (erinnert mich so ein weinig an meinem Hintergrund in der Seitenansicht meines Word-Programmes) den Namen dieser Zeitung. Darunter kann man dann noch erfahren, dass dieses Sonntagsblatt als „World’s Best-Designed Newspaper“ ausgezeichnet wurde (wer den Preis vergeben hat, ist allerdings nicht angegeben), dann der Hinweis „Deutschlands große Sonntagszeitung und zum Schluss die Angabe des Gründungsjahres. Alles in allem erinnert mich die Aufmachung dieser überregionalen Sonntagszeitung eher an das Layout der Tageszeitung meines Heimatkreises, nämlich sehr stark an das Westfalen-Blatt oder vielleicht doch eher an die Hannoversche Allgemeine Zeitung – kurz auch HAZ genannt. Die Aufmachung an sich ist weder reißerisch noch so populistisch wie die der großen Konkurrenz und macht auf mich eher einen deutlich Sachlicheren Eindruck. Das große Thema zum Wochenende (hier war es der neue Wettskandal im deutschen und internationalem Fußball) ist als Hautthema deutlich hervor genommen, was sich auch in dem größten Bild auf der Frontseite erkenntlich zeigt. Im Innenteil setzt sich diese Aufmachung fort. Allerdings fällt hier dann auch sehr schnell der relativ große Anteil an Werbung auf, die zum Teil komplette Seiten belegt. Wenn man die Werbung im inneren dieser Zeitung abziehen würde käme man bestimmt mit fast der hälfte der verbrauchte Seiten aus. Was zum einen den Preis, den ich mit 2,90 € doch ziemlich happig finde, deutlich reduzieren würde zum anderen den Umfang auf ein erträgliches und deutlich handliches format herunterschrauben würde. Im Gegensatz zur BamS setzt die WamS auf das größere Zeitungs- bzw. Seitenformat. Was dazuführt, dass der Leser dieser Zeitung, wenn er denn seiner Lektüre am Frühstückstisch nachkommt, dahinter völlig verschwindet. Die BamS dagegen hat das etwas handlichere und Frühstücktischfreundlichere Format, so dass man von seinem Gegenüber auch noch etwas erkennen kann, obwohl er gleichwohl in der Zeitung liest. Und auch Inhaltich und Stilistisch erinnert mich „Die Welt“ sehr stark an die bereits oben erwähnten Tageszeitungen. Klar, Kleinanzeigen, Stellenmarkt und Immobilienangebote wird man hier vergebens finden, aber der Rest ist durchaus vergleichbar; mit dem Unterschied, dass die Tageszeitung halt Tagesaktuelle Themen bringt. Die Sonntagszeitung hat ihren Schwerpunkt hingegen auf die „Sensationsmeldungen“ der vergangen letzten Woche. Klar sind auch Tagesaktuelle Geschehnisse nachlesbar, wie es ja klassisch im Sportbereich ist – aber das ist nach meiner Erfahrung dann doch eher die Ausnahme. Ein großer Pluspunkt gerade im Sportteil ist für mich, der nicht alleinige Schwerpunkt auf den „König Fußball“. So konnte ich dort auch einen Artikel finden für das Eishockeyspiel des gleichen Tages zwischen den Hannover Skorpions und den .. das ich selber am gleichen Nachmittag besucht hatte. So etwas hätte man bei der Konkurrenz entweder nur nach vorherigem heraussuchen einer Lupe oder, was schon eher zu vermuten gewesen wäre, gar nicht gefunden. Der Seitenmäßige Schwerpunkt der Zeitung ist hierbei zweifellos auf den politischen Teil gleich zum Beginn der Seitenflut gelegt. Hier findet der politisch Interessierte Leser eine wirkliche Flut von Informationen und auch entsprechende Kommentare kommen hier nicht zu kurz. Klar hat auch die WamS eine vorgegebene politische Richtung. Ich, die hiervon allerdings nicht besonders viel Ahnung und auch keine besonders Interesse hat, finde die Zeitung allerdings recht liberal und bei weitem nicht so reißerisch aufgemacht wie die BILD. Was mich absolut erstaunt hat ist die Tatsache dass die Sonntagszeitung doch tatsächlich einen Kleinanzeigenteil hat. Im Bereich „Motor“ kann ich hier z.B. Kauf- bzw. Verkaufsanoncen für Motorboote, Segelboote, aber auch div. Angebot im Bereich von „normalen“ Autos – das habe ich ehrlich gesagt hier nicht erwartet. Im Bereich „Finanzen“ kommen die Spekulaten auf ihre Kosten, denn hier findet man z.B. die Entwicklungen im Investentbereich. Und auch Häuslebauer bzw. Käufer und Verkäufer können hier einen eigenen Anzeigenteil vorfinden.
Fazit: ***** Im Großen und Ganzen macht die „Welt am Sonntag“ für mich eher einen Eindruck einer normalen Wochenendausgabe, die aber nicht – wie andere Zeitungen dieser Aufmachung – typischer Weise am Samstag erscheint, sondern m.E. aus rein taktischen Gesichtpunkten am Sonntag. Das Blatt ist sehr informativ und (hier muss ich allerdings einräumen, dass ich im politischen Teil nur einige wenige Artikel gelesen habe) keine eindeutige parteiliche Ausrichtung erkannt habe (die wird es aber trotz alle dem geben). Die Welt versucht hier den Spagat zwischen Sonntagsblatt und Infozeitung zu schaffen, was ihr m.E. deutlich besser klappt als der BamS , die allerdings wohl auch garnicht den Anspruch auf eine reine Infozeitung erheben will. Ein absolutes Minus – was bei meiner Punktebewertung auch zu einem Punkt Abzug geführt hat – ist der m.E. überteuerte Preis von 2,90 €. Trotzdem gebe ich diesem Blatt hier 4 von 5 möglichen Punkten und eine Kaufempfehlung. Die aber wohl nur für die Leser unter Euch gelten wird, die bereit sind, den ziemlich hohen Kaufpreis letztendlich auch auf den Tresen zu legen. Als Testzeitung ist es aber so OK – ob ich die Zeitung auch nach Abschluss dieses Langzeittestes von ca. 6 Wochen auch noch beziehen werde, wag ich mal zum jetzigen Zeitpunkt mal zu verneinen.
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Weitere Testberichte über Welt am Sonntag
Meine Zeitung, 30.11.2009
Leider steht das mit der nicht zuverlässigen Zustellung im Raum, daran hat Bopki absolut keine Schuld, die Zeitung selbst auch nicht sondern nur alleine der Zusteller, anscheinend nimmt er seinen Job nicht so ernst, da sollte er doch besser mal den Wirtschaftsteil lesen ; )
Testbericht über Welt am Sonntag lesen
Yopi-Autor:
lahr2006
Bewertung:
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