Im Januar 2010 hatte ich mal wieder das große Glück, eine Mail zu lesen. Diese Mail stammte vom Unternehmen VICO und eine Anfrage war dann als Inhalt der Mail zu erkennen. Das Unternehmen VICO Research & Consulting befasst sich mit Produkten von LG und da ich schon einige Berichte hier in der Community über LG Produkte verfasst hatte, fragte man mich, ob ich nicht Lust zu einem 8 wöchigen Test hätte. Ein Externer Netzwerk Server sollte es sein der zu testen gilt und hierbei handelt es sich um das Produkt mit namens LG NAS N2B1. Ein Server, der es in sich hat. Hierzu aber gleich etwas mehr. Ich sagte zu und nun sind auch schon einige Wochen vergangen, seit ich das Gerät per UPS bekam und ich komme zum ersten Erfahrungsbericht.
Hersteller:
LG Electronics Deutschland GmbH
Jakob-Kaiser-Str. 12
47877 Willich
Deutschland
Telefon:.+49 (0)2154/492-0
Fax:......+49(0)2154/428799
Prei s:
Heute habe ich mal im Internet geschaut und festgestellt, dass dieses Gerät so um die 293 Euro kosten soll. Neu und unbenutzt. Dieser Preis ist für solch ein Gerät auch völlig in Ordnung, da das N2B1 mehr leistet und auch bietet, als der Name so aussagt.
Abmessung:
Der Server überraschte mich schon gleich nach dem Auspacken. Ich hatte ein großes Teil erwartet, aber dieses Gerät besitzt lediglich folgende Abmessungen: Die Breite schlägt mit 165 mm zu buche, die Höhe beträgt lediglich 162 mm und die Tiefe kommt mit 230 mm daher. Diese Angaben entnahm ich übrigens der LG-Internetseite. Vom Gewicht her ist dieser Server nun auch kein Lastesel. Ganze 5,2 kg wiegt das Gerät und dieses inklusive der zwei Festplatten und der Laufwerke.
Interne Geräte und Schnittstellen:
Wer aufmerksam den oberen Abschnitt verfolgt hat der weiß nun schon, dass im Gerät zwei Festplatten verbaut sind. Diese Festplatten werden einfach in das Gerät eingeschoben und auf jeder dieser Festplatte finden 1 TB an Daten ihren sicheren Platz. Also ganze 2 Terabyte an Speicherplatz sind dort zu finden. Des Weiteren finden sich am Gerät noch ein Blu-ray Brenner und ein 4 in 1 Kartenlesegerät wieder. Als Anschlüsse besitzt dieser Server 2 USB 2.0 Anschlüsse auf der Rückseite und 1nen USB Anschluss auf der Vorderseite des Gerätes. Auf der Rückseite findet sich dann noch 1 eSATA II Anschluss wieder und ein RJ 45, 10/100/1.000 Mbps Anschluss befindet sich ebenfalls auf der Rückseite des Gerätes. Alle Anschlüsse sind gut erreichbar und lassen ein einwandfreies Bedienen sowie Nutzen dann auch zu. Auf der Vorderseite des Gerätes wurde dann noch ein kleines Display angebracht. Hier konnte der aktuelle Einrichtungs- und Nutzungszustand abgelesen werden. Soviel zur Ausstattung.
Einrichtung und Nutzung:
Bei uns hier im Hause ist es nun so, dass insgesamt 3 PCs und 2 Notebooks ihr Unwesen treiben. Hinzu kommen noch zwei Handys, wobei eines hiervon ein sogenanntes Smartphone ist, dass aus dem Hause HTC stammt. Nicht immer sind alle Geräte gleichzeitig am Laufen, aber gerade wenn einige Programme auf verschiedenen Endgeräten genutzt werden sollten gab es in der Vergangenheit doch einiges zu kopieren und zu transferieren. Dieses geschah meistens mithilfe eines USB-Sticks oder aber mithilfe von CD bzw. DVD-Roms. Auch verschiedene Kabel mussten herhalten, um die Programme dann von Gerät A zu Gerät B zu transferieren. Die Programme mussten kopiert werden und dann einzeln an den Endgeräten installiert werden. Hier versprach ich mir insgeheim eine Verbesserung der Situation, als ich vom Testangebot da hörte. Ich war auch gespannt darauf, wie sehr mir dieser Server da weiterhelfen würde. Soviel schon jetzt im Vorfelde, ich bin immer noch mehr als nur ein wenig begeistert. Aber vor der ersten Nutzung kam das Einrichten. Diesen Vorgang beschreibe ich nun einmal.
**** Einrichtung: ****
Ausgepackt war der Server ja sehr schnell. Zwar war dieser gut geschützt in einem Karton verstaut, aber wer schon etliche elektronische Produkte da aus der Verpackung geschält hatte, der hat auch bei diesem Produkt hierbei nun keine Probleme. Das aufstellen und einrichten war dann allerdings wieder ein Vorgang, der doch etwas, wenn auch nur minimales, Grundwissen verlangte. Ich entschied mich für die Aufstellung des Gerätes im Wohnzimmer. Zum einen stehen dort schon einige technische Geräte herum und, da ich diesen Server über mein Router laufen lassen wollte, anders macht solch ein Teil ja auch keinen Sinn, kam der Platz im Regal dann auch sehr gelegen. Als Router nutze ich eine Fritz-Box. Die Kabel, die im Paket mit beigefügt waren, reichten aus um den Server mit dem Router zu verbinden und auch die vorhandene Stromquelle in Form einer Steckdose dann anzuzapfen. Im Nu war der Server aufgestellt und mithilfe der kleinen Bedienungsanleitung konnte ich dann auch die Ersteinrichtung vornehmen. Hierzu wurde das Gerät einfach nur eingeschaltet und mit zwei Knopfdrücken zum Einrichten bewegt. Alles Weitere übernahm dann der Server von selbst. Ich brauchte nur abzuwarten, bis das Display am Gerät mir eine Erfolgsmeldung anzeigte. Nun brauchte ich nur noch die mitgelieferte Software auf dem Rechner installieren und schon konnte es losgehen.
*** Software: ***
Auf der beigelegten DVD befinden sich alle notwendigen Programme, um diesen Server dann per Fernzugriff zu bedienen. Ich konnte eine Installation ohne Schwierigkeiten am PC durchführen. Als Betriebssystem nutze ich am PC das Windows XP. Auf der DVD waren dann noch einige andere Programme vorhanden, die ich allerdings nicht benötigte. Als da waren ein Flash-Player, ein Acrobate Reader, Photo DVD Album und ein Backup Programm noch mit an Bord. Wie gesagt, ich benötigte diese Hilfsprogramme nicht und installierte auch nur die Server relevanten Programme. Zwei Stück waren es und so konnte ich dann den Server per Software ansteuern und im Menü die verschiedensten Einstellungen einrichten. Vor der ersten Nutzung mussten die Festplatten noch eingerichtet und abgestimmt werden. Dieses gelang auch ohne Nennenswerten Probleme. In der Software, bzw. im Programm zur Fernsteuerung, sind Hilfsmenüs mit eingearbeitet. Zu jeder Einstellung kann man sich dort erkundigen, welche Folgen diese dann hat. Ich finde, hier hat der Hersteller ein gutes Werk getan, denn auf ein dickes Handbuch wird da verzichtet. So findet man immer schnelle Hilfe zum richtigen Zeitpunkt und da ich nun nicht der geborene IT Spezialist bin, war es für mich als Laien auch einfach genug, um aus dem Server dann einen echten Netzwerkserver zu machen.
**** Die Nutzung: ****
Wie ich ja bereits anfangs erwähnte, so gibt es bei mir verschiedene Programme, die ich auf allen Endgeräten nutzen möchte. Nun kann ich das benötigte Programm einfach auf dem Server schieben und dann mit dem anderen Endgerät wieder herunterladen. Einfacher geht es wirklich nicht. Aber nicht nur Programme können hin und her transferiert werden, sondern auch meine CD-Sammlung findet so den Weg zu den verschiedensten Endgeräten. Gesichert ist das Netzwerk mithilfe eines Passwortes und auch bei der Einrichtung können dann die Nutzer mit verschiedensten Zugänglichkeiten eingerichtet und freigeschaltet werden. So bekommt nur jeder auf die Daten Zugriff, die es dann dem Nutzungsfreiraum auch gestattet. Dieses finde ich insoweit ganz gut, da auch dänische Western auf dem Server ihren Platz gefunden haben und die Kinder ja nicht gerade den direkten Zugriff haben sollten. Eine Datei, bestehend aus ca. 4 GB an Datenmenge benötigte dann ca. 8 Minuten um vom Rechner zum Server transferiert zu werden. Fragt mich bitte nicht, mit welcher Geschwindigkeit der Server da ackert. Bedingt dadurch, dass der Server direkt an der Fritz-Box angeschlossen ist, kann ich die Daten dann per Funknetzwerk zum Server senden. Hierzu verwende ich einen USB-Netzwerkadapter. Eine Musik CD mit 300 MB an Datengröße ist dann auch schon in weniger als einer Minute auf dem Server. Dort kann sie dann vom Notebook wieder abgerufen werden und somit ist die Musiksammlung von mir auch gut auf allen Endgeräten schnell vorhanden.
Natürlich dient solch ein Server nicht nur als Datenträger. Dank der riesigen Festplattenspeichers kann man nun auch sämtliche Backups der Endgeräte auf dem Server verewigen. Um dann noch eine Nummer sicherer zu gehen, können diese Daten dann per Brenner auf ein Blu-ray gebrannt werden und somit sollten die Daten dann auch wirklich sicher verwahrt sein. Alle Geräte, sei es nun der Brenner, die Festplatten oder das Lesegerät, arbeiten zuverlässig schnell und vor allem leise. Selbst ein Datentransfer am Abend wird akustisch nicht Dolle wahrgenommen. Da kann man entspannt alle möglichen Dinge nebenbei machen und der Server zeigt seine verrichtende Tätigkeit nur durch das Aufleuchten kleiner bläulichen Dioden an. Da knattert und raschelt nichts und manchmal musste ich schon direkt vor dem Server Platz nehmen, damit ich bemerken konnte, dass er da am Arbeiten war.
Sprach ich ja bereits davon, dass am Rechner das Windows XP als Betriebssystem läuft, so ist es das Win7 am Notebook. Der Server konnte mit beiden Betriebssystemen gut arbeiten und bei Win7 war die Einrichtung des Serverzugriffs dann sogar noch viel einfacher als bei Windows XP. Beim letzteren Betriebssystem musste der Server noch manuell gesucht und eingerichtet werden. Dieses geschah dann auch nur durch Hilfe von Forum Seiten im Internet. Bei Win7 erübrigte sich das mühsame Einrichten, da der Server automatisch vom Betriebssystem gefunden wurde. Mein HTC-Handy nutzt das Betriebssystem WinMobile und auch hier konnte ich nur durch manuelle Einrichtung den Zugriff zum Server finden. Für alle iPhone Besitzer sei hier kurz gesagt, dieser Server hat auch hieran gedacht. Selber nutze ich allerdings kein iPhone oder so und somit beschränkt sich meine Erfahrung auf reine Windows Produkte. In der Spalte Kompatibilität komme ich dann noch kurz zu den weiteren Betriebssystemen, die vom Server unterstützt werden.
*** Platzriese: ***
Wer nun bis hier aufmerksam den Bericht verfolgt hat der weiß nun auch schon, was ihm da blüht. Wenn ich von einem Platzriesen spreche, dann meine ich es diesmal auch so. Die beiden Festplatten besitzen jeweils so viel an freien Speicherplatz, wie ich es bestimmt nie ausnutzen werde. Ein TB entspricht 1024 Gigabyte und dieses wiederum sind 1048576 Megabyte. Dieses hier nur Mal am Rande erwähnt. Zu meiner jugendlichen Zeit war man noch mit Disketten zufrieden die da Platz für 1,44 MB boten. Allerdings ist dieses nun auch schon über 20 Jahre her und die Programme damals waren dementsprechend kleiner. Nun noch kurz zur Kompatibilität des Servers und dann bin ich auch schon durch damit.
*** Kompatibel: ***
Diese Angaben entstammen nun wieder von der LG-Herstellerseite und ich denke mal, dass hiermit dann auch alles gesagt ist. Vergessen wurde dort das Betriebssystem Win7, aber dank meines Notebooks konnte ich auch den Server damit testen und er läuft Spitze darunter. Als Betriebssysteme gibt der Hersteller Folgende mit an: Windows 2000, XP, Windows Server 2003, Vista, Mac OS 9x, 10x, Mini Intel, Linux: Redhat, Ubuntu, Suse. Die Web-Browser-Unterstützung lautet wie folgt: Internet Explorer 6.0 +, Netscape Navigator 7.0 +, Opera 7.0 +, Safari 2.22 +, Mozilla Firefox® 3.0 + und als Sprachen werden dann wie folgt diese Länder angeboten: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Koreanisch.
Fazit:
Dieser Bericht gibt nur eine kleine Nutzung und Einblick über die Vielfältigkeit des Servers wieder. Der Produktname LG NAS N2B1 zeigt nun wahrlich nicht das auf, was er dann an Leistung und Nutzung mit sich führt. Ich bin über die einfache Bedienbarkeit und der stabilen Nutzungsform mehr als nur ein wenig begeistert. Wenn ich könnte, dann würde ich hier auch mehr als nur fünf Sterne vergeben. Der Server bietet alles, was in der heutigen Zeit so benötigt wird. Dieses schließt die Nutzung des Blu-ray Brenners genauso ein, wie auch die Nutzung der USB Anschlüsse und des Kartenleser. Dieser Kartenleser wurde übrigens auf der Oberseite des Gehäuses angebracht und lässt somit eine sehr gute Nutzung der Schächte zu. Mithilfe der Anschlüsse können dann die Daten auch über externe Geräte auf dem Server gepackt werden und ich glaube, dass ich noch stundenlang über die positive Eigenschaft dieses Servers plaudern könnte. Somit belasse ich es aber dann doch für heute. Eine Kaufempfehlung wird ausgesprochen, da das Preis-Leistungsverhältnis aus meiner Sicht völlig angebracht ist.
Schönen Dank für das zahlreiche Lesen, Bewerten sowie Kommentieren des Berichtes.
Bis zum nächsten Mal
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