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| erstellt am: |
19.01.2010, von HEIDIZ |
| Produktbewertung: |
5
5 |
| Empfehlung: | ja |
| Pro: | siehe Text |
| Kontra: | siehe Text |
Ich hatte euch ja schon den ersten Band der Trilogie vorgestellt (Das Geheimnis der Hebamme) - nun habe ich mich mit dem zweiten Band beschäftigt, auch diesen mit großem Interesse und äußerster Spannung gelesen, bin super unterhalten worden und möchte euch nun über meine Empfindungen zum Buch berichten.
Daten zum Buch: ===========
Broschiert: 672 Seiten Verlag: Droemer/Knaur (1. November 2007) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3426636956 ISBN-13: 978-3426636954 Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 4 cm
PREIS: 8,95 Euro
Inhalt und Gliederung: ===============
Nach einem sehr kurzen und prägnanten Prolog beginnt das Buch mit dem ersten Teil "Gefährliche Begegnungen". Es ist März des Jahres 1173 in Christiansdorf - weiter geht es mit Teil 2 "Spurlos verschwunden". Dann folgt Teil 3 "Die Zeit der Feigheit und des Verrats". Dieser Teil spielt im Jahr 1174 in beginnt in Meißen. Der vierte und letzte Teil heißt "Auf Leben und Tod". Nun folgt noch der Epilog, der im Januar 1176 in Chiavenna spielt.
Zum Schluss kann man die Nachbemerkungen der Autorin lesen.
Was geschah im ersten Band? ====================
Das 12. Jahrhundert ist die Zeit, in der die Romanhandlung spielt. Kaiser Barbarossa ist im Deutschen Reich an der Macht. Die Hebamme sei angeblich Schuld an der Totgeburt des Sohnes von Wulfhart. Sie muss fliehen, um nicht sterben zu müssen. Glücklicherweise kann sie sich einer Gruppe von Siedlern anschließen. Sie ziehen nach Sachsen. Hier trifft Marthe auch auf den Ritter Christian, der die Siedler anführt. Christian ist von Marthe fasziniert, sie ist schön und schlau, aber auch sein Feind Randolf fühlt sich zu ihr hingezogen.
Warum wird eines Tages in Christians Dorf Silber gefunden?
Es geht für alle darum, sich gegen die Härte der damaligen Zeiten zur Wehr zu setzen, gegen Ungerechtigkeit und Verfolgung, und dies alles verpackt in eine Geschichte um Liebe, Leid und Freude macht diesen tollen Mittelalterroman aus, der den Leser enführt in diese Welt, die so faszinierend und verständlich, aber auch so weit weg ist, aber in diesem Buch sehr nahe gebracht wird.
kurzer Inhaltsabriss des zweiten Teils der Trilogie: =================================
Es geht um die Hebamme Marthe und ihren Mann Christian. Beide sind glücklich, so lange, bis sie Nachricht erhalten, dass Randolf, der Feind von Christian, aus dem heiligen Land zurückgekehrt ist. Kurz darauf taucht auch noch der Arzt auf, der absolut gegen Martha ist und ihre Fähigkeiten nicht anerkennen will. Er bezichtigt sie der Hexerei und Christian schafft es nicht, seiner Frau zu helfen.
handelnde Personen: ==============
Es handelt sich um einen historischen Roman, so sind auch historisch wahr und hinterlegte Personen in die Handlung eingewoben, die am Beginn des Buches in der Personenaufstellung mit einem Sternchen gekennzeichnet sind.
dies sind z. B.:
Christian , Ritter im Dienste des Meißner Markgrafen Otto von Wettin Otto von Wettin, Markgraf von Meißen Hedwig, Gemahlin von Otto Albrecht und Dietrich, Söhne von Otto und Hedwig Sophia und Adela, deren Töchter Ulrich von Böhmen, Ehemann von Sophia Martin, Bischof von Meißen Beatrix von Burgund, Gemahlin von Friedrich Mathilde, Gemahlin von Heinrich Ludwig der Fromme, Landgraf von Thüringen ...
weitere handelnde Personen des Romans:
Marthe, eine junge Hebamme und Kräuterkundige, Frau von Christian Thomas und Clara, derer beider Kinder Johanna und Marie, Stieftöchter von Marthe Randolf, erbittertster Feind von Christian und Burgvogt von Christiansdorf Richenza, Frau von Randolf Lukas, eins Christians Knappe - nun Ritter in seinem Gefolge Jakob, Lukas`jüngerer Bruder, Knappe Christians Gero und Richard, Ritter und Freunde Christians Josef, ein Tuchhändler Susanne, Magd im Dienste Hedwigs
meine Meinung zur Idee, der Umsetzung und dem historischen Wahrheitsgehalt: ================================= ===================
Man muss dazu gleich vorweg sagen, dass es kein historisches Sachbuch ist, sondern ein auf historischen Begebenheiten beruhender Roman, also kann man nicht verlangen, dass alle historischen Szenen und Details genaustens und korrekt ausgeführt sind. Historische Szenen liegen zu Grunde und die Geschichte darum wurde erfunden.
Die Hexenverfolgung gab es eindeutig wirklich, ob sie nun in dieser Zeit oder später stattfand, sei dahin gestellt. Mir kommt es persönlich nicht auf genaue Zeitangaben an, sondern einfach darauf, dass es in den Handlungsstrang passt und die Handlung selbst spannend hält und erweitert.
Ich finde, dass es Sabine Ebert perfekt gelungen ist, den ersten Teil zu vervollständigen, man liest das zweite Buch mit der selben Spannung und dem selben Interesse wie den ersten Teil und ist absolut an die Handlung gebunden, involviert, was der eingängige Schreibstil der Autorin besonders leicht macht.
Sie schreibt sehr zu Herzen gehend und verliert nie den Faden, immer wieder passieren Dinge, die es nicht erlauben, dass Buch auch nur eine Sekunde aus der Hand zu legen.
Die Personen, die man schon im ersten Teil lieb gewonnen hat, werden hier wieder zahlreichen Gefahren und Abenteuern ausgesetzt.
Ich finde, dass dieser zweite Teil sich keinesfalls hinter dem ersten verstecken muss. Es ist eine idealer Fortsetzung, die an den ersten Teil anknüpft, gleich spannend und gleich bildhaft und faszinierend erzählt.
Man fühlt sich als Leser ins Mittelalter versetzt, und dass die Handlung so nahe meiner Heimat spielt macht es für mich noch intensiver, die Geschichte zu erleben.
die Autorin: ========
Sabine Ebert ist in Aschersleben geboren und in Berlin aufgewachsen. Sie studierte Lateinamerika- und Sprachwissenschaften in Rostock und arbeitet als freie Journalistin in Freiberg. Diese Gegend ist auch immer wieder Schauplatz ihrer Romane, was man auch spürt, sie weiß, worüber sie schreibt.
kurze Leseprobe: ===========
Als das Kampfgetümmel allmählich erstarb, sah Christian aus dem Augenwinkel eine ewegung im Dickicht. OHne zu zögern, setzte er nach. Als sich der Fliehende kurz nach seinem Verfolger umdrehte, kam Christian sein Gesicht vage bekannt vor - kein Mann, sondern ein magerer junger Bursche. Er hieb mit der flachen Seite seines Schwertes auf den Unterschenkel des Jungen. Der Knochen brach mit einem Knacken, der Bursche stürzte schreiend zu boden und umklammerte sein Bein. Dann sah er ängstlich zu Christian auf und erwartete den Todesstreich. Doch der Ritter lief bereits zurück zu seinem Kampfgefährten....
Man sieht, dass die Autorin sehr authentisch schreibt, sie verwendet viele bildhafte Adjektive, die es dem Leser leicht machen, sich die Handlungen, Personen und Szenen (Landschaften und Charaktere) sehr einfach vorstellen zu können. Man fühlt sich optimal in die Zeit zurück versetzt, die so ewig lange her ist, aber auf viele Menschen so faszinierend wirkt.
Auch die wörtliche Rede wird nicht vernachlässigt, sodass es einfach ist, sich selbst in die Handlung zu involvieren.
Ich bin vom Buch begeistert und kann nur sagen: Band DREI wird in den nächsten Tagen begonnen !!!
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