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| Letzte Aktualisierung am: |
02.05.2002, von mystery_delusion |
| Produktbewertung: |
5
5 |
| Empfehlung: | ja |
Vor einigen Jahren (ich glaube, es war 1998) hatte ich ständig mit Ausschlägen, Heuschnupfen und Müdigkeit zu tun und obwohl ich Ärzte im allgemeinen solange vermeide, bis es nicht mehr anders geht, ging ich in dieser Zeit öfters mal zu meinem Hausarzt. Er ist so ein „Mittelding“ zwischen Schulmediziner und Homöopath (uhm...sorry, hoffe, ich habe das richtig buchstabiert). Eines Tages dann sagte er, das alles zusammen seien Symptome, für die man mal eine Eigenblutbehandlung ausprobieren sollte.
Ich hatte erst die totale Horrorvorstellung davon von wegen literweise Blutabnahmen und wieder zurückspritzen usw., aber er erklärte mir, daß seine Methode länger dauere, aber dafür anhaltender und schonender wirke und dafür nur ein paar Tröpfchen Blut abgenommen werden müssen.
Diese werden dann in nasentropfenbehälterähnlichen Fläschchen mit einer homöopathischen Flüssigkeit vermischt (im 1. ganz minimaler Blutanteil, der sich bis zum letzten – insgesamt waren es 16 Fläschchen - vermehrt). Davon muß man dann über Monate hinweg immer mehr Tropfen nehmen.
Das ganze war zwar ziemlich lästig, aber es hat wirklich geholfen. Man muß die Fläschchen im Kühlschrank aufbewahren und wenn man z.B. in den Urlaub fährt, sollte man halt das oder die entsprechenden Fläschchen, die man zu diesem Zeitpunkt gerade braucht, mitnehmen und versuchen, dort kühlzustellen. Man kriegt einen richtigen Plan dazu, ohne den man das auch nicht hinkriegen würde. Den ganzen Plan aufzuschreiben, würde den Rahmen hier sprengen, da man außer den Tropfen auch noch andere Mittel wie Calcium und richtig eklig schmeckende und stinkende Tropfen eines Medikamentes nehmen mußte, aber es ging in etwa so, daß man erst mal 2x wöchentlich 5 Tropfen von der Flüssigkeit des 1. Fläschchens zusammen mit einigen anderen Mitteln nehmen mußte, die nächste Woche 2x 5 Tropfen des 2. Fläschchens abwechselnd mit 2 verschiedenen anderen Flüssigkeiten (die Menge mußte man auch tropfenweise vergrößern). Dann war mal 4 Wochen lang nur das „Blut“ angesagt, danach wieder im Wechsel mit anderen Mitteln....ich will Euch das ersparen, aber jedenfalls hatte ich im September angefangen und das ganze ging bis März.
Was ich festgestellt hatte war, daß ich keine Erkältung in dem entsprechenden Winter hatte, sich die Symptome erstmal zwar erstmal verschlechterten (worauf mich der Arzt allerdings hingewiesen hatte, doch diese "Erstverschlimmerung" sei ein positives Zeichen dafür, daß das Mittel richtig gewählt ist und wirkt), danach wurde es aber eindeutig besser.
Nach etwa vier Monaten trat eine deutliche Besserung der Haut ein und ich hatte kaum noch irgendeinen Juckreiz. Ich habe die Therapie dann brav bis zu Ende durchgeführt und in den folgenden Jahren auch deutlich weniger Probleme mit Heuschnupfen, was bis heute anhält.
Jetzt kommt natürlich der Haken:
Da die Therapie zum damaligen Zeitpunkt nicht als wirksam anerkannt wurde (ich weiß nicht, wie es heute ist), wurde sie natürlich nicht von der Kasse bezahlt. Aber damals hielten sich die Kosten in erträglichem Rahmen. Ich mußte nur für das eigentliche „Material“, d.h. also die Fläschchen mit meinem Blut und der Homöopathischen Flüssigkeit bezahlen, das waren damals so um die 100 DM. Allerdings kamen dazu die Kosten für zusätzliche Medikamente und Vitaminpräparate, aber man kann z.B. Calciumtabletten in Billigsupermärkten erhalten (mein Arzt sagte, die seien genauso gut wie die aus der Apotheke) und somit hielt es sich in Grenzen.
Durch die Wirksamkeit habe ich ja auch an anderen Ecken gespart, wie z.B. Cremes gegen Juckreiz oder Schnupfensprays usw., wo man ja dann immer die Rezeptgebühr bezahlen muß als Kassenpatient.
Alles in allem kann ich die Therapie aus meiner Sicht nur empfehlen, und schaden kann sie ja nichts. Man nimmt das eigene Blut wieder ein (das sieht man aber überhaupt nicht in den Tropfen, da es total start verdünnt ist) :-) und Calcium und Eisen usw. schadet ja auch nichts.
Wenn ich heute wieder mit Symptomen wie quälenden Ausschlägen oder starken Erkältungen oder sowas zu tun hätte, würde ich die Therapie jederzeit wieder machen, auch wenn es aufwendig war.
Bis dann
Mysty
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