King for a Day, Fool for a Lifetime - Faith No More Testbericht

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Erfahrungsbericht von yorke

Von Kritikern verhasst...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Einleitung
Heute geht´s um eine Band, die sich leider vor ein paar Jährchen aufgelöst hat - Faith no more. Sie galten als Vorreiter des sogenannten "Crossover" Stils, einer Mixture zwischen Hard´n Heavy, Funk und Rap.
Bereits in den 80ern veröffentlichte Faith no more schon Platten, mit aber eher mäßigem Erfolg. Ihren großen Durchbruch erreichten sie im Jahre 1992 mit der Coverversion "Easy", womit sie auch erstmals die oberen Gefilde der Charts kennenlernten.
Faith no more, das sind (waren):
Mike Patton - Voc.
Billy Gould - Bass
Roddy Bottum - Keyboards
Mike Bordin - Drums
Jon Hudson - Guitar

Das Album
Das Album "King for a day, fool for a lifetime" war, zumindest was die reinen Verkaufszahlen anging ein riesengroßer Flop. Es erschien im Jahre 1995 und ging mit großen Erwartungen an den Markt. Den Riesenerfolg des Vorgängers zu toppen ("Angel Dust") war eigentlich fast unmöglich, so daß dieses Album fast schon von vorne herein zum Scheitern verurteilt war. Kritiker zerrissen die musikalischen Qualitäten der Band in der Luft und es bahnte sich ein baldiges Ende der Band an.
Jedoch alles in meinen Augen ziemlich unberechtigt. Ich denke dieses Album ist zumindest qualitativ alles andere als ein Flop. Faith no more zeigen mal wieder auf ganzer Linie ihre musikalischen Vielseitigkeiten.
Auf der einen Seite die extrem lässigen Stücke wie "Evidence" oder "Caralho Voador", hinüber zu wirklichen Agressionsventilen und brachiale Songs, wie "Cuckoo für Caca" oder "Ugly in the morning" und wie immer bei Faith no more dürfen auch die kitschigen Songs, wie in diesem Falle "Take this bottle", "The last to know" oder "Just a man" nicht fehlen.
Selten hab ich auf einem Album eine so große Bandbreite an verschiedenen Songtempi, Stilen und Emotionen gehört. Gerade Mike Patton´s Stimme kann es wirklich mit jedem Genre aufnehmen. Teilweise leicht schnulzig vor sich hin summend, teilweise bitterböse ins Mikrofon gehschriehen....er beherrscht wirklich alle Stilarten.
Persönliche Highlights auf diesem Album sind definitiv die beiden Songs "Ricochet" und "Evidence". "Ricochet" besticht durch seine plötzlich auftretenden Wechsel und "Wachrüttler" mitten im Song. "Evidence" fällt vorallem durch seinen äußerst lässige und coole Atmosphäre auf. Im Prinzip eine Art "Whiskeyglas-Atmosphäre"...
Wenn es was an dem Album zu bemängeln gibt, sind es die beiden Songs "Star A.D." oder "The last to know", welche in meinen Augen ziemlich lustlos dahingeträllert werden. Diese beiden sind jedoch auf die komplette Dauer des Albums gesehen, eher ein Ausnahme, denn gerade durch die Vielschichtigkeit ist dieses Album eher ein kurzweiliges Erlebnis.

Playlist
1.) Get out
2.) Ricochet
3.) Evidence
4.) The gentle art of making enemies
5.) Star A.D.
6.) Cuckoo for caca
7.) Caralho voador
8.) ugly in the morning
9.) Digging in the grave
10.) Take this bottle
11.) King for a day
12.) What a day
13.) The last to know
14.) Just a man

Fazit
Allen Kritikern und Verkaufszahlen zum Trotz, halte ich dieses Album für Faith no more´s 2. bestes Werk (nach "Angel dust"). Die ihnen vorgeworfene Orientierungslosigkeit kann ich ehrlich gesagt nicht wirklich nachvollziehen. Gerade das macht dieses Album so spannend wie ich finde. Es ist unberechenbar, es ist auf kein spezielles Genre fixiert und es ist furchtbar umfangreich.
Hört einfach mal rein.
MfG
Yorke

15 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Mogwai

    07.05.2003, 03:02 Uhr von Mogwai
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ganz meine Meinung!