So heut stell ich euch mal mein aktuelles Gehäuse meines Heimrechners vor, das coolermaster Elite 334. Gekauft hab ich das Gehäuse schon im Dezember 2008 als es noch relativ neu auf dem Markt war. Überzeugt hat vorallem der güstige Preis von 33 € sowie der Markenname "Cooler Master", der für Qualität sprechen sollte. Von früheren Billiggehäusen die teilweise nicht viel günstiger waren nehme ich inzwischen Abstand und war gespannt, ob das Coolermaster für den günstigen Preis dennoch hochwertige Verarbeitung bietet.
Lieferumfang
Das Elite 334 kommt in einem grossen Karton, sicher behütet in Styropor und nochmals in Folie verpackt. Was sofort auffällt, es liegen für alle Laufwerksschächte schraubenlose Befestigungen bei, baut man eine Festplatte oder ein DVD Laufwerk ein, halten die Stifte das Laufwerk anstatt einer Schraube, und mittels eines Drehmechanismus wird das ganze fixiert. Ehrlich gesagt hätte ich bei dem Preis mit max. 3 Sets gerechnet, hier bin ich positiv überrascht.
Für ein Seitenteil liegen ausserdem 2 sog. "Thumbscrews" bei, das sind schrauben mit einem extrem dicken und langen ende, so das man keinen Schraubenzieher benötigt, sondern diese einfach mit der Hand drehen kann. Das andere Seitenteil ist mit normalen Schrauben befestigt. Dazu gibt es ein Tütchen mit Mainboard Abstandshaltern, Unterlegscheiben, Schrauben und Muttern. Weiterhin ist bereits ein Gehäuselüfter an der Rückwand verbaut, der mit 120mm und von Cooler Master selbst gefertigte Lüfter soll warme Luft aus dem Gehäuse nach aussen transportieren.
Insgesamt für den ganzahlten Preis mehr als ordentlich, grosses Lob an Cooler Master.
Verarbeitung & äusserer Eindruck
Das Gehäuse lässt bezüglich der Verarbeitung keine Wünsche offen : es gibt keine scharfen Kanten, die Seitenteile passen einwandfrei, ohne das etwas klemmt oder das man viel Kraft benötigt. Die Front ist aus einem luftdurchlässigen Meshgitter gefertigt, und dahinter wurden Schaumstoffplatten angebracht. Wie sich das ganze im Betrieb auswirkt, dazu später mehr, es hat Vor und Nachteile.
Das Gehäuse gläntz elegant in schwarz, die lackierung ist hochwertig, Kratzer habe ich nach einem Jahr noch keine drinne, bei billigen Gehäusen blättert der lack schonmal gerne ab, hier nicht.
Anschlüsse
An der Front bietet das CoolerMaster 2 USB Anschlüsse sowie einen Mikrofoneingang und einen Soundausgang. Das Kabel für den Sound, was man innen mit dem Mainboard verbinden muss, bietet Anschlüsse für den neuen HD Audio Standard sowie den älteren AC 97 Modus. Es lassen sich also sowohl TOP aktuelle Mainboards als auch betagtere mit dem front Audio verbinden.
Ein Firewire Anschluss ist aussen vorhanden, aber leider als dummy. Hier bedient sich CoolerMaster eines Form Bauteils, dass in teureren Gehäusen ebenfalls verwendet wird, wo der Firewire Anschluss belegt ist.
Einbau
Einbau der neuen Hardware funktioniert einwandfrei, schnell und am besten : absolut ohne jedes Werkzeug! Ich hatte schonmal ein noname Gehäuse, dass mit Werkzeugfreiem Einbau geworben hat, dort funktionierte jedoch nichts so wie es sollte. Selbst die Grafikkarte wird beim Coolermaster ohne Schrauben am Gehäuse mittels eines Klemmmechanismusses befestigt - hier sieht man doch die Erfahrung von Cooler Master im Gehäusebau ! Teurere Gehäuse haben einen um 90° gedrehten Festplattenkäfig zum leichteren Einbau, aber das ist leicht zu verschmerzen und Kritik auf hohem Niveu.
Grössere Grafikkarten sollten problemlos verbaut werden können, meine grösste Karte ist eine X1950xt, die reinpasst ohne einen Festplatten Platz zu belegen. Bei einem meiner anderen Gehäuse passte das schonmal nicht. Extrem Lange Karten wie eine ATi 5970 werden sicherlich eng und zumindestens einen Festplatten Platz blockieren.
Geräuschdämmung & Staubentwicklung
Jeder kennt das : Irgendwann ist der PC von innen verstaubt und eine Reinigung umständlich. Das Elite 334 geht hier einen Interessanten weg, wie ich vorher schon erwähnt habe sind in der Front Schaumstoffplatten befestigt. Direkt dahinter befindet habe ich einen 120mm Lüfter verbaut der kalte Luft von vorne ansaugt und über die Festplatten ins Gehäuse pustet. Normal ist dies der Eintrittsort für den Grossteil des Staubs und meine Festplatten sind meist schon nach kurzer Zeit von einer Staubschicht eingedeckt. Umso erstaunter war ich als ich nach 3 Monaten das erste mal das Elite 334 öffnete : es sah fast aus wie am ersten Tag! Der Staub bleibt in den Schaumstoffmatten hängen, man kann diese teilweise rausnehmen, waschen oder ausfklopen und wieder einsetzen. Dies ist doch um einiges einfacher als regelmässig den PC entstauben zu müssen. Leider kann man nicht alle Schaumstoffmatten entfernen, so dass da nur das ausklopfen bleibt.
Auf der anderen Seite merkt man doch, dass durch diese halboffene Bauweise mehr Geräusche aus dem Gehäuse nach aussen dringen, grade die Laufgeräusche der Lüfter wirken lauter als bei anderen Gehäusen. Ich persönlich lebe lieber mit der etwas lauteren Kulisse und hab dafür einen sauberen Tower.
Fazit & Zusammenfassung
Für den Preis für rund 30 € kann das Cooler Master 334 absolut überzeugen. Hochwertige, intelligente Verarbeitung, umfangreiches Zubehör und ein super anti-Staub System. Kleine Minuspunkte sind der tote Firewire Anschluss an der front, die recht grelle blaue LED und die austretenden Geräusche.
Ergänzung 21.Mai 2010
Die eingebauten Staubfilter erweisen sich auf Dauer als nur teilweise praktisch. Nimmt man sich nicht die Zeit, und baut alle paar Monate das Gehäuse auseinander und reinigt die Filter gründlich, sind diese so verstaubt, dass das Gehäuse oft grau statt schwarz erscheint. Das reinigen gestaltet sich auch eher problematisch, da man die Filter nicht so einfach aus und einsetzen kann, da ist Fingerspitzengefühl gefragt. Positiv dennoch, dass das Innenleben weiterhin sogut wie staubfrei ist.
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