Honda CBF 125 Testbericht

Honda-cbf-125
Abbildung beispielhaft
ab 53,93
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  gut
  • Gewicht:  sehr schwer

Erfahrungsbericht von skye

Das Wirtschaftswunder von Honda

5
  • Fahreigenschaften:  gut
  • Gewicht:  sehr schwer

Pro:

Verbrauch ! Reichweite, günstiger Preis und Unterhalt, Hauptständer usw .

Kontra:

Wetterschutz

Empfehlung:

Ja

Als Fahrer eine Honda ANF 125 Innova, die sehr sparsam ist, allerdings auch einige kleine Nachteile (Qualität) hat, gucke ich gerne mal über den Tellerrand. Die Innova ist extrem sparsam, eine gute Alternative ist die hier beschriebene Honda CBF 125. Ein Leichtkraftrad, das sehr erwachsen wirkt und auf den ersten Blick nicht als 125er zu erkennen ist. Mit meiner Honda Innova werde ich auf der Landstraße eher belächelt, obwohl sie durchaus bis zu 100km/h fährt. Mit der CBF 125 wird man eher als vollwertiges Zweirad wahrgenommen und in den meisten Fällen sogar von den Fahrern der großen Bikes gegrüßt. Klar, die CBF hat eine relativ große Halbschale und sieht einfach nach mehr aus. Ich habe mir die CBF 125 im letzten Jahr beim Händler geliehen. Mit meinen Testfahrten wollte ich gucken, was die CBF besser kann als meine Innova und wo eventuell Nachteile liegen.

Eins war schon vor der Testfahrt klar, die CBF ist fast genauso sparsam mit dem Benzin wie die Innova. Der Verbrauch liegt bei etwa 2 bis 2,5 Litern pro 100km/h. Meine Fahrten konnten das bestätigen. Damit ist die CBF eine echte Alternative zum Auto für den Weg zur Arbeit. Stau und Parkplatzprobleme sind mit der CBF auch kein Thema mehr. Ein weiterer Vorteil der CBF ist der riesige 13 Liter Tank, mit dem eine Reichweite von ca. 600km (!) drin ist! Wahnsinn. Gerade da bin ich etwas neidisch, denn der Tank meiner Innova nimmt nur lächerliche 3,7 Liter auf. Auffällig an der CBF war auch direkt, dass sie Alugussräder besitzt. Für einen Innova Fahrer keine Selbstverständlichkeit, denn die hat qualitativ minderwertige Speichenräder (rostanfällig). Solche Probleme sollte die in Indien gefertigte CBF 125 nicht haben. Eins sollte dem potentiellen Käufer aber auch klar sein, für ein 2490 Euro (Listenpreis) günstiges Leichtkraftrad bekomme ich keine absolut perfekte Qualität. Die Verarbeitung (Schweißnähte etc.) sind Mittelmaß und der Endtopf leider nicht aus rostfreiem Edelstahl. Als Minuspunkt kann ich das aber nicht werten, denn irgendwo muss der Preis herkommen.

Bei der ersten Testfahrt hatte ich gleich ein gutes Zweiradgefühl. Die Maschine ist schön leicht (vollgetankt 128kg) und entsprechend wendig. Die Sitzposition ist relativ entspannt, auch für längere Strecken. Die 5-Gang Schaltung lässt sich weich schalten. Auf dem Papier stehen 11,3 PS (8000U/min) und ein Drehmoment von 11,2 NM (6250U/min) bei 125ccm (52,4 x 57,8). Diese Werte sind für die Stadt mehr als ausreichend. Selbst auf der Landstraße sind über 100km/h gut möglich. Sicher, wer größere Motorräder fährt (ich habe selber auch einen großen Bock) vermisst schon ein bisschen Power. 11 PS reißen keine Bäume aus. Hier darf man aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Das komplett analoge Cockpit zeigt neben der Geschwindigkeit, den Gesamt- und Tageskilometern auch den Benzinvorrat an. Lästiges Arbeiten mit dem Reservehahn entfällt demnach. Zudem wird der Fahrer durch einen kleinen Windabweiser entlastet. Viel bringt der allerdings nicht. Die zuvor bereits erwähnte Verkleidung fällt üppig aus. Die Plastikverkleidung beginnt bereits rechts und links neben dem Tank und gibt dem Fahrer das Gefühl auf einem größeren Bike zu sitzen. Der Wetterschutz ist allerdings nicht so doll (z.B. im Vergleich zu einem Roller). Einen Schutz für die Beine gibt es gar nicht. Somit sind nasse Füße bei Regenwetter vorprogrammiert. Neben der Verkleidung hat Honda der CBF für die Optik noch weitere Kleinigkeiten spendiert, dazu gehören weiße Blinker (die bei anderen Herstellern teuer dazugekauft werden müssten) und eine Chrom-Blende über dem schwarzen Endtopf.

Die CBF 125 hat neben dem Seitenständer auch einen Hauptständer. Für ein günstiges Leichtkraftrad finde ich diese Tatsache wirklich lobenswert. Das Parken über einen längeren Zeitraum (z.B. im Winter) entlastet den hinteren Reifen, der Stand ist sicherer und die Kette lässt sich einfacher schmieren.

Ein kleines Staufach befindet sich unter dem Soziussitz. Wer die CBF wirklich für den Weg zur Arbeit nutzen will, sollte auf jeden Fall ein paar Euro in ein TopCase investieren. Eine Arbeitstasche lässt sich sonst nämlich nicht unterbringen. Klar, ein TopCase macht die CBF nicht schöner, ist aber praktisch.

Zu den Kosten im Bezug auf den geringen Benzinverbrauch und den günstigen Kaufpreis hatte ich schon einiges geschrieben. Da die CBF über 80km/h fährt (Drosselung möglich) und von Jugendlichen in der offenen Version nicht gefahren werden darf, sind die Versicherungsprämien lächerlich klein. Mit entsprechender Schadenfreiheitsklasse sind in der Haftpflicht Beträge unter 50 Euro möglich. Die Inspektionen (1000km, 4000km und alle 4000km) schlagen mit rund 100 Euro (+/- 30 Euro) zu Buche, solange keine größeren Verschleißteile getauscht werden müssen. Da man aber fast überall gut ran kommt, kann man ev. auch hier und da selber Hand anlegen und noch ein paar Euros sparen.

Zum Ende hin möchte ich noch mal alle Daten der CBF 125 aufführen, die ich bislang nicht erwähnt habe. Dazu gehören die Bremsen: vorne ist eine 240 mm Einscheibenbremse mit Doppelkolbenbremszange verbaut, die sehr gute Dienste tut. Hinten ist eine 130 mm Trommelbremse angebracht. Die Reifengrößen lauten wie folgt: vorne: 80/100-17 46P, hinten 100/90-17 55P. Die Federwege in mm vorne: 115, hinten 87.

Zusammenfassung: wer mit dem Gedanken spielt sich ein 125er Leichtkraftrad zu kaufen, sollte sich die CBF auf jeden Fall ansehen. Sie hat viele große Pluspunkte, wie die günstige Anschaffung, den großen Tank und einen Hauptständer. Die Nachteile, wie den kaum vorhandenen Wetterschutz finde ich nicht so dramatisch. Der größte Vorteil ist aber der minimale Verbrauch von nur ca. 2 bis 2,5 Litern auf 100km. Der kleine 125ccm Motor mit PGMFI Einspritzung, der auch in der Honda ANF 125 Innova verbaut ist, ist ein echtes Wirtschaftswunder. Hätte ich mir nicht im Jahre 2008 die Innova gekauft (da gab es die CBF 125 noch nicht), dann würde ich heute vielleicht eine CBF nehmen.

Für die Honda ANF 125 Innova habe ich einen separaten Bericht geschrieben.

76 Bewertungen, 12 Kommentare

  • misscindy

    30.10.2010, 21:18 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr guter Bericht, lg Sylvia

  • trullilu

    25.07.2010, 17:40 Uhr von trullilu
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sonnige Grüße schickt dir trullilu !!!

  • Netha

    25.07.2010, 13:17 Uhr von Netha
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönen Sonntag von Netha

  • TheWingsofNO

    15.07.2010, 17:11 Uhr von TheWingsofNO
    Bewertung: weniger hilfreich

    Aus Sicht des Betrachters/Users geschrieben teilweise gut detailliert und ausführlich genug. Aber ich will Honda bewegen ein noch besseres Motorrad zu bauen.

  • paula2

    20.06.2010, 17:03 Uhr von paula2
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße

  • catmum68

    19.06.2010, 21:32 Uhr von catmum68
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreicher Bericht, LG

  • Sommergirl

    17.06.2010, 12:49 Uhr von Sommergirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    finde die jetzt nicht so besonders, ist aber Geschmackssache

  • morla

    14.06.2010, 14:37 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    wünsche dir einen guten wochenstart lg. petra

  • XXLALF

    14.06.2010, 10:57 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße und einen guten wochenstart

  • DIETERBAER4711

    12.06.2010, 23:15 Uhr von DIETERBAER4711
    Bewertung: sehr hilfreich

    Prima Bericht ! GLG Petra

  • Ringer93

    11.06.2010, 17:49 Uhr von Ringer93
    Bewertung: sehr hilfreich

    suche ständig leute zum Gegenlesen

  • mrasen

    11.06.2010, 16:08 Uhr von mrasen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lust auf Leserunde dann meldet euch !