Washington Wizards Testbericht

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Erfahrungsbericht von Mystik_Journeyman

Mit MJ auf ein neues Level

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wieviel wurde über das spektakuläre Comeback des großen Michael Jordan spekuliert. Kritiker sprachen davon, dass er seinen Ikonenstatus verlieren würde, kann ein 38-jähriger Jordan nach 2 Jahren Pause doch nicht an seine Leistungen aus den Bulls-Jahren anknüpfen. Aber weit gefehlt, der neue MJ ist zwar nicht mehr die fliegende Highlight-Show aus den 80er und 90er Jahren, aber er spielt das Spiel effektiver und cleverer denn je und hebt die Wizards mit seiner Erfahrung und seinen Leitqualitäten auf ein neues Level.

Trifft er auch nicht mehr so gut wie früher, sowohl qualitativ als auch quantitativ (ca. 25 Punkte bei knapp 41% Trefferquote), so ist er als Leitwolf und Persönlichkeit auf dem Platz für die Wizards nicht zu ersetzen, der fast 39-jährige spielt immerhin noch knapp 39 Minuten pro Partie.

Jedenfalls ist der Saisonverlauf für die Wizards bis jetzt mehr als erfreulich, schließlich hat man zur Halbzeit der Saison schon mehr Spiele gewonnen als im gesamten letzten Jahr.
Nach einem relativ schlechtem Start in das Spieljahr, auch von MJ, hat man sich gefangen und teilweise sehr beeindruckende Serien hingelegt und auch Siege gegen die Spitzenteams der Liga (z.B. letztens gg. Sacramento) eingefahren.
Dies dürfte vor allen Dingen daran liegen, dass das Zusammenspiel der Wizards deutlich besser geworden ist, die Spieler sind besser aufeinander eingestimmt, und akzeptieren ihre Rollen.

Bei der Scoringarbeit wird Jordan zur Zeit am besten von "Rip" Richard Hamilton unterstützt. Der Guard macht etwa 19,5 Punkte pro Spiel bei einer respektablen Trefferquote von fast 45%. In der Offense leben die Wizards vor allem von ihrem Perimeter, also vonihren guten Aussenschützen, da wären vor allem Chris Whitney und Hubert Davis zu erwähnen, beides exzellente 3er-Schützen, und nach Jordan und Hamilton die nächstbesten Scorer.

Da man nicht über überdurchschnittliche Centerspiler verfügt, wird das Spiel meist von aussen gestaltet, die Center sind mehr Role-player, die für das Rebounding verantwortlich sind, aber auch ab und zu Punkte einstreuen können, halt Spieler, die genau das tun sollten, was gerade nötig ist. Zu erwähnen sind hier vor allem Popeye Jones, Jahidi White und Brendan Haywood, alles keine Überflieger, aber Spieler, de sich in diese Rollen einpassen. Eine Enttäuschung auf der Centerposition ist bislang der an Nummer 1 gepickte Kwame Brown, ein Collegetalent, dass seinem guten Ruf (noch) nicht gerecht wird.

Wenn die Wizards weiterhin so geschlossen auftreten wie das in letzter Zeit der Fall war, wird das erreichen der Playoffs kein Problem darstellen, hier sehe ich allerdings keine großen Chancen für MJ und Co., ausser Jordan wächst nochmal über sich hinaus und der Rest des Teams spielt konstant gut. Ansonsten wäre wohl schon in Runde 1 Schluss...

Nichtsdestotrotz sind die Wizards es immer wert geguckt zu werden, so dies möglich ist, allein MJ bringt viele Erinnerungen wieder zum Vorschein und ihn spielen zu sehen ist für mich nach wie vor das Größte.

14 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Sascha1982wtal

    29.08.2002, 16:55 Uhr von Sascha1982wtal
    Bewertung: sehr hilfreich

    ganz guter bericht

  • ch_zocker

    14.02.2002, 15:20 Uhr von ch_zocker
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gute Meinung, kannst ja auch mal bei mir reinschauen, würde mich freuen !