Heute möchte ich euch ein Roman vorstellen mit dem Namen:
>> Teerose und Sandelholz<< Von Julia Gregson
~~~ Wie kam ich zu diesem Buch? ~~~
Ich hatte, wie so oft, im Internet nach schönen und interessanten Büchern gesucht, als ich dieses fand. Mir stach es sofort ins Auge. Sowohl wegen dem Titel, als auch wegen dem Inhalt. Zwar war ich mir nicht sicher, ob es mir gefallen würde, da es doch anders ist, als die Bücher, die ich sonst lese, aber ich habe es einfach mal drauf ankommen lassen...
~~~ Zur Autorin Julia Gregson ~~~
Julia Gregson arbeitete als Model für Hardi Amies, bevor sie sich dem Journalismus zuwandte. Nach Auslandseinsätzen in Vietnam und Indien begann sie in New York für den Rolling Stone zu schreiben und hat Mohammed Ali, Buzz Aldrin, Ronnie Biggs und die Größen Hollywoods interviewt. Inzwischen ist sie verheiratet, hat eine Tochter, vier Stiefkinder, lebt in Wales mit zwei Walisischen Ponys und einem Shetlandpony und zwei Hunden. Die Liebe zum indischen Subkontinent hat sie niemals losgelassen, sodass sie ihren zweiten Roman – den ersten, der auf Deutsch erscheint- dort spielen ließ. (entnommen aus dem Buch „Teerose und Sandelholz“)
Ausgezeichnet mit dem „Romantic Novel of the Year Award“
Sunday Times: „Ein opulenter historischer Roman und eine hinreißende, nie vorhersehbare Geschichte!“
~~~ Cover ~~~
Das Buch ist wirklich schön gestaltet worden. Es ist in einem Türkis-Grün-Ton gehalten. Auf der Vorderseite sieht man oben ein Bild von einer Frau, die mit dem Rücken zu uns gewandt auf den vor ihr liegenden See bzw. Fluss schaut. Neben ihr sind ein schönes Haus und eine Palme zu sehen. Das Bild wird von einer Art Bordüre abgetrennt, die mit einem Blumenmuster verziert ist. Im unteren Teil sieht man drei Pfauenfedern.
~~~ Klappentext ~~~
Im Herbst 1928 reisen drei junge Frauen nach Indien - voller Abenteuerlust, Hoffnung auf Freiheit und ein neues, aufregendes Leben. Rose, schön und naiv, will einen Mann heiraten, den sie zuvor kaum je gesehen hat. Auch Victoria ist wild entschlossen, einen Ehemann zu finden und nie wieder nach London zurückkehren. Viva indes muss sich in dem Land, in dem sie geboren wurde, den Schatten ihrer Vergangenheit stellen. Doch keiner ihrer kühnsten Träume hat die drei Frauen auf das vorbereitet, was sie in Indien erwartet: eine geheimnisvolle Welt, gefährlich und schön, die ihre Herzen für immer berühren wird ...
~~~ Leseprobe ~~~
London, September 1928
Verantwortungsbewusste junge Frau, achtundzwanzig Jahre alt, kinderlieb und Indienkennerin, bietet ihre Dienste an als Anstandsdame für die Überfahrt von Tilbury nach Bombay gegen Übernahme der Hälfte des Fahrtpreises.
Es schien Viva Holloway wie eine Art Wunder, dass sie, fünf Tage nachdem sie drei Shilling und sechs Pence für ihre Anzeige in der Septemberausgabe von The Lady bezahlt hatte, tatsächlich das Restaurant Derry & Toms in London betrat, um dort auf ihre erste Kundin, eine Mrs Jonti Sowerby aus Middle Wallop in Hampshire, zu warten. Viva hatte für dieses Vorstellungsgespräch ihre übliche Garderobe aus geliehenen Seidenkleidern und Fundstücken aus Wohltätigkeitsbasaren im Schrank gelassen und sich stattdessen für ein graues Tweedkostüm entschieden, das sie zwar hasste, aber bei ihrer vorübergehenden Arbeit als Schreibkraft getragen hatte. Ihr Haar - dick und dunkel und schwer zu bändigen - war angefeuchtet und zu einem kleinen Knoten nach hinten gesteckt worden. Sie trat ein in das vornehme Gemurmel des Teesalons, wo ein Klavierspieler eine belanglose Melodie spielte. Eine kleine Frau von der Zerbrechlichkeit eines Vogels, die einen ungewöhnlichen blauen Hut trug (etwas Käfigartiges mit einer hinten emporragenden blauen Feder), erhob sich, um sie zu begrüßen. Neben ihr saß ein molliges, schweigsames Mädchen, das Mrs Sowerby zu Vivas Erstaunen als ihre Tochter Victoria vorstellte. Beide waren von einem Meer aus Päckchen und Paketen umgeben. Eine Tasse Kaffee wurde angeboten, aber leider kein Kuchen. Viva hatte seit dem Frühstück nichts mehr gegessen, und unter der Glasglocke auf der Theke präsentierte sich neben ein paar Scones auch ein köstlich aussehender Walnusskuchen. "Sie sieht furchtbar jung aus", beklagte Mrs Sowerby sich sofort bei ihrer Tochter, als wäre Viva gar nicht anwesend. "Mama", protestierte Victoria mit erstickter Stimme, und als das Mädchen sich ihr zuwandte, fielen Viva seine wunderschönen Augen auf: groß und von einem ungewöhnlichen Dunkelblau, fast wie das von Kornblumen. Tut mir leid, ich kann nichts dafür, signalisierten sie.
~~~ Handlung ~~~
Viva hat niemanden mehr, außer ihren Vormund. Deshalb beschließt sie, nach Indien zu fahren, da sie eine Mitteilung erhalten hat, in Indien gäbe es eine alte Frau, die noch einen alten Schrankkoffer von Vivas Eltern besitze. Um diese Mission zu erfüllen, bewirbt sie sich als Gouvernante für zwei junge Mädchen. Rose, die heiraten möchte und ihre beste Freundin Tor, die ihre erste Brautjungfer werden wird. Außerdem begleitet sie noch Guy, einen merkwürdigen jungen, der nicht ganz richtig im Kopf zu sein scheint. In Indien will sich Viva als Schriftstellerin probieren, doch solange muss sie in einem Kinderheim arbeiten. Die Arbeit bereitet ihr viel Freude und sie hat nun endlich eine Aufgabe. Nachdem Rose geheiratet hat, fängt sie an, sich an ihren Mann zu gewöhnen, doch die beiden werden nicht warm miteinander und es scheint aussichtslos, dass sie aus beiden jemals ein glückliches Ehepaar entwickeln wird. Tor ist ebenfalls enttäuscht, obwohl sie schon lange bei einer Bekannten in Indien lebt, hat sie immer noch keinen Ehemann gefunden und verzweifelt langsam. Bis sie einen sympathischen Forscher kennenlernt... Viva hingegen will mit Männern vorläufig nichts zu tun haben, doch ihr geht Frank nicht mehr aus dem Kopf, den sie auf der Schiffsreise kennengelernt hat. Außerdem hält Guy sie auf Trab, da er immer wieder in ihr Leben tritt und dabei unschöne Dinge hervorruft. Irgendwann eskaliert die Situation mit ihm und Viva gerät in ernsthafte Gefahr...
~~~ Meine Meinung ~~~ Ich war ja, wie ich schon geschrieben habe, etwas skeptisch dem Buch gegenüber. Generell mag ich Bücher lieber die im 18. oder 19. Jahrhundert spielen mehr, aber ich dachte, ich könnte ja ruhig mal was Neues ausprobieren. Es war auch wirklich ganz anders, als andere Bücher. Mir gefiel es nicht so wahnsinnig doll. Es war mal ganz spannend zu lesen, aber ich denke, ich würde es nicht noch einmal lesen wollen. Da man jetzt weiß, was passiert, wäre es langweilig, s noch einmal zu lesen. Ich bin ja eigentlich so ein Typ, der immer Bücher mehrmals liest, aber bei diesem würde es mich wirklich nicht reizen, es noch einmal zu lesen. Dieses Buch lebt von der Spannung, die die Autorin erzeugt, denn man weiß wirklich nie, wie es weitergehen wird, was als nächstes passiert und deswegen wird man auch so voran getrieben beim Lesen. Das ist aber auch fast der einzige Pluspunkt, den ich dem buch einräumen würde. Na gut, die Story ist gar nicht mal so schlecht gewesen und zeitweise war es echt schön geschrieben, aber größtenteils mochte ich den Schreibstil nicht und auch von der Handlung war manchmal irritiert und manchmal sprach sie mich einfach nicht an. Die meiste Zeit war mir beim Lesen alles unsympathisch: die Figuren, die Handlung, sogar der Ort, und das, obwohl ich Indien super finde. Aber irgendwie hat die Autorin kaum etwas Schönes dargestellt, obwohl es vorhanden war. Vielleicht hat sie es versucht, aber als Leser entdeckte man das kaum. Zum Beispiel hätte sie die schönen Traditionen und die Kultur noch mehr hervorheben und ausschmücken können, damit das Gleichgewicht wieder hergestellt wäre zwischen Schönem und Negativem. Es gab in dem Buch wirklich keine einzige Figur, die mir sympathisch gewesen wäre oder mit der ich mich hätte identifizieren können. Einzig das kleine indische Mädchen Talika, war so ein ruhender Pol zu dem es einen gezogen hat. Aber sie wurde leider nicht sehr oft erwähnt und hatte kaum Bedeutung in dem Buch. Ansonsten waren die Personen entweder total überdreht der langweilig du seltsam. Dabei hatte das Buch im Großen und Ganzen trotzdem keine schlechte und negative Atmosphäre, sondern eher eine sehr verwirrende, seltsame und abstrakte Stimmung. Es war alles so irreal, obwohl die Handlung nicht völlig aus der Luft gegriffen war, sie hätte durchaus so geschehen können und trotzdem schrieb die Autorin sie so auf, dass sie unglaubwürdig und nicht authentisch wirkte. Leider ein nicht ganz so anziehendes Buch mit wenig Kultur und unsympathischen Charakteren. Zum einmal Lesen geeignet, aber ein zweites Mal wäre definitiv einmal zu viel.
~~~ Meine Bewertung ~~~
Ich würde das Buch dennoch weiterempfehlen, da dieses Buch durchaus manchen Lesern gefallen könnte. Ich gebe dem Buch drei von fünf Sternen aus genannten Gründen.
Ich bedanke mich für das Lesen und Bewerten. Liebe Grüße
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Weitere Testberichte über Julia Gregson: Teerose und Sandelholz
teerose und sandelholz, 14.07.2010
Die drei Ausreißerinnen, die England verlassen und nach Indien ausschiffen, sind der Mittelpunkt des Romans und der Geschichte. Plan- und ziellos, lediglich mit dem Ziel, dass jede einen Mann kennenlernen und heiraten möchte, England in dieser Zeit dem Leser etwas nähergebracht, sonst jedoch nichts, was das Buch
Testbericht über Julia Gregson: Teerose und Sandelholz lesen
Yopi-Autor:
margy
Bewertung:
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