Die dritte Staffel brachte "Star Trek: The next Generation" den Durchbruch. Die Serie hatte ein eigenes Profil entwickelt, die Schauspieler mit ihren Rollen verwachsen und die dritte Staffel endete mit einem spannungsgeladenen "Fortsetzung folgt". Die vierte Staffel schaffte es nicht nur das gute Niveau zu halten, sondern sogar noch zu steigern: Die Geschichten wurden komplexer, Handlungsfäden früherer Episoden wurden aufgegriffen und weitergeführt und die Charaktere sinnvoll weiterentwickelt. Flug frei für die vierte Staffel von "Star Trek: The next Generation".
Hintergrund
In den Sechzigern entstand in den USA die Sciencefiction Serie "Star Trek", die in Deutschland unter dem Namen "Raumschiff Enterprise" ebenfalls sehr beliebt wurde. Die Erstausstrahlung brachte jedoch nur bescheidene Quoten so dass die Serie nach 79 Episoden und 3 Staffeln 1969 abgesetzt wurde. Wiederholungen in den Siebzigern waren jedoch ein weltweiter Erfolg und führte schließlich ab 1979 zu einer Kinofilmreihe. Aufgrund des überragenden Erfolgs des "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart" wurde eine Nachfolgeserie in Angriff genommen: "Star Trek: The next Generation".
Serienerfinder Gene Roddenberry war ein letztes Mal als Erfinder und Produzent mit von der Partie - sein Gesundheitszustand zwang ihn ab der dritten Staffel schließlich zu einer passiveren Rolle - und schritt in seinem Trek-Universum knapp 80 Jahre voran. Die Serie debütierte 1986 und rief zunächst viele Unkenrufe hervor, da die Anfänge nicht gerade zu den Sternstunden des Star Trek Universums zählten. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten fand die Serie jedoch ihren Stil und wurde zu einer der erfolgreichsten Fernsehserien aller Zeiten. Insgesamt entstanden zwischen 1987 und 1994 7 Staffeln mit insgesamt 178 Episoden. Die Serie trat dann auch die Kino-Nachfolge der alten Enterprise Mannschaft an. Es entstanden die Filme "Star Trek: Treffen der Generationen" (1994), "Star Trek: Der erste Kontakt" (1996), "Star Trek: Der Aufstand" (1998) und "Star Trek: Nemesis" (2002).
Roddenberry verstarb 1991, doch sein Nachfolger Rick Berman produzierte "Star Trek" in seinen Namen weiter. Neben der "The next Generation" entstanden weitere Ablegerserien: "Star Trek: Deep Space Nine" (1992-1999), "Star Trek: Voyager" (1995 - 2001) und "Star Trek: Enterprise" (2001 - 2005). Insgesamt gibt es 11 Kinofilme, 5 Real-TV Serien, 1 Zeichentrickserie sowie Hunderte von Büchern und Comics, welche die Geschichten des Star Trek Universums erzählen.
Zur Serie
Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiffs Enterprise, das viele Lichtjahre von der Erde entfernt unterwegs ist, um fremde Welten zu entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen. Die Enterprise dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat...
So lautet der Introtext zur Fernsehserie. Diese angesprochene ferne Zukunft, das ist das 24. Jahrhundert. Die Erde ist Teil eines riesigen Planetenbundes, genannt "Vereinte Förderation der Planeten". Die Sternenflotte, der militärische und forschende Arm der Förderation, hat die Aufgabe, die Galaxis zu erkunden, Kontakt mit neuen Völkern aufzunehmen und die Förderation vor Invasoren - im besonderen das Imperium der Romulaner und die kybernetischen Borg - zu schützen.
Flaggschiff jener Sternenflotte ist die Enterprise, mittlerweile das vierte Raumschiff welches den geschichtsträchtigen Namen trägt. Die Hauptpersonen sind der Captain des Raumschiffes, Jean-Luc Picard, ein intelligenter Diplomat, der sich jedoch in der Nähe von Kindern unwohl fühlt. Sein erster Offizier William Riker ist draufgängerischer, wünscht sich ein eigenes Kommando und wird mit der Zeit Picards wertvollster Verbündeter. Der Android Data, ein dem Menschen unglaublich gut nachempfundener Androide. Er ist gefühlslos, hofft aber irgendwann das Menschsein zu erlernen.
Weiterhin die Schiffs-Psychologin Deanna Troi, die einst mit Riker liert war und durch ihre emphatischen Fähigkeiten die Gefühle und Anwesenheit anderer Lebensformen fühlen kann. Die Ärztin Dr. Beverly Crusher leitet die Krankenstation und ist nebenbei alleinerziehende Mutter ihres Sohnes Wesley. Das Schiff wird zusammengehalten von Geordi LaForge, einem schüchternen Blinden, der jedoch mit Hilfe einer technischen Sehvorrichtung (seinem Visor) weit mehr als das menschliche Auge sehen kann. Für die Sicherheit an Bord ist Lt. Worf zuständig, ein Klingone welcher bei Menschen aufwuchs und oftmals Probleme hat, beide Welten miteinannder in Einklang zu bringen.
Die Schauspieler
Captain Jean-Luc Picard
- dargestellt von Patrick Stewart
Commander William Thomas Riker
- dargestellt von Jonathan Frakes
Lt. Commander Data
- dargestellt von Brent Spiner
Lt. Worf
- dargestellt von Michael Dorn
Counselor Deanna Troi
- dargestellt von Marina Sirtis
Dr. Beverly Crusher
- dargestellt von Gates McFadden
Chief-Ingenieur Geordi LaForge
- dargestellt von LeVar Burton
Wesley Crusher
- dargestellt von Wil Wheaton
In Nebenrollen und Gastauftritten:
John de Lancie
Whoopi Goldberh
Andreas Katsulas
Denise Crosby
Dwight Schultz
Umsetzung auf DVD - Aufmachung und Inhalt
Diese Informationen sind allgemein gültig für alle Staffelboxen von "Star Trek: The next Generation". Daher findet ihr diesen Text in jedem meiner Bericht über die Serie:
Die 7 Staffeln der Serie wurden zweigeteilt veröffentlicht.
Insgesamt gibt es für die 7 Staffeln der Serie also 14 Halb-Staffel-Boxen.
Das Bonusmaterial für jede Staffel befindet sich stets auf der Box der zweiten Staffelhälfte
(für die vierte Staffel also auf der Box 4.2)
In einem silbrig/metallischen Schuber aus robuster Pappe befinden sich zwei DVD Slimcases mit drei oder vier DVDs (1. Staffelhälfte 3, 2. Staffelhälfte 4 DVDs. Die 14 Boxen wurden imselben Layout gehalten - lediglich die Grundfarbe ändert sich. Größtenteils in Silber gehalten, sieht man auf der Cover-Front einen Ausschnitt mit einer Foto-Collage: Stets Captain Picard im Vordergrund, neben ihm ein weiterer Haupt- oder Nebendarsteller (hier Brent Spiner als Data) der Serie gemischt mit einem Weltraumbild. Das Backcover des Schubers hat ebenfalls einen Ausschnitt. Hier ist zumeist eine Weltraumaufnahme zu sehen, welche das im Cover begonnene Motiv nur ohne Charaktere fortsetzt
Der Grundton dieser Staffel (und somit der Fotoausschnitte) ist lila. Für die Box 4.1 in hell-lila, für die Box 4.2 in dunklerem Lila . Das silberne "Star Trek: The next Generation" Logo auf dem Cover sticht durch seine Prägung hervor.
Insgesamt gesehen wirkt die Aufmachung der Schuber sehr edel und alle 14 Boxen nebeneinnander sehen einfach klasse in jedem DVD Schrank auf. Der einzige Nachteil dabei: Die silbrige Beschichtung der Schuber nutzt sich mit der Zeit ab und sieht dann leider nicht mehr ganz so edel aus.
Die Box 3.1
Enthält zwei Slimcases mit insgesamt 3 DVDs.
Enthalten sind die Episoden 1 - 12 der vierten Staffel.
Die Episoden und DVDs im Einzelnen:
DVD 1
Angriffsziel Erde (Teil 2)
Familienbegegnung
Die ungleichen Brüder
Endars Sohn
DVD 2
Das Experiment
Die Rettungsoperation
Tödliche Nachfolge
Gedächtnisverlust
DVD 3
Die letzte Mission
Das kosmische Band
Datas Tag
Der Rachefeldzug
Kritik Produzent Rick Berman und Chef-Autor Michael Piller gingen den in der 3. Staffel eingeschlagenen Weg weiter: Keine skurillen Aliens, dafür Charakter-Dramen mit mindestens einem Schauspieler der Hauptbesetzung im Vordergrund. In der 4. Staffel befinden sich daher ein paar der besten Momente der gesamten "Star Trek" Saga. Zunächst beginnt die Staffel mit der Fortsetzung des Cliffhangars aus der dritten Staffel. Natürlich weiß der Zuschauer von vorne herein, dass der Hauptcharakter der Serie nicht sterben wird, wie das aber angestellt wurde ist mehr als spannend. Überraschenderweise setzt die leise Episode "Familienbegegnung" die erste Episode fort und Picard muss sich hier mit der seelischen Qual seiner Entführung durch die Borg auseinannder setzen. Eine Bühne für Hauptdarsteller Patrick Stewart, und eine Ausnahme, da die Episode zur Gänze auf SciFi Elemente verzichtet und einfach ein gelungenes Charakterdrama ist.
Doch nicht nur Patrick Stewart bekam in dieser Staffel Momente um zu glänzen. In "Die ungleichen Brüder" trifft Data auf seinen bösen "Bruder" Lore und den Erschaffer der beiden Androiden - den gebrechlichen Dr. Soong. Alle 3 Rollen (!) werden von Data-Darsteller gleichzeitig (durch geschicktes Kopieren des Filmmaterials) verkörpert. In "Das Experiment" kommt dann der SciFi-Faktor wieder zum Tragen: Dr. Crusher befindet sich auf der Enterprise und nach und nach verschwinden Crew Mitglieder - doch Crusher ist die Einzige, die sich überhaupt daran erinnert, dass diese Personen existiert haben. Sehr spannend und eine ungewöhnlich Crusher-lastige Folge.
Mit "Die letzte Mission" wird dann der von vielen gehassten Wesley Crusher aus der Serie geschrieben. Immerhin geht er mit einem Paukenschlag (später absolvierte Schauspieler Wil Wheaton noch ein paar Gastauftritte als Wesley). Apropos Gastauftritte: Mit Charakteren wie K'Ehlyr, Reginald Barclay, Q, Guinan usw. kehren immer wieder bekannte und beliebte Gesichter in die Serie zurück
Fazit: Kein Wunder, dass diese Serie den SciFi Boom im Fernsehen begründete. "Star Trek: TNG" begeistert mit Spannung, knackiger SciFi, gelungenen Schauspielern, Humor und tiefgründigen Charakter-Dramen. Ein Juwel des Fernsehens und auch nach mehrmaligem Ansehen immer wieder ein Genuss.
Umsetzung auf DVD - Bonusmaterial
Wie bei dieser Veröffentlichungsreihe üblich, befindet sich das Bonusmaterial für die vierte Staffel auf der letzten DVD der Nachfolgebox 4.2. Die DVDs der Box 4.1 enthält kein Bonusmaterial.
Umsetzung auf DVD - Menü / Bild / Ton
Wie bei DVDs aus dem Hause Paramount allgemein bekannt, muss man zuerst die Audio/Menü-Sprache auswählen. Anschließend muss man sich ca. 15 Sekunden die Copyright-Hinweise durchlesen, ehe das Hauptmenü startet. Mit einer Collage des Serienvorspanns und der Charaktere, untermalt mit der Titelmelodie, baut sich dann das Menü in Form der Enterprise Computer Terminals (das s.g. LCARS Design) auf. Im Serien-Stile füllt sich der Bildschirm mit vier Frames - je einer pro Episode. Neben dem Titel sieht man in einem kleineren Fenster Szenenausschnitte der jeweiligen Episode - sehr hilfreich, wenn einem gerade nicht einfällt, wie eine bestimmte Episode heißt, man aber weiß wer oder was darin vorkommt.
Im Hauptmenü der Episode kann man entweder den Befehl Energie (Episode starten) geben, auf den Universalübersetzer (Untertitel, Sprachen) gehen oder das Logbuch (Szenenanwahl) aufrufen. Alles sehr übersichtlich und leicht zu bedienen. Dass man die Episoden mit Befehlen aus der Serie anwählen kann und das Menü diesselbe grafische Oberfläche wie die Enterprise Computer Terminals haben, schafft gleich die richtige Atmosphäre.
Bild: Ich nehme mal an, dass es daran liegt, dass die vierte Staffel etwas jünger ist als die ersten Staffeln. Das Bild ist schärfer als das der ersten drei Staffeln, nach wievor macht sich aber fehlender Kontrast bemerkbar. Das Bild ist schlichtweg zu weich gezeichnet (ein typisches "Krankheitsbild" für Fernsehserien und Filmen aus den Achtzigern), kann man aber als durchschnittlich gut bezeichnen. Ältere Fernsehgeräte verzeihen auf Grund der geringen Auflösung viel, auf moderneren Flat-Screens ist aber gerade die fehlende Schärfe bemerkbar.
Ton: Auch hier ändert sich nicht viel. Während der englische Dolby Digital 5.1 Ton sehr räumlich, klar und satt aus allen Boxen dröhnte (insbesondere bei den Actionszenen, wenn die Enterprise Triebwerke hochfahren sehr geil), wird Rest-Europa (Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch) nur mit Mono Ton "verwöhnt". Immerhin klar und frei von Rauschen.
Sprachen: Audio in Englisch (5.1) sowie in Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch (Mono)
Untertitel: Englisch, Dänisch, Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Schwedisch, Spanisch, Hölländisch, Englisch
Laufzeit: ca. 522 Minuten
Bildformat: Fullscreen (4:3)
EAN: 4010884533323
Der Durchschnitts-Preis liegt durchschnittlich bei 25 €
Auf Amazon.de derzeit für 27,99 €
Im Media Markt konnte ich aber die Boxen schon für 19,99 € entdecken.
Preisvergleich lohnt sich also allemal.
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