Beim letzten Einkauf bei T€di stieß ich auf dem DVD Grabschtisch auf "Clockstoppers". Und da man für 2 Euro prinzipiell keine ärgerlichen Fehlinvestitionen treffen kann, habe ich den Film eingepackt. Überzeugt hat mich der Regisseur Jonathan Frakes (Will Riker aus "Star Trek", Moderator von "X-Faktor", inszenierte "Star Trek: Der erste Kontakt" und "Star Trek: Der Aufstand"). Es handelt sich hierbei um eine Sciencefiction-Komödie aus dem Jahr 2002.
Handlung
Der Film beginnt damit, dass ein Mann panisch die Staaten verlassen will. Fast hat er es geschafft und steht an der Tür eines Reise-Flugzeuges, als er plötzlich von irgendetwas mit irrsinniger Geschwindigkeit zurückgezogen wird. Wir erfahren, dass es sich um Dr. Earl Dopler handelt, der eine phänomenale Entdeckung gemacht hat: Die Hypertime, d.h. die Eigenbeschleunigung mithilfe einer uhrähnlichen Vorrichtung (daher auch der Filmtitel), so dass der Rest der Welt für den Beschleunigten still zu stehen scheint. Dopler wird gefangen gehalten von einem skruppellosen Geschäftsmann namens Henry Gates, der ausflippt, als er hört, dass Dopler an seinen ehemaligen Professor eine der Uhren geschickt hat.
Der Sohn eben jenes Professors, Zak Stevens, findet das für seinen Vater bestimmte Packet und findet die Uhr augenscheinlich stylisch, so dass er sie anzieht und später auf Ebay verchecken möchte. Doch natürlich kommen er und seine Freundin Francesca schnell hinter das Geheimnis der Uhr und machen sich diese zu Nutze. Wie man sich natürlich vorstellen kann, geraten die beiden natürlich in große Gefahr, als Gates ihnen auf die Schliche kommt. Gemeinsam mit Dopler, der entkommen konnte, müssen sie flüchten und auch ihre Familie beschützen.
Besetzung
Zak Stevens
- Jesse Bradford
Francesca
- Paula Garces
Dr. Earl Dopler
- French Stewart
Henry Gates
- Michael Biehn
Kritik
Story Mit Logik braucht man erst gar nicht anfangen - "Clockstoppers" hat keine. Weder wird die Hypertime erklärt, noch werden ihre Auswirkungen konsequent durchgezogen. "Clockstoppers" will unterhalten und erinnert stilistisch an ähnlich gelagerte Teen/Actionkomödien wie z.B. "Agent Cody Banks", "G-Force" oder "Spy Kids". Natürlich ist der Film keine literarische Offenbarung: Plots dieser Art wurden in Variationen bereits mehrmals in Film und Fernsehen durchgekaut. Und dass Zak am Ende sowohl Francesca's Herz gewinnt als auch alles gut geht, ist schnell vorhersehbar.
Regie / Inszenierung Jonathan Frakes kann inszenieren. Er ist weder Steven Spielberg noch Francis Ford Coppola, hat aber ein Händchen für Szeneneinstellung, gut gefilmte Action und lässt den Film größtenteils ohne Längen aufwarten. Schnitt und Musik (bevorzugt von amerikanischen PopPunkBands wie Blink 182 oder Green Day) passen auch. Und natürlich verzichtet der Film auch nicht auf das übliche Klischee, wenn es um angehaltene Zeit geht: die jeweiligen Scherze. Vorhersehbar, aber unterhaltsam.
Effekte und Kulissen Eine SciFi Film steht und fällt mit seinen Effekten. Und hier kann "Clockstoppers" ohne Abstriche punkten. Die Szenen der eingefrorenen Zeit sind einfach toll in Szene gesetzt, wenn z.B. Francesca die Wasser Strahlen eines Wassersprenklers beiseite schiebt oder sich der Flügelschlag einer Biene wie in Zeitlupe abspielt. Offensichtlich steckte in dem Film ein gescheites Budget so dass Kulissen und Effekte auch größenzügig ausgelegt waren.
Schauspieler Auf große Namen hat man offenbar nicht gesetzt, mir jedenfalls war keiner der Schauspieler aus irgendwelchen anderen Produktionen bekannt. Die Youngsters, auf denen ja die Haupthandlung liegt, machen ihre Sache auch ganz ordentlich, spielen ihre Rollen glaubhaft, wenngleich keiner von ihnen wohl je einen Oscar erhalten wird.
Fazit
"Clockstoppers" floppte im Kino und man muss sich nicht wundern warum: Rasant und gut inszeniert ja, aber die Geschichte ist eben weitestgehend vorhersehbar und wenig innovativ. Für einen verregneten (bzw. derzeit verschneiten) Sonntag Nachmittag aber gut genug, zumal man den Film sowohl mit Erwachsenen als auch mit Kids anschauen kann.
Daten zur DVD
- Trailer
- Making of (ca. 12 Minuten)
- Nickelodeon TV Spots
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Ungarisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Tschechisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Bulgarisch, Tschechisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Ungarisch, Isländisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Schwedisch, Türkisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Paramount Home Entertainment Erscheinungstermin: 9. Oktober 2003
Produktionsjahr: 2002
Spieldauer: 90 Minuten
Preis:
2 € derzeit bei T€di, 8,99 € bei amazon.de
Als "2 in 1 DVD" Film zusammen mit "The Core" für 12,99 €
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